Mit freundlicher Unterstützung
Copyright © by VERLAG FÜR AMERIKANISTIK D. KUEGLER, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
© NORD & SÜD, Rainer Delfs, Der Red-River-Feldzug
Veröffentlichungen des Center of Military History der U.S. Army,
des US Nationalarchivs, sowie zeitgenössische Dienstvorschriften der U.S. Army

 

DER RED-RIVER FELDZUG

 


 

 

 

Prolog

 

Mit der Einnahme von Vicksburg hatten die Nordstaaten die vollständige Kontrolle über den Mississippi gewonnen. General Grant wollte nun zum großen Schlag gegen den Feind ausholen. Meade sollte Lees Armee folgen, wohin immer diese sich wenden würde, und Sherman sollte gegen Johnstons Armee marschieren, sie zerschlagen und so weit wie möglich ins Herz der Konföderation vordringen, indem er das Land verwüstete und die Südstaaten-Armeen so ihres Nachschubs beraubte.
An der Peripherie dieser Hauptkriegsschauplätze gab es drei weitere Nordstaaten-Armeen, die von politischen Generälen kommandiert wurden, deren Einfluß in Washington so groß war, daß selbst Grant nicht die Macht hatte, sich ihrer zu entledigen: Benjamin Butlers Army of the James auf der Peninsula; Franz Sigels zerstreute Streitkräfte in West Virginia und im Shenandoah Valley; und Nathaniel Banks' Army of the Gulf in Louisiana. Hätte Präsident Abraham Lincoln seine Entscheidung, Grant das Oberkommando über die Streitkräfte zu übergeben, ein halbes Jahr vorher getroffen, wäre der unselige Bürgerkrieg wahrscheinlich ein paar Monate früher zu Ende gewesen.

Grant versuchte alles, den Präsidenten von seinen Plänen zu überzeugen, doch Lincoln entschied in diesem Fall nicht nach militärischen, sondern nach politischen Gesichtspunkten.
Grant schrieb dazu in seinem Memoiren:
„Nachdem in der Umgebung von Vicksburg alles in Ordnung gebracht und sämtliche regulären Truppen der Konföderierten mehr als 100 Meilen weit nach jeder Richtung hin entweder gefangengenommen oder vollständig in die Flucht geschlagen worden waren, war ich der Meinung, daß die Truppen, welche bereits soviel geleistet hatten, noch mehr tun sollten, ehe der Feind sich von dem erhaltenen Schlag zu erholen vermochte und solange wichtige Punkte ohne Blutvergießen erobert werden könnten. Ich deutete dem General-en-chef den Plan eines Feldzugs gegen Mobile, vom Pontchartrain-See aus, an. Halleck zog ein anderes Vorgehen vor. Daß die Trans-Mississippi-Gegend im Besitz der Unionstruppen war, schien ihm von größerer Wichtigkeit zu sein als fast jeder Feldzug östlich vom Mississippi. Ich weiß sehr gut, daß dem Präsidenten viel daran lag, festen Fuß in Texas zu haben, um dem Geschrei einiger fremder Regierungen ein Ende zu machen, welche einen Vorwand zu suchen schienen, um sich in den Krieg einmischen zu können, wenigstens soweit es sich um die Anerkennung der Rechte der Konföderierten Staaten als kriegsführender Macht handelte. Das hätte jedoch leicht geschehen können, ohne die Truppen im westlichen Louisiana und östlichen Texas zu zerstreuen, indem sofort eine Besatzung nach Brownsville am Rio Grande geschickt wurde."

Grant mußte sich Hallecks Befehlen unterordnen. Obwohl er die Zerstreuung von Shermans Armee für einen großen Fehler hielt, blieb ihm nichts anderes übrig, als Banks Verstärkung zu schicken für einen Feldzug, den er für völlig überflüssig hielt.

 

 

Die beteiligten Generale der Nordstaaten:

 

Major General Nathaniel P. Banks

 

<<< Major General Nathaniel P. Banks

Brigadegeneral Richard Arnold

 

<<< Brigadegeneral Richard Arnold

Major General William B. Franklin

 

<<< Major General William B. Franklin

Brigadegeneral Thomas E.G. Ransom

 

<<< Brigadegeneral Thomas E.G. Ransom

 

 

 

 

 

 

 

 

Brigadegeneral Albert L. Lee

 

<<< Brigadegeneral Albert L. Lee

Major General Andrew J. Smith

 

<<< Major General Andrew J. Smith

Major General Frederick Steele

 

<<< Major General Frederick Steele

 

 

 

 

 

 

 

 

Motive für einen Feldzug westlich des Mississippi

 

Als Benito Juarez, der 1858 die Präsidentschaft Mexikos antrat und nach Übertragung diktatorischer Vollmachten durch den Kongreß die Rückzahlung der Auslandsschulden auf 2 Jahre aussetzte, entsandten die europäischen Nationen Frankreich, England und Spanien ein Expeditionskorps nach Mexiko, um die Erfüllung der Verpflichtungen zu erzwingen.
Die Regierung der Vereinigten Staaten, obwohl ihre Befürchtungen noch größer waren als die der Alliierten europäischen Mächte, lehnte es ab, sich an dieser Expedition zu beteiligen, akzeptierte jedoch das Interesse der Europäer.
Schon wenig später war erkennbar, daß die Zielsetzung des Einmarsches in Mexiko auf etwas ganz anderes hinauslief. England und Spanien zogen sich zurück, als sie begriffen, daß Kaiser Napoleon gewillt war, auf den Trümmern der zusammenbrechenden Republik eine Monarchie zu errichten. Hinzu kam, daß Napoleon die britische Regierung bedrängte, mit ihm zusammen die Regierung der Konföderierten Staaten anzuerkennen.
Es handelte sich um eine unverhüllte Herausforderung gegen die immer noch gültige Monroe-Doktrin vom 2.12.1823, wonach die Vereinigten Staaten von aller Einmischung in europäische Angelegenheiten absehen, aber auch alle Kolonisationsversuche, Gebietsübertragungen und Interventionen außeramerikanischer Mächte gegenüber selbständigen amerikanischen Staaten als unfreundliche Akte betrachten würden, die Frieden und Sicherheit der Vereinigten Staaten bedrohten.
Präsident Lincoln war entschlossen, die Interessen der Vereinigten Staaten mit allen Mitteln zu wahren und in Texas Flagge zu zeigen, um Napoleon begreiflich zu machen, daß er mit massivem Widerstand zu rechnen hatte, falls er den Bruderkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten ausnützen wollte, um von Mexiko aus seine Hand nach Texas auszustrecken.

Diese politische Forderung Lincolns brachte die Armee in eine Zwickmühle. Anfang 1864 deutete sich eine Wende zum Vorteil der Nordstaaten an. Die Armeen der Südstaaten befanden sich in der Defensive. Port Hudson und Vicksburg waren gefallen. General Grant benötigte sämtliche Truppen, um auf Mobile zu marschieren und von dort aus weiter nach Norden zu stoßen, um Johnstons Armee von jeglichem Nachschub abzuschneiden. Die Marine wäre in der Lage gewesen, mit Unterstützung von ein paar kleinen Garnisonen und insgesamt 20.000 Mann die Mississippi-Linie zu halten. Für Lincolns Forderung hätte es genügt, die texanische Küste bis zum Rio Grande zu besetzen. Sie hätte von 10.000 Männern gehalten werden können. 20.000 Soldaten hätten genügt, die Guerillas in Missouri und Arkansas niederzuhalten und den Feind daran zu hindern, über die Arkansasgrenze nach Norden vorzustoßen. Insgesamt wären also 50.000 Soldaten nötig gewesen, um die zweite Hälfte der 100.000-Mann-Armee westlich des Mississippi für den entscheidenden Vormarsch ins Herz der Konföderation frei zu machen.
Der Feldzug gegen Mobile - wenn er sofort nach der Öffnung des Mississippi begonnen worden wäre - hätte vier entscheidende Vorteile gebracht:
1.) Er hätte Rosecrans - der gegen Chattanooga vorrückte - entlastet, mehr als jede andere Operation es vermocht hätte.
2.) Er hätte Shermans Meridian-Feldzug gegen Georgia vorweggenommen.
3.) Er hätte die Union in den Besitz von Mobile und der Täler des Alabama und Tombigbee River gebracht, aus denen sich die West-Armee der Konföderierten mit Getreide versorgte,
    und er hätte den Mississippi vor Angriffen aus dem Osten bewahrt.
4.) Er hätte die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit der Unions-Armeen bei einem Vorstoß auf Atlanta oder bei Feldzügen von Nord-Carolina oder Florida aus nach Westen geschaffen. Ein erfolgreicher Mobile-Feldzug hätte weitere vielversprechende Feldzüge in den beiden letztgenannten Staaten möglich gemacht und damit Lees Armee in Virginia entscheidend geschwächt.
General Banks´ Armee überschreitet den Cane River

General Banks´ Armee überschreitet den Cane River, 31. März 1864

General Grant war sich all dessen wohl bewußt. Doch die Regierung entschied sich aus den oben genannten, ausschließlich diplomatischen und politischen Gründen für einen Feldzug westlich des Mississippi. Die ersten Anweisungen erhielt General Nathaniel Banks, der Kommandeur der Army of the Gulf, in der letzten Juliwoche 1863, kurz nach der Eroberung von Port Hudson. Es waren keine detaillierten Befehle, Banks wurde nur aufgetragen, von irgendeinem Teil von Texas Besitz zu ergreifen. Eine Depesche Hallecks vom 6. August 1863 unterstrich die Dringlichkeit der Operation. Halleck versprach die Unterstützung von Admiral Farraguts Flotte, falls der Angriff Banks' der Küste von Texas gelten sollte.
Grant überstellte das XIII. Korps dem Department of the Gulf. Mit dieser Verstärkung verfügte Banks am 1. September 1863 über eine Armee von 30.000 Mann. Die geographische Lage von Texas zeigt, daß das riesige Land zwischen dem Rio Grande und dem Red River von weiteren Flüssen in einzelne Sektionen geteilt wird: dem Neches, Trinidad, San Jacinto, Brazos, Colorado, Guadalupe, San Antonio und Nueces, die alle in den Golf von Mexiko münden. Bei einer Besetzung der Golfküste wäre also der größte Teil von Texas mit einer relativ kleinen Armee zu kontrollieren gewesen, womit die politischen Forderungen der Regierung erfüllt gewesen wären.

 

Banks bereitete umgehend einen Vorstoß auf Houston über den Sabine Pass vor. Er schrieb dazu in seinem Report:
„Die Besetzung Houstons hätte das gesamte texanische Eisenbahnnetz unter unsere Kontrolle gebracht und damit gleichzeitig die wichtigsten und wohlhabendsten Teile des Landes. Sie hätte uns Vorstöße in alle Richtungen ins Innere des Landes erlaubt, oder - bei einer Offensive des Feindes - den Rückzug auf die Halbinsel von Galveston, das von einer kleinen Garnison gehalten werden könnte, so daß der Großteil der Truppen des Department of the Gulf frei gewesen wären für einen Feldzug gegen Mobile."

 

Aktionen gegen Texas 1863

 

Im November 1862 löste Banks General Butler als Kommandeur des Departments of the Gulf ab und erhielt den Befehl, zur' Öffnung des Mississippi beizutragen. Banks besetzte Baton Rouge mit 10.000 Mann und richtete in New Orleans eine Garnison mit 20.000 Mann ein. Durch diese Aktivität alarmiert, entsandte die Führung der Konföderierten General E. Kirby Smith, um das Kommando über die Distrikte von Ost-Louisiana und Texas zu übernehmen. Eine Streitmacht von 15.000 Mann unter Franklin Gardner (von Pembertons Department) hielt Fort Hudson.
General Banks weigerte sich, Port Hudson anzugreifen, bevor nicht das Westufer des Mississippi unter Kontrolle der Unionsarmee war. Er schickte Grovers 4. Division vom 19. Korps von Baton Rouge nach Brashear (in der Nähe von Morgan City, Louisiana). Emorys 3. Division des 19. Korps und Weitzels 2. Brigade (1. Division, 19. Korps) stießen am 9. April 1863 von New Orleans kommend zu ihm.
Die Unionstruppen marschierten den Teche und Atchafalaya River hinauf, ließen jedoch die günstige Gelegenheit, Richard Taylors Streitkräfte in den Schlachten von Irish Bend und Fort Bisland am 12. bis 14. April zu zerschlagen, ungenutzt. Abgeschirmt von Colonel Thomas Greens Brigade, gelang Taylor der Rückzug über New Iberia und Vermillionville nach Opelousas. Banks nahm Alexandria am 7. Mai ohne großen Widerstand ein.
General Grant hatte inzwischen südlich von Vicksburg den Mississippi überschritten und sollte zusammen mit Banks' Truppen Port Hudson nehmen. Banks' Abwesenheit machte dieses Ziel unmöglich. Auf Hallecks Rat marschierte Banks zum Mississippi. Am 23. Mai überschritt er den Strom und begann mit seiner Operation gegen Port Hudson.
Angriff auf Sabine Pass

Angriff auf Sabine Pass

Das stark befestigte Port Hudson, 25 Meilen nördlich von Baton Rouge gelegen, beherrschte den Mississippi. Der erste Angriff auf Port Hudson erfolgte am 14. März 1863, als Admiral Farragut auf seinem Weg den Mississippi hinauf nach Vicksburg die Festung beschoß. Das 19. Korps (Banks' Army of the Gulf) erschien am 26. Mai vor Port Hudson.

Am 27. Mai, am 11. und 14. Juni wurde die Festung vergeblich bestürmt, erst am 9. Juli 1863 ergaben sich die Verteidiger. Die Belagerung kostete die Unionsarmee 3.000 Mann. Die Konföderierten verloren über 7.200 Männer, darunter 5.500 Gefangene, zwei Flußschiffe, 60 Kanonen, 5.000 leichte Waffen, 150.000 Schuß Munition und etwa 45.000 Pfund Pulver.

Am 5. September 1863 begann Banks die 1. Expedition gegen die Golfküste von Texas. 5.000 Mann des 19. Korps unter dem Kommando von Major General W.B. Franklin stachen von New Orleans aus in See. Die kleine Flotte bestand aus vier Kanonenbooten - der „Clifton", der „Arizona", der „Sachem" und der „Granite City" - unter dem Kommando von Lieutenant Crocker. Die Aufgabe der Flotte war es, Sabine City an der Mündung des Sabine River zu sichern. Die schmale Durchfahrt ins Landesinnere, Sabine Pass, war stark befestigt, und die einzige Chance, ihn zu erobern, war ein Überraschungsangriff. Der Angriff der Unionstruppen erfolgte im Morgengrauen des 7. September durch die Kanonenboote, unterstützt von 180 Scharfschützen der Armee. Die Kanonenboote waren jedoch ursprünglich leichte Handelsschiffe und einem Gefecht mit einem gut befestigten Fort nicht gewachsen. Im Falle zu starken Widerstandes hatte General Franklin den Befehl, etwa zehn Meilen südlich des Sabine Pass die Truppen zu landen und über Land gegen die Befestigungen vorzurücken.

Dieser Plan wurde jedoch nicht ausgeführt, und so entwickelte sich der Angriff zu einem vernichtenden Fehlschlag. Die kleine Flotte benötigte mehr als einen Tag, um sich in Position zu bringen, so daß der Feind 28 Stunden lang Zeit hatte, geeignete Maßnahmen zur Verteidigung zu treffen. Um 3 Uhr morgens am 8. September wagte Captain Crocker einen direkten Vorstoß. Die Kanonenboote beschossen die Befestigungen, richten jedoch nur wenig Schaden an. Um 6 Uhr stand die „Clifton" in der Bay und eröffnete das Feuer. Die anderen Boote folgten der „Clifton". Am Nachmittag fuhr die „Sachem", gefolgt von der „Arizona", in den östlichen Kanal des Sabine Pass, um das Feuer des Forts auf sich zu ziehen, damit die „Clifton" und die „Granite City" im westlichen Kanal die Division General Weitzels landen konnten.
Die Kanonen des Forts schwiegen, bis die Kanonenboote genau auf ihrer Höhe waren. Dann schlug den Kanonenbooten ein vernichtendes Feuer entgegen. Die „Clifton" auf der einen und die „Sachem" auf der anderen Seite liefen unterhalb der Kanonen des Forts auf Grund. Die Besatzungen mußten sich ergeben. Die „Arizona" und die „Granite City" entkamen nur mit größter Mühe.
Die SACHEM und die CLIFTON im Feuer des Forts Sabine Pass

Die SACHEM und die CLIFTON im Feuer des Forts Sabine Pass

Die Garnison des Forts bestand nur aus 47 Mann, praktisch so vielen Männern, wie zur Bedienung der Kanonen nötig waren. Franklin hätte mit den beiden verbliebenen Kanonenbooten die Truppen südlich des Sabine Pass landen und das Fort von Land aus stürmen können, doch er entschloß sich am 11. September, nach New Orleans zurückzukehren.
Der durch diese Aktion gewarnte Feind konzentrierte seine Truppen nun an der südlichen Grenze zwischen Louisiana und Texas, so daß eine Wiederholung des Angriffs wenig erfolgversprechend war. Banks erwog die Möglichkeit, über Land zum Sabine River und am Red River entlang bis nach Shreveport vorzustoßen. Er verlegte seine Truppen umgehend in die Bayou-Teche-Region.

Doch schon bald mußte er erkennen, welche Schwierigkeiten ein Vorstoß über Land mit sich bringen würde: Von New Orleans bis zum Sabine River lagen 300 Meilen dürres Land mit wenig Wasserstellen. Der Weg nach Shreveport war noch 200 Meilen länger. Der Nachschub hätte mit Wagen herangeschafft werden müssen.
General Banks wandte sich wieder der Golfküste zu und bereitete eine kleine Expedition vor, deren Ziel es war, den unteren Rio Grande zu besetzen. Das Kommando der Expedition wurde General N.J.T. Dana übertragen, der in Begleitung von Banks New Orleans am 26. Oktober mit 4.000 Soldaten und drei Kanonenbooten - der „Monongahela", der „Virginia" und der „Owasco" verließ. Am 2. November hißte General Dana das Sternenbanner an der Mündung des Rio Grande und fuhr den Fluß bis nach Brownsville hinauf, das sich am 6. November kampflos ergab.
General Dana blieb in Brownsville zurück, während Banks gegen die Golfküste bei der Brazos-Mündung operierte. Point Isabel wurde am 8. November besetzt, Aransa Pass, östlich von Mustang Island vor der Corpus Christi Bay, wurde von einer Abteilung unter General T.E.G. Ransom eingenommen. Fort Esperanza wurde eingeschlossen.
Nach kurzem, tapferem Widerstand, jagten die Verteidiger ihr Munitionslager in die Luft und zogen sich ins Innere des Landes zurück. Innerhalb von drei Wochen hatte General Banks die gesamte Küste von Texas unter seine Kontrolle gebracht, mit Ausnahme der Mündung des Brazos River und Galveston, deren Verteidiger entschlossen schienen, den Unionstruppen einen gnadenlosen Kampf zu liefern.

Banks begriff, daß er Galveston nur erobern konnte, wenn er ins Landesinnere vordrang und die Stadt von dort aus angriff. Jetzt machte sich der Fehlschlag im Frühjahr bei Sabine Pass schmerzlich bemerkbar. Banks forderte von General Halleck Verstärkung an. Er schrieb dazu in seinem Report:
„Ich beabsichtigte, meine Truppen auf die Halbinsel von Galveston zurückzuziehen, die ohne Schwierigkeiten von 1.000 Mann hätte gehalten werden können, was mir freie Hand für den geplanten Marsch auf Mobile gegeben hätte. Für die Garnisonen am Rio Grande und in Galveston wären nicht mehr als 2.000 bis 3.000 Mann nötig gewesen, die den Schmuggel des Feindes an der Küste leicht hätten unterbinden können . . . Die Besetzung des Rio Grande, Galvestons und Mobiles hätte den Feind von jeglichem Nachschub über die Golfküste abgeschnitten. Das Western-Gulf-Blockade-Geschwader mit 150 Schiffen und 450 Kanonen wäre frei gewesen, um die Piraten zu bekämpfen, die unsere Küsten und unseren Handel belästigen. Die Armee hätte freie Hand für den Kampf auf dem Mississippi oder bei der Unterstützung der Army of the Tennessee beim Atlanta-Feldzug gehabt . . . "
Doch Banks konnte noch so viele gute Argumente vorbringen - in Washington war bereits anders entschieden worden.

 

Die beteiligten Generale der Südstaaten:

 

General E. Kirby Smith

 

<<< General E. Kirby Smith

General Richard Taylor

 

<<< General Richard Taylor

Major General Camille Armad Jules Marie Prince de Polignac

 

<<< Major General Camille Armad Jules Marie Prince de Polignac

Brigadegeneral M. M. Parsons

 

<<< Brigadegeneral M. M. Parsons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Brigadegeneral Jean Jacques Alfred Alexander Mouton

 

<<< Brigadegeneral Jean Jacques Alfred Alexander Mouton

Brigadegeneral Thomas Green

 

<<< Brigadegeneral Thomas Green

Brigadegeneral James Camp Tappan

 

 

<<< Brigadegeneral James Camp Tappan

 

 

 

 

 

 

 

 

Startseite   ›    Vorblättern