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© NORD & SÜD, Rainer Delfs, Der Red-River-Feldzug
Veröffentlichungen des Center of Military History der U.S. Army,
des US Nationalarchivs, sowie zeitgenössische Dienstvorschriften der U.S. Army

 

DER RED-RIVER FELDZUG

 


 

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Chronik des Red-River-Feldzugs 1864

 

US-Admiral David Dixon Porter

 

 

US-Admiral David Dixon Porter

Sonntag, 6. März

Von New Orleans zurückkehrend, gibt General Sherman den Befehl, daß Brigade-General Andrew Jackson Smith mit 7.500 Mann von S. A. Hurlbuts 16. und 2.500 Mann von J.B. McPhersons 17. Korps nach Süden marschieren und zu General Nathaniel Banks' Truppen stoßen sollen.

Am 17. März sollen sie sich mit den 17.000 Mann von Banks und 15.000 Mann von General F. Steele aus Arkansas sowie Admiral Porters Flotte in Alexandria am Red River vereinigen.

Die Stärke der feindlichen Truppen im Trans-Mississippi-Gebiet beträgt zu dieser Zeit etwa 41.000 Mann, wovon 35.000 Mann dienstfähig sind. Ihr Kommandeur ist General E. Kirby Smith. Der Großteil dieser Truppen, 20.000 Mann unter General Magruder, ist zur Verteidigung von Galveston und Houston abgestellt. 5.000 Mann unter General Richard Taylor halten die Linie Atchafalaya River/Red River, und 6.000 Mann Infanterie und 3.000 Kavallerie kämpfen unter General Sterling Price' Kommando gegen Steeles Truppen in Arkansas.

Montag, 7. März

Admiral Porter hat an der Einmündung des Red River in den Mississippi eine Flotte von 13 Panzerschiffen und 7 Kanonenbooten mit geringem Tiefgang versammelt (Essex, Benton, Lafayette, Choctaw, Chillicothe, Ozark, Louisville, Carondelet, Eastport, Pittsburg, Mound City, Osage, Neosho, Quachita, Fort Hindman, Lexington, Cricket, Gazelle, Black Hawk, Signal).

Donnerstag, 10. März

Unter dem Kommando von General Andrew Jackson Smith verlassen die Truppen des 16. und 17. Korps Vicksburg auf 30 Transportschiffen und fahren den Mississippi hinab zum Red River, wo Admiral Porter mit seiner Flotte auf sie wartet. Der Wasserstand des Red River ist sehr niedrig und erlaubt es der Flotte Porters gerade noch, den Fluß hinaufzufahren.
General W.B. Franklin erfährt, daß er mit seinen Truppen des Department of the Gulf bereits am 17. März in Alexandria erwartet wird. Alexandria ist 117 Meilen entfernt von der Stadt Franklin, wo die Truppen zum Vormarsch auf den Red River konzentriert werden. Es ist offensichtlich, daß dieser Termin nicht eingehalten werden kann, denn nur 3.000 Mann befinden sich am 10. März in Franklin, die restliche Infanterie, gerade von Texas eingetroffen, ist in der Nähe von Berwick's Bay, und die Kavallerie befindet sich noch in New Orleans.

Freitag, 11. März

Porters Flotte und die Transportschiffe mit A.J. Smith' Truppen brechen auf. Die Eastport bildet die Spitze. Ein Teil der Flotte begleitet die Truppentransporter den Atchafalaya River hinauf, um den Truppen bei der Anlandung in Simsport Schutz zu geben.

Sonnabend, 12. März

Während die Unionsflotte und -truppen weiter den Red River hinauffahren, werden in Washington wichtige Personalentscheidungen veröffentlicht: Major-General Halleck wird auf eigenen Wunsch als General-in-Chief abgelöst und zum Chef des Stabes ernannt. Grant erhält das Oberkommando über sämtliche Armeen. Major-General Sherman erhält das Kommando über die Militärdivision Mississippi (Department of the Ohio, the Cumberland, the Tennessee und the Arkansas). Major-General J.B. McPherson ersetzt Sherman als Kommandeur des Department und der Army of the Tennessee.

Sonntag, 13. März

Erst an diesem Tag beginnt der Abmarsch der Golf-Truppen unter General Franklin. General A.L. Lee bildet mit 3.000 Mann Kavallerie die Vorhut. Dann folgen 2 Divisionen des 13. Korps - Landrams und Camerons - unter General T.E.G. Ransom und das 19. Korps unter General Emory.
Die Truppen von A. J. Smith und die Flotte Admiral Porters setzen ihren Weg den Red River hinauf fort. Die Navy räumt mehrere Lagerhäuser mit Baumwolle, was sich später als schwerwiegender Fehler erweist. General Banks' Plan war, außer den politischen und militärischen Zielen bei diesem Feldzug wirtschaftliche Vorteile aus dem an Baumwolle und Zucker reichen Land zu ziehen. Daher sollte die Armee die Baumwolle nicht requirieren, sondern versuchen, sie von der Bevölkerung zu einem annehmbaren Preis zu kaufen, um zu verhindern, daß die Vorräte von den Rebellen verbrannt wurden, bevor die Unionstruppen einmarschieren. Die Unionsarmeen sollten die Lagerhäuser ignorieren und erst später, wenn sie das Land unter Kontrolle hatten, räumen. Porters Vorgehen rächt sich schon einen Tag später, als General Kirby Smith seiner Armee befiehlt, 150.000 Ballen Baumwolle im Wert von 60 Millionen Dollar zu verbrennen, damit sie dem Feind nicht in die Hände fallen.US-General Andrew J. Smith stürmt Fort de Russy, 14. März 1864.


US-General Andrew J. Smith stürmt Fort de Russy,
14. März 1864.


Montag, 14. März

Die in Simsport gelandeten Truppen unter Brig.-Gen. A.J. Smith marschieren 28 Meilen über Land, werden zwei Stunden durch den Bau einer Brücke aufgehalten und stoßen auf Fort de Russy vor. Sie erobern das einzige Fort des Feindes zwischen Shreveport und dem Mississippi ohne große Mühe innerhalb von zwei Stunden. Ihre Verluste: 7 Tote, 41 Verwundete.

Die Konföderierten unter General Walker haben 5 Gefallene und 4 Verwundete. 260 Mann geraten in Gefangenschaft. Währenddessen durchbricht Porters Flotte neun Meilen südlich von Fort de Russy einen Damm aus Stämmen. Sperren aus in den Grund gerammten Pfählen, die mit Eisenplatten und Ketten verstärkt sind, werden entfernt.
Am selben Tag brechen die Truppen des Department of the Gulf von Franklin aus nach Alexandria auf. Der Feldzug beginnt vielversprechend.

Dienstag, 15. März

Bei Marksville Prairie gibt es ein Scharmützel zwischen Südstaaten Guerillas und den vorrückenden Unionstruppen. Die ersten Kanonenboote erreichen ungehindert Alexandria.

Mittwoch, 16. März

Unionstruppen besetzen die 600-Seelen-Stadt Alexandria, ohne auf Widerstand zu stoßen. General Richard Taylor zieht sich mit seinen Truppen flußaufwärt zurück.
Admiral Porter schreibt nach Washington: „Man sagt, daß Colonel de Russy ein hervorragender Festungsbauer sei, aber er weiß offenbar nicht, wie man diese Forts erfolgreich verteidigt. Dasselbe kann man von den Flußsperren sagen, die auf dem Zeichenbrett gut aussehen mögen, doch unseren Vormarsch nicht aufhalten konnten. Die Anstrengungen des Feindes erinnern mich sehr an die alten Chinesen, die Festungsattrappen aus Holz und Segeltuch bauten und furchterregende Drachen auf ihre Schilder malten, um den Feind zu erschrecken, die aber beim ersten Angriff die Flucht ergriffen. Unsere Seeleute und Soldaten werden langsam ungeduldig nach all den Widrigkeiten, hierher zu gelangen. Nur ab und zu werden wir von kleineren Einheiten angegriffen, aber es sieht so aus, als ob die Rebellen nicht die Absicht haben, zu kämpfen." (Porter sollte noch viele Gelegenheiten erhalten, seine Ansicht über den Feind zu revidieren, bevor der Red-River-Feldzug vorüber war.)

Freitag, 19. März

Vincents 2. Louisiana Kavallerie (CSA) stößt zu Richard Taylors Truppen und erhält den Befehl, die Unionstruppen in Alexandria mit Guerillataktik anzugreifen und nicht zur Ruhe kommen zu lassen. An den nächsten beiden Tagen gibt es immer wieder Scharmützel mit der Vorhut der Unionstruppen, nachdem Vincent Verstärkung durch Edgars Batterie leichter Artillerie erhalten hat. Nach kurzen Gefechten (am 20. bei Bayou Rapides) ziehen sich die Südstaatler wieder zurück.
Die Vorhut von Banks Kavallerie erreicht Alexandria, aber die gesamte Streitmacht trifft nicht vor dem 26. März ein.

Sonntag, 21. März

Die Nacht ist kalt und regnerisch, als General A.J. Mower mit den Brigaden von Hubbard und Hill (2. und 3. der 1. Division des 16. Korps), Lucas' Kavalleriebrigade und der 9. Indiana-Batterie die konföderierten Truppen von Richard Taylor bei Henderson's Hill einkreist und überrascht. Etwa 250 Männer werden gefangengenommen, sowie 200 Pferde und die vier leichten Geschütze von Edgars Batterie erbeutet. Nur ein Unionssoldat wird verwundet, 8 Konföderierte finden den Tod. Diese Niederlage nimmt Taylor die Möglichkeit, den weiteren Vormarsch der Unionstruppen auszukundschaften.
Taylor zieht sich weiter nach Natchitoches zurück, wo er auf Kirby Smith' Verstärkungen aus Texas (eine Kavalleriedivision) und Arkansas (zwei Infanteriedivisionen) wartet.

Dienstag, 23. März

In Little Rock, Arkansas, brechen 7.000 Mann unter General Steele auf, um Banks bei seinem Vorstoß auf Shreveport zu unterstützen. Am selben Tag setzt sich auch von Fort Smith, Arkansas, aus eine Armee von 5.000 Mann unter General Thayer in Bewegung, um sich bei Arkadelphia mit Steeles Truppen zu vereinigen.Admiral Porters Flotte auf dem Red River



Admiral Porters Flotte auf dem Red River


Mittwoch, 24. März

General Banks trifft in Alexandria ein, zwei Tage vor seinen Truppen, die aus folgenden Einheiten bestehen: Ransoms 13. Korps (3. Division unter R.A. Cameron und 4. Division unter W.J. Landram); W.B. Franklins 19. Korps (1. Division unter W. W. Emory und 2. Division unter Cuvier Grover); Albert Lees Kavalleriedivision; vier farbige Infanterieregimenter (73., 75., 84. und 92. U.S.C.T./U.S. Coloured Troops).

Dazu kommen 13 Artilleriebatterien. Alle Infanteriedivisionen haben nur zwei Brigaden, mit Ausnahme von Lynchs und Emorys, die drei Brigaden haben.

Banks wird mit zwei schlechten Nachrichten konfrontiert: Er erhält den Befehl, Shermans Truppen - die 10.000 Mann unter A.J. Smith - spätestens am 15. April zurückzuschicken, da Sherman sie dringend bei seinem bevorstehenden Atlanta-Feldzug benötigt. Zudem ist der Wasserstand des Red River ungewöhnlich niedrig und sinkt weiter, so daß ein weiteres Vordringen der Flotte über die oberhalb von Alexandria befindlichen doppelten Stromschnellen zweifelhaft erscheint. Dennoch erteilt Banks unverzüglich den Befehl, den Vormarsch auf Shreveport fortzusetzen.

Sonnabend, 26. März

General Richard Taylor (CSA), ein intelligenter, wenn auch hitziger Sohn des alten Generals und Präsidenten Zachary Taylor, ist weiter auf dem Rückzug vor den Unionstruppen. Er setzt seine Guerilla-Angriffe auf die Vorhut des Feindes fort, muß aber erkennen, daß er mit wenig mehr als der Hälfte der Männer, die von Banks kommandiert werden, das Vordringen des Feindes nach Shreveport nicht aufhalten kann. In einer Depesche an Kirby Smith schreibt er über den Fortgang des feindlichen Vormarsches:
„GENERAL ... Ich bin mir immer noch nicht darüber im klaren, welche Absichten der Feind mit dem Aufmarsch dieser großen Armee hier am Red River verfolgt. Ich habe noch keine Nachrichten von Green seit meinem letzten Schreiben an Sie. Die Schwierigkeit, genaue Informationen über den Feind zu erhalten, wird durch Aktionen der Jayhawkers sehr erschwert. Im ganzen Land wimmelt es von diesen Outlaws, die mit dem Feind gemeinsame Sache machen und uns zusetzen. Einige von unseren Scouts sind von ihnen ermordet worden, und es ist für kleine Abteilungen gefährlicher, durch die dichten Kiefernwälder zu reiten als die vordersten Linien des Feindes anzugreifen. Die genaue Kenntnis des Landes durch die Jayhawkers macht es unseren Leuten unmöglich, ihren Banden zu entkommen. Die Ankunft von einem und sogar zwei von Greens Regimentern, würde unsere bedrohliche Situation grundlegend ändern."

Montag, 28. März

General R. Taylor beginnt damit, die konföderierten Truppen zusammenzuziehen, um den Vormarsch der Unionstruppen auf Shreveport zu stoppen.

Dienstag, 29. März

General Steele (US) erreicht Arkadelphia. Thayers Armee (US) ist durch heftige Regenfälle und schlechte Straßen verspätet. Bei Longview und Mt. Elba gibt es ein Gefecht zwischen der 28. Wisconsin und der 5. Kansas Kavallerie auf der Unionsseite und General Sterling Price' Kommando. Die Verluste der Unionstruppen betragen 4 Tote und 18 Verwundete, die der Konföderierten 12 Tote, 35 Verwundete und 300 Gefangene.
Im Red-River-Tal setzen die Konföderierten vor der Ankunft der Unionstruppen auf einer Länge von 10 Meilen die Baumwollfelder in Brand.

Mittwoch, 30. März

Die Unionstruppen rücken weiter auf Natchitoches zu.
Der konföderierte General Richard Taylor sendet von Natchitoches aus eine Depesche an Kirby Smith:
„GENERAL ... Ich traf hier vor zwei Stunden ein. Der Feind ist noch 12 -14 Meilen entfernt und rückt unaufhaltsam vor. Er wird diesen Ort noch an diesem Tag einnehmen, wenn er es für opportun hält. Nur eines von General Greens Regimentern ist eingetroffen. Es wird morgen früh an die Front gehen. Das Regiment zählt 250 Mann -keine große Verstärkung. Das nächste Regiment zählt 350 Mann, aber die Hälfte davon ist unbewaffnet. Es soll morgen zu mir stoßen ... Ich möchte respektvoll zu verstehen geben, daß es nur einen Weg gibt, Steeles Vormarsch aufzuhalten: indem wir den Feind nun und hier im Herzen des Red River Valley schlagen. Price's Truppen hätten am 28. hier sein können, und ich hätte heute eine Schlachtfür das Department schlagen können. Eine Konzentration unserer Truppen abzulehnen, wenn wir die Möglichkeit haben, den in unser Gebiet vorgedrungenen Feind zurückzuschlagen, ist eine Politik, die nicht in meinen Kopf hinein will. Es gibt bis zum 18 Meilen entfernten Spanish Lake keinen geeigneten Ort, wo ich mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln etwas gegen den vorrückenden Feind unternehmen kann. Pleasant Hill wäre der einzig erfolgversprechende Ort, das Land bis Blair's Landing zu halten. Der Feind ist in großer Überzahl und wird das Red River Valley überrennen, wenn wir nicht all unsere Kräfte vereinen und ihm energischen Widerstand entgegensetzen. Ich möchte noch einmal respektvoll darauf hinweisen, daß mich seit dem Fall von Fort de Russy nur 250 Mann Verstärkung erreicht haben."Panzerschiff U.S.S. Pittsburg

 

Panzerschiff U.S.S. Pittsburg


Donnerstag, 31. März

Taylors Truppen liefern den unaufhaltsam vorrückenden Unionstruppen bei Natchitoches ein paar Scharmützel.

 

Taylor schreibt eine weitere bittere Depesche an Kirby Smith:

 

„GENERAL: Ich habe die Ehre, Ihnen mitzuteilen, daß ich heute um elf Uhr morgens Natchitoches verlassen habe, kurz bevor die Vorhut des Feindes diesen Ort erreichte.
Ich befinde mich an Bord des Dampfers FROLIC und fahre den Fluß hinauf nach Blair's Landing, um den Weg nach Pleasant Hill zu inspizieren, wo der Hauptteil meiner Truppen heute nacht lagern wird. ..
Nach allem, was mir bekannt ist, wird es mindestens zehn Tage dauern, bis Greens Kommando mich erreicht, ein einziges Regiment unter Major McPhaill ist bisher eingetroffen. Die Truppen, die von Texas herbeordert wurden - außer Greens ursprünglicher Division, haben den Befehl, im Polk County Station zu machen,
bis neue Befehle eintreffen, wie ich von Lieutenant Colonel Herbert erfuhr. Hätte ich auch nur für einen Augenblick die Möglichkeit in Betracht gezogen,
daß sich eine solche unglaubliche Verzögerung ergeben würde, hätte ich lieber dem Feind eine Schlacht geboten, auch wenn er in großer Übermacht war.
Es wäre besser gewesen, den Staat nach einer ehrenvollen Niederlage zu verlieren, als sich kampflos zu ergeben. Die reichste Region der Konföderation ist nun eine Wüste.
Louisiana kennt sein Schicksal. Seine Kinder sind Verbannte; seine Wirtschaft ist zerstört. In stündlicher Erwartung Ihrer versprochenen Verstärkungen
möchte ich nicht das Risiko eingehen, meine kleine Armee in einer aussichtslosen Schlacht aufs Spiel zu setzen. Ich werde nie müde werden, diesen Fehler zu bedauern."

Sonnabend, 2. April

General Banks erreicht mit seiner Armee Natchitoches, 80 Meilen von Alexandria entfernt und 100 Meilen vor Shreveport. Lees (US) Kavallerie ist den ganzen Weg von Alexandria herauf ständig in Kämpfe mit dem Feind verwickelt. Bei Crump's Hill (Piney Woods) greifen Taylors Konföderierte eine Abteilung, die aus der 14. New Yorker, der 2. Louisiana, der 2. Illinois und der 16. Missouri Kavallerie, sowie der 5. U.S. Colored Artillerie besteht, an. Die Unionstruppen verlieren 20 Verwundete, die Konföderierten 10 Tote und 25 Verwundete.

Sonntag, 3. April

Der Red River steigt leicht an, aber der Wasserstand ist immer noch so extrem niedrig, daß die letzten der 13 Kanonenboote und etwa 30 Transporter erst jetzt die felsigen Untiefen oberhalb von Alexandria mit großen Schwierigkeiten passieren können. Die Ladung der Schiffe muß dazu größtenteils gelöscht, mit Wagen flußaufwärts gebracht und oberhalb der Stromschnellen wieder an Bord geschafft werden. Sieben Kanonenboote und einige größere Transportschiffe bleiben unterhalb der Stromschnellen in Alexandria. Die Nachschublinie für diese Expedition ist sehr dünn und anfällig für feindliche Angriffe geworden.

Montag, 4. April

Bei einem Scharmützel bei Campti verzeichnen die Unionstruppen 10 Tote und 18 Verwundete. 3 Konföderierte werden getötet und 12 verwundet.
In Arkansas setzt General Sterling Price (CSA) seine Kämpfe gegen den vorrückenden Steele fort. Bei Elkins' Ferry lassen 5 Unionssoldaten und 18 Südstaatler ihr Leben, etwa 30 werden auf beiden Seiten verwundet.
Besorgt über die französischen Aktivitäten in Mexiko und die daraus folgenden möglichen Rückwirkungen auf Texas - einer der Gründe für den Red-River-Feldzug -, gibt das Repräsentantenhaus in Washington eine Resolution heraus, die besagt, daß die Vereinigten Staaten die Errichtung einer Monarchie in Mexiko nicht tolerieren werden. In Wirklichkeit ist die Monarchie bereits beschlossene Sache: ein Marionettenregime des französischen Kaisers Napoleon III., der 1862 Mexiko überfallen hat und nun Maximilian von Habsburg auf den Thron setzen will. Napoleon hat tatsächlich ein Auge auf Texas geworfen, obwohl seine Armee genug mit den Aufständischen von Benito Juarez zu tun hatUS-Transportschiffe unterhalb der Stromschnellen von Alexandria, April 1864.

 

US-Transportschiffe unterhalb der Stromschnellen
von Alexandria, April 1864.

Dienstag, 5. April

Der Vormarsch von Banks' Truppen verlangsamt sich. An Land marschieren die Einheiten in einer dünnen Linie auf einer engen Straße, behindert durch Munitions- und Versorgungswagen, die sich über 12 Meilen in der unübersichtlichen Wildnis hinzieht. Die Schiffe auf dem Fluß kämpfen mit dem niedrigen Wasserstand, das Navigieren wird immer schwieriger. Für die großen Kanonenboote ist es unmöglich, über Grand Ecore hinaus den Fluß hinaufzufahren. A.J. Smith' Truppen müssen ausgeschifft werden und den Vormarsch zu Fuß fortsetzen. Der Konföderierten-General Richard Taylor zieht sich mit seiner 16.000 Mann starken Armee von der Unionsvorhut zurück und sammelt sich um Mansfield, um dem Feind den Weg nach Shreveport zu verlegen.

Mittwoch, 6. April

Die verfassunggebende Versammlung von Louisiana tritt in New Orleans zusammen und verabschiedet eine neue Staatsverfassung, die die Sklaverei verbietet.
Die Unionsarmee rückt von Natchitoches aus vor. Die einzige befahrbare Straße nach Shreveport führt über den Pleasant Hill und Mansfield durch ausgedörrtes, sandiges Land und unzugängliche Kiefernwälder mit wenig Wasser und Futter für die Tiere. Unbeachtet seines Fehlverhaltens im letzten Jahr beim Sabine Pass, überträgt General Banks das Kommando General Franklin, während er sich selbst mit Thomas Kilby Smith' Division (US) nach Grand Ecore begibt, wo er Porters Flotte erwartet. Kilby Smith' Division soll in Grand Ecore eingeschifft werden und innerhalb von drei Tagen bei Springfield Landing, etwa 100 Meilen vor Shreveport, zu den über Land vorrückenden Truppen stoßen. Lees Kavallerie wird auf dem Weg zum Pleasant Hill immer wieder in Scharmützel mit dem Feind verwickelt.
CS-General Richard Taylors Absicht ist es, die Unionsarmee möglichst weit von ihrer Nachschubbasis wegzulocken, bevor er sich dem Feind zur Schlacht stellt. An diesem Tag stößt Greens Kavallerie aus dem südlichen Texas zu Taylor. Sie wird mit den Brigaden von Bee, Major und Bagby zu einer Division vereinigt, die die Nachhut der zurückweichenden Konföderierten bilden soll.

Donnerstag, 7. April

Bei Wilson's Farm gibt es einen Zusammenstoß zwischen Albert Lees Kavallerie vom 19. Korps (US) und Greens Kavalleristen (CSA). In einem erbitterten Gefecht verlieren 14 Unionssoldaten und 15 Konföderierte ihr Leben. 39 Männer Lees werden verwundet. Green verliert 40 Männer durch Verwundung, etwa 100 werden gefangengenommen. Banks, der aus Grand Ecore zurückgekehrt ist, schickt eine Vorhut los, die den Weg erkunden soll, während seine Armee ein Camp aufschlägt.

Freitag, 8. April

Am Morgen gibt es ein paar Scharmützel zwischen den beiden Armeen. Der erste heftige Angriff der Konföderierten erfolgt eher unbeabsichtigt am Nachmittag um 4 Uhr, nachdem Taylor seine Kavallerie auf Sabine Crossroads, einen strategisch wichtigen Punkt etwa 3 Meilen von Mansfield entfernt, vorrücken läßt. Hier richtet Taylor dann eine defensive Stellung mit den Infanteriedivisionen von Walker und Mouton und Bees Kavallerie ein. Es kommt zu einem Kampf zwischen Kavallerieeinheiten, in den Moutons Infanterie eingreift: Die Schlacht von Sabine Crossroads hat begonnen.
Um drei Uhr am Nachmittag dieses Tages lagert General William H. Emory mit seiner 1. Division des 19. Korps etwa eineinhalb Meilen hinter dem 13. Korps. Um 3.50 Uhr - Emory notiert die Zeit genau - befiehlt Korps-Kommandeur Franklin General Emory, seine Infanterie unverzüglich an die Front zu bringen. Innerhalb von 15 Minuten setzt sich die 1. Division in Marsch. Der hartnäckige Widerstand von Emorys Division verhindert nur die völlige Vernichtung der Unionstruppen bei Sabine Crossroads. Die Schlacht geht als Sieg der Konföderierten in die Geschichte ein.
Richard Taylor hat hier, etwa drei Meilen südöstlich von Mansfield, lediglich eine defensive Stellung einnehmen wollen, um den Feind an einem weiteren Vordringen nach Shreveport zu hindern. Da er von Kirby Smith aus Shreveport keine Befehle erhalten hat, ist er entschlossen, Mansfield zu verteidigen. Walkers drei Brigaden bilden den rechten und Moutons zwei Brigaden den linken Flügel. Als Green mit seiner zurückgedrängten Kavallerie zu ihnen stößt, erhält er den Befehl, zu Fuß an Moutons Seite zu kämpfen. Das Gebiet ist stark bewaldet, so daß der Einsatz von Artillerie nur beschränkt möglich ist. Insgesamt beträgt Taylors Truppenstärke 5.300 Mann Infanterie, 3.000 Mann Kavallerie und 500 Mann Artillerie. Durch Moutons Angriff entwickelt sich ein harter Kampf, der erst durch den erbitterten Widerstand von Emorys Division ein Ende findet.
Die Schlacht von Sabine Crossroads markiert das Ende von General Banks' Vormarsch. Die Verluste der Unionstruppen betragen 113 Tote, 581 Verwundete und 1.541 Vermißte, zusammen 2.235 Mann von 12.000 Beteiligten - ein sehr hoher Preis. Cameron löst den verwundeten Ransom ab. Franklin wird ebenfalls verwundet, bleibt aber in seinem Kommando.
Auf Seiten der Konföderierten verliert General Mouton sein Leben. Polignac übernimmt sein Kommando. Die Verluste an Toten und Verwundeten betragen 1.000 Mann von 8.800 am Kampf beteiligten Soldaten.Die Mannschaft der LAFAYETTE

 

Die Mannschaft der LAFAYETTE


Sonnabend, 9. April

In der Nacht zieht Banks seine Truppen 15 Meilen weit zum Pleasant Hill zurück, wo Emorys Division und zwei Divisionen von A.J. Smith eine Verteidigungslinie einrichten. Banks beginnt zu zweifeln, daß es möglich sein wird, sich nach Shreveport durchzukämpfen.

Bei Tagesanbruch befiehlt CSA-General Taylor seiner gesamten Armee, dem zurückweichenden Feind zu folgen. Am Nachmittag stößt die konföderierte Division von General T.J. Churchill mit den beiden Brigaden von M. M. Parsons und J.C. Tappan auf die Unions-Linie, die von den Divisionen Emorys und Mowers gebildet wird. Gegen 5 Uhr am Nachmittag greift Taylor an. Parsons (an der rechten Flanke) und Tappan treiben die Brigade von Colonel Lewis Benedict zurück, zersprengen sie und töten ihren Kommandeur.

Obwohl W.M. Dwight mit der 1. Brigade der 1. Division des 19. Korps die rechte Flanke der Unionstruppen gegen die Attacke von J.G. Walker und H.P. Bees Kavallerie hält, kann die Mitte der Verteidigungslinie nach der Vernichtung ihrer linken Flanke nicht gehalten werden. Bevor der Vorstoß der Konföderierten jedoch die Position erreicht, an der die Reserve der Unionstruppen auf ihren Einsatz wartet, verwickelt die Unions-Brigade von J.W. McMillan den rechten Flügel der Konföderierten mit einem Gegenangriff in ein heftiges Gefecht und treibt Parsons Brigade zurück. Das Zentrum der Unionslinien stoppt den Angriff des Feindes und geht seinerseits unter der Führung von Mower zum Angriff über. Taylor wirft Polignacs Brigade als Reserve in den Kampf, um den Vorstoß der Unionstruppen aufzuhalten, doch es ist zu spät. Das Blatt hat sich gewendet, und die Konföderierten müssen den Rückzug antreten. Ihre Verluste betragen 1.500 Tote und Verwundete, die der Unionstruppen 1.369.

General Banks, ermutigt durch diesen Erfolg, will zuerst den Vormarsch auf Shreveport fortsetzen. Doch sein Stab spricht sich dagegen aus, weil die Verstärkungen durch Steeles Truppen (der bei seinem Marsch zum Red River in Arkansas von den Konföderierten in schwere Kämpfe verwickelt wird) immer noch nicht eingetroffen sind und ein Befehl von General Grant vorliegt, daß die Truppen von A.J. Smith spätestens am 1. Mai wieder jenseits des Mississippi eintreffen müssen, um Sherman bei seinem Vorstoß auf Atlanta zu unterstützen. Banks beugt sich diesen Argumenten und entscheidet sich letzendlich, die Truppen nach Grand Ecore zurückzuführen. Obwohl diese Schlacht als Sieg der Union betrachtet werden muß, bedeutet sie doch einen Wendepunkt im Verlauf des Red-River-Feldzugs, der von Beginn an von Fehlern und Problemen geprägt wurde. Daß Banks' Rückzug zu diesem Zeitpunkt ein entscheidender Fehler ist, beweist ein Bericht des CSA-Generals Kirby Smith an den Südstaatenpräsidenten Davis:
„Taylors Truppen wurden zurückgeworfen und sind in Auflösung begriffen. Die Missouri- und Arkansas-Truppen sind zerschlagen ... Zu meiner großen Erleichterung erfuhr ich am Morgen, daß der Feind sich in der Nacht zurückgezogen hat. Unsere Armee hätte ihm keinen Widerstand mehr entgegensetzen können ... "
Doch die Unionstruppen stehen nun mit ihrer großen Streitmacht vor den riesigen Problemen des Rückzugs.
Kirby Smith entschließt sich nach Banks' Rückzug, Polignacs Division und die Kavallerie (insgesamt 5.200 Mann) von Taylors Truppen abzuziehen, damit sie Banks' Armee während dessen Rückzug attackieren. Er selbst kehrt mit Walker und Churchill nach Shreveport zurück, um von dort aus gegen Steele in Arkansas zu operieren.

Sonntag, 10. April

Porters Flotte wird 30 Meilen flußaufwärts von Grand Ecore bei Logg' Bijou durch Flußsperren gestoppt und beginnt mit dem Rückzug, nachdem die Nachricht von Banks Umkehr nach Grand Ecore eintrifft.
Auch General Steele, der bei Prairie Dran in Arkansas in ein blutiges Gefecht mit CSA-General Sterling Price' Kommando verwickelt wird und 100 Männer durch Tod und Verwundung verliert, erfährt durch eine Depesche von Banks' Rückzug. Er entschließt sich umgehend, ebenfalls nach Little Rock zurückzukehren.U.S.S. OZARK

 

U.S.S. OZARK

Montag, 11. April

Banks' Red-River-Armee trifft in Grand Ecore ein. Porters Schiffe haben Mühe, bei immer weiter sinkendem Wasserstand den Weg flußabwärts fortzusetzen. Die Konföderierten greifen vom Ufer aus mit Scharfschützen und Kanonen an und versuchen, die Flotte, die nur sehr langsam vorankommt, am Rückzug zu hindern. Die erste Attacke erfolgt bei Coushutta, die zweite - mit 1.900 Mann von Thomas Greens Kavallerie und vier Kanonen - bei Harrison. Beide Angriffe werden von den Besatzungen der Panzerschiffe und Kilby Smith' Truppe, die die Flotte auf den Transportschiffen begleitet, mit Leichtigkeit zurückgeschlagen.

Dienstag, 12. April

Bei Blair's Landing (auch: Pleasant Hill Landing) greifen 2.000 konföderierte Infanteristen und abgesessene Kavalleristen unter General Thomas Green Porters Flotte vom rechten Ufer aus an. Enthemmt von Louisiana-Rum, stürmen sie ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben immer wieder gegen die gepanzerten Schiffe an und werden von deren Kanonen förmlich umgemäht. Fast zwei Stunden dauert dieses ungleiche Gefecht. Die unerschrockenen, leichtsinnigen Texaner verlieren mehr als 400 Mann und ihren Kommandeur General Thomas Green, dem ein Granatsplitter den Kopf abreißt.

Freitag, 15. April

Porters Flotte erreicht Grand Ecore. Viele der größeren zurückgebliebenen Schiffe liegen wegen des Niedrigwassers auf Grund. Während er sie freischleppen läßt, läuft die „Eastport" 8 Meilen flußabwärts auf eine Mine oder wird von einem Torpedo getroffen. Mit großen Schwierigkeiten kann sie wieder flottgemacht werden.

Montag, 18. April

Bei Poison Springs, 8 Meilen von Camden, Arkansas, entfernt, greifen Sterling Price' Konföderierte unter dem Kommando von John S. Marmaduke einen Wagenzug der Union an. Die Rebellen erbeuten 198 Wagen und bringen dem Feind Verluste von 300 Toten und Verwundeten bei. Sie selbst verlieren nur etwa 120 Mann.

Freitag, 22. April

Der Rückzug der Landtruppen nach Alexandria wird fortgesetzt. Die Flotte Porters, behindert durch die Bemühungen, die angeschlagene „Eastport" zu retten, und unentwegte Angriffe der Rebellen, kommt nur langsam voran. An der Einmündung des Cape River, 90 Meilen von Grand Ecore entfernt, wird die Flotte von 18 Kanonen der Konföderierten beschossen. Die „Cricket", das Flaggschiff des Admirals, wird von unzähligen Granaten getroffen, die Decks leergefegt. Die Heckkanone wird außer Gefecht gesetzt, die gesamte Geschützmannschaft getötet oder verwundet. Eine weitere Granate läßt die Bugkanone explodieren, wobei nur ein Mann unverwundet bleibt. Porter läßt die Heckkanone durch ein Himmelfahrtskommando besetzen und gibt die Order, die Rebellen-Batterie anzugreifen. Unter schwerstem Feuer beschießt die „Cricket" die Kanonen am Ufer. Die „Hindman" beteiligt sich an der Kanonade auf die Uferbatterie. Porters „Cricket" schafft den Durchbruch, und er befiehlt der „Osage" und der „Lexington", die 3 Meilen flußabwärts gegen eine weitere Uferbatterie kämpfen, zurückzukehren und die „Hindman" herauszuhauen. Doch die Dunkelheit bricht herein, und es ist unmöglich, der „Hindman" zu Hilfe zu kommen. Die Kanonen der „Hindman" aber schaffen es allein, die Batterie der Rebellen zusammenzuschießen. Jedoch wird ihr Schaufelradgestänge von einer Granate zerfetzt, und unter großen Schwierigkeiten driftet das Kanonenboot flußabwärts. Die „Juliet" kann die Batterie ebenfalls passieren, die „Champion" wird manövrierunfähig geschossen und ein Opfer der Flammen. Auf der Fahrt flußabwärts nach Alexandria hat Porter Verluste von etwa 100 Mann, während die Konföderierten an die 500 Mann verlieren.

Sonnabend, 23. April

General Banks setzt seinen Rückzug nach Alexandria fort. Seine Armee marschiert fast 40 Meilen ohne Rast auf Cloutiersville zu. Seine Nachhut wird ununterbrochen von Südstaaten-Kavallerie unter J.A. Wharton attackiert. An der Furt (Monett's Bluff) über den Cane River trifft Banks auf eine Rebellenstreitmacht von 8.000 Mann mit 16 Kanonen, die von General H.P. Bee kommandiert wird. Bee ist überzeugt, daß seine Armee - zur Linken durch den Red River, zur Rechten durch einen unpassierbaren Sumpf gedeckt - den Vormarsch des Feindes aufhalten kann, bevor Banks' Nachhut zur Verstärkung eintrifft. Banks weiß, daß seine einzige Chance, Alexandria heil zu erreichen, Schnelligkeit ist, die dem Feind nicht erlaubt, seine Truppen zu konzentrieren. General Emory erhält den Befehl, mit seiner eigenen Division vom 19. Korps, einer Division des 13. Korps und einem Kavallerie-Regiment den Feind frontal anzugreifen. Doch die Stellung der Konföderierten ist zu stark. Emory schickt General H. W. Birge mit dessen 3. Brigade und mit Camerons Division drei Meilen flußaufwärts über den Cane River, um dem Feind in die Flanke zu fallen. Birge erreicht seine Position nach einem schwierigen Marsch durch Sumpfgelände und dichten Wald am späten Nachmittag. Fessenden, der Birges Brigade führt, erobert und hält zwei entscheidende Stellungen und zwingt den Feind damit, sich zurückzuziehen.Die drehbare Heckkanone der U.S.S. OZARK

Die drehbare Heckkanone der U.S.S. OZARK


Sonntag, 24. April

Kilby Smith (US), der Banks' Nachhut deckt, erwehrt sich am Morgen erfolgreich eines Angriffs von General Bees zurückweichenden Truppen. Die Kämpfe bei Monett's Bluff, Cane River und Cloutiersville kosten die Unionstruppen 350 Tote und Verwundete, die Konföderierten 400.

Montag, 25. April

Nach einem Marsch von 22 Meilen über schlechte Straßen, wird bei Mark's Mill in Arkansas General Steeles Armee abermals von 6.000 Südstaatlern unter General Fagan angegriffen. Nachdem es Fagan gelingt, die Vorhut, die sich heldenhaft verteidigt, von der Truppe abzuschneiden, ergeben sich die Unionstruppen. Die Konföderierten verlieren nur knapp 200 Mann. 100 Nordstaatler werden getötet, 250 verwundet und 1.100 gefangengenommen.

Dienstag, 26. April

Banks' Truppen haben Alexandria wieder erreicht, genau einen Monat, nachdem sie die Stadt besetzt haben. Banks weiß, daß er sich ohne die Truppen von A.J. Smith, die dringend von Sherman erwartet werden, nicht lange in Alexandria halten kann. Aber vor einem Rückzug muß noch das Problem gelöst werden, die Flotte über die Stromschnellen von Alexandria zu bringen. Die Schwierigkeiten sind schon vor längerer Zeit von Lieutenant-Colonel Joseph Bailey, einem Ingenieur aus dem 19. Korps, vorausgesehen worden. Er schlägt General Banks vor, mehrere Dämme quer über den Fluß zu bauen, damit sich das Wasser des Red River staut und die Kanonenboote dann durch schmale Lücken im Damm die Untiefen überwinden können. General Franklin befürwortet den Plan, während Admiral Porter sehr skeptisch ist.Brigadegeneral Joseph Bailey

 

 

Brigadegeneral Joseph Bailey

Die Army-Ingenieure lachten über diesen bärtigen, grobschlächtigen Mann, als er vorschlug, die vom Niedrigwasser bei Alexandria eingeschlossene Flotte Admiral Porters durch einen Dammbau, durch den das Wasser des Red River gestaut werden sollte, zu retten.

Bailey war Holzfäller in Wisconsin gewesen und hatte dort Erfahrungen gesammelt, die ihm hier zugute kamen. Er war Chef-Ingenieur des 19. Korps, und da es keine andere Chance gab, die Flotte zu retten, erhielt er von Admiral Porter und General Banks die Erlaubnis, den Damm zu bauen. Bailey stellte die verschiedenen Dämme in elf Tagen fertig, und im gestauten Wasser des entstandenen engen Kanals gelang es sämtlichen Schiffen der Flotte, die felsigen Untiefen zu überwinden.

Für diese Tat erhielt Bailey den Brevet-Rang eines Brigadegenerals und den Dank des Kongresses. Die Offiziere Porters dankten ihm mit einem Ehrensäbel und einer Prämie von 3.000 Dollar.

Nach dem Krieg siedelte er im Newton County, Missouri, nahm den Posten eines Sheriffs an und wurde im Alter von 40 Jahren am 21. März 1867 in Ausübung seines Amtes von Banditen erschossen.

 

Sonntag, 1. Mai - Sonntag, 8. Mai

Während Joseph Bailey damit beginnt, die Dämme zu bauen, um Porters Flotte zu retten, müssen Banks' Truppen immer wieder harte Kämpfe mit dem Feind ausfechten, um die Arbeiten auf dem Fluß zu decken. Unaufhörlich greifen die Konföderierten an und liefern den Unionstruppen rund um Alexandria verlustreiche Gefechte. Die Versorgungsschiffe, die unterhalb der Stromschnellen geblieben sind, treten den Rückweg zum Mississippi an und sehen sich fortwährenden Angriffen durch die Südstaatler ausgesetzt. J.P. Major greift am 1. Mai bei Snaggy Point einen kleinen Geleitzug an und zerstört das Transportschiff „Emma". Am 3. Mai erobert er das Transportschiff „City Belle" und nimmt etwa 250 Mann und alle Offiziere des 120. Ohio-Regiments gefangen. Am 5. Mai greift er die „Signal" und die „Covington" an und zerstört die beiden gepanzerten Kanonenschiffe, die das Transportschiff „Warner", auf dem sich das 56. Ohio-Regiment und eine große Ladung Baumwolle befinden, schützen sollen. Nach einem Kampf von 5 Stunden wird die „Covington" von ihrer Besatzung in die Luft gejagt, damit sie dem Feind nicht in die Hände fällt. Die beiden anderen Schiffe ergeben sich. Major versenkt die „Signal" in der Fahrrinne, um den Red River für Schiffe zu sperren, die vielleicht vom Mississippi aus den Truppen in Alexandria zu Hilfe kommen könnten. Diese Aktionen bei Dunn's Bajou fordern bei den Unionstruppen 250 Tote und Verwundete.

Montag, 9. Mai

Zwischen 2.000 und 3.000 Männer haben rund um die Uhr an Baileys Dämmen gebaut. Nun sind sie fertig. Die Stromschnellen bei Alexandria sind über eine Meile lang. Bailey hat zwei Dämme bei den größten Untiefen errichten lassen. Der Hauptdamm hat eine Länge von etwa 250 Metern, die Wassertiefe beträgt dort zwischen 1,20 und 1,80 Metern, die Fließgeschwindigkeit 10 Meilen pro Stunde. Außer dem Hauptdamm läßt Bailey noch zwei weitere Dämme bauen, die den Wasserstand auf 2 Meter anheben.Porters Flotte passiert Colonel Baileys Damm oberhalb von Alexandria.

Porters Flotte passiert Colonel Baileys Damm oberhalb von Alexandria.


Freitag, 13. Mai - Sonntag, 22. Mai

Banks beginnt mit der letzten Etappe seines Rückzugs, nachdem Porters Flotte gerettet ist. Am 14. und 15. Mai gibt es einige Scharmützel bei Wilson's Landing und Avoyelles Prairie.

Am 16. Mai muß sich die Armee bei Mansura den Weg an einer feindlichen Stellung vorbei freikämpfen. Währenddessen greift Liddells Kavallerie Porters Flotte vom nördlichen Ufer des Flusses aus an.

Bei Yellow Bayou findet am 18. Mai das letzte größere Gefecht in der Trans-Mississippi-Region statt. Die Unionsarmee hat Verluste von 267 Mann, die Konföderierten verlieren 452 Mann (dieses Gefecht wird auch unter den Bezeichnungen Old Oaks oder Norwood Plantation in den Geschichtsbüchern vermerkt).
Während dieses Gefecht ausgetragen wird, ist Joseph Baileys Ingenieurwissen noch einmal gefragt. Bei der Überquerung des Atchafalaya River bei Simsport stehen ihm weder Pontons noch die übliche Ausrüstung zur Verfügung. Er benutzt die Transportschiffe von Porters Flotte, um eine provisorische Brücke über den mehr als 500 Meter breiten Fluß zu bilden. Am 19. Mai überqueren die Wagen von Banks' Armee den Fluß, die Truppen folgen am nächsten Tag. Während die Wagen über die Brücke gefahren werden, greifen die Konföderierten unter Polignac die Nachhut von Banks' Truppen an, werden aber von A.J. Smith' Kommando zurückgeworfen. Nach der Überquerung des Atchafalaya River trifft sich Banks mit General E.R.S. Canby, der ihn im Kommando über das Department of the Gulf ablöst. General Banks übergibt ihm seine Armee und macht sich auf den Weg nach New Orleans.
Am 22. Mai wird A.J. Smith' Korps nach Vicksburg eingeschifft. Der Rest von Banks' Armee erreicht am 26. Mai Donaldson. Admiral Porters Flotte verläßt den Red River und nimmt ihre Aufgabe, auf dem Mississippi zu patrouillieren, wieder auf.

 

Epilog

Ein Stabsoffizier der Union schrieb über den Red-River-Feldzug:
„Auf beiden Seiten hinterließ der Feldzug Bitterkeit und Vorwürfe. General Richard Taylor wurde nach einer bitterbösen Korrespondenz von Kirby Smith entlassen, General Banks wurde abgeschoben, und General W. B. Franklin quittierte seinen Dienst im Department in Verbitterung."

Im Kongreß war der Red-River-Feldzug Gegenstand eines Untersuchungsausschusses, der zu einem offiziellen Verweis führte.
Im Nachhinein schien es, als sei man in diesen Feldzug geradezu hineingestolpert. General Halleck hatte die Kampagne seit Monaten gefordert, sich aber gescheut, die alleinige Verantwortung für den Befehl, den Feldzug durchzuführen, zu übernehmen. Er überließ die Entscheidung völlig Banks, Sherman und Steele. Banks und Sherman vertrauten wohl zu sehr auf ihr Glück, obwohl die äußeren Umstände eher ein Scheitern des Feldzugs erwarten ließen.
Es ist nur schwer nachzuvollziehen, welche weiteren Erfolge sie sich versprachen, wenn es ihnen tatsächlich gelungen wäre, Shreveport einzunehmen. Sie mußten sich darüber klar gewesen sein, daß Shreveport nicht zu halten und ein schneller Rückzug unvermeidlich gewesen wäre. Aber der Marsch nach Shreveport - dem „Richmond der Trans-Mississippi-Region" -, seine Eroberung und Zerstörung und der Rückmarsch - das alles stand in keinem Verhältnis zum Risiko und den Kosten dieses Feldzugs. Halleck riet Banks davon ab, den Feldzug zu beginnen, bevor die Umstände seine Ausführung erlaubten und ein Erfolg wahrscheinlich war.

Banks sagte dazu vor dem Kongreß-Untersuchungsausschuß:
„Ich glaube nicht, daß wir Shreveport, wenn es von uns erobert worden wäre, länger als einen Monat hätten halten können ...
Wir hätten die Stadt zerstören und uns dann wieder zurückziehen können. Aber ich glaube, daß weder die Armee noch die Flotte es geschafft hätten."

Banks wurde gefragt: „Wie vertragen sich Ihre Erkenntnisse mit dem Entschluß, mit einer Armee nach Texas einzumarschieren?"
Banks antwortete:
„Es war das Ziel des Feldzugs, Shreveport zu besetzen und dort eine Garnison einzurichten. General Steeles Armee sollte die Stadt halten, wenn wir sie eingenommen hätten. Aber ohne Verbindung zu ihm und ohne reibungslosen Nachschub über den Red River, wäre eine Versorgung von Steeles Armee unmöglich gewesen.
Wir hätten 10.000 Mann benötigt, um Shreveport gegen die konzentrierten Truppen des Feindes zu halten. Das Land war verwüstet und gab nichts zur Versorgung unserer Armee her. Der Feind hätte die Nachschublinien abgeschnitten, und wir hätten keine andere Wahl gehabt, als uns zu ergeben. Doch es gab noch einen anderen Aspekt,
der für die Operationen westlich des Mississippi sprach. Hätte man mir das alleinige Kommando über die Truppen übertragen, hätte ich dieses Ziel ins Auge gefaßt.
Es gab Truppen in einer Stärke von 100.000 Mann westlich des Mississippi, in Louisiana, Arkansas und Missouri. Wäre ein Feldzug ohne zeitliche Begrenzung ins Auge gefaßt und entschieden worden, sämtliche Truppen zusammenzufassen, sie über den in unserer Hand befindlichen Red River zu versorgen, und mit ihnen dem Feind überallhin zu folgen und ihn zu vernichten, hätten wir das gesamte Gebiet von organisierten Feindesstruppen befreit und die völlige Kontrolle über Louisiana,
Arkansas und Missouri erreichen können. Wir hätten eine Eisenbahnlinie vom Mississippi nach Shreveport gebaut, die Stadt befestigt und Nachschub für ein Jahr dort gelagert sowie genügend Truppen dort stationiert, die Louisiana, Arkansas und Missouri hätten kontrollieren können.
Die Besetzung von Shreveport wäre unter diesen Gesichtspunkten von größter Wichtigkeit gewesen."

Daß der Feldzug unter den tatsächlichen Umständen nicht hätte unternommen werden dürfen, war klar. Doch wer trug dafür letztendlich die Verantwortung? Sie mußte bei Halleck oder Banks liegen. Beide wiesen die Verantwortung, den Befehl zum Feldzug gegeben zu haben, von sich. Banks hatte vorher unmißverständlich die Bedingungen genannt, unter denen er den Feldzug befürworten würde. Halleck kannte Banks' Bedenken, und er hätte die Operation als undurchführbar einschätzen und unterbinden müssen.
Aber er tat es nicht. Er beriet sich mit General Sherman, und dieser schien die Pläne gutzuheißen. Halleck befahl Banks, sich mit Sherman und Steele in Verbindung zu setzen. Banks hätte sich entschieden gegen die Operation aussprechen müssen, aber offenbar glaubte er, daß mit den Verstärkungen von Sherman und Steele doch noch ein Erfolg möglich wäre. Dazu kam, daß Banks die kaum verhüllte Kritik Hallecks an seinen letztjährlichen Küsten-Operationen in Texas noch in den Ohren hatte, die Halleck von Anfang an für weniger erfolgversprechend als ein Red-River-Engagement gehalten hatte. Aber all das hätte Banks nicht beeinflussen dürfen. Er hätte auf seine eigene Urteilskraft vertrauen müssen. Eine andere Entscheidung zu treffen, war ein unentschuldbares Zeichen von Schwäche. Es bleibt, daß Banks dem Feldzug niemals hätte zustimmen dürfen, somit trug er im Endeffekt die Verantwortung für den Fehlschlag am Red River allein.

Letztendlich waren die Konföderierten nicht viel glücklicher mit dem Ausgang des Feldzuges als Washington. General Richard Taylor protestierte scharf, als sein Vorgesetzter, Kirby Smith, nach den beiden Schlachten von Sabine Crossroads und Pleasant Hill einen Teil der Truppen zurückzog und sich mit ihnen nordwärts wandte, um Sterling Price' Armee im südlichen Arkansas zu verstärken. Dort hatten Kirby Smith und Price am 30. April bei Jenkin's Ferry eine Schlacht gegen Steeles auf Shreveport vorrückende Armee geschlagen, die keinerlei Entscheidung brachte.

Im Verlauf der folgenden Wochen wurde Taylors Verstimmung immer größer, bis er seine bittere Korrespondenz mit einem beißenden Brief beendete:

„In der Nähe von Alexandria, 5. Juni 1864
GENERAL:... Sie irren sich, wenn Sie meinen, daß meine Mitteilungen als Beschwerden anzusehen sind. Ich habe keine Beschwerden anzubringen.
Meine Mitteilungen sind Feststellungen von Fakten, notwendig meiner Meinung nach für die richtige Einschätzung des Feldzugs.
... Sie behaupten, daß die Früchte des Sieges bei Mansfield durch die Operation gegen Steele gesichert worden seien und daß der Erfolg des Feldzuges durch Steeles Niederlage bei Jenkin's Ferry untermauert worden wäre. Nach einer Reihe von Auseinandersetzungen wurde Banks bis zum 28. April nach Alexandria zurückgeworfen, zwei Tage vor der Schlacht bei Jenkin's Ferry.
Am selben Tag war die Flotte des Feindes bei Alexandria vollständig blockiert.
Es will nicht in meinen Kopf, was die Früchte von Mansfield mit dem Kampf bei Jenkin's Ferry zu tun haben sollen ...
Bei Jenkin's Ferry verloren Sie mehr Männer durch Tod und Verwundung als der Feind. Sie verloren zwei Kanonen, die der Feind nicht mitnehmen konnte, weil ein Großteil seiner Wagen zerstört worden waren . . .
Er verbrannte seine Pontons aus demselben Grund und weil er nach der Überquerung des Sabine River keine Verwendung mehr dafür hatte. Nach der Schlacht marschierte er fast unbehelligt zurück nach Little Rock.
Er hätte unzweifelhaft ebenfalls den Rückzug angetreten, wenn die Schlacht nicht stattgefunden hätte. Wir besitzen heute nicht einen Fußbreit Boden von Arkansas mehr durch Jenkin's Ferry,
doch wir haben eine abgekämpfte Armee von 1.000 Soldaten weniger.

Und das nennen Sie „den kompletten Erfolg des Feldzugs durch Steeles Niederlage bei Jenkin's Ferry gesichert"?
In Wahrheit war der Feldzug, im Ganzen gesehen, ein schlimmer Fehlschlag. Die Früchte von Mansfield sind zu Staub und Asche zerfallen. Louisiana ist von Natchitoches bis zum Golf von Mexiko zu einer Wüste geworden, und die Bevölkerung leidet Entbehrungen. Arkansas leidet nicht minder. In beiden Staaten wird das Arbeitsgefüge durch Konventionen gegen die Sklaverei zerstört.
Die Truppen von Banks haben sich mit Shermans Armee vereinigt und marschieren jetzt gegen unsere Brüder in Virginia und Georgia.
Am 24. April gab es das Gefecht bei Monett's Ferry. Die Yankees vermuten, daß uns nur ein paar Stunden gefehlt haben,
um ihren Truppen eine vernichtende Niederlage beizubringen.
Admiral Porter beziffert die Stärke der Unions-Armee mit 35.000. Die Vernichtung dieser Armee hätte die Zerstörung von Porters Flotte zur Folge gehabt.
Diese Vorteile haben Sie verschleudert, und statt dessen haben wir Jenkin's Ferry. Unser Kriegsmaterial ist erschöpft, unsere Armee durch lange Märsche vom Red River nach Arkansas und von Arkansas zum Red River völlig ausgelaugt. Etwa 1.000 unserer besten Soldaten und Offiziere sind gestorben - für nichts.
Die Straßen nach New Orleans und Saint Louis könnten jetzt für uns offen sein. Ihre Strategie hat sie endgültig vernagelt.
Die schweren Fehler, die Sie im zurückliegenden Feldzug begangen haben, könnten sich wiederholen, falls die unglücklichen Konsequenzen Sie nicht eines Besseren belehren.
Trotz des glühenden Wunsches meinem Land zu dienen, habe ich jetzt nur noch das Verlangen, nicht mehr unter Ihrem Kommando zu dienen."

 

Auch die politische Absicht, die hinter dem Red-River-Feldzug steckte, fand keine Erfüllung. Am 10. April 1864 wurde in Mexico City Maximilian von Habsburg,
der Bruder Kaiser Franz Josephs von Österreich, zum Kaiser von Mexiko gekrönt.
Erst nach dem Ende des Bürgerkrieges konnte die Regierung der Vereinigten Staaten genügend Druck auf Napoleon III. ausüben und ihn zwingen,
seine Truppen aus Mexiko zurückzuziehen. Kurz darauf eroberten die mexikanischen Republikaner Queretaro, und Kaiser Maximilian wurde auf Befehl von
Benito Juarez am 19. Juni 1867 erschossen. Juarez wurde wieder zum Präsidenten gewählt.

 

 

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