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DER RED-RIVER FELDZUG
Prolog
Mit der Einnahme
von Vicksburg hatten die Nordstaaten die vollständige Kontrolle
über den Mississippi gewonnen. General Grant wollte nun zum großen
Schlag gegen den Feind ausholen. Meade sollte Lees Armee folgen, wohin
immer diese sich wenden würde, und Sherman sollte gegen Johnstons
Armee marschieren, sie zerschlagen und so weit wie möglich ins
Herz der Konföderation vordringen, indem er das Land verwüstete
und die Südstaaten-Armeen so ihres Nachschubs beraubte. Grant versuchte
alles, den Präsidenten von seinen Plänen zu überzeugen,
doch Lincoln entschied in diesem Fall nicht nach militärischen,
sondern nach politischen Gesichtspunkten. Grant mußte sich Hallecks Befehlen unterordnen. Obwohl er die Zerstreuung von Shermans Armee für einen großen Fehler hielt, blieb ihm nichts anderes übrig, als Banks Verstärkung zu schicken für einen Feldzug, den er für völlig überflüssig hielt.
Die beteiligten Generale der Nordstaaten:
<<< Major General Nathaniel P. Banks
<<< Brigadegeneral Richard Arnold
<<< Major General William B. Franklin
<<< Brigadegeneral Thomas E.G. Ransom
<<< Brigadegeneral Albert L. Lee
<<< Major General Andrew J. Smith
<<< Major General Frederick Steele
Motive für einen Feldzug westlich des Mississippi
Als Benito
Juarez, der 1858 die Präsidentschaft Mexikos antrat und nach
Übertragung diktatorischer Vollmachten durch den Kongreß
die Rückzahlung der Auslandsschulden auf 2 Jahre aussetzte, entsandten
die europäischen Nationen Frankreich, England und Spanien ein
Expeditionskorps nach Mexiko, um die Erfüllung der Verpflichtungen
zu erzwingen. Diese politische
Forderung Lincolns brachte die Armee in eine Zwickmühle. Anfang
1864 deutete sich eine Wende zum Vorteil der Nordstaaten an. Die Armeen
der Südstaaten befanden sich in der Defensive. Port Hudson und
Vicksburg waren gefallen. General Grant benötigte sämtliche
Truppen, um auf Mobile zu marschieren und von dort aus weiter nach
Norden zu stoßen, um Johnstons Armee von jeglichem Nachschub
abzuschneiden. Die Marine wäre in der Lage gewesen, mit Unterstützung
von ein paar kleinen Garnisonen und insgesamt 20.000 Mann die Mississippi-Linie
zu halten. Für Lincolns Forderung hätte es genügt,
die texanische Küste bis zum Rio Grande zu besetzen. Sie hätte
von 10.000 Männern gehalten werden können. 20.000 Soldaten
hätten genügt, die Guerillas in Missouri und Arkansas niederzuhalten
und den Feind daran zu hindern, über die Arkansasgrenze nach
Norden vorzustoßen. Insgesamt wären also 50.000 Soldaten
nötig gewesen, um die zweite Hälfte der 100.000-Mann-Armee
westlich des Mississippi für den entscheidenden Vormarsch ins
Herz der Konföderation frei zu machen. General Banks´ Armee überschreitet den Cane River, 31. März 1864 General Grant
war sich all dessen wohl bewußt. Doch die Regierung entschied
sich aus den oben genannten, ausschließlich diplomatischen und
politischen Gründen für einen Feldzug westlich des Mississippi.
Die ersten Anweisungen erhielt General Nathaniel Banks, der Kommandeur
der Army of the Gulf, in der letzten Juliwoche 1863, kurz nach der
Eroberung von Port Hudson. Es
waren keine detaillierten Befehle, Banks wurde nur aufgetragen, von
irgendeinem Teil von Texas Besitz zu ergreifen. Eine Depesche Hallecks
vom 6. August 1863 unterstrich die Dringlichkeit der Operation. Halleck
versprach die Unterstützung von Admiral Farraguts Flotte, falls
der Angriff Banks' der Küste von Texas gelten sollte.
Banks bereitete
umgehend einen Vorstoß auf Houston über den Sabine Pass
vor. Er schrieb dazu in seinem Report:
Aktionen gegen Texas 1863
Im November
1862 löste Banks General Butler als Kommandeur des Departments
of the Gulf ab und erhielt den Befehl, zur' Öffnung des Mississippi
beizutragen. Banks besetzte Baton Rouge mit 10.000 Mann und richtete
in New Orleans eine Garnison mit 20.000 Mann ein. Durch diese Aktivität
alarmiert, entsandte die Führung der Konföderierten General
E. Kirby Smith, um das Kommando über die Distrikte von Ost-Louisiana
und Texas zu übernehmen. Eine Streitmacht von 15.000 Mann unter
Franklin Gardner (von Pembertons Department) hielt Fort Hudson. Angriff auf Sabine Pass Das stark befestigte Port Hudson, 25 Meilen nördlich von Baton Rouge gelegen, beherrschte den Mississippi. Der erste Angriff auf Port Hudson erfolgte am 14. März 1863, als Admiral Farragut auf seinem Weg den Mississippi hinauf nach Vicksburg die Festung beschoß. Das 19. Korps (Banks' Army of the Gulf) erschien am 26. Mai vor Port Hudson. Am 27. Mai, am 11. und 14. Juni wurde die Festung vergeblich bestürmt, erst am 9. Juli 1863 ergaben sich die Verteidiger. Die Belagerung kostete die Unionsarmee 3.000 Mann. Die Konföderierten verloren über 7.200 Männer, darunter 5.500 Gefangene, zwei Flußschiffe, 60 Kanonen, 5.000 leichte Waffen, 150.000 Schuß Munition und etwa 45.000 Pfund Pulver. Am 5. September 1863 begann Banks die 1. Expedition gegen die Golfküste von Texas. 5.000 Mann des 19. Korps unter dem Kommando von Major General W.B. Franklin stachen von New Orleans aus in See. Die kleine Flotte bestand aus vier Kanonenbooten - der „Clifton", der „Arizona", der „Sachem" und der „Granite City" - unter dem Kommando von Lieutenant Crocker. Die Aufgabe der Flotte war es, Sabine City an der Mündung des Sabine River zu sichern. Die schmale Durchfahrt ins Landesinnere, Sabine Pass, war stark befestigt, und die einzige Chance, ihn zu erobern, war ein Überraschungsangriff. Der Angriff der Unionstruppen erfolgte im Morgengrauen des 7. September durch die Kanonenboote, unterstützt von 180 Scharfschützen der Armee. Die Kanonenboote waren jedoch ursprünglich leichte Handelsschiffe und einem Gefecht mit einem gut befestigten Fort nicht gewachsen. Im Falle zu starken Widerstandes hatte General Franklin den Befehl, etwa zehn Meilen südlich des Sabine Pass die Truppen zu landen und über Land gegen die Befestigungen vorzurücken. Dieser Plan
wurde jedoch nicht ausgeführt, und so entwickelte sich der Angriff
zu einem vernichtenden Fehlschlag. Die kleine Flotte benötigte
mehr als einen Tag, um sich in Position zu bringen, so daß der
Feind 28 Stunden lang Zeit hatte, geeignete Maßnahmen zur Verteidigung
zu treffen. Um 3 Uhr morgens am 8. September wagte Captain Crocker
einen direkten Vorstoß. Die Kanonenboote beschossen die Befestigungen,
richten jedoch nur wenig Schaden an. Um 6 Uhr stand die „Clifton"
in der Bay und eröffnete das Feuer. Die anderen Boote folgten
der „Clifton". Am Nachmittag fuhr die „Sachem",
gefolgt von der „Arizona", in den östlichen
Kanal des Sabine Pass, um das Feuer des Forts auf sich zu ziehen,
damit die „Clifton" und die „Granite
City" im westlichen Kanal die Division General Weitzels
landen konnten. Die SACHEM und die CLIFTON im Feuer des Forts Sabine Pass Die Garnison
des Forts bestand nur aus 47 Mann, praktisch so vielen Männern,
wie zur Bedienung der Kanonen nötig waren. Franklin hätte
mit den beiden verbliebenen Kanonenbooten die Truppen südlich
des Sabine Pass landen und das Fort von Land aus stürmen können,
doch er entschloß sich am 11. September, nach New Orleans zurückzukehren. Doch schon
bald mußte er erkennen, welche Schwierigkeiten ein Vorstoß
über Land mit sich bringen würde: Von New Orleans bis zum
Sabine River lagen 300 Meilen dürres Land mit wenig Wasserstellen.
Der Weg nach Shreveport war noch 200 Meilen länger. Der Nachschub
hätte mit Wagen herangeschafft werden müssen. Banks begriff,
daß er Galveston nur erobern konnte, wenn er ins Landesinnere
vordrang und die Stadt von dort aus angriff. Jetzt machte sich der
Fehlschlag im Frühjahr bei Sabine Pass schmerzlich bemerkbar.
Banks forderte von General Halleck Verstärkung an. Er schrieb
dazu in seinem Report:
Die beteiligten Generale der Südstaaten:
<<< General E. Kirby Smith
<<< General Richard Taylor
<<< Major General Camille Armad Jules Marie Prince de Polignac
<<< Brigadegeneral M. M. Parsons
<<< Brigadegeneral Jean Jacques Alfred Alexander Mouton
<<< Brigadegeneral Thomas Green
<<< Brigadegeneral James Camp Tappan
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