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Die Provinz Neumexiko,
die unbehelligt blieb von den Ausländern, welche unaufhörlich
in Texas eindrangen, machte in den Jahrzehnten um die Wende des 19.
Jahrhunderts langsame, aber stetige Fortschritte. Doch die Städte,
die in dieser Zeit entstanden, verdankten ihre Anlage und ihre Existenz
einem anderen Übel: den Uberfällen von Apache und Comanche. Mendinueta beklagte
in einem offiziellen Bericht, daß „diese ungehobelten Siedler
einzeln leben, da Väter und Söhne nichts miteinander zu tun
haben wollen". Er verstand nie, daß die Neumexikaner wie
alle Pioniere ihre Freiheit hoch genug schätzten, um dafür
große Wagnisse einzugehen.
„Eine Zierde für unser geliebtes Kalifornien" Als Mariano Vallejo,
ein junger Armeeoffizier und Parlamentarier, 1832 Francisca Benicia
Carrillo heiratete, schien er bereits abzusehen, daß er einmal
zu den Großen Kaliforniens gehören würde. Ein Hochzeitsgast,
Gouverneur Jose Echeandia, brachte einen passenden Trinkspruch aus:
Zu diesem Zeitpunkt
hatten sich Mariano Vallejo und seine Frau längst nach Lachryma
Montis (Träne des Berges) zurückgezogen, einem Haus, das sie
1851 in der Nähe von Sonoma gebaut hatten. Dieses Haus im Neuengland-Stil
paßte zu seinem Besitzer. Obwohl Vallejo durch und durch Spanier
war, sah er schon als junger Mann voraus, daß die Zukunft Kaliforniens
bei den Vereinigten Staaten und nicht bei Mexiko lag. Er äußerte
nie Bedauern über die Annexion, obwohl Rechtsstreitigkeiten und
Squatter seine einstmals riesigen Besitzungen im Lauf der Jahre auf
nicht viel mehr als 100 Hektar reduzierten. Wie viele andere Californios
bemühte sich Vallejo darum, seinem neuen Vaterland zu dienen, indem
er bei der Aufstellung einer Verfassung im Jahre 1849 mitwirkte und
später Senator des Staates Kalifornien wurde.
Mariano Vallejo
genießt die Gesellschaft seiner Töchter Maria (oben links)
und Luisa
Auf einem Portrait aus der Jahrhundertmitte sitzt Mariano Vallejos Bruder Salvador - später ein Major der Unionsarmee - zwischen Senator Pablo de la Guerra (links) und Andrés Pico, dem Bruder des mexikanischen Gouverneurs.
Mariano (Mitte)
und seine Berater diskutieren seine History of California. Obwohl Vallejos Arbeit nie veröffentlicht wurde, erntete sie weithin Ruhm als wertvolle historische Quelle.
Das stolze Wesen und der edle Charakter Mariano Vallejos spiegeln sich in dieser Reihe von Porträts aus vielen Jahren, in denen er vom gutaussehenden Californio zum weißhaarigen Mann heranreifte...........
.........der in Muße vor seinem Haus bei Sonoma sitzt.
Zu Vallejos
Verdiensten um Kalifornien gehörten gute Weine - Weißwein,
Rotwein und Sekt - aus seinen Weingärten;
Von Mexikanern zu Mexiko-Amerikanern
Allmählich lernten die mexikanischen Gemeinschaften, die amerikanische Demokratie zum Beseitigen von Ubelständen zu benutzen. Mexiko-Amerikaner um San Antonio wurden eine wichtige politische Kraft. Reginaldo del Valle und andere junge Kalifornier studierten Jura, organisierten die „spanische Wahl" und dienten ihrem Volk als Kongreßabgeordnete. Um die Jahrhundertwende wußten die Mexiko-Amerikaner, daß ihr spanisches Erbe keineswegs im umfassenden Prozeß der Amerikanisierung verlorengegangen war.
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