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Copyright © 1991 by VERLAG FÜR AMERIKANISTIK D. KUEGLER, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
NORD & SÜD, Stefan Papp, jr., General Thomas J. Jackson - Militärische Biographie -
Veröffentlichungen: United States Army Center of Military History
sowie zeitgenössische Dienstvorschriften der United States Army


CSA - General
Thomas J. „Stonewall” Jackson

Militärische Biographie


CSA - General „Stonewall” Jackson

 


Thomas J. Jackson - Der Mensch und Soldat

„Krieg war für ihn ein inneres Feuer, ein geheimes Stimulans, ein innerer Kraftgenerator, der, obwohl die Physis dieses Mannes größtenteils gelassen und normal wirkte, tatsächlich seine mentalen Aktivitäten und all seine gedanklichen Prozesse steigerte und ihm neue Energien verlieh. Krieg regte seine Vorstellungskraft an,
und Ideen strömten geradezu aus seinem Gehirn. Er wurde aufmerksamer. Seine Urteilskraft verstärkte sich. Entscheidungen waren nicht neu für ihn, weil er immer ein Mann gewesen war, der seine Entschlüsse schnell faßte und zur Tat schritt ..."

Lenior Chambers

„Er lebte nach dem Neuen Testament und kämpfte nach dem AIten”.
Mit diesen wenigen Worten charakterisierte der renommierte amerikanische Historiker Douglas S. Freeman die persönliche Geschichte eines der fähigsten und bedeutendsten Generäle des Amerikanischen Bürgerkrieges, der amerikanischen Militärgeschichte überhaupt - „Stonewall Jackson".
Ein klingender Name, der in einem Atemzug mit dem eines Robert E. Lee, J. E. B. Stuart, A. Sidney Johnston oder John Hunt Morgan genannt wird - einer der unvergessenen, von Glorie und Mythos verklärten Heroen, die einen der vordersten Plätze im Heldenpantheon der ehemaligen Konföderierten Staaten von Amerika einnehmen.
In der vorliegenden Lebensbeschreibung dieses gewöhnlichen und zugleich außergewöhnlichen Mannes, soll aber keine Legendenforschung betrieben, sondern der Versuch unternommen werden, die militärische Karriere dieses Ausnahmesoldaten kritisch zu durchleuchten.
Von seinem äußeren Erscheinungsbild und Auftreten her war Thomas Jackson wohl kaum das, was sich eine Vielzahl historischer Betrachter - romantisch verklärt - unter einem großen Kriegsmann oder bedeutenden Feldherrn vorstellen. Ähnlich wie seine Kollegen, U. S. Grant, Braxton Bragg oder Phil Sheridan, war er eine unmilitärische, nahezu grobschlächtige Erscheinung: etwa 6 Fuß groß und 175 Pfund schwer, war sein Körper kompakt und kantig gebaut, aber ohne überflüssige Fülle. Sein Haar, das leicht gelockt war, und sein Bart, von Natur aus braun, nahmen im Sonnenschein einen rötlichbraunen Ton an.
Seine tiefblauen, ausdrucksvollen Augen hatten einen klaren und durchdringenden Blick. Er hatte eine scharfgeschnittene Nase, einen schmalen Mund und große Ohren. Seine Bewegungen konnten schnell und abrupt sein.
Beim Gehen machte er möglichst große Schritte wie der Farmer, „der sucht, rasch voranzukommen." (Freeman) zu Pferd gab er eine etwas komische Figur ab: Die Steigbügel ziemlich kurz gehalten, war sein Sitz im Sattel fest. Sein Haupt hielt er ständig erhoben, damit nichts seiner Aufmerksamkeit entging, allerdings waren seine Augen stets von der Krempe eines ramponierten Kepis bedeckt. Bekleidet war er meist mit einem schlecht sitzenden, zerschlissenen Uniformrock, der schon längst aus der Mode war und noch aus der Zeit des Mexiko-Krieges stammte.

General "Stonewall" Jackson Statue (Capitol Square), Richmond, VA

„ In seinen persönlichen Gewohnheiten war Jackson ein seltsamer Mann. Er vermittelte vielen Menschen den Eindruck, zum Lachen unfähig zu sein; Scherze schienen für ihn ein Mysterium. Er saß aufrecht und steif an seinem Tisch, und niemals berührte er die Lehne seines Stuhls. Wenn er nachdachte, starrte Jackson stur geradeaus, total von seinem Geschäft in Anspruch genommen. Er ritt oft an der Seite seiner marschierenden Kolonnen, abwechselnd den einen und dann den anderen Arm zum Himmel gereckt. Einige sagten, Jackson betete, andere behaupteten, daß Jackson mit diesem seltsamen Tun vermutlich das Gewicht der Hände verlagerte, um das Blut zurück zum Herzen fließen zu lassen. Solche Eigenarten seines Benehmens, vereinigt mit seinem religiösen Eifer, gaben den Erzählungen Nachdruck, das Jackson verrückt sei."
Natürlich war „Stonewall" nicht wirklich „verrückt", aber seine symptomatische, ins Auge stechende Exzentrik kam infolge seines buchstäblich religiösen Fanatismus - Freeman bezeichnete ihn als einen wiedergeborenen Joshua - noch viel stärker zur Geltung. Als langjähriger Angehöriger der Presbyterianischen Kirche - „der konföderierte Erfolge Gott zuschrieb und die Yankees mit dem Teufel verglich") - lag der puritanische Jackson regelrecht im Dauerkonflikt mit sich selbst, ein auf und ab wogender innerer Kampf zwischen dem ambitionierten General Jackson und dem devoten „Prediger" Jackson, die er in einer Person in Einklang zu bringen versuchte. Ein oftmals schwieriges Unterfangen für diesen integren, introvertierten und wortkargen Menschen, liebenden Ehemann und Vater, der weder rauchte noch trank: Ein Mann, dem der Gedanke unerträglich war, sonntags, am „geheiligten Sabbath", zu kämpfen, der mit seinen Stabsoffizieren im Feld betete und es liebte, in seiner ruhigen, zurückhaltenden Art über religiöse Themen zu diskutieren. Ein Mann, der erfüllt war von einem latenten, brennenden irdischen Ehrgeiz, den er schwerlich zu verbergen vermochte.
CSA-Lieutenant General Richard Taylor 

Einer seiner frühen Brigadeführer, der spätere CSA-Lieutenant General Richard Taylor, (Bild links -
und Sohn des früheren US-Präsidenten Zachary Taylor) ein aufmerksamer Beobachter und Menschenkenner, bemerkte dazu:
„ Es war nur ein schnelles Aufglimmen. Dann schloß sich der Vorhang, und er war wieder im Gebet vertieft. Aber in diesem Moment sah ich einen grenzenlosen Cromwellschen Ehrgeiz, ohne jedes Mitleid ... Seine Ambitionen waren enorm, alles absorbierend. Wie ein Fluch sprang die böse Schlange von seiner Schulter. Er haßte es, fürchtete es vielleicht sogar, aber er konnte ihm nicht entfliehen - er war es selbst... "

Seit seinem Aufmerksamkeit erregenden „Fighting Stand" bei First Manassas in der Öffentlichkeit als „Stonewall" berühmt und berüchtigt, war er für seine Männer, die ihn liebten und fürchteten, „Old Blue Light" - in Anspielung auf seine stahlblauen Augen, die in der Hitze der Schlacht „aufblitzten". Aber meistens nannten sie ihn „Old Jack".

Ein strenger Disziplinarvorgesetzter (Jackson: „Sie müssen dazu gebracht werden, ihre Pflicht zu tun!"), rauher Drillmeister und gnadenloser Antreiber (,Vorwärts, Leute, aufschließen, vorwärts!"), der sich als kleinlicher Pedant erwies und sich in der Regel peinlich genau an die Armeeregulationen hielt, gehörte der Virginier wohl zu den fordernsten und anspruchsvollsten Bürgerkriegsgenerälen. Er verlangte seinen Offizieren und Mannschaften ungeheure Strapazen und Marschleistungen ab - nicht umsonst sprach man von Jacksons „Fußkavallerie" -, Strapazen, die er aber auch bereit war, selbst durchzustehen. Eine Tatsache, die auch denjenigen Respekt und Bewunderung abnötigte, die weniger für ihn übrig hatten.

Übersteigert pflichtbewußt und ein notorischer Geheimniskrämer, seine eigenen Pläne oder die Befehle seiner Vorgesetzten betreffend - womit er einige seiner Generäle fast zur Verzeiflung brachte -, war der unprätentiöse Jackson ungeduldig und intolerant gegenüber Insubordination, Inkompetenz, Unpünktlichkeit, überflüssigen Fragen und physischen und moralischen Schwächen, was ihn häufiger in Konflikt mit Untergebenen in höheren Führungschargen brachte - ein Umstand, der ihn als einen kompromißlosen und undiplomatischen, schon leidlichen Armee-Administrator auswies.
Freeman konstatierte kritisch:
„Jacksons endlose Kontroversen mit seinen Untergebenen und ein Überblick seines Versagens, auf Divisions- und Brigadeebene eine effiziente Führung zu behaupten, geben erschöpfend Antwort auf die Frage. .. ob Jackson, getrennt von Lee, ein großer Armeebefehlshaber gewesen wäre. Strategisch wäre er es gewesen; administrativ hätte er es nicht sein können."
Am bekanntesten sind Jacksons Auseinandersetzungen mit Brigadier General R. B. Garnett, den er nach der taktischen Niederlage von Kernstown wegen „Pflichtvernachlässigung" in 7 Punkten unter Anklage stellte, oder die Dauerfehde mit dem sensitiven und stolzen Major General A. P. Hill
(Hill an Jeb Stuart: „Dieser verrückte alte presbyterianische Narr!"), die kurz vor der Schlacht von Antietam ausgelöst wurde und sich faktisch bis Jacksons Tod hinzog, obwohl der taktvolle Lee geduldig versucht hatte, den Streit zwischen den beiden zu schlichten.
Der Feldkommandeur Thomas Jackson war eine selbstbewußte, aggressive, unternehmungsfreudige, energische und wagemutige Kämpfernatur von überdurchschnittlichen taktischen Fähigkeiten, in der sich Einfallsreichtum, geistige Flexibilität und unerschrockene Entschlossenheit vereinigten, ausgestattet mit einem angeborenen Instinkt für den Gebrauch sämtlicher Waffengattungen, die er in gemeinschaftlichen Operationen, unter Berücksichtigung der taktischen Möglichkeiten, effektiv einzusetzen verstand - kalkulierend und abwägend, wann und wo impulsives, sprich: wann und wo überlegtes, verhältnismäßiges Handeln gefordert war.

Ebenso hatte er ein geschultes Auge für das Gelände, in dem er operierte. Ihm zugetragene Nachrichten und Informationen über feindliche Bewegungen etc. wußte er gekonnt zu beurteilen und auszuwerten; nur selten irrte er sich.
Über all dem verfügte er über einen ausgeprägten strategischen Scharfsinn - der ihn zu Höherem bestimmt hätte, wäre er nicht so früh gestorben -, gestärkt durch ein hohes Maß an physischem und moralischem Mut. Sein oberstes militärisches Prinzip, die von ihm aufgestellte „1. Goldene Regel", lautete:
„ Den Feind stets täuschen, irreführen und überraschen.-
Seine brillante Shenandoah-Kampagne von 1862, klassisches Lehrbeispiel für eine strategische Diversion unter Ausnutzung des Vorteils der inneren Linien, oder seine Züge ins zweiten Manassas-Feldzug mögen hierfür als überzeugende Beispiele stehen.
Um es kurz und bündig auf einen Nenner zu bringen: „Stonewall" Jackson war brillant. Und war er nicht so gut, dann war er immerhin noch sehr gut.
(Sieht man von seinem uncharakteristischen Einbruch in der Sieben-Tage-Schlacht einmal ab; doch davon später.)
General Lee und General "Stonewall" Jackson

Das Verhältnis zwischen Jackson und seinem grandiosen Armeebefehlshaber, General Robert E. Lee, war getragen von gegenseitigem Vertrauen, Respekt und Bewunderung. „So groß war mein Vertrauen in General Lee, daß ich gewillt bin, ihm mit verbundenen Augen zu folgen", soll Jackson einmal gesagt haben, während Lee meinte: „Gerade wie eine Kompaßnadel zum Pol ging er vorwärts, um meine Absichten auszuführen."
Allerdings unterliegt das professionelle Jackson-Lee-Verhältnis - das kontinuierlich gereift war und schließlich in der Schlacht von Chancellorsville einen Kulminationspunkt erreichte - bis in unsere Zeit hinein einer mitunter verständlichen Fehlinterpretation.

„Beinahe ohne sich darüber im klaren zu sein, zeichnen einige Civil-War-Enthusiasten ein Bild von Jackson als das eines hellseherischen Untergebenen, der nach nur wenigen Worten von Lee seine Rolle perfekt verstand. In der Tat verstanden sich Lee und Jackson sehr gut - aber aufgrund intensiver Kommunikation, nicht ohne sie. Die beiden Krieger führten einen offenen Dialog mit freiem Austausch der Ideen, der bei Gelegenheit Uneinigkeit hervorrief.
Da jeder zuviel Respekt vor der Auffassung des anderen hatte, um zu streiten, benutzten sie ihre Differenzen statt dessen zu einem klaren Vorteil, indem sie jede ausführbare Möglichkeit sorgfältig überlegten, bevor sie einen Aktionsplan übernahmen. Als Ergebnis ihrer Versuche, sich zu verständigen, lernten sie einander auf einer Ebene zu verstehen, die nur wenige Menschen in einer Verbindung jemals erreichen.

Konträr zum populären Glauben jedoch entwickelten Lee und der calvinistische Jackson, obgleich sie sich in ihren Ansichten über Selbstbeherrschung, göttliche Vorsehung und sittlichen Anstand so ähnlich waren, keine besonders enge, persönlich-freundschaftliche Beziehung wie zum Beispiel Lee und sein methodischer und unspektakulärer Senior-Lieutenant James Longstreet (!) Nach Jacksons tragischem Ende manifestierte sich schon bald, und zwar im monumentalen Gettysburg-Feldzug, daß der Süden einen irreparablen Verlust erlitten hatte. Bereits in einer frühen „Yankee-Geschichte" des Bürgerkrieges, denn auch im Norden hatte Jackson den Status eines Helden, kann man mit gewissem Pathos nachlesen: „Die Konföderierten hätten besser eine Schlacht verloren als diesen einen Mann”.

Insbesondere Lee spürte Jacksons Abwesenheit bei Gettysburg: „Niemals hat die Sonne je solch einen stellvertretenden Kommandeur beschienen!"
Und sogar noch heute gibt es Autoren, die sinniger oder unsinnigerweise darüber spekulieren, „was wäre gewesen, wenn .. .
US-Historiker Gary W. Gallagher: „Jackson starb genau zur richtigen Zeit zur Schaffung einer dauerhaften Legende - auf der Höhe seines Ruhms und als die Konföderation noch in der Lage war, auf Unabhängigkeit zu hoffen ..."
Aber dennoch: Ohne „Stonewall" war die Army of Northern Virginia nicht mehr dieselbe Kampfeinheit, eine schlichte und simple Tatsache. Denn: „Jackson verfügte über eine Kombination von Qualitäten, die kein anderer General hatte. Er konnte bis zum militärischen Genius wachsen", schrieb sein vielleicht bester Biograph.
„ Zu was diese Qualitäten vielleicht geführt hätten, wenn Jackson in voller Leistungskraft überlebt hätte, liegt abseits jeder Beurteilung."


Professor Jackson - Ein Leben in Obskurität

Familie

Sein Name war John Jackson, und er war noch nicht geboren, als sich seine Familie, die aus Schottland stammte, in der Umgebung von Coleraine entlang des Bann River, im nördlichen Irland, ansiedelte. Als 33jähriger wanderte er 1748 nach Nordamerika aus und ließ sich in Cecil County, Nord-Maryland, nieder. Im Juli 1755 heiratete er Elisabeth Cummins, eine starke, resolute Frau, die über hundert Jahre alt wurde. Mit ihr zusammen begründete er den starken amerikanischen Zweig des Jackson-Klans, einer durchweg distinguierten Linie von Geschäftsleuten, Juristen, Politikern und Soldaten, die, wie man heute sagen würde, der „gehobenen Mittelschicht" des Südens angehörte.
Einer der vielen Enkel von John und Elisabeth war Jonathan Jackson, 3. Sproß von Edward und Mary Hadden Jackson, ein gebildeter, aufstrebender junger Rechtsanwalt, der 1817 in Parkersburg, im Ohio-Valley, die 19jährige Julia Beckwith Neale zur Frau nahm und mit ihr ein ansehnliches Backsteinhaus in Clarksburg, einer kleinen Gemeinde von 500 Seelen, im damaligen Harrison-County, Virginia (heute West-Virginia), bewohnte. Hier schenkte Julia, eine hübsche und intelligente, aber kränkliche Person, ihrem Mann in den Jahren von 1819 bis 1824 drei Kinder: Elisabeth, Warren, der 20jährig an Tuberkulose starb, und Thomas Jonathan.
Da Tom Jackson um Mitternacht geboren wurde, steht nicht eindeutig fest, ob er am 20. oder 21. Januar 1824 das Licht der Welt erblickte. Generell wird der 21. als Jacksons Geburtstag genannt, das Datum, das er auch stets angab.
Tom Jacksons zweiter Vorname, Jonathan, bzw. das Initial „J.", - es gab Leute, die irrtümlich glaubten, es stünde für „Jefferson" - taucht erst ziemlich spät in offiziellen, zeitgenössischen Dokumenten auf, so daß unklar ist, ob „Jonathan" von Beginn an ein fester Bestandteil von Jacksons Namen war. Jackson selbst hat seinen zweiten Vornamen selten voll ausgeschrieben benutzt und wenn er Schriftstücke unterzeichnete, meist ganz darauf verzichtet.
"Stonewall"-Jackson-Haus
Tom Jacksons Vater hatte eine gediegene Schulbildung genossen.

"Stonewall"-Jackson-Haus

1810 war er als Rechtsanwalt zugelassen worden. Seit 1813 bekleidete er nebenberuflich über Jahre das Amt eines Steuereinehmers. Seine Anwaltspraxis lief zunächst gut, doch Jonathan Jackson war ein schwacher, zu vertrauensseliger Mensch, der gutgläubig Schuldverschreibungen von Klienten auf sich nahm, die in vielen Fällen ultimativ auf ihn zurückfielen. Es folgte eine Reihe von Prozessen.
Von seinem Vater geerbtes Land und anderen Besitz mußte er veräußern, um finanzielle Verbindlichkeiten decken zu können.

1826 kam es dann zur Familientragödie: Töchterchen Elisabeth erkrankte an Typhus. Jonathan, von schwächlicher körperlicher Natur, der sein Kind aufopfernd pflegte, steckte sich an: Elisabeth starb am 6. März 1826, ihr Vater folgte ihr zwanzig Tage später, im Alter von 36 Jahren. Tags darauf gebar Jonathans Witwe eine weitere Tochter: Laura Ann. Jonathan Jackson hinterließ seiner Frau nichts, außer dem Haus, in dem sie lebten, doch selbst das mußte bald verkauft werden.

Julia Jackson brachte die verarmte Familie, die in eine Pension umgezogen war, mit Näharbeiten zunächst über die Runden. Dann eröffnete sie eine Schule und unterrichtete. Doch auch sie war bald am Ende ihrer physischen Kräfte angelangt. Obwohl sie, erneut guter Hoffnung, 1830 wieder geheiratet hatte, wandte sie sich hilfesuchend an ihre eigene und an die Familie ihres ersten Mannes. Ihren ältesten, Warren, gab sie in die Obhut eines Onkels, Laura und Tom vertraute sie schweren Herzens einem Schwager an, Cummins E. Jackson. Krank und desillusioniert, starb sie Ende 1831, nur 33 Jahre alt.

Thomas Jackson hat seine Mutter - „der erste kraftvolle Einfluß in seinem Leben" - sehr geliebt, was zweifellos auf Gegenseitigkeit beruhte. Tom war Julias Liebling gewesen. Jackson bewahrte stets das Andenken an seine attraktive und charmante Mutter, „seine erste Erinnerung, seine liebste Erinnerung und die Erinnerung, die am längsten währte".

„Jacksons Mühle", ein großes und eindrucksvolles Anwesen, das im West Fork Valley West-Virginias gelegen war - sozialer und geschäftlicher Treff- und Sammelpunkt der näheren Umgebung, inmitten kultivierten Farmlandes, bestellter Äcker, saftiger Wiesen, Hügel und Wälder -, war jetzt Toms neues Heim, wo er im Schoße einer Großfamilie, die fest zusammenhielt, unbeschwert und sorgenfrei aufwachsen konnte. Insbesondere Onkel Cummins, der in die Rolle eines Ersatzvaters schlüpfte, erwies sich als guter Freund und enger Vertrauter des Vollwaisen und
„ lehrte ihn die Sagen der Region und die Freuden des Lebens ebenso wie die Pflichten, und er machte einen Mann aus ihm".


Ausbildung

Seine früheste Schulbildung erhielt Tom Jackson von seiner Mutter. Die erste reguläre Schule scheint er Anfang der 1830er Jahre in der Nähe von „Jackson's Mill" besucht zu haben, geleitet von einem gewissen Robert P. Ray. Später erhielt er Unterricht in McCunn's Run, dann in Westfield, bei „Mr. Mills". 1839 besuchte er für zwei Monate in Weston die Privatschule eines vornehmen Gentleman, namens Colonel Alexander S. Withers.
Jackson mag noch eine Reihe anderer Schulen „ausprobiert" haben. Laut Lenior Chambers ist es allerdings ziemlich unwahrscheinlich, „daß er überhaupt alle Elemente einer guten höheren Schulausbildung erhielt". Tom Jackson war weder ein glänzender noch vielversprechender Schüler, dem man ungewöhnliche Talente nachgesagt hätte.
„Jene, die ihn als Junge kannten, gestanden ihm Ehrlichkeit, Fleiß, einen starken Sinn für Gerechtigkeit, Höflichkeit, Heiterkeit und Großzügigkeit zu, und in der Schule zeigte er sich entschlossen, nichts Neues zu unternehmen, bevor er nicht alle Schritte dazu gelernt hatte - eine Methode, die ihn manchmal schlimmer erscheinen ließ, als er war”.
Seine Kenntnisse waren jedoch adäquat genug, im Winter 1840/41 für vier Monate in Freeman's Creek Unterricht im Lesen und Schreiben zu erteilen.

Am 8. Juni 1841 schließlich wurde Jackson mit Einverständnis seines Onkels und durch die Mithilfe von Colonel Withers und der eines Major Bailey, beide Friedensrichter am Bezirksgericht, zum Konstabler des „Dictrict 2, West Fork", auch bekannt als „Freeman's Creek Dictrict", ernannt, eine Position, die er in charakteristischer Manier energisch, beflissen und gewissenhaft ausfüllte. Zu seinen Aufgaben als „Agent der Friedensrichter" zählten unter anderem das Zustellen von Dokumenten und das Eintreiben gerichtlicher Forderungen. Diese verantwortungsvolle Tätigkeit endete abrupt im Frühjahr 1842:United States Military Academy - West Point -

United States Military Academy (West Point)

Denn Tom Jackson erhielt einen Studienplatz an der elitären US-Militärakademie in West Point. Jacksons Motive, nach West Point zu gehen, rührten weniger von seinem Wunsch her, als Armeeoffizier Karriere zu machen, sondern es reizte ihn vielmehr die Aussicht auf eine kostenlose Hochschulausbildung und die Möglichkeit, seine körperliche Konstitution, um die er zeitlebens besorgt war, zu stählen.

Nachdem einer von Jacksons Jugendfreunden, Gibson J. Butcher, nach gut einem Monat Aufenthalt in West Point Anfang Juni 1842 aufgegeben hatte, sah Tom seine Chance gekommen: Trotz berechtigter Zweifel über seine Qualifikationen im Hinblick auf seine holprige, sporadische Schulbildung, Zweifel, die Jackson mit seiner Familie teilte, beschloß er, sich um die vakante Stelle zu bewerben:
„Ich bin sehr unwissend', gestand er, „aber ich kann mich durch Studien verbessern. Ich weiß, ich habe die Energie, und ich denke, ich habe die Intelligenz."

Ausgestattet mit einer Flut von Empfehlungsschreiben, die die Unterschriften von mehr als einem Dutzend ehrenhafter und einflußreicher Persönlichkeiten aufwiesen, darunter Colonel Withers und der Kongreßabgeordnete Samuel L. Hays, begab sich Jackson umgehend, wobei er sich zu Pferd, mit der Postkutsche und der Eisenbahn fortbewegte, in die Bundeshauptstadt, wo er beim Kriegsminister vorstellig wurde.
Nach dem Austausch weiterer Formalitäten wurde Jacksons Nominierung am 22. Juli 1842 wirksam, obwohl er hingegen bereits am 1. Juli offiziell ins Kadetten-Korps aufgenommen worden war.  In West Point eingetroffen war er am 20. Juni 1842. Jackson erinnerte sich gerne an seine Jahre am Hudson River, die, vom akademischen Standpunkt aus gewertet, für ihn allerdings kein Zuckerschlecken waren.
Er mußte hart und konzentriert arbeiten, denn auch hier bestätigte Jackson seinen Ruf als methodischer und langsam begreifender Student, der kein neues Thema anging, bevor er den alten Stoff nicht vollends absorbiert und verstanden hatte.

Seine besten Noten erzielte er in den Fächern Mathematik, Chemie, Philosophie, Artillerie-Einsatz, Mineralogie und Geologie. Am schlechtesten schnitt er in Zeichnen, Französisch und englischer Grammatik ab. Im Umgang mit seinen Kameraden zeigte sich der scheue und mißtrauische Jackson anfangs reserviert und wenig zugänglich. Doch im Laufe der Jahre „schmolz das Eis" und Jackson gewann den Respekt und die Freundschaft vieler Kameraden, auch solcher, die sozial höher gestellt waren. Jackson graduierte am 30. Juni 1846 als 17. in einer Gemeinschaft von 59 Absolventen. Seine Gesamtleistungen hatten sich kontinuierlich verbessert - im vorletzten Jahr führte er sogar den Rang eines Cadet-Sergeant -, dabei stets geleitet von dem persönlichen Motto, das ihn ein Leben lang begleitete:
„ Du kannst sein, was immer du sein willst."
Einer seiner Studienkollegen meinte Jahre später anerkennend:
„ Hätte der Kurs noch vier Jahre länger gedauert, wäre er wohl an der Spitze seiner Klasse graduiert worden.”
Zur distinguierten Klasse von 1846 gehörten nicht weniger als zwanzig spätere Bürgerkriegsgeneräle, zum Beispiel George B. McClellan, John G. Foster, Jesse L. Reno, Darius N. Couch, George Stoneman, die für den Norden kämpften, und George E. Pickett und Dabney H. Maury, die für den Süden ins Feld zogen.


Offizier der Union

Mit Wirkung vom 1. Juli 1846 wurde Jackson zum Brevet Second Lieutenant der Ist Artillery ernannt. Nach kurzem Urlaub im heimatlichen West Fork Valley erhielt er am 21. Juli Marschbefehl nach Fort Columbus (Governor's Island), New York, wo er Captain Francis Taylors Kompanie K zugeteilt wurde, die zur selben Zeit nach Fort Hamilton und dann nach Point Isabel, Texas, an der Mündung des Rio Grande verlegt wurde, um am Krieg mit Mexiko teilzunehmen, der nach provokativen Maßnahmen des US-Militärs entlang der Grenze am 25. April 1846 ausgebrochen war.
Jackson hatte zwei Tage vor Ausbruch der Kampfhandlungen an seine Schwester geschrieben:
„ Ein Gerücht scheint auf einen Bruch zwischen der Regierung und den Mexikanern hinzuweisen. Wenn das der Fall ist, besteht die Wahrscheinlichkeit, daß mir befohlen wird, mich sofort der Okkupationsarmee anzuschließen ..., und der nächste Brief, den du erhältst, könnte von Texas oder Mexiko datiert sein. "
Die amtierende demokratische Administration von Präsident James K. Polk hatte im Gegensatz zur eher pazifistisch eingestellten Whig-Partei für eine gewaltsame Ausdehnung des US-amerikanischen Machtbereichs in die westlichen Gefilde plädiert, die auch die von Mexiko beanspruchten Gebiete Kalifornien und Texas
mit einschlossen.Thomas Jonathan („Stonewall”) Jackson

Thomas Jonathan („Stonewall”) Jackson als junger Offizier im mexikanischen Krieg

Nach Annektierung der Republik Texas am 1. März 1845 durch die USA begann der mexikanische Diktator, General Antonio Lopez de Santa Anna, Truppen am Rio Grande zu massieren, mit der Drohung, Texas zurückzuerobern. Die Amerikaner zogen nach und verlegten ebenfalls umfangreiche Streitkräfte nach Texas und zwar unter dem Kommando von Major General Zachary Taylor.
Der populäre und volkstümliche Taylor, „Old Rough and Ready", erzielte nach der Kriegserklärung hintereinander zwei entscheidende Erfolge über die Mexikaner - in den Schlachten von Palo Alto und Reseca de la Palma. Weitere Siege sollten folgen.
Jackson, der am 13. August 1846 von Captain Taylor zum Acting Assistant Commissary ernannt worden war, stieß am 25. November nach einer beschwerlichen Reise zu Wasser und zu Land mit einem 30-Mann-Detachment zum Rest von Kompanie K, die vor dem mexikanischen Monterey lag, das Taylors Truppen seit Ende September 1846 besetzt hielten. Am 29. November 1846 ging es weiter nach Süden in Richtung Saltillo, wo man Anfang Dezember eintraf und bis Januar 1847 verweilte. Darüber enttäuscht, noch keinen Pulverdampf geschnuppert zu haben, vertrieb sich Jackson die Zeit damit, Land und Leute kennenzulernen.
Aufgrund politischer Intrigen in Washington wurde dem siegreichen General Taylor, der im Februar 1847 bei Buena Vista erneut erfolgreich gewesen war, ein Großteil seiner Truppenmacht entzogen und seinem Rivalen, Major General Winfield Scott, „Old Fuss and Feathers", unterstellt, der beabsichtigte, von der Seeseite her in Mexiko einzudringen.


Auch Jacksons Kompanie, die am 7. Januar 1847 von Saltillo aufbrach, mußte sich Scotts Invasionsheer anschließen. Jackson war froh, der augenblicklichen Inaktivität in Nord-Mexiko entfliehen zu können, denn mit Scotts Armee zu marschieren, betrachtete er „als das Beste, insofern ich jetzt bei dem wichtigsten Teil der Armee und an der wichtigsten Operationslinie bin."
Scott landete am 9. März 1847 mit 10 000 Mann an der mexikanischen Küste. Vera Cruz fiel am 29. März. Am Tag darauf erhielt Jackson Notiz von seiner Ernennung zum Full Second Lieutenant, eine Routine-Beförderung, rückwirkend zum 3. März 1847.
Scotts Vormarsch landeinwärts begann am 8. April 1847 und kulminierte in der Einnahme von Mexiko City am 14. September 1847. Dazwischen lagen aufreibende Märsche und erbitterte Kämpfe, in denen Second Lieutenant Jackson, der sich zu einem wahren Artillerie-Experten entwickelte, in mustergültiger Weise mit überragender Kompetenz und großartiger persönlicher Tapferkeit aufwartete. Wiederholt wurde er neben anderen jungen Offizieren, die im Bürgerkrieg Karriere machten, in den offiziellen Berichten seiner Vorgesetzten lobend erwähnt. Captain J. B. Magruder, Ist Artillery, zu dessen 1 Kompanie Jackson Mitte Juli 1847 gewechselt war, schrieb über Jackson: „Wenn Hingabe, Fleiß, Talent und Tapferkeit die höchsten Qualitäten eines Soldaten sind, dann hat er die Auszeichnungen verdient, die
ihm verliehen wurden."

Beförderungen ließen auch nicht lange auf sich warten. Mit Rang vom 20. August 1847 wurde Jackson zum First Lieutenant ernannt und erhielt gleichzeitig „für tapferen und verdienstvollen Einsatz in den Schlachten von Contreras und Churrubusco" den Brevet- Rang eines Captains. Am 13. September 1847 schloß sich der Brevet eines Majors an, „für tapferes und verdienstvolles Benehmen", das er bei der Erstürmung von Chapultepec unter Beweis gestellt hatte.
„ Jacksons religiöser Charakter, den die Geschichte untrennbar mit seinem militärischen Leben verbinden wird, scheint in Mexiko-Stadt begonnen zu haben, Gestalt anzunehmen. Hier wurde seine Aufmerksamkeit auf die Verschiedenheit des Glaubens in religiösen Fragen gerichtet ... Francis Taylor ... war der erste Mann, der mit ihm über persönliche Religionsauffassung sprach. Jackson war zu keiner Zeit seines Lebens Lastern verfallen. In all seinen Gewohnheiten war er streng moralisch, aber er hatte den Pflichten, die die Kirche auferlegte, keine besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Nun überzeugt, daß dieses Versäumnis ein Fehler war, begann er, die Bibel zu studieren und trieb seine Forschungen so weit, bis er sich schließlich (1851) der Presbyterianer-Kirche anschloß.
Die bemerkenswerte Frömmigkeit seines Wesens und standhaftes Vertrauen in die Wahrheit seines Glaubens trugen, so wird eingeräumt, sehr stark zur vollen Entwicklung seines einzigartigen Charakters ebenso bei wie zu seinem wunderbaren Erfolg. "



Die Lexington-Jahre

Mit Evakuierung von Mexiko City im Juni 1848 wurde Kompanie K der Ist Artillery an die Atlantik-Küste nach Fort Hamilton, New York, zurückverlegt. Hier war Jackson bis Oktober 1850 stationiert, mittlerweile zur E-Kompanie versetzt, und versah routinemäßigen Garnisonsdienst, den er als „eher stumpfsinnig" betrachtete. Nächste Station war Fort Meade, ein in der Wildnis Floridas abgelegener, primitiver Grenzposten.Thomas Jonathan („Stonewall”) Jackson

                                          Thomas Jonathan („Stonewall”) Jackson als 31jähriger Professor am Virginia Military Institut, 1855

Die Trostlosigkeit und Monotonie des Dienstes wirkten sich auch auf Jacksons Moral negativ aus. Nach einer erbitterten und schon peinlichen Kontroverse mit seinem Vorgesetzten und Fortkommandanten, Captain William H. French, akzeptierte er Ende April 1851 den Professorstuhl für „Natural and Experimental Philosophy" am Virginia Military Institute in Lexington, Virginia. Seinen endgültigen Abschied aus der US-Army nahm er am 29. Februar 1852.
Tom Jackson war ein mittelmäßiger Professor, nicht einmal ein guter Lehrer, obwohl er sich die größte Mühe gab. Seine Unterrichtsmethoden zeichneten sich durch Unflexibilität und Phantasielosigkeit aus. Der Superintendent der Anstalt, Colonel Francis H. Smith, gestand Jahre später zurückblickend:
„ Als Professor ... war Major Jackson kein Erfolg. Er hatte nicht die Qualifikationen, die für so einen wichtigen Posten nötig waren. Er war kein Lehrer, und es mangelte ihm am nötigen Takt, mit seinen Klassen auszukommen."

Ob im Klassenraum oder auf dem Exerzierplatz, für viele seiner Schützlinge war Jackson, die ihn wegen seiner exzentrischen Züge, seines steifen militärischen Auftretens und seiner manisch-pedantischen Beflissenheit gerne „auf die Schippe" nahmen, aber dennoch respektierten, eine nicht unwillkommene „Witzfigur". Belustigt gaben sie ihm den Spitznamen „Tom Fool".
Die Jahre in Lexington vergingen in Ruhe und Beschaulichkeit. 1853 heiratete Jackson Miß Eleanor Junkin, die Tochter eines College-Präsidenten. Ein Jahr später starb sie bereits, und Jackson gab am 16. Juli 1857 ein zweites Mal sein ja-Wort. Es war eine glückliche Ehe. Mary Anna Morrison gebar ihm zwei Töchter - 1858 Mary Graham, die im Säuglingsalter starb, und Julia, die ein halbes Jahr vor dem Tod Ihres Vaters geboren wurde.
„ Während des Präsidentschaftswahlkampfes 1860 besuchte Jackson Neu-England und hörte dort genug, was seine Furcht um die Sicherheit der Union weckte. Bei der Wahl dieses Jahres gab er seine Stimme für Breckenridge aus dem Prinzip, daß er ein State-Rights-Mann war, und nach Lincolns Wahl gab er der Politik des Streitens innerhalb der Union den Vorzug vor der außerhalb ... Der Kurs des Drucks alarmierte ihn, und der Mißerfolg des Friedenskongresses überzeugte ihn, daß, wenn die Vereinigten Staaten auf diesem Kurs beharrten, Krieg das wahrscheinliche Ergebnis sein würde."

Am 17. April 1861, drei Tage nach der Übergabe von Fort Sumter, fiel Virginia von der Union ab. Der Kriegsfall war gegeben. Der obskure, schrullige Professor vom VMI war bereit, seine Pflicht zu tun. Als er nur zwei Jahre später auf dem Sterbebett lag, waren er und seine Taten bereits Gegenstand einer unsterblichen Legende.


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