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Unterstützung
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Die Artillerie Insgesamt
verfügten die Südstaaten über 16 Artillerieregimenter
und 227 selbständige Batterien.
Eine
Batterie bestand aus 6 Geschützen. Die Sollstärke der
Mannschaft: 145 Soldaten und 72 Pferde. Eingesetzt wurden sowohl Geschütze mit glatten als auch mit gezogenen Rohren. Die Fabrik von Parrot in Gold Spring, New York, stellte sehr gute gezogene Geschützrohre her, und zwar sowohl für die Feld- als auch für die Festungsartillerie. Allerdings genossen im Süden Glattrohr-Kanonen Priorität. Die
Feldartillerie bevorzugte 12-Pfünder „Napoleon-Kanonen" aus
Bronze, mit denen Vollkugeln, Granaten und Kartätschen verschossen
wurden, 12- und 24-Pfünder-Haubitzen, sowie 10- und 20-Pfünder
mit gezogenen Rohren. Diese
wurden besonders von der reitenden Artillerie bevorzugt, weil sie leicht
manövrierbar waren.
Im Dezember 1861 lagerte die »Surry Light Artillery« aus Virginia in der Nähe des James-Flusses. Sie hatte die Feuertaufe immer noch vor sich. Der Kommandeur, Colonel Roger A. Pryor, hätte die Einheit lieber bei der Infanterie gesehen. So hatte er bisher erfolgreich verhindert, daß die Einheit brauchbare Kanonen erhielt oder mit den vorhandenen alten Geschützen regelmäßig exerzierte. In der ersten Dezemberwoche beschloß er jedoch, seine Einheit »im Laden und Feuern richtig üben zu lassen«, wie Private Benjamin Jones berichtete.
Die Südstaaten waren gezwungen, ihr Geschützmaterial überwiegend
zu importieren, was durch die Knappheit der Mittel und die stärker
werdende Seeblockade im Verlauf des Krieges immer schwieriger wurde.
Es wurden Geschützgießereien in Richmond (Tredegar Iron Works)
und Atlanta angelegt, die aber nie ausreichend produzieren konnten, zumal
ihnen die materielle Grundlage fehlte.
Die
Organisation der Artillerie sah vor, daß jeder Division mindestens
4 Geschützbatterien zugeordnet wurden, wobei theoretisch jeweils
auf 1000 Soldaten 1 Artilleriebatterie kommen sollte. Jede Batterie
verfügte über eine Flagge, die der ihres jeweiligen Hauptquartiers
entsprach. Die Kavallerie Bei
Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkrieges waren
berittene Truppen nach Ansicht bedeutender europäischer Militärs
nur noch zu Hilfsdiensten einsetzbar. Kavalleristen sollten Kurierdienste
leisten und in der Aufklärung eingesetzt werden. Im übrigen
sollte das Pferd nur noch dazu dienen, Soldaten schnell von einem Ort
zum anderen zu transportieren. Es herrschte Einigkeit darüber, daß Kavallerie
in einem Gelände
wie den amerikanischen Südstaaten nicht wirksam eingesetzt werden
konnte. Da von Anfang an ohnehin nur eine geringe Zahl von Kavallerieoffizieren
vorhanden war, verzichteten die Nordstaaten zu Beginn des Krieges auf
eine effektive Aufrüstung und Ausstattung ihrer Reitertruppen.
Die
großen Erfolge der Südstaaten
in den ersten Schlachten waren hauptsächlich dem entschlossenen
Reitereinsatz im Gefecht, aber auch den hervorragenden Leistungen der
Kavallerie als Aufklärungstruppe
und als Speerspitze im Hinterland des Feindes zuzuschreiben.
Die
Organisationsstruktur: 1 Kavallerieregiment der Konföderierten
bestand aus 4-10 Kompanien. Die Stärke einer Kompanie lag zwischen
60 und 100 Mann. Regimentskommandeur war der Colonel, die Kompanien wurden
von Captains geführt.
Einheitlichkeit
war dabei nur selten möglich. Ebenso
wie die verschiedensten Säbelmodelle im Gebrauch waren, waren auch
alle Arten von Feuerwaffen zu sehen, europäische Gewehre ebenso
wie Beutestücke aus dem Norden. Im Säbeleinsatz lag die Schwäche
der Südstaatenkavallerie.
Die Truppen ritten glänzende Attacken, aber ihr Umgang mit der blanken
Waffe war ungelenk. Es war nicht ungewöhnlich, daß konföderierte
Kavalleristen im „Mele", dem dichten Reiterkampf, oder auch
bei der Verfolgung ihre Säbel wegsteckten und die Gegner mit der
bloßen Faust aus dem Sattel schlugen. Der Revolver wurde dem Säbel
vorgezogen. Die
Kavallerieeinsätze
von Turner
Ashby mit der Armee „Stonewall” Jacksons im
Shenandoah-Tal zeigten zuerst die Überlegenheit
der südlichen Reiterei und ihre Einsatzmöglichkeiten. J.
E. B. Stuart aber war es, der den berittenen Truppen
ein eigenes Einsatzfeld schuf, das über die Rolle der Reiterei
als Unterstützung anderer
Waffengattungen weit hinausging: Mit seinen sogenannten „Raids",
blitzschnellen Vorstößen von 1´000 bis 3´000
Reitern durch die feindlichen Linien, die den Nachschub im Hinterland
des Feindes
zerstörten,
unterminierte Stuart nicht nur die Moral des Nordens, er erbeutete
auch wertvolles Kriegsmaterial für den Süden und leistete
exzessive Aufklärungsarbeit. Die Reitleistungen waren dabei enorm:
Stuarts Truppe legte einmal in 27 Stunden 80 Meilen zurück.
Zeitgenössische
Darstellung einer Szene des Reitergefechts
Die größte geschlossen agierende Kavallerietruppe der Südstaaten war das Kavalleriekorps von Nord-Virginia unter General J. E. B. Stuart, das bis zu 12´000 Reiter erreichte und von berittener Artillerie unterstützt wurde. Dies war eine absolute Ausnahmeerscheinung: Nur Stuart gelang es, in der von Wäldern und Gräben durchzogenen Landschaft eine so große Reitertruppe überzeugend zu führen. Ihren
Höhepunkt erlebte die Südstaatenkavallerie in dem
großen
Reitergefecht bei Brandy Station am 20. August 1862. Ansonsten erfolgte
der Reitereinsatz im Zusammenwirken mit anderen Truppenteilen, wobei
die Bewegungen der Armeen im Süden von Kavallerie vorbereitet
wurden. „Man
leitete das Gefecht ein, indem man sich möglichst unbemerkt
dem Feinde zu nähern suchte. War keine vollständige Überraschung
angänglich, so eröffnete gewöhnlich die Artillerie
das Gefecht, um einesteils den Feind zur Entwicklung zu zwingen,
und andererseits,
um den Regimentern Zeit zu verschaffen, zur Attaque aufzumarschieren
... Hatte die Cavallerie gedeckte Infanterie gegen sich stehen,
oder war man über die Stellung des Feindes nicht genau orientiert,
so saßen einige Scharfschützeneskadrons ab und suchten
den Feind durch geschicktes Manövrieren zum Entfalten seiner
Kräfte zubewegen, wobei natürlich die Artillerie Hilfe
leistete. Im
Zusammenwirken mit der Infanterie brachten die Angriffe der Reiterei
auf die Flanken des Gegners bei Offensivstößen meist
den Erfolg. Hier, wie auch bei den selbständigen Unternehmungen,
die Stuarts Korps hinter den feindlichen Linien ausführte,
erwies sich, daß im
Süden die Möglichkeiten der Kavallerie, nämlich
die Schnelligkeit, die Beweglichkeit, weitaus konsequenter und
phantasievoller genutzt wurden
als im Norden.
Bei Yellow Tavern trafen am 11. Mai 1864 Nord- und Südstaatenreiterei zu dem letzten großen Kavalleriegefecht zusammen.
Im
Zuge dieses Kampfes wurde der Mitte 1862 zum Major General beförderte Der 48jährige Veteran hatte sich nach zwei Jahren in Berdans Korps bei der 5. Michigan Kavallerie eingeschrieben, in dessen Kompanie E er diente. 17 Tage nach seinem Schuß auf Stuart wurde er selbst tödlich verwundet.
Weiterführende Seiten sind unter: Kavallerie zu finden. Das Sanitätswesen Die Militärmedizin erhielt während des Amerikanischen Bürgerkrieges in erheblichem Ausmaß evolutionäre Impulse. Armeen in vorher nicht gekannter Mannschaftsstärke mußten versorgt werden. Die umbruchartigen Entwicklungen im Militärwesen, die sich in fast allen Abschnitten des amerikanischen Krieges zeigten, wurden im medizinischen Bereich besonders deutlich. Die
Mediziner standen während des Sezessionskrieges
vor besonderen Problemen. Sie waren beim Ausbruch der Kampfhandlungen
ebensowenig auf einen Konflikt dieser Dimension vorbereitet gewesen
wie die Truppen beider Seiten. Gleichwohl verlief auch auf diesem Gebiet
die Entwicklung rasch voran. Europäische Kriegsbeobachter, die
dem amerikanischen Militär generell mit Skepsis begegneten, gelangten übereinstimmend
zu dem Schluß, daß die Organisation der medizinischen Versorgung
in den gegnerischen Armeen für ihre Zeit vorbildlich war. Europäische
Armeen zogen in späteren Jahren aus den amerikanischen Erfahrungen
Nutzen. Die
Organisationsstruktur sah vor:
Stabsarzt Jedes Regiment erhielt einen Stabsarzt (Surgeon) im Rang eines Majors. Für jeweils 200-250 Mann wurde ein
weiterer Arzt (Assistant
Surgeon) mit je 1 Sanitäter eingeteilt.
Jeweils 100 Mann wurden 2 Träger mit einer Bahre zugeteilt, die zusätzlich mit Notverbandszeug ausgestattet waren, um während der Bergung von Verletzten vom Schlachtfeld die erste Versorgung vornehmen zu können. Die Soldaten erhielten ein breites, rotes Mützenband mit der Aufschrift „AMBULANCE CORPS“.
Gegen Ende des Krieges brach aber das ganze Transportsystem der Konföderierten aus Mangel an Ausrüstung und wegen der Nachschubprobleme zusammen. Zum Offiziersstab einer Brigade gehörte ebenfalls 1 Arzt. Dieser koordinierte den Einsatz des Sanitätspersonals der Regimenter, aus denen die Brigade zusammengesetzt war. Ihm unterstanden die Ambulanzwagen, besonders gefederte Planwagen, die von Maultieren gezogen wurden. Für jeweils 100-200 Mann wurde 1 Ambulanzfahrzeug vorgesehen. Diese Wagen konnten jeweils 2 Schwerverletzte liegend, oder 4-5 Leichtverletzte sitzend befördern. Die
Chefärzte der Brigaden organisierten im
Vorwege einer Schlacht die Anlage von Verbandsplätzen unweit
der Kampflinien für die
erste Versorgung der Verwundeten und leiteten die Einrichtung
von Feldlazaretten hinter der Front an strategisch günstigen
Punkten. Sie brachten auch die Ambulanzträger in Stellung. In
starkem Maße
nutzte die Konföderierte Armee Privathäuser
und Farmen zur Unterbringung ihrer Verwundeten und Kranken. Allerdings
entstanden auch Hospitäler.
Das Medical Department der Konföderierten begann am 4. Mai 1861 mit drei Sanitätsoffizieren seinen Dienstbetrieb. Als Sanitätsinspekteur fungierte zunächst Surgeon Daniel De Leon, nach einigen Wochen folgte ihm ein anderer Sanitätsoffizier, bis schließlich Surgeon Samuel Preston Moore am 1. Juli 1861 diesen Posten mit dem Rang eines Oberst bis zum Ende des Krieges erhielt.
„Zu den Tausenden von Verwundeten kamen Tausende von Kranken. Die konföderierten
Truppen waren weder für die Versorgung der einen noch
der anderen ausgerüstet. Die primitive medizinische
Verwaltung bestand aus wenigen Ärzten ... Die medizinische
Versorgung lag in den Händen
von Männern im Beschaffungsbüro, derenganze Qualifikation
in dem Bestreben bestand, Uniform zu tragen und nicht als
Zivilisten gebrandmarkt zu werden, die aber die Gefahr
des Krieges scheuten. Ella
King Newsome, die sich im Memphis City Hospital hatte ausbilden
lassen, leitete konföderierte Hospitäler in Nashville,
Chattanooga und Atlanta und bewies neben pflegerischer Begabung
und menschlicher
Größe beachtliche administrative Talente. Organisatorisch
war der konföderierte
Sanitätsdienst nicht
schlechter als jener der Unionsstreitkräfte, aber
er litt am Ende - wie alle anderen Armeeteile auch
- Weiterführende Seiten sind unter Sanitätsdienst 1861-1865 zu finden.
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