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freundlicher Unterstützung
Als Cabeza de
Vaca, ein verschollener spanischer Entdecker, 1536 nach achtjährigem
Herumstreifen in Teilen des riesigen Gebiets, das später der amerikanische
Westen werden sollte, aus der Wildnis auftauchte, berichtete er:
Die Eroberungen des Hernán Cortés
Es war ein Beweis
für den spanischen Mut - oder die spanische Arroganz -, daß
die Konquistadoren sich mit nur ganz geringem Menschenpotential auf
die riesigsten Unternehmungen einließen. Niemand setzte sich über
ganz offensichtlich schlechte Chancen wagemutiger hinweg als Hernän
Cortes. Das Jahr 1519
war zufällig der Zeitpunkt, für den aztekische Priester die
Rückkehr ihres großen weißen Gottes, Quetzalcoatl,
prophezeit hatten. Der Legende nach war dieser Gott fünf Jahrhunderte
zuvor davongegangen und hatte geschworen, eines Tages aus den Wassern
im Osten wiederaufzutauchen. Die Ankunft der geharnischten, hellhäutigen
Männer auf vierbeinigen Tieren schien das übernatürliche
Ereignis anzukünden und erregte große Unruhe.Durch einen
weiteren Glücksfall erwarb sich Cortes eine wertvolle indianische
Verbündete. Malinche war die Tochter eines Aztekenhäuptlings,
der von den Maya auf der Halbinsel Yucatan, wo Cortes zuerst gelandet
war, als Sklave gehalten wurde. Die Maya boten sie Cortes als Friedensgeschenk
an. Da Dona Marina - wie er sie nannte - eine Frau aus edlem Geblüt
war, kannte sie sich in der aztekischen Machtstruktur aus. Als Cortes'
ergebene Geliebte verhalf sie ihm zu seinen Triumphen, indem sie Gespräche
übersetzte und Pläne zur Niederwerfung ihres eigenen Volkes
schmiedete.
Plötzlich tauchten Schwierigkeiten auf. Von der Küste kam die Nachricht, daß soeben mehr als 800 Spanier in Veracruz gelandet waren. Cortes nahm an, daß sie vom Gouverneur von Kuba, der seit langem sein Feind war, geschickt waren, und zwar einzig und allein zu dem Zweck, ihn abzusetzen und ihm seine Beute zu stehlen. Cortes ließ eine kleine Streitmacht in Tenochtitlän zurück, eilte hinunter nach Veracruz, schlug seine Landsleute und überredete sie dazu, sich ihm anzuschließen. Zu diesem Zeitpunkt standen etwa 1100 Spanier unter der Fahne des Konquistadors. Doch als er sie zurück nach Tenochtitlän führte, erschütterte eine Revolution die Stadt. Cortes befahl Moctezuma, die Leute zu beruhigen. Der unglückselige Herrscher versuchte der Aufforderung nachzukommen, wurde jedoch zu Tode gesteinigt. Cortes und seinen Männern blieb keine andere Wahl, als zu fliehen. Bei dem chaotischen Rückzug versuchten viele der Spanier, über die Kanäle der Stadt zu schwimmen, und wurden vom Gewicht der Gold- und Silberketten, die sie um ihre Hüften geschlungen hatten, hinabgezogen; insgesamt starben etwa 700 Soldaten. Cortes überlebte jedoch und verbrachte das nächste Jahr damit, eine neue Armee von indianischen Verbündeten aufzubauen. Tlaxcala und Totonac blieben den Spaniern gegenüber loyal, und andere Vasallenstaaten, darunter das bevölkerungsreiche Texcoco, schlossen sich den Europäern an. Der endgültige Krieg um die Herrschaft dauerte fast vier Monate und kostete auf beiden Seiten das Leben von ungefähr 150´000 Indianern; die spanischen Verluste dagegen waren gering. Cortes eroberte Tenochtitlän durch eine kluge Strategie erneut. Er baute in Tlaxcala 13 Schiffe, nahm sie auseinander und ließ die Teile zu dem See tragen, der Tenochtitlän umgab. Von dort aus startete er einen Angriff zu Wasser. Am 13. August 1521 wurden die letzten der aztekischen Verteidiger getötet - und der rachsüchtige Konquistador vollendete die Zerstörung von Tenochtitlän, indem er es dem Erdboden gleichmachte. Cortes baute
die Stadt als spanische Metropole wieder auf. Kaiser Karl V. bestätigte
seine Herrschaft, indem er ihn zum Statthalter von ganz Neuspanien ernannte.
Und als Cortes 1529 mit einem Gefolge von 40 indianischen Adligen heimsegelte,
belohnte ihn der Kaiser mit einem Besitz von 65´000 Quadratkilometern
und vielen Tausenden von Untertanen in Mexiko. Seine politischen Machtbefugnisse
wurden von Karl V. jedoch eingeschränkt, und Cortes widmete sich
in dem neugeschaffenen Vizekönigreich Neuspanien der Bewirtschaftung
seiner Güter und veranlaßte neue Expeditionen. Während Herolde Trompete blasen, reiten Cortes und seine Männer in Tenochtitlän, der Hauptstadt des Aztekenreichs, ein. Im Hintergrund schwenken indianische Adelige auf Barken grüne Federn und schlagen zur Begrüßung die Trommel. Cortes befürchtete einen Hinterhalt, begegnete aber nur Frieden und Freund schaft. Die Stadt selbst
war so schön, daß einer der Spanier erklärte:
Auf den Schultern mehrerer Vasallen wird Moctezuma, der Herrscher der Azteken, herbeigetragen, um Cortes zu begrüßen. Bei dem Treffen schenkte er dem Spanier ein Paar goldene Halsbänder, von denen goldene Krabben hingen - die Insignien des seit langem verschwundenen Gottes Quetzalcoatl. Dann neigte der indianische Herrscher vor dem Konquistador den Kopf und verkündete: „Du bist in deine Stadt gekommen. Du bist hierhergekommen, um auf deinem Thron zu sitzen."
Der gefangene Aztekenherrscher versucht seine rebellierenden Untertanen zu beruhigen, wird jedoch von einem Hagel von Steinen empfangen. Der Aufstand, der sechs Monate nach der Ankunft der Spanier in Tenochtitlän ausbrach, wurde durch die Brutalität eines Offiziers, Pedro de Alvarado. ausgelöst, der 200 Adelige und Priester ermordete, die er einer Verschwörung verdächtigte. Während des Rückzugs aus der Hauptstadt verlor Cortes seinen gesamten Schatz sowie den größten Teil seiner Armee.
Ein gutes Jahr nach seiner Vertreibung aus Tenochtitlän eroberte der mit einem roten Federbusch geschmückte Cortes die Stadt mit Hilfe von Schiffen zurück. Daraufhin stürzten die siegreichen Spanier die Götterbilder der Azteken (rechts, Vordergrund). Der letzte Aztekenherrscher, der vor Cortes gebracht wurde, erklärte: „Ich habe bei der Verteidigung meiner Stadt meine Pflicht getan. Nehmt diesen Dolch und tötet mich." Statt dessen ließ Cortes ihn grausam foltern und schließlich hängen.
Der Engländer, den die Spanier El Dragón nannten
Spaniens Expansion in der Neuen Welt wurde paradoxerweise von seinem Erzfeind, dem englischen Patrioten und Piraten Francis Drake, vorangetrieben. Drake war der Sohn eines Bauern und fuhr schon in jungen Jahren zur See. Er begann seine Laufbahn, indem er Sklaven von Afrika in Spaniens karibische Kolonien verschiffte. Als sich dann Englands Beziehungen zu Spanien verschlechterten, wandte er sich gegen seine ehemaligen Kunden. Von Florida bis Panama kaperte er Schiffe oder hielt ganze Städte bis zur Zahlung eines Lösegelds besetzt und verdiente sich dabei den Namen EI Dragón, „der Drache". Im Jahre 1577 segelte Drake mit dem geheimen Einverständnis von Königin Elizabeth I. durch die Magellanstrage in den Pazifischen Ozean, den Spanien als sein Privatmeer betrachtete, und plünderte sich seinen Weg die südamerikanische und die mexikanische Küste hinauf. Nachdem er seine "Golden Hind" mit spanischen Reichtümern gefüllt hatte, segelte Drake auf der Suche nach einem sicheren Hafen weiter nach Norden. Am 17. Juni 1579 ging er in einem kleinen Hafen nördlich der Bucht von San Francisco vor Anker, nahm das Land für Königin Elizabeth I. in Besitz und nannte es Nova Albion (Neues England). Drake kehrte
über den Pazifischen Ozean nach Hause zurück und umsegelte
damit als zweiter die Welt. Die Königin kam persönlich an
Bord der
Als Spanien 1588
seine Armada aus 132 Schiffen gegen England schickte, trug Sir Francis
als Vizeadmiral und Kommandant von 30 Kriegsschiffen zu ihrer Vernichtung
bei. Danach fuhr er bis zu seinem Tod im Jahr 1596 fort, Spaniens Besitztümer
in der Karibik zu überfallen. Seinetwegen konnten die Spanier ihre
Vorherrschaft in der Neuen Welt nicht mehr für gesichert halten.
Sie verstärkten ihre Befestigungen und bauten schnellere Schiffe.
Vor allem schien es ratsam, nach Norden zu eilen, um auch ihre fernsten
Regionen zu besiedeln und damit Englands Anspruch auf die Westküste
von Nordamerika auszulöschen. Ein Konquistador trug eine glänzende Rüstung und an der Seite Rapier und Dolch aus Toledo. Ein Fußsoldat kämpfte mit einer nach jedem Schuß neu zu ladenden Luntenschloßmuskete und einer Hellebarde mit Staglspitze, mit der der Feind erstochen oder auch umgerissen werden konnte.
Von Waffen
singe ich und dem Helden,
Mit diesem hochtrabenden Gedicht feierte ein spanischer Soldat des frühen 17. Jahrhunderts den furchtlosen Abenteurer, der von Mexiko auszog, um die Eroberungen der ersten Konquistadoren zu festigen. Während der nächsten 200 Jahre konkurrierte Spanien mit den aufstrebenden Großmächten Frankreich und England darum, „die ganze noch verborgene Welt zu entdecken" - wie es der Soldatendichter formulierte - und das Evangelium unter den Eingeborenen zu verbreiten. Zuerst schienen die Spanier große Fortschritte in ihrer gottgefälligen Arbeit zu machen. Indianergruppen wurden entweder durch Uberredung oder mit Gewalt dazu gebracht, mitzuhelfen beim Bau von Missionen entlang einer Frontier, die sich schließlich vom heutigen Kalifornien bis nach Osttexas erstreckte. Doch die Gier
der Spanier und die Fehler, die sie machten, bewirkten, daß die
Indianer sich von ihren weißen Mentoren abwandten. Statt als Retter
betrachtet zu werden, die Dankbarkeit und Ehrerbietung verdienten, kamen
die Spanier in den Ruf von überaus gefährlichen Eindringlingen.
Ein Handbuch aus dem 18. Jahrhundert zeigt, wie ein spanisches Pferd mittels Flaschenzügen auf ein Schiff befördert wird (oben). An Bord wurden die Tiere oft an Gurten befestigt (oben links), um zu verhindern, daß sie bei rauher See ins Meer fielen; dennoch kam die Hälfte jeder Schiffsladung auf der Reise um. In Amerika
beförderten die Spanier ihre Pferde oft auf behelfsmäßigen
Die kultivierte Pueblo-Gesellschaft
Die Spanier nannten
die über das heutige Arizona und New Mexico verstreuten Indianersiedlungen
„Pueblos" - das heißt „Städte" oder
„Dörfer" -, und sie betrachteten ihre 40´000 Bewohner
als geeignete Objekte für die Bekehrung zum Christentum. Und das
taten sie vielleicht mit Recht. Seit Generationen waren die Bewohner
dieser kompakten, dauerhaften Siedlungen wahre Pioniere der Zivilisation
im Norden gewesen. Obwohl ihr Reichtum nicht im entferntesten an den
der mächtigen Azteken von Zentralmexiko heranreichte, waren die
Pueblo-Bewohner dennoch im Vergleich zu den primitiven Nomadenstämmen,
von denen sie umgeben waren und von denen sie immer wieder überfallen
wurden, ein kultiviertes Volk.
Einer der zähesten
Soldaten Neuspaniens, Diego de Vargas,
Alles in allem
entdeckten die Spanier im Südwesten nicht weniger als 70 bewohnte
Pueblos; in einigen wohnten mehr als 1´000 Personen, in den meisten
jedoch nur rund 400. Als geschickte Weber, Töpfer und Ackerbauern waren die Pueblo-Indianer fleißig und besonders vorsorgend. Die Vorratskammern am hinteren Ende ihrer Wohnungen waren angefüllt mit getrocknetem Mais, Bohnen und Kürbissen - oft mehr, als für ein Jahr benötigt wurde. Den gleichen Eifer legten sie in religiösen Dingen an den Tag. Ihre Wohnungen hatten sie oft im Rechteck um einen offenen Platz herum angelegt, auf dem die Dorfbewohner sich häufig trafen, um Gebete an die übernatürlichen Kräfte zu richten, von denen die Indianer annahmen, daß sie das Universum kontrollierten. Zeremonien wurden abgehalten, um erfolgreiche Ernten zu erzielen, Frieden und Eintracht zu wahren, Feinde und Krankheiten abzuwehren und Glück zu bringen bei der Jagd auf Antilopen, Bären und anderes Wild. Bei einem ihrer Riten zum Beispiel trugen die Teilnehmer furchtbare Masken, um ungehorsame Kinder zu erschrecken und auf diese Weise möglichst zu bessern; zu anderen Zeiten erschienen die Teilnehmer von Zeremonien in prächtig bestickten, bunten Baumwollroben, weißen Mokassins oder Stiefeln und behängt mit Schmuck aus Muscheln und Türkisen. Solche unchristlichen Riten wurden natürlich von den spanischen Missionaren strengstens mißbilligt. Doch obwohl sich die Pueblo-Stämme allem äußeren Anschein nach der ihnen von ihren Eroberern aufgezwungenen römisch-katholischen Religion unterwarfen, gaben sie in den Jahren spanischer Herrschaft niemals ihre alten Götter auf, um echte Christen zu werden.
Eine verhängnisvolle Expedition gegen „ketzerische Hugenotten"
Im frühen
18. Jahrhundert betrachteten die Spanier, neben den feindlichen Indianern,
die Franzosen als ihre schlimmsten Feinde in der Neuen Welt, und jeder
Verdacht auf eine gemeinsame Kampagne von beiden löste bei den
spanischen Behörden mit Sicherheit Wellen von Furcht und Zorn aus.
Ende 1719 erreichte die Stadt Mexiko die Nachricht von einer anscheinend
tödlichen Bedrohung: Von Franzosen bewaffnete und angeführte
Krieger hatten angeblich friedliche indianische Verbündete nordöstlich
von Santa Fe angegriffen. Spanien und Frankreich führten zu jener
Zeit Krieg gegeneinander; jetzt hatte es den Anschein, als ob die Franzosen
in das überseeische Reich Spaniens eindringen würden. Die Expedition
verließ Santa Fe im Juni und hatte im August das Gebiet bis zum
heutigen östlichen Nebraska erkundet. Am 9. August berichteten
Villasurs Kundschafter von einer etwa 40 Kilometer entfernten größeren
Gruppe von Pawnee. In der Oberzeugung, daß er auf die französischindianische
Streitmacht gestoßen war, marschierte Villasur weiter, bis er
das Pawnee-Lager auf einer Insel im Platte River erspähte. Auf einem
nach seinem Tod gemalten Bild erhält Fray Junipero Serra (rechts,
Mitte) In Serras Missionen wurden während seines Lebens mehr als 6'000 Indianer getauft.
Die Pawnee griffen
in der Morgendämmerung an, als die Spanier gerade ihr Lager abbrachen.
Waren Franzosen an dem Massaker beteiligt? Die Pawnee hatten ihre Waffen zweifellos von französischen Händlern erhalten. Aber es gab keinen Beweis dafür, daß tatsächlich Franzosen die Angreifer begleitet hatten. Doch Don Antonio Valverde, der für das Debakel verantwortlich war, bestand darauf, daß Franzosen dabeigewesen wären. Wenn auch wohl
nicht von denen, die Gouverneur Valverde vor dem Vizekönig beschuldigte:
Bunte Bilder vom Missionsleben in Baja California
„ Fast
überall fanden wir fruchtbares Land zum Säen, viele Flüsse,
zauberhafte Täler und Ebenen, Lagunen mit frischem Wasser, riesige
Bäume, Kakteenfrüchte, viele Rehe und Hasen."
Ein Vogel, den Pater Ignacio Tirsch catalinta nennt (möglicherweise handelt es sich um einen Sperber), sitzt links auf einem Zweig der granadilla de China (Passionsfrucht von China). Das Vogelpaar, das rechts auf der aprikosenähnlichen mamey-Frucht hockt, konnte nicht identifiziert werden, es scheint sich offenbar aber um zwei Angehörige der weitverbreiteten Drossel-Familie zu handeln.
Ein wildes Schaf (links) frißt gelbe Blüten von einer tacote - einer blühenden Tabakpflanze-, während ein Berglöwe, den Tirsch phantasievoll als Leoparden bezeichnete, an einem dornigen octillo vorbeispringt. Diese Wüstenpflanze ist vor allem in Mexiko und im amerikanischen Südwesten anzutreffen.
Zeichnungen von Pflanzen umfassen (oben, von links nach rechts) einen wilden Pfefferbaum, Oregano, einen roten Brasilbaum und eine Mimose- „ein Bäumlein ", bemerkte Tirsch, „das, so man es anrührt, die Ästlein zusammenzieht, als wollt es springen". Die untere Reihe zeigt eine Anzahl Wüstensträucher und -bäume.
Pioniere in fernen Grenzgebieten
Die Spanier, die in Texas lebten, waren und blieben ein Frontiervolk. Sie waren in der östlichen Hälfte der weitläufigen Provinz konzentriert und damit über 1500 Kilometer von der Stadt Mexiko entfernt, und sie wußten, daß sie sich ohne viel Hilfe von außerhalb selbst erhalten mußten, auch nachdem Mexiko 1821 unabhängig geworden war. Viele von ihnen bewohnten primitive Blockhütten und mußten von Gesetzes wegen bewaffnet sein, wenn sie das Haus verließen. Kein von den Kindern Spaniens besiedelter Platz konnte jedoch ganz ohne Annehmlichkeiten bleiben. In jeder Gemeinde wurden Tänze, Pferderennen und Hahnenkämpfe abgehalten. Als um 1840 der
französische Künstler Theodore Gentilz ankam, um die Ansichten
von Texas zu malen, war die angelsächsische Kultur im Vorrücken
begriffen. Doch der Einfluß der Spanier war so stark, daß
viel von dem, was Gentilz vor Augen kam, noch so aussah wie einst.
Mit brennenden Kerzen und Geige und Gitarre spielend, reiten neun vornehme Caballeros an einem Haus in San Antonio vor, um ein Mädchen zum festlichen Tanz aufzufordern. Mit ihren calzoneras - engen Hosen, die unten aufklappten, wenn sie aufgeknöpft waren - konnten sie sowohl reiten als auch tanzen.
Auf einer von Hügeln gesäumten Ebene nahe der Westgrenze von Texas hält eine Gruppe von Ranchern an, um eine kaum sichtbare Spur im Sand eingehend zu überprüfen. Spanische Siedler ritten nicht selten mehr als 150 Kilometer weit, um Wild oder Pferde zu suchen oder um plündernde Indianer zu verfolgen.
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