Mit freundlicher
Unterstützung
Am Ende des Krieges
Wieder Landsleute: Symbolisch
reichen sich auf einer Bühne ein Unionsoffizier (links) Die USA und ihre Staaten verkörpernde allegorische Figuren runden das lebende Bild ab. Photo aus dem Jahre 1865
Wohl
selten ging ein Bürgerkrieg mit einer solch ritterlichen Note zu
Ende wie das vierjährige mörderische Ringen zwischen den Nord-
und den Südstaaten der USA.
»Alles in Ordnung«: Lincoln schreibt auf einer Trommel die Siegesmeldung an seine Nation nieder. Die
Karikatur von Thomas Nast erschien in «Harpers's Weekly«
am 14. April 1865,
Tod
eines Präsidenten:
.....und die Trauerprozession in Chicago.
Tod
einer Nation:
Man
hielt ihn zwei Jahre lang in Fort Monroe, Virginia, gefangen, in der
Absicht, ihm und anderen konföderierten Anführern den Prozeß
zu machen.
Eine
Hauptstadt in Ruinen: Beim Abzug der konföderierten Armee am
Alteisen: Überreste erbeuteter konföderierter Lafetten und Munitionswagen, die im Waterlivet Arsenal in Troy, New York, verbrannt wurden.
Eine Hauptstadt im Siegestaumel: Am 23. und 24. Mai 1865 paradierten die Armeen Grants und Shermans durch Washington. Im Hintergrund, am Ende der Pennsylvania Avenue, ragt die Kuppel des Kapitols in den Himmel, die während des Krieges fertiggestellt worden war.
Auf
diesem Bild präsentieren sich im Mai 1865 stolz Soldaten mit erbeuteten
konföderierten Fahnen,
Zerfetzte
Fahnen:
Das Schlachtfeld als Hölle: Tausende
von Männern zusammengepfercht in einem engen Graben, unfähig,
ihn zu verlassen oder sich auch nur zu erheben, sich zu strecken oder
zu stehen ohne Gefahr für Leben und Gesundheit; So schildert ein Veteran des Stellungskrieges im Sommer 1864 den Alltag im Schützengraben. Das Photo zeigt Stellungen vor Petersburg, Virginia, im Frühjahr 1865.
Das
Schlachtfeld als touristische Attraktion:
Die ersten Denkmäler: 1865 errichten Veteranen auf dem Schlachtfeld von Bull Run ein Monument für die vier Jahre zuvor in der ersten Schlacht des Krieges Gefallenen.
Vierzig Jahre nach der Schlacht, als dieses Photo entstand, war Gettysburg das am dichtesten mit Denkmälern übersäte Schlachtfeld der Welt. Aber auch auf den anderen Kampfplätzen des Bürgerkrieges wuchsen die Monumente aus dem Boden und wurden die alten Geschütze wieder in Stellung gebracht. Heute sind alle großen Schlachtfelder in den USA Nationalparks und werden alljährlich von Millionen Menschen besucht.
Denkmäler, Denkmäler, Denkmäler: Das 19. Jahrhundert war eine denkmalbegeisterte Zeit, und das nirgendwo mehr als in den USA nach dem Bürgerkrieg. Kaum ein Städtchen blieb ohne sein Monument für die Gefallenen und Kriegsteilnehmer, kaum ein Armeekommandeur ohne wenigstens ein Reiterdenkmal, gleichgültig, ob er gesiegt hatte oder besiegt worden war. Selbst
Joe Hooker, der bei Chancellorsville 1863 so schrecklich geprügelte
Befehlshaber
Ein lebendes Denkmal:
Kein anderer General des Bürgerkrieges genoß und genießt eine solche fast religiöse Verehrung wie Robert E. Lee. »Groß
im Sieg, groß in der Niederlage, in beiden Fällen nur sich
selbst gleich«, Als Verlierer war er von den hohen Ehren ausgeschlossen, die auf seine siegreichen Gegenspieler warteten, aber sein Ruhm übertraf den aller anderen, und er wurde zum Symbol eines Traumes, der »verlorenen Sache« des Südens. Die Aufnahme von Matthew Brady entstand kurz nach der Kapitulation von Appomattox im April 1865 vor Lees Haus in Richmond. Links
vom General steht sein ältester Sohn, George Washington Custis
Lee, rechts, mit schwarzem Hut,
Konföderierte
Veteranen in einem Heim in Kentucky. Bis in die späten 1870er Jahre
verdrängte Amerika die Erinnerung an seinen großen Krieg.
zusammenzuschließen oder sonstwie hervorzutreten. Dann
aber blühten die Veteranenorganisationen mächtig auf, und
je mehr die Zahl der Überlebenden zusammenschmolz, desto größer
wurde der Respekt, der ihnen zuteil wurde, jeder von ihnen auch ein
lebendesDenkmal. Der letzte Veteran, ein Südstaatler, starb 1959 im Alter von 117 Jahren.
Unbekannt: Tausende von Gefallenen ruhten bei Kriegsende noch unbestattet auf den Schlachtfeldern. Fast
die Hälfte aller Soldatengräber der Union trug die Aufschrift
Auf konföderierter Seite waren die Verhältnisse noch trostloser für die Angehörigen.
Heldenfriedhöfe Nord und Süd: Während und kurz nach dem Krieg lassen selbst die letzten Ruhestätten der Soldaten nur zu deutlich erkennen, wer der Sieger war und wer der Besiegte.
Auf Richmonds Hollywood Cemetery sind im April 1865 die Gräber der konföderierten Toten durch simple Bretter gekennzeichnet.....
.....während die Leichen der bei City Point, Virginia, im Sommer 1864 bestatteten Nordstaatler bereits unter Grabsteinen liegen.
Totenkult: Nach dem Krieg holte man an Pietät nach, was während der Kämpfe versäumt worden war. Der Bürgerkrieg war der erste Krieg der Geschichte, dessen Tote nicht spurlos in Massengräbern verschwanden, sondern auf weihevollen Heldenfriedhöfen gemeinsam bestattet wurden.
Die abgebildeten Beispiele zeigen die Friedhöfe in Alexandria Virginia, und Arlington Virginia.
Verwundete Generale: Die blutigen Verluste in der Generalität waren verhältnismäßig um 50 % höher als die der Mannschaften. Der
Unionsgeneral Henry A. Barnum war auf eine seiner drei Wunden
besonders stolz, Der konföderierte General Adam R. Johnson wurde durch einen versehentlichen Schuß seiner eigenen Leute fast völlig geblendet.
Wiederbegegnung auf dem Schlachtfeld: Ein Konföderations- und ein Unionsveteran stehen sich in den Wäldern bei Fair Oaks gegenüber, wo jeder von ihnen viele Jahre zuvor, am 31. Mai 1862, einen Arm verloren hat.
Heimkehr der Sieger:
Schwarze
Unionssoldaten werden in Little Rock, Arkansas, entlassen. Von
der Million Soldaten, die der Norden Anfang 1865 unter Waffen hatte,
befanden sich im Sommer 1867 keine 60 000 Mann mehr bei der Armee, und
in den folgenden Jahren sank die Stärke fast auf den kümmerlichen
Bestand der Vorkriegszeit, ein deutliches Zeichen für die Kriegs-
und Militärmüdigkeit, die im Lande herrschten.
Heimkehr der Besiegten:
Konföderierte
Soldaten schwören nach der Kapitulation in Richmond den Treueeid
auf die Union und können dann nach Hause gehen.
»Spuren der Unionsarmeen«: So hat der prosüdstaatlerische Karikaturist Adalbert Volck seine Graphik bezeichnet, die einen heimkehrenden Konföderierten zeigt, der nur noch rauchende Trümmer vorfindet.
Den Sturm geerntet: South
Carolina, der radikalste der Südstaaten und Ausgangspunkt der Sezession,
war von den Truppen Shermans in den letzten Kriegsmonaten mit besonderer
Gründlichkeit verwüstet worden. »Die Hölle war leer, und all ihre Teufel waren in dieser Stadt, um bei den Yankeeteufeln in die Schule zu gehen. Es war eine perfekte Herrschaft des Terrors«, schrieb ein Einwohner über den Brand von Columbia.
Ende einer Welt:
Zwei
Frauen in Trauer zwischen den Ruinen von Richmond, ein Bild,
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