Quellennachweis der Texte und Abbildungen:
William J. Hourihan, Brief History of the United States Army Chaplain Corps
Veröffentlichungen des United States Army Chaplain Center and School,
des U.S. Army Chaplain Museum, der Kongreßbibliothek (LOC), des Nationalarchivs (NARA)
und des National Park Service, sowie zeitgenössische Dienstvorschriften der U.S. Army

Bearbeitet von E. Liebe, RAG Militärgeschichte, 85077 Manching

 


Das erste Foto eines Feldgottesdienstes der U.S. Army.
Soldaten des 69th New York Regiment nehmen vor der ersten Schlacht am Bull Run
an einer katholischen Feldmesse teil.

 

DIE MILITÄRSEELSORGE IM BÜRGERKRIEG
Pro Deo Et Patria   (Für Gott und Vaterland)


Als der Bürgerkrieg ausbrach, dienten lediglich 30 Feldgeistliche (chaplains) in den Garnisonen der regulären Regimenter des Heeres und 24 Feldgeistliche in der Marine. Ihr Dienst bestand hauptsächlich in der seelsorgerischen Betreuung der Soldaten. So waren sie für Gottesdienste, Vermählungen und Taufen zuständig. Zusätzlich unterrichteten sie die Soldaten und brachten ihnen Lesen, Schreiben und Rechnen bei.

Präsident Lincoln erkannte bald, daß zur Aufrechterhaltung der Disziplin und zur Stärkung der Moral in der Truppe, eine größere Anzahl von Militärpfarrern notwendig war. Tausende von jungen Soldaten befanden sich das erste Mal weit weg von ihren Angehörigen und ihrem Zuhause. So blieb es nicht aus, daß viele Soldaten über die Stränge schlugen. Das Trinken von Alkohol, Kartenspiele, Glücksspiele und Fluchen wurden damals ja als Sünden betrachtet. Ein Geistlicher beklagte sich folgendermaßen: „In den Feldlagern treiben sich Legionen von Teufeln herum.“

Nachdem Lincoln bereits am 4 . Mai 1861 den Regimentskommandeuren befohlen hatte, Feldgeistliche einzustellen, wurde am 3. August ein Gesetz beschlossen, das die Militärseelsorge genauer regelte. Neben den bereits vorhandenen Standortpfarrern in den Garnisonen sollte in jedem Regiment und in zahlreiche Kriegslazaretten ein Geistlicher dienen. Diese mußten geweihte Priester eines christlichen Glaubens sein und einen guten Ruf haben.
Sie erhielten den Status eines Offiziers und das Gehalt eines Hauptmanns der Kavallerie ($ 70 plus einige Zulagen pro Monat, Jahresgehalt etwa $ 1200).


Die Feldgeistlichen des IX. Korps
während der Belagerung von Petersburg (Juni 1864 - April 1865)

Bei den Freiwilligenverbänden der Union war die Militärseelsorge schon durch entsprechend ältere Gesetze der Milizeinheiten geregelt. Von Anfang an gab es hier Militärpfarrer in den Regimentern. Bei manchen sogar zwei, nämlich einen evangelischen Prediger und einen katholischen Pfarrer oder Ordensbruder.
In der allgemeinen Begeisterung für den Krieg meldeten sich auch zahlreiche Geistliche, die in den Milizeinheiten Offizierstellen innehatten, zu den Fahnen und dienten freiwillig als Soldaten.
So konnte es vorkommen, daß ein Offizier gleichzeitig der Regimentsgeistliche war, so zum Beispiel Oberleutnant James Hill von der 21st Iowa Infantry, vor dem Krieg der Pfarrer einer Baptistengemeinde. Er war am 4. August 1863 zum Regimentsgeistlichen gewählt worden und führte trotzdem weiterhin seine Kompanie.
Kurz zuvor, am 16. Mai 1863, war es ihm bei Champion Hill mit seinen Männern gelungen, drei feindliche Feldposten gefangenzunehmen.
Er erhielt dafür später die Ehrenmedaille des Kongresses (Congressional Medal of Honor).

 

Oberleutnant Bartley P. Bynum, C.S.A.,
der auch Feldgeistlicher der Konföderierten war

 

Es kam aber auch vor, daß Militärgeistliche den umgekehrten Weg wählten und ein Offizierspatent erhielten. Einer dieser Pfarrer war Reverend William A. Pile, der am Ende des Krieges als Brevet Major-General der Infanterie entlassen wurde.

Bei den Soldaten der Konföderierten sah die Lage etwas anders aus. Präsident Jefferson Davis und die Regierung der Südstaaten wollten Kämpfer und keine Prediger. So wurde hier die Militärseelsorge kaum unterstützt. Die wenigen eingestellten Feldgeistlichen erhielten zunächst ein Jahresgehalt von $ 1200, das aber bald darauf auf nur $ 600 verringert wurde. Später wurde es aber auf $ 960 erhöht.
So gab es zahlreiche freiwillige Militärpfarrer, die finanziell von ihrer ehemaligen Gemeinde unterstützt werden mußten
.


Da die Unterlagen der Konföderierten unvollständig sind, denn bei Kriegsende wurden viele Dokumente vernichtet,
belaufen sich die Schätzungen auf 600 – 1000 Militärpfarrer.

Insgesamt wurden von der Union etwa 3000 Pfarrer zu Militärgeistlichen ernannt, von denen etwas mehr als 2300 namentlich bekannt sind.
Die höchste Anzahl während des Krieges betrug 1079 Feldgeistliche, davon waren 930 Regimentsgeistliche, 117 dienten in Feldlazaretten und 32 als Garnisonspfarrer.

 

Die Aufgaben eines Feldgeistlichen

Die Militärpfarrer erkannten während des Krieges bald, daß ihr Dienst nicht nur aus der seelsorgerischen Betreuung bestand.
Es genügte nicht, nur an den Sonntagen Gottesdienste abzuhalten, wöchentliche Bibellesungen zu organisieren oder offizielle Begräbnisfeierlichkeiten zu gestalten.
Der Respekt der Soldaten mußte häufig erst verdient werden.


Beisetzung von Gefallenen in Fredericksburg nach dem Wilderness-Feldzug im Mai 1864

So suchten sie bald den Kontakt zu den einzelnen Soldaten, um deren Vertrauen zu gewinnen. Sie wollten helfen und das Leben der Soldaten etwas erleichtern. Da doch noch einige nicht lesen und schreiben konnten, halfen sie häufig bei der Abfassung sowie der Versendung von Briefen und lasen den Soldaten die Briefe aus der Heimat vor. Feldgeistliche übernahmen ab und zu auch die Verteidigung von Angeklagten während eines Kriegsgerichtprozesses.

Da der Sold den Soldaten nur sehr unregelmäßig ausgezahlt wurde, hielten sie manchmal größere Geldsummen in ihren Händen. Um diese nicht zu verspielen oder zu verschwenden, überzeugten die Geistlichen nun die Soldaten, einen Teil an die Ehefrauen oder Eltern zu senden. Da viele Soldaten diesem Rat folgten, vertrauten sie ihren Sold den Pfarrern an, die dafür sorgen sollten, daß ihre Angehörigen das Geld erhielten. So wurden die Feldgeistlichen oft zum „Bankier“ des Regiments.
So wird von Chaplain William Stevens berichtet, daß er während eines Urlaubs $ 65.000 (!) nach Washington mitnahm. Nach seiner Ankunft verschickte er $ 20.000
an Familien, die westlich der Alleghanies lebten, die restliche Summe überbrachte er persönlich den Angehörigen der Soldaten

Doch es konnte auch anders kommen. Aus Furcht davor, im Kampf zu fallen, wandte sich einmal ein Hauptmann vor der Schlacht von Chickamauga an Chaplain John Trecy und übergab ihm seine Geldbörse. Stunden später sah dieser Offizier, wie Trecy trotz heftigen Beschusses Verwundete auf dem Gefechtsfeld betreute.
Er bat sofort um die Rückgabe der Geldbörse, denn sie wäre doch bei ihm sicherer aufgehoben!


Chaplain Milton L. Haney ca. 1900

Dies führt zu einer weiteren Aufgabe der Feldgeistlichen. Sie kümmerten sich sehr aufopferungsvoll um die Versorgung der Verwundeten während einer Schlacht, manchmal kutschierten sie selbst den Krankenwagen.
Drei Regimentsgeistliche erhielten sogar die Ehrenmedaille des Kongresses. Chaplain John M. Whitehead, Geistlicher der 15th Indiana Infantry erhielt sie, da er während des Gefechts von Stone River am 31. Dezember 1862 zahlreiche Verwundete trotz schweren feindlichen Feuers vom Schlachtfeld in Sicherheit brachte. Aus dem gleichen Grund erhielt sie auch Chaplain Francis O. Hall, 16th New York Infantry, für seine selbstlose Hilfe bei Samel Heights 1863.
Eine Ausnahme bildete Chaplain Milton L. Haney, 55th Illinois Infantry, vor Atlanta.
Als die Konföderierten eine Feldbefestigung der Union eingenommen hatten, schnappte er sich eine Muskete und kämpfte inmitten seiner Soldaten bei der Erstürmung und Wiedereroberung dieser Schanze mit.


Als eines Tages einer von Shermans Versorgungszügen nicht abfahren konnte, da ein Offizier für die Bewachungsmannschaft fehlte,
schnallte sich Chaplain B. F. Christy, ein katholischer Priester, kurzerhand einen Degen um und meldete sich freiwillig für diesen Dienst.
Er brachte den Zug durch gefährdetes Gebiet sicher an sein Ziel.

Besonders bekannt wurden auch Chaplain John L. Lenhart, Chaplain William Hoge, Chaplain Charles McCabe und Chaplain William Corby.
Chaplain John L. Lenhart war der erste Feldgeistliche der US Navy, der in einem Seegefecht fiel, als die USS Cumberland von dem konföderierten Panzerschiff
CSS
Virginia am 8. März 1862 versenkt wurde.
Chaplain William Hoge wurde dadurch bekannt, daß er als konföderierter Blockadebrecher dafür sorgte, daß die Soldaten des Südens Bibeln aus England erhielten.
Chaplain Charles McCabe blieb während des Rückzuges aus Winchester bei den Verwundeten der Union und kümmerte sich als Kriegsgefangener um die Insassen des Libby-Gefangenenlagers in Richmond.


Chaplain William Corby,

ein katholischer Ordensbruder der „Congregation of the Holy Cross“ und Feldgeistlicher der Irischen Brigade, wurde besonders berühmt, als er am 2. Juli 1863 in der Schlacht von Gettysburg während einer kurzen Gefechtspause am Cemetary Ridge gegen 16 Uhr auf einen Felsbrocken stieg und die Soldaten segnete und ihnen ihre Sünden vergab.
Dies muß ein sehr bewegender Augenblick gewesen sein, denn es wird berichtet, daß die Soldaten, egal ob Katholik, Protestant oder Atheist, bei der Segnung niederknieten.


Als der Tag zu Ende war, lagen 506 „seiner“ Soldaten tot oder sterbend auf dem Schlachtfeld.

<<< 1910 wurde ihm zu Ehren dort ein Denkmal aufgestellt.

 

In der Union fielen 66 Feldgeistliche für ihr Vaterland, darunter Chaplain U.P. Gardner, 13th Kansas Infantry, der, als er sich als Pfarrer zu erkennen gab, von einem „Soldaten“ der Quantrill’s Partisan Rangers am 22. November 1864 erschossen wurde.
Der „Schütze“ war ein 17jähriger Junge namens Jesse James.

Bei den Konföderierten fielen etwa 25 Feldgeistliche während des Krieges.

 

 

Die Glaubensrichtungen

Zu Beginn des Bürgerkrieges gehörten von den 30 Millionen Einwohnern der USA etwa 90 Prozent der Bevölkerung den protestantischen Glaubensbekenntnissen an. So ist es nicht verwunderlich, daß sich die Feldgeistlichen überwiegend aus Presbyterianern, Unitariern, Lutheranern, Baptisten, Methodisten und Gläubigen der Episkopalkirche zusammensetzten.

Da sich aber, vor allem in den Freiwilligenverbänden, zahlreiche Katholiken in den Regimentern befanden, die aus Europa (Irland, Deutschland, Frankreich) eingewandert waren, dienten auch katholische Priester und Ordensgeistliche als Feldgeistliche im amerikanischen Heer. Doch ihre Zahl war, verglichen mit ihren protestantischen Glaubensbrüdern, ziemlich klein, nämlich etwa 56 Feldgeistliche im Norden, davon keiner in der US Navy, und 28 im Süden, so daß häufig der Mangel an katholischen Militärpfarrern beklagt wurde.

Noch schwerer hatten es die Angehörigen des jüdischen Glaubens. Man schätzt, daß sich etwa 4500 Juden im Norden und etwa 2000 im Süden freiwillig gemeldet hatten. Als erster jüdischer Feldgeistlicher gilt Michael M. Allen. Er war von den Offizieren der 5th Pennsylvania Cavalry, genannt „Cameron’s Dragoons“, zum Regimentsgeistlichen gewählt worden. Allan war zwar kein Rabbiner, aber ein jüdischer Kantor, der bei seinen christlichen und jüdischen Soldaten sehr beliebt war.

Als eines Tages ein Mitglied des YMCA (Young Men’s Christian Association – Christlicher Verein Junger Männer) bei einem Besuch mit „Entsetzen“ feststellte, daß Allen weder ein geweihter Geistlicher noch ein Christ war, meldete er diesen Verstoß gegen das Gesetz sofort weiter. Um einer unehrenhaften Entlassung zu entgehen, quittierte Allen daraufhin seinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen. Die Soldaten des Regiments wählten nun den Rabbiner Arnold Fischel zum Feldgeistlichen, nicht zuletzt, um die Rechtmäßigkeit des Gesetzes in Frage zu stellen.
Fischel bat nun um eine offizielle Einstellung als Regimentsgeistlicher, doch das Kriegsministerium lehnte ab.
Nun begann in Washington eine größere politische Debatte, die damit endete, daß das Gesetz am 17. Juli 1862 geändert wurde. Der Begriff „christlich“ wurde gestrichen und durch „geweihter Geistlicher eines religiösen Bekenntnisses“ ersetzt.


So erhielt der Rabbiner Jacob Frankel

am 18. September 1862 die Zulassung als erster jüdischer Feldgeistlicher.
Er war für die Betreuung von Verwundeten in den Feldlazaretten rund um Philadelphia zuständig.

Die erste Zulassung als Regimentsgeistlicher erhielt Ferdinand L. Sarner, ein eingewanderter Deutscher, am 10. April 1863.
Er diente im 54th New York Volunteer Regiment, den „Schwarzen Jaegern“, das hauptsächlich aus deutschen Einwanderern bestand. Sarner war nicht nur der erste Rabbi, der in einer Schlacht verwundet wurde, sondern auch der erste Regimentsgeistliche, der sich unerlaubt von der Truppe entfernte. Bei Gettysburg schwer verwundet, kam er in ein Militärlazarett der Stadt und wartete während seiner Genesung auf die offiziellen Entlassungspapiere.
Da es ihm bald besser ging, die Papiere aber noch nicht eingetroffen waren, fuhr er einfach nach Hause.

 

In den ersten regulären Farbigenregimentern, die schließlich auf 158 anwuchsen, gab es nur weiße Offiziere und deshalb zunächst auch nur weiße Feldgeistliche.
Dies änderte sich aber im Laufe der Zeit etwas, so daß es schließlich in 12 Regimentern Militärpfarrer mit schwarzer Hautfarbe gab.



Als erster farbiger Feldgeistlicher gilt

Reverend Henry McNeal Turner,
ein Pastor aus Baltimore, der ab 1863 das 1st Regiment, U.S. Colored Troops, betreute.

Er diente in diesem Regiment bis 1865 und wurde nach dem Krieg noch Bischof in der African Methodist Episcopal Church.

 

 

 

Als William H. Thomas, ein Verwandter von Präsident Jefferson Davis und weißer Häuptling der Östlichen Gruppe der Cherokee-Indianer,
mit Genehmigung der konföderierten Behörden 1862 in North Carolina ein Bataillon mit Cherokee-Indianern aufstellte, wurde Unaguskie,
der Sohn eines Cherokee-Häuptlings und Christ, zum Feldgeistlichen des Bataillons ernannt.


Besonders erstaunlich ist aber die Tatsache, daß 1864 das 1st Wisconsin Regiment of Heavy Artillery eine Frau zum Regimentsgeistlichen wählte.


Ella E. Gibson Hobart,

ein Mitglied der Religio-Philosophical Society (Religiös-Philosophische Gesellschaft) von Saint Charles in Illinois und Ehefrau
eines Feldgeistlichen, begleitete das Regiment mehrere Monate, bis Kriegsminister Stanton ihre Ernennung nicht genehmigte.
Obwohl Präsident Lincoln schrieb, daß er „keine Einwände gegen ihre Ernennung hätte“, überließ er die Entscheidung
dem Kriegsminister.

 

 

Die “Uniformierung” der Feldgeistlichen

Im Allgemeinen Befehl (General Order) 102 vom 25. November 1861 wurde die Uniform eines Feldgeistlichen des Heeres festgelegt.
Er sollte einen einfachen, schwarzen Gehrock mit Stehkragen tragen. Der Rock sollte eine Reihe von neun, mit schwarzem Stoff bezogene Knöpfe haben.
Dazu gehörten eine einfache schwarze Hose und ein einfacher schwarzer Filzhut oder das Kepi der Infanterie, Kavallerie oder Artillerie ohne Abzeichen.
Zu feierlichen Anlässen war ein einfacher, schwarzer Zweispitz zugelassen.

Da die Feldgeistlichen die Besoldung eines Hauptmanns hatten, trugen viele Regimentspfarrer inoffiziell die Uniform und Dienstgradabzeichen eines Hauptmanns,
oft sogar mit Degen bzw. Säbel oder Pistole.
Am 9. April 1864 wurde schließlich der Dienstgrad „Chaplain“ (Feldgeistlicher), ohne Kommandogewalt, in den regulären und Freiwilligenverbänden eingeführt.


 

Chaplain des Heeres ab August 1864

Mit dem Allgemeinen Befehl 247 vom 25. August 1864 durften nun auf den Filzhüten und Kepis die gestickten Abzeichen
eines Offiziers im Stabsdienst getragen werden.

Dabei gab es, vor allem bei den Freiwilligenregimentern, zahlreiche Abweichungen.

Offizielles               Inoffizielles
Inoffizielles
Hut-/Kepi-Abzeichen der Union
Hutabzeichen der Konföderierten

 

Ein Feldgeistlicher hält auf dem Deck des Monitors US Passaic einen Gottesdienst.
Wie deutlich zu erkennen ist, scheint die Predigt die Besatzung nicht besonders zu interessieren
.

 

Bei den Marinegeistlichen der Union war man sich bezüglich der Uniformierung während des ganzen 19. Jahrhunderts nicht einig.
Obwohl dem Lieutenant (Kapitänleutnant = Hauptmann) gleichgestellt, trugen sie zu Beginn des Krieges keine Offiziersuniform, sondern eine blaue Uniform
ohne Rangabzeichen. 1863 führte der Marineminister Gideon Welles neue Regelungen zu den Staff Officers (Marinebeamten) ein.
Dazu gehörten auch die Militärgeistlichen, deren Rang angehoben wurde.


Mützenabzeichen

Mit der Anzugordnung vom 28. Januar 1864 durften sie die Marineuniform tragen und ein schräggestelltes,
silbernes Kreuz auf der Mütze und den Achselstücken führen.

 

Ärmelabzeichen und Achselstücke


Links:    Chaplain (12 Dienstjahre) (Commander = Fregattenkapitän = Oberstleutnant)
Rechts:  Chaplain (unter 12 Dienstjahren) (Lieutenant Commander = Korvettenkapitän = Major)

 

In der konföderierten Marine gab es keine Militärgeistlichen.

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