Mit freundlicher
Unterstützung
VERLAG
FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis
des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
© by Benjamin
Capps, 1973 "Die Indianer"
© by Frank Niess, 1984 "Der Koloß im Norden (USA)
"
sowie Veröffentlichungen der Kongreßbibliothek der USA
(LOC) und des US Nationalarchiv (NARA)
Die
Indianer
Seite
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Der
Völkermord an den Indianern
Die
Tatsache, daß die USA mit diplomatischen, finanziellen und militärischen
Mitteln das ganze Land zwischen dem Atlantik und dem Pazifik, das
ihnen ohnehin von Natur aus zu gehören schien, in Besitz genommen
hatten, war noch keineswegs mit einer sozialökonomischen und
politischen Integration dieser riesigen Gebiete in die bestehende
Union gleichbedeutend. Bevor der Zensus zum Schrecken vieler landhungriger
und spekulationslüsterner Amerikaner 1890 verkünden konnte,
daß die Westgrenze der USA »geschlossen«, mithin
die Gebiete zwischen dem Mittelwesten und dem Pazifik lückenlos
besiedelt waren, mußten noch die Ureinwohner, die Indianer,
die zum Teil schon aus dem Osten weiter nach Westen vertrieben worden
waren, dezimiert werden, um nicht mehr den Goldsuchern, den Siedlern,
den Händlern, den Straßen- und Eisenbahnbauern und so weiter
im Weg zu sein.
Die
weißen Siedler sahen es, versehen mit dem puritanisch-säkularisierten
Sendungsbewußtsein, daß sie die Zivilisation in der »Neuen
Welt« zu verbreiten hätten, als ihre heilige Pflicht an,
die »Wilden« zu vertreiben, wenn nicht zu vernichten.
Dabei waren eigentlich sie und nicht die Indianer die Barbaren.
Barbaren zum Beispiel im Umgang mit der Natur. Während die Ureinwohner
nur so viele Büffel jagten, wie sie wirklich zum Leben brauchten
und die erlegten Tiere bis auf den letzten Rest verwerteten,
zum Beispiel aus den Hörnern Löffel und Becher oder aus
den Haaren Stricke und Gürtel machten, zogen ihnen die weißen
Jäger nur die Häute ab, aßen oder verkauften das Fleisch,
ließen aber die restlichen Kadaver achtlos liegen. Auf diese
Weise »gelang« es ihnen, die über Jahrhunderte gleich
gebliebenen riesigen Bisonbestände innerhalb weniger Jahre, zum
Beispiel zwischen 1872 und 1874 allein um 3.700.000 Tiere, bis auf
wenige Exemplare zu dezimieren und damit die Lebensgrundlage der Indianer
zu zerstören.
Überwacht
von Soldaten, heben Apache einen Bewässerungsgraben aus -
Teil des Versuches, seßhafte Bauern aus den Indianern zu machen.
Wie
»Wilde« verhielten sich die raffgierigen, vom Goldfieber
besessenen oder einfach landhungrigen Weißen aber auch den Ureinwohnern
selbst gegenüber.
Sie knallten die »Rothäute«, die ihnen anfangs arglos
begegnet waren und angeboten hatten, das weite Land, die freie Natur,
brüderlich zu teilen, weil sie der Ansicht waren, daß der
»Große Geist« die Erde niemandem zum Privatbesitz
gegeben hatte, wie tollwütige Hunde ab.
Wenn
sie dabei überhaupt rechtfertigend zu dem Argument Zuflucht nahmen,
daß die Indianer kein anderes Schicksal verdienten, weil sie
wie wilde Tiere das Land durchstreiften, statt es zu erschließen
und seine Fruchtbarkeit zu nutzen, dann logen sie. Denn die Indianer
hatten sehr wohl eine hochstehende,
zum Teil auf Seßhaftigkeit gegründete Zivilisation entwickelt.
Von den 600 Indianerstämmen, die den nordamerikanischen Kontinent
bevölkerten,
bevor die Weißen kamen, waren nur ein Dutzend, nämlich
die Indianer der Prärielandschaft, Jäger und Fischer. »Die
anderen hatten bereits hochzivilisierte Staaten gegründet: an
der Nordostküste etwa lebten die Irokesen in Blockhäusern,
die nicht von den Trappern erfunden, sondern von ihnen aus der Indianerkultur
übernommen wurden. Sie waren Ackerbauern und schufen das komplizierte
politische >Bündnis der Sechs Nationen<.
Im Südosten lebten Tscherokesen, Creeks, Seminolas und Chickasaws
als Ackerbauern in palisadengeschützten Siedlungen, bauten Tempel
und hatten eine Hochreligion. Die Indianer der großen Seen kannten
rund dreißig Gemüsesorten, die sie anbauten. Die Indianer
des Südwestens waren ausschließlich Bauern,
ihre kunstvollen Bewässerungssysteme wurden von den eindringenden
Weißen zerstört, die Weideland wollten. «
Seinen Segen gab der Konföderationskongreß zu diesem Vormarsch
des »weißen Mannes« in das Indianerland, als er
am 13. Juli 1787 mit der »Northwest Ordinance«
das »Grundgesetz für die kontinentale Expansion der Vereinigten
Staaten« schuf, das die Verwaltung und politische Repräsentation
der künftigen Siedlungsgebiete regelte.
In diesem Dokument versprachen die Konföderationspolitiker den
Indianern hoch und heilig, daß ihnen ihr Land und Eigentum niemals
ohne ihre Zustimmung
genommen werden sollte. Und zunächst wahrten die Weißen
auch noch den Schein der Legalität, indem sie mit etlichen Indianerstämmen
zwischen den Appalachen
und dem Mississippi vom späten 18. Jahrhundert an Landnahmeverträge
abschlossen.

Indianer-Familien
stehen Schlange für ihre wöchentlichen Fleisch- und Mehlrationen,
die selten länger als vier oder fünf Tage reichten
Zwischen
1789 und 1868 hat die amerikanische Bundesregierung, angefangen mit
einem Vertrag, der den Wyandots, Delawares und anderen Stämmen
abgehandelt wurde, bis zu einem Vertrag mit den Nez Perces, alles
in allem mit Indianerstämmen nicht weniger als 387 Verträge
über Landkäufe geschlossen, die als Staatsverträge
der USA
mit einer »ausländischen Macht« firmierten.
Aber
die Häuptlinge machten, oft genug vom »Feuerwasser«
Whisky um den Verstand gebracht, ihr Kreuz unter die Verträge,
nur um alsbald zu erleben, daß die Weißen die feierlich
beschworenen Abkommen schamlos brachen. Kein Wunder, daß während
der Amtszeit von Präsident Andrew Jackson (1829-37), den die
Indianer aus seiner Militärzeit als Seminolenschlächter
kannten und »Sharp Knife« nannten, den Stammesführern
allein in 94 Fällen Landtitel, die von ihnen nicht mehr freiwillig
zu haben waren, zwangsweise abgehandelt werden mußten.
Zuvor
aber hatten die Indianer des damaligen Nordwestens und des Südostens
noch Versuche unternommen, sich gegen den Landraub der Weißen
zur Wehr zu setzen.
Am 12. August 1810 rief der Shawnee-Häuptling Tecumseh in einer
flammenden Rede an die Adresse des damaligen Gouverneurs des Indianerterritoriums
und späteren
US-Präsidenten William Henry Harrison »alle roten Männer«
dazu auf, sich zur Verteidigung ihrer angestammten Rechte am Land
der Väter und Vorväter zu vereinen. Diesen Worten ließ
der Shawnee Taten folgen. Gegen die weitere Besiedlung versuchte er
im Herbst 1811 eine Stammesföderation zu gründen.
Aber
selbst diese ganz auf defensive Zwecke ausgerichteten Aktivitäten
waren den weißen Siedlern so suspekt, daß sie Gouverneur
Harrison bewogen, dem Treiben Tecumsehs ein Ende zu bereiten. Mit
1.000 Mann setzte sich Harrison am 26. September 1811 zum Tippecanoe
in Marsch, dem Fluß, an dem die Hauptstadt der Indianer lag.
Am 7. November kam es dann zur Schlacht, die für die Weißen
zwar mit schweren Verlusten, aber in den Augen der »Westler«
doch mit einem glorreichen Sieg über die Indianer endete. Wie
die Siedler es ihm aufgetragen hatten, ließ Harrison das große
Indianerdorf restlos zerstören. Obwohl die Schlacht von Tippecanoe
für die Shawnees keine eindeutige Niederlage war, erwies sie
sich doch als schwerer Schlag, weil von da an die Nahrungsmittelvorräte
der Indianer schwanden und das ohnehin nur rudimentäre Bündnis
wieder zu zerbrechen drohte.
Als zwei Jahre später die Shawnees in der verlustreichen »Battle
of the Thames« am 5. Oktober 1813 Tecumsehs Tod zu beklagen
hatten, war damit zugleich
auch die Macht der Indianer des alten Nordwestens (der identisch ist
mit dem heutigen, geographischen Nordosten) gebrochen. »Was
im Nordosten gelungen war,
brachte General Andrew Jackson wenig später auch gegen die Creeks
in Alabama (1814) und gegen den Seminole-Stamm in Florida (1818) zustande.
«
Nämlich den indianischen Widerstand gegen den Landraub auch im
alten Südwesten zu brechen und so gegen die Besiedlung von Georgia,
Alabama und Tennesse zu »ermutigen«.
Frauen
sammeln am Rationstag Brennmaterial, das zum großen Teil aus
Pappel-
und Mesquiteholz bestand
Nachdem
die Indianer soweit geschlagen, dezimiert und entmutigt waren, konnten
die Weißen darangehen, lange gehegte Pläne zu verwirklichen.
Schon viel früher hatten sie beschlossen, die »Rothäute«
ganz aus den Gebieten zu verbannen, die sie für ihre »Zivilisation«
vorgesehen hatten, das heißt aus den Territorien östlich
des Mississippi.
Schon 1825 war die in vornehmer Untertreibung »Removal Policy«
genannte Vertreibunspolitik zwischen den maßgeblichen Politikern
eine ausgemachte Sache.
Und als Andrew Jackson 1829 das Präsidentenamt antrat, hatte
er nichts eiligeres zu tun,
als diese Politik in die Tat umzusetzen.
Nachdem
er den Indianern in seiner Inauguraladresse noch eine »gerechte
und liberale Politik« versprochen hatte, empfahl er in seiner
ersten Botschaft an den Kongreß am 8. Dezember 1829, die nach
den Schlachten und Massakern noch übriggebliebenen Indianer auf
die westliche Seite des Mississippi umzusiedeln.
Während
der frühere Kriegsminister John C. Calhoun diesen Plan 1823 ausgeheckt
und Präsident Monroe ihn 1825 verkündet hatte, machte sich
Jackson daran, ihn tatkräftig auszuführen.
Noch bevor die »Removal Bill« 1830 erging, begann der
erzwungene Exodus der Indianer vom Osten in den Westen.
Sie
wurden nach Kansas und Oklahoma deportiert. Freilich ließen
sie sich nicht widerstandslos wie Viehherden nach Westen treiben.
Sie wehrten sich dagegen.
Zum Beispiel die Sauk- und Fox-Indianer unter ihrem Häuptling
»Black Hawk« in dem nach ihm benannten Krieg. Und auch
die Seminolen, die in einem zweiten Krieg gegen die Weißen versuchten,
ihr Land zu verteidigen. Aber sie alle unterlagen und gingen einem
trostlosen Schicksal entgegen.
»Das große Volk der Cherokees hatte über hundert
Jahre die Kriege, die Krankheiten und den Whisky des Weißen
Mannes überlebt, doch jetzt war sein Ende gekommen. Während
des langen winterlichen Trecks kam ein Viertel der Cherokees durch
Kälte, Hunger oder Krankheit um. Sie nannten den Marsch >Weg
der Tränen<.
Die Choctaws, Chicasaws, Creeks und Seminoles verließen ebenfalls
ihr Heimatland im Süden. Im Norden zogen die wenigen Überlebenden
der Shawnees, Miamis,
Ottawas, Hurons, Delawares und vieler anderer einst mächtiger
Stämme zu Fuß, zu Pferd oder mit dem Wagen über den
Mississippi und nahmen ihre schäbigen Habseligkeiten mit. Als
Flüchtlinge, als arme Verwandte kamen sie ins Land der stolzen
und freien Prärieindianer.«"'
Und sie waren dort keineswegs gern gesehene Gäste.
Es half ihnen auch nichts, daß der »Große Rat«
in Washington beschloß, ein »Bureau of Indian Affairs«
einzurichten, das den Vertriebenen helfen sollte, zu überleben.
Statt sich zu einem Amt für indianische Angelegenheiten zu entwickeln,
wurde daraus mehr und mehr eine Behörde gegen indianische Interessen,
meist von Bleichgesichtern geleitet, die gar kein Interesse daran
hatten, das »Gesetz zur Regelung des Handels und der Beziehungen
mit den Indianerstämmen und zur Erhaltung des Friedens in
den neuen Siedlungsgebieten« vom 30. Juni 1834 konsequent im
Interesse der Indianer anzuwenden.
Apache vertreiben
sich in der Reservation die Zeit mit einem alten Wettspiel,
bei dem eine lange Stange gegen einen rollenden Reif gestoßen
wird.
Nachdem
die Gebiete westlich des Mississippi mit Ausnahme der Staaten Missouri
und Louisiana sowie des Territoriums Arkansas so zum Indianerland
erklärt worden waren,
hätten sie eigentlich »off Limits« für amerikanische
Siedler und zumindest für Händler sein müssen, die
einen zweifelhaften Ruf genossen. Aber die Ewigkeit, für die
die Indianergrenze Mississippi gelten sollte, dauerte nur kurz.
Kaum verbreitete sich im Osten das Gerücht, daß in Kalifornien
in großen Mengen Gold zu finden war, brach ein wahrer Rausch,
ein Fieber, aus.
Tausende
von Glücksrittern setzten sich mit Sack und Pack, mit Pferd und
Wagen in Richtung Südwesten in Bewegung. Andere Weiße zog
es in diesen Jahren um 1848 auch nach Oregon zum Siedeln. Vor allem
nach dem Ende des Bürgerkriegs im Frühjahr 1865 wälzte
sich eine Flut von Siedlern in den Westen. Straßen, Eisenbahnen
und Postkutschenlinien wurden durch das feierlich mit Brief und Siegel
den Indianern überlassene Land gelegt.
Mit
der Folge, daß die Büffel und das Wild, die nicht den Raubzügen
der Weißen zum Opfer fielen, das Weite suchten und so die Jagdgründe
der Indianer immer kleiner wurden. Nachdem diese lange stillgehalten
und geduldig, wenn auch zornerfüllt, mit angesehen hatten, wie
die Weißen die Verträge, die sie mit den Ureinwohnern geschlossen
hatten, zum Beispiel den Vertrag von 1851 mit den Cheyennes, Arapahos,
Sioux und Crows, eins ums andere Mal brachen, gruben sie, als es jetzt
an ihre Existenz ging, die Kriegsbeile wieder aus.
Sie
versuchten es mit einer Taktik der Nadelstiche gegen die westwärts
ziehenden Trecks, gegen die Verkehrsverbindungen der Weißen,
gegen Siedlungen der Pioniere
und nicht zuletzt gegen die weit in ihr Land hineingebauten Vorposten
der Armee die Forts: wie Laramie am Platte River.
Der
offene Indianerkrieg begann 1861 in Colorado. Bedrängt von der
immer weiter vorrückenden »Mining Frontier«, dem
Einströmen immer neuer Bergleute in ihr Land, griffen die Cheyennes
und die Arapahos zu den Waffen. Da sie aber den Repetiergewehren der
Weißen, deren Entwicklung 1860 begonnen hatte, und den Kavallerieattacken
der »Blauröcke« nichts entgegenzusetzen hatten als
ihre List,
ihre Beweglichkeit und ihren Mut, waren diese Stämme genauso
zur Niederlage in diesem Verzweiflungskampf verurteilt wie die Apachen
und Navajos,
die einige Jahre später zum Gegenangriff gegen die landhungrigen
Weißen übergingen.
Dieser Krieg endete 1865 mit ihrer Unterwerfung und mit der Errichtung
von Reservaten. Dort lebten sie, zusammengepfercht auf unfruchtbarem
Boden,
wie Flüchtlinge im eigenen Land. Wenn die kargen Ernten nicht
reichten, um die Kinder satt zu machen, mußten sie die Reservatsposten
aufsuchen und dort um Nahrungsmittel betteln. Mit Hungerrationen wurden
sie meist abgespeist, die zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben
waren.
Und die Weißen taten alles, um die einst so stolzen »roten
Männer« zu demütigen, indem sie zum Beispiel die Reservatsindianer
Hundemarken tragen ließen.
Apache-Frauen,
die vom Heusammeln zurückkehren, passieren mit streunenden Hunden
einen Kavallerieoffizier.
Auch
der erste Sioux-Krieg, der unter anderem deshalb ausgebrochen war,
weil die Weißen von Fort Laramie in Wyoming eine Straße
nach Bozeman in Montana bauen wollten, endete am 29. April 1868 mit
der Niederlage der Indianer. Desgleichen der Apachenkrieg in Neu-Mexiko
und Arizona, der mit einem Massaker an hundert Indianern in Camp Grant
am 30. April 1871 begann und mit der Gefangennahme des Häuptlings
Geronimo 1886 zu Ende ging.
Obwohl die Sioux in ihrem zweiten Krieg 1875/76, den sie führten,
um die Black Hills, ihre letzten Jagdgründe, gegen das vertragswidrige
Eindringen des »weißen Mannes« zu verteidigen, am
24. Juni 1876 in der Schlacht am Little Bighorn über den »Long
Hair« von ihnen genannten General George Armstrong Custer und
seine Männer einen ersten Sieg erringen konnten, mußten
sie sich mit ihren Häuptlingen Sitting Bull und Crazy Horse am
Ende doch geschlagen geben.
1873 hatte Präsident Ulysses S. Grant den US-Bürgern untersagt,
das Land der Nez Perces, die im Nordwesten lebten, zu besiedeln.
Aber die Gier nach Gold und Land machte auch dieses Versprechen null
und nichtig. Die Indianer mußten unter ihrem Häuptling
Joseph Krieg gegen die Eindringlinge führen, den sie im September
1877 dann verloren.
Als
die US-Armee am 29. Dezember 1890 in der Schlacht am Wounded Knee
fast 300 Teton Sioux, Männer, Frauen und Kinder, massakrierte,
endete damit der letzte Akt in der Tragödie der Indianer. Kein
Wunder, daß der Direktor der US-Zensus-Behörde im gleichen
Jahr die offizielle Schließung der »Frontier« verkünden
konnte, »jener seit zweieinhalb Jahrhunderten nach Westen wandernden
Grenzregion, der sich unternehmende und abenteuerlustige Elemente
immer wieder zugewandt hatten, um dort ihr Glück zu machen. «
Die große Expansionsbewegung von Osten nach Westen über
den nordamerikanischen Kontinent war damit abgeschlossen.
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