
Mit
freundlicher Unterstützung:
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis des
Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
© Peter Kircher, Die Hüte und Mützen der konföderierten
Armee von 1861-1865
and Smithsonian-Institut/Washington
Hüte
und Mützen der
Konföderierten Armee
von 1861-1865
Ein
Wort zuvor
Die Grundlage dieser Ausarbeitung bildete unter anderem der United-States-Army-Headgear-Katalog
von Edgar M. Howell,
herausgegeben vom Smithsonian-Institut in Washington. Damit liegt eine
Auswertung nach neuesten Erkenntnissen vor.
Besonders bemerkenswert ist das Kapitel über die Kopfbedeckungen
der Konföderierten Armee im Bürgerkrieg.
Es dürfte erstmals überhaupt in deutscher Sprache veröffentlichtes
Material enthalten und damit dem wachsenden Interesse
gerade an jenen Truppen im deutschen Sprachraum entgegenkommen.
Seite
2
Vorschriften
für Uniformen und Kopfbedeckungen
einiger Staaten der Konföderation
Vorbemerkung:
Bei den hier angeführten Uniformvorschriften handelt es sich um die
ersten Versuche der konföderierten Staaten, für ihre Truppen
zu Beginn des Krieges eine eigene und einheitliche Uniform zu schaffen.
So gab es bei den Freiwilligen-Regimentern im Süden blaue und im
Norden graue Uniformen, und es dauerte eine Weile, bis die Uniformen einigermaßen
vereinheitlicht waren.
Am 9. Februar des Jahres 1861 wurde im Büro des General-Adjutanten CSA
im Vollzugs-Ministerium des Staates Georgia
der erste Schritt unternommen, 2 Infanterie-Regimenter aufzustellen, auszurüsten
und zu uniformieren. Der Oberkommandierende, General-Adjutdant Henry C.
Wayne, wurde am 11. Februar durch die Generalorder No. 4 ermächtigt, die
Offizierskommission zu benennen, die mit der Ausarbeitung der neuen Uniformvorschriften
beauftragt wurde. Seine Vorschläge wurden am 15. Februar vom Ministerium
gebilligt. Durch die Generalorder No. 1 des Staates Georgia, die das Datum
vom 25. Januar 1861 erhielt, setzte sich diese Kommission wie folgt zusammen:
Oberst W. J. Hardee, nun Kommandeur des 1. Georgia Infanterie Regiments.
Oberst W. H. T. Walker, Kommandeur des 2. Georgia Infanterie Regiments.
Oberstleutnant Chas. J. Williams, 1. Georgia Infanterie Regiment. Hauptmann
W. M. D. Smith, ebenfalls 1. Georgia Infanterie Regiment. Hauptmann Miller
Grieve,
2. Georgia Infanterie Regiment.
Im Rahmen der neuen Uniformvorschriften, legten sie die Kopfbedeckung
dieser neuen Einheiten fest. Für Generale: Ein schwarzer Filzhut, in seiner
Form dem Modell entsprechend, das 1858 von der US-Armee eingeführt wurde.
Dekoration: goldfarbene Hutschnur mit Eichelenden, die rechte Krempenseite
hochgebogen, mit einem großen Uniformknopf des Staates Georgia befestigt.
3 schwarze Federn, ca. 25 cm lang, an der linken Hutseite. Weitere Embleme
waren nicht vorgesehen. Zusätzlich wurde ein französischer Zweispitz mit
3 schwarzen Straußenfedern genehmigt.
Für Offiziere im Stabsdienst, Pionieroffiziere sowie Waffen- und
Geräteoffiziere im Rang eines Stabsoffiziers (Major bis Oberst):
das gleiche Hutmodell wie für Generale, sowie ein französischer Zweispitz
mit 1 schwarzen Feder. Für Hauptleute und Leutnante: Ein schwarzer
Filzhut wie für die Generale mit 2 schwarzen Federn.
Auf schwarzem Samtgrund war in der Hutfront die Regimentsnummer 2,5 cm
lang in Gold gestickt worden, außerdem gab es eine goldfarbene Hutschnur.
Für Mannschaften: Der gleiche Hut wie bei den Offizieren, aber ohne Federbesatz.
Eine gedrehte Wollschnur in der Waffenfarbe. Die Hutkrempe war links hochgebogen
und mit einem großen Uniformknopf des Staates Georgia befestigt.
An der Vorderseite des Hutes wurde der Kompaniebuchstabe in Messing befestigt.
Der Hut für Mannschaften der Feldzeug- und der Pioniertruppe hatten
keine Kompaniebuchstaben, war aber ansonsten dem der übrigen Mannschaften
gleich. Für Offiziere wurden zusätzlich noch Kappen nach französischem
Muster ausgegeben.
Die vorgeschriebenen Hutmodelle, besonders ihre Ausstattung beider Offiziersversionen,
erinnerten an die ersten Kavalleriehüte von 1856, auch wenn der um die
Krone verlaufende Kordelbesatz fehlte und die Abmessungen mit dem 1858-Armeehut
vollständig übereinstimmten.
Für alle Offiziere wurde ein knielanger dunkelblauer Uniformrock vorgeschrieben,
der bei den Lieutenants und Captains mit einer, bei höheren Dienstgraden
mit zwei Knopfreihen versehen war. Die verschiedenen Offiziersränge
wurden durch litzenbesetzte, stoffunterlegte Achselstücke gekennzeichnet,
wie sie auch in der US-Armee vorgeschrieben waren. Deren Innenteil war
in der Waffenfarbe ausgelegt: Für Generale und Stabsoffiziere Dunkelblau,
für die Artillerie Orange, für die Infanterie Himmelblau, für das Feldzeugwesen
Karmesinrot, für Pioniere Gelb. Der knielange Uniformrock für die Mannschaften
der Artillerie und Infanterie war in Kadettengrau gehalten und wurde durch
eine Reihe von 9 Knöpfen geschlossen.
Die Uniformhosen waren für alle Offiziere dunkelblau und für die Mannschaften
Georgia-Kadettengrau (blaugrau). Eine Ausnahme von dieser Uniformregelung
stellte die Kompanie A der 5. Georgia Volunteers dar. Sie wurde berühmt
unter ihrer Bezeichnung "Clinch Rifles". Ihre Uniform war eine direkte
Kopie der US-Infanterie-Uniform: Knielanger, dunkelblauer Uniformrock,
hellblaue Uniformhose. Die dunkelblaue Feldmütze im US-Stil hatte als
Ornament die Buchstaben "C.R." im Eichenlaubkranz aus Messing geprägt.
Am 27. Mai 1861 wurden
die Uniformvorschriften des Staates
North Carolina
festgelegt.
Im Sonderbefehl Nr. 1 vom 23. Mai 1861 war eine Offizierskommission in
Raleigh damit beauftragt worden, diese zu erstellen. Dieser Kommission
gehörten folgende Offiziere an: Oberst J. A. J. Bradford, Feldzeug- und
Pionierkorps, Oberst Geo. B. Anderson, 4. Infanterie, Oberstleutnant R.
H. Riddick, Hauptmann A. M. Scales, 3. North Carolina Volunteer Regimentund
Hauptmann John W. Cameron.
Die Vorschriften umfaßten unter anderem folgende Anordnungen:
Für Offiziere im Stabsdienst: ein dunkelblauer knielanger Uniformrock
mit der gleichen Knopfanordnung, die bei der Unions-Armee vorgeschrieben
war.
Für alle anderen Offiziere: ein ebensolcher Uniformrock in North-Carolina-Grau,
der bei Lieutenants und Captains mit einer Reihe von 9 Knöpfen versehen
war.
Die Waffenfarben in denen auch die Offiziersepauletten ausgelegt waren,
wurden wie folgt vorgeschrieben: Generale und Offiziere im Stabsdienst
lederfarben (Beige),
für die Artillerie Rot, für die Kavallerie Gelb, für die Infanterie Schwarz.

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Die
Uniformjacke der Mannschaften war ein Sacko in North-Carolina-Grau und
im Schnitt ähnlich der Unionsfeldjacke von 1858. Sie hatte in der
Front eine Reihe von 6 großen Uniformknöpfen aus Messing, einen
Kragen der sowohl aufgestellt,
als auch umgeklappt getragen werden konnte. Kragen und Manschetten wurden
in der Waffenfarbe paspeliert,
die Schulterstreifen waren in diesen Farben ausgelegt.
Die Uniformhosen der
Generäle und der Offiziere im Stabsdienst waren dunkelblau. An den äußeren
Nähten befand sich eine beigefarbene Paspelierung. Für alle anderen Offiziere
waren die Hosen in North-Carolina-Grau mit einer Paspelierung in der Waffenfarbe
vorgeschrieben. Die Hosen der Mannschaften waren ebenfalls Grau, jedoch
unterschieden sich die Unteroffiziers-,
von den Mannschaftshosen durch unterschiedliche Seitenstreifen in der
Waffenfarbe auf der Hosennaht.
Für die Kopfbedeckung der Armee von North Carolina wurden folgende Anordnungen
getroffen:
Für Generäle und Offiziere im Stabsdienst ein Hut aus leichtem schwarzem
Filz, in Abmessung und Form entsprechend dem
US-Armeehut Modell 1858. Die rechte Hutkrempe war hochgebogen und mit
einem großen, goldfarbenen Uniformknopf von North Carolina befestigt.In
der Hutfront war ein goldfarbenes Ornament mit den Initialen des Staates
angebracht:
Die Buchstaben "N.C." in einem Eichenlaubkranz.
Für alle anderen Offiziere
gab es einen grauen Filzhut in gleicher Abmessung und Form wie für Generäle,
ebenfalls mit rechts hochgebogener und einem Uniformknopf befestigter
Hutkrempe. Die vorgeschriebenen goldfarbenen Waffenembleme sahen wie folgt
aus: Für die Offiziere der Infanterie ein Signalhorn mit der Nummer des
Regiments (gleich der US-Armee).
Für die Offiziere der Artillerie 2 gekreuzte Kanonenrohre mit der Nummer
des Regiments (gleich der US-Armee). Für die Offiziere der Kavallerie
2 gekreuzte Säbel mit der Regimentsnummer (gleich der US-Armee). Die
Mannschaften trugen wie die Offiziere einen grauen Filzhut mit rechts
hochgebogener Hutkrempe und einem großen
North-Carolina-Uniformknopf. An der Hutfront waren der Kompaniebuchstabe
und die Regimentsnummer, beide aus Messing, befestigt. Für die Mannschaften
war ein Hutband in der Waffenfarbe vorgeschrieben:Rot für die Artillerie,
Gelb für die Kavallerie, Schwarz für die Infanterie. Zusätzlich wurde
an Offiziere ein dunkelblaues und an Mannschaften ein graues Kepi nach
französischem Muster ausgegeben.
Etwa
zur selben Zeit entstanden auch die Uniformvorschriftenn des Staates
Mississippi.
In diesen Vorschriften wurde für alle Offiziere, einschließlich der Generäle,
ein knielanger, graufarbener Uniformrock angeordnet. Bei Hauptleuten,
Leutnanten und Mannschaften wurde er vorn mit einer Reihe von 9 Knöpfen
geschlossen. Bei den höheren Rängen war er mit 2 Knopfreihen versehen,
deren Anordnung den Vorschriften der US-Armee entlehnt war. Die Dienstränge
wurden in Epauletten und Achselstücken angezeigt, und zwar wie folgt:
Für Generalmajore 1 goldener Stern. Für Brigade-Generäle 1 silberner Stern.
Für Oberste 1 goldener Halbmond anstelle des Sterns. Für Oberstleutnante
1 goldgesticktes Eichenlaub. Für Majore 1 silberngesticktes Eichenlaub.
Für Hauptleute 2 gestickte Goldbalken. Für den Oberleutnant (First Lieutenant)
1 Goldbalken.
Der Leutnant (Second Lieutenant) hatte keinen Goldbalken, weder in den
Epauletten noch in den Achselstücken. Diese waren bei allen Offizieren
in Dunkelblau gehalten
und mit einer Goldborte eingefaßt.
Die Hosen aller Offiziere und Mannschaften waren Grau.
Generäle hatten einen schwarzen Kordelbesatz an der äußeren Hosennaht,
Stabsoffiziere eine schwarze Biese, 2,5 cm breit. Für Hauptleute und Leutnante
war eine 2,5 cm breite Biese in der Waffenfarbe vorgeschrieben: Infanterie
und Jäger = Karmesinrot, Kavallerie = Gelb, Artillerie = Orange. Die Kopfbedeckung:
Ein breitkrempiger, schwarzer Filzhut, dessen Krempe bei Paraden an drei
Seiten hochgebogen und an der Hutkrone verhakt wurde. Die Dekoration bestand
aus einer Quastenkordel und einem Busch aus Pferdehaar. Folgende Anordnung:
Brigade-Generäle = 1 langer, roter Busch, weiß durchwirkt. Alle anderen
Offiziere über dem Hauptmannsrang = Gleiche Länge wie bei Generälen, Karmesinrot.
Auf dem Federbuschhalter war die Regimentsnummer in Gold plaziert. Für
Hauptleute, Leutnante und Mannschaften galt die gleiche Hutausführung
wie für die übrigen Offiziere, jedoch war der Federbusch kurz und stehend
und in der Waffenfarbe gehalten. Die Regimentsnummer aus Messing war auch
hier auf dem Federbuschhalter angebracht. Bei der Mannschaftsversion befand
sich hier der Kompaniebuchstabe. Die Quastenkordel des Hutes war für alle
Offiziere goldfarben, für Unteroffiziere und Mannschaften in der Waffenfarbe
gehalten.
Am 17. April
1861 wurde von der gesetzgebenden Versammlung von Virginia
der Entschluß gefaßt, aus der Union auszuscheiden und der Konföderation
beizutreten. Schon in der ersten Januarhälfte 1861 waren die ersten militärischen
Verbände aufgestellt worden.
Darunter das 4. Bataillon der Virginia Volunteers
unter Major David A. Weisinger. Dieses Bataillon setzte sich aus folgenden
Einheiten zusammen:
The Petersburg Greys Kompanie A (aufgestellt 1828) The Petersburg Greys
Kompany B (1859) The Petersburg-Artillerie (1843) The Petersburg-City
Guard (1852)
The Petersburg Riflemen (1859 )The Lafayette Guard (1860) Die Uniformierung
dieses Bataillons war den Freiwilligenverbänden des Staates New York sehr
ähnlich.
Petersburg Greys Komp. A: kadettengraue,
mit doppelter Knopfreihe versehene kurze Jacke mit rückwärtigen Schößen
und schwarzpaspelierten Kragen und Ärmelaufschlägenn, graue
Hosen. Ein schwarzer Tschako nach französischem Vorbild, der an der Basis
und an der Krone mit einem schwarzen Lederband verstärkt war; gleich der
späteren US-Artillerie-Kappe. Der wollene Pompon war weiß.In der Front
des Tschakos befand sich ein Messingemblem, die Buchstaben "P. G." in
einem Eichenlaubkranz. Das gleiche Emblem befand sich auf der Koppelschließe
des weißen Bandeliers. Das Staatswappen von Virginia diente als Pomponhalter.
Petersburg
Greys Komp. B: kadettengrauer, knielanger Gehrock mit einreihigem
Knopfbesatz und hellblau paspeliertem Kragen und Ärmelaufschlägen,
graue Hosen. Bei beiden Kompanien waren schwarze Wollepauletten nach französischem
Muster vorgeschrieben, sowie weiße Kreuzbandeliere und Koppel.
Der Tschako war der gleiche wie bei der Kompanie A einschließlich des
weißen Pompons. Er wurde im übrigen, mit unterschiedlich gefärbten Pompons,
vom gesamten 4. Virgina-Batallion getragen.
Petersburg City Guard:
dunkelblauer, einreihiger, knielanger Uniformrock, Kragen und Ärmelaufschlägen
hellblau paspeliert. Bei dieser Einheit waren für die Mannschaften keine
Epauletten vorgesehen. Dunkelblaue Hosen, den Vorschriften der US-Armee
von 1858 entsprechend. Der Tschako war mit einem sternförmigen Ornament
und einem hellblauen Pompon versehen. Die Lederkoppel waren schwarz, die
Kreuzbandeliere weiß.
Petersburg Riflemen: die
gleiche Uniformierung, wie bei der City Guard, jedoch mit gelber Paspelierung
und dunkelgrünen Wollepauletten.
Der Tschako war mit einem grünen Pompon und einem Messingemblem versehen,
das die Buchstaben "P. R." in einem Eichenlaubkranz zeigte.
Mit dem Eintritt Virginias erweiterte
sich die Uniformpalette der Staatsuniformen bei den Konföderierten ganz
erheblich.
Einige Beispiele: Virginia
Woodies Rifles: "Woodies Jäger" waren
eine 1858 in Norfolk aufgestellte Milizkompanie, die nach einem ehemaligen
Bürgermeister der Stadt, Hunter Woodie, benannt wurde. Als eine der Kompanien,
aus denen sich das 3. Batallion des 54. Regiments der Virginia-Miliz zusammensetzte,
wurden die Woodies Rifles am 18. April 1861 zu den Fahnen gerufen. Die
Uniform, eine der prunkvollsten dieser Zeit, bestand aus einem jägergrünen,
knielangen Uniformrock der mit einer Reihe von 9 Knöpfen geschlossen wurde.
Zusätzlich befand sich in der Jackenfront ein Brustbesatz aus schwarzem
Samt mit goldbesetzter Litze und 2 weiteren Knopfreihen. Der Kragen war
ebenfalls in schwarzem Samt ausgelegt. Die grünen Hosen hatten bei Offizieren
und Mannschaften schwarze, Gold eingefaßte Samtbiesen.
Der
schwarze Hut entsprach dem 1858 US-Armeehut mit linksseitig hochgebogener
Krempe. Das Hutornament bestand aus einem goldgestickten Signalhorn auf
schwarzem Samt. Darüber waren die Messingbuchstaben "W. R." angebracht.
Die Hutkordel war aus goldfarbener Wolle. Auf der rechten Hutseite befand
sich eine rote Feder.
Eine weitere Jägereinheit von Virginia waren die Alexandria Rifles.
Sie waren dem 6. Batallion der Virginia-Freiwilligen zugeteilt. Die Uniformierung
war ebenfalls in Dunkelgrün gehaltenund erinnerte sehr stark an das 1.
US-Scharfschützen-Regiment von Oberst Hiram Berdan. Der knielange dunkelgrüne
Uniformrock war an Kragen
und Manschetten mit schwarzer Paspelierung besetzt. Die ebenfalls grünen
Hosen hatten bei allen Offizieren und Mannschaften schwarze Biesen auf
der Seitennaht.
Die Lederkoppel waren schwarz. Die dunkelgrüne Feldmütze war eine Kopie
des US-Jägerkäppis im Kadettenstil. Die Kopfbedeckung bestand im Februar
1860 in einer dunkelgrünen Uniformkappe mit einem ebensolchen Pompon.
Sussex Light Dragoons Virginia State Cavalry 1861 (Sussex leichte
Dragoner, Virginia Staaten Kavallerie von 1861): Eine weitere bemerkenswerte
Uniform des Staates Virginia findet sich bei dieser Einheit. Diese Kavallerie-Truppe
wurde in Sussex County im Januar 1861 rekrutiert und war damit eine der
ersten,
die aufgrund der konföderierten Anordnungen in Dienst gestellt wurden.
Die Uniformierung bestand für die Offiziere aller Ränge in einem kadettengrauen,
knielangen, doppelreihig geknöpften Uniformrock, Kragen und Manschetten
waren gelb besetzt. Die Hosen waren dunkelblau.
Die
Mannschaften trugen statt Jacken graue, mit aufgeknöpftem Latz besetzte
Hemden. Die Kopfbedeckung bestand aus einer dunkelblauen Uniformkappe
im 1854-Stil
mit gelber Paspelierung. An der Vorderseite der Kappe waren zwei gekreuzte
Säbel und darüber die Messingbuchstaben "S. L. D." angebracht. Am 25.
Juni 1862 wurde diese Truppe neu organisiert. Viele der Staatsuniformen
wurden 1862 drastisch geändert.Trotz der Seeblockade durch die Union und
ihre zunehmende Auswirkung auf den Nachschub -viele der Uniformen und
Ausrüstungen sowie ein großer Teil der Bewaffnung kamen aus Europa - unternahmen
die Südstaaten den Versuch,
eine einheitlichere Uniformregelung bei den Truppen der Konföderation
durchzuführen.
1.
Virginia-Kavallerieregiment 1861-1862.
Im Frühjahr 1861 wurde
dieses Regiment unter dem Kommando von Major J.E.B. Stuart organisiert
und für den Zeitraum eines Jahres in Dienst gestellt. Berühmt wurde es
unter dem Namen "Black Horse Cavalry" (Rappen-Regiment). Major Stuart
wurde am 16. Juli 1861 zum Oberst befördert. Am 22. April 1862 wurde dieses
Regiment neu formiert. Die ursprüngliche Uniform bestand für Offiziere
in einem kadettengrauen, knielangen mit einer Knopfreihe versehenen Uniformrock.
Dessen Brustpartie war schwarz paspeliert. Kragen und Ärmelaufschläge
waren bei den Offizieren gelb ausgelegt. Die Offiziersränge wurden in
goldenen Ärmelschnüren und auf dem Kragen angezeigt, gleich den Offizieren
der Sussex-Dragoner. Für die Mannschaften waren kurze Jacken in Kadettengrau
mit schwarzem Brustbesatz, Manschetten, Kragen und ebensolchen Ärmelstreifen
vorgesehen. In der Regel jedoch waren die Uniformen der Offiziere und
Mannschaftenin sämtlichen Graufärbungen sowie Gelbbraun gefertigt.
Die
Kopfbedeckung bestand ursprünglich aus einem schwarzen, weichen Schlapphut
mit einer schwarzen Straußenfeder. Vereinzelt, jedoch sehr selten, waren
bei Offizieren und Mannschaften noch Hutkordeln im Gebrauch. Im Verlauf
der ersten Kriegsjahre wechselte die Farbe der Hüte zu Grau, Braun und
Beige, der Federbesatz wurde seltener. Die Uniformierung wurde, da es
an Nachschub fehlte, in diesem Zeitraum nach und nach durch Zivilkleidungsstücke
ergänzt. Überwiegend waren die Mannschaften der regulären Einheiten des
Staates Virginia grauuniformiert. Die Offiziere hingegen trugen vielfach
bis 1862 dunkelblaue, lange Uniformröcke und dunkelblaue Hosen.
Ihre
Kopfbedeckung bestand, wie beispielsweise bei der 1. Virginia-Infanterie,
in einem schwarzen Armeehut US-Modell 1858. Die Anordnung der Dekoration
(gesticktes Adlerornament für die Hutkrempe, Waffenemblem und Hutkordel
sowie Straußenfedern) entsprach bei den Offizieren den Vorschriften der
US-Armee dieser Periode. Für die Offiziere im Stabsdienst dienten
als Hutornament die silbernen gestickten Buchstaben "V. A." in einem goldenen
Eichenlaubkranz.
Spätestens nach 1862 wurden diese Anordnungen geändert. Die Kopfbedeckung
der Mannschaften bestand im ersten Kriegsjahr meist aus einer dunkelblauen
oder grauen Uniformkappe (US-Modell 1851 bis 1858) oder einem gleichfarbigen
Kepi in französischer Form oder im Kadettenstil.
Als Dekoration dienten unterschiedlich gefärbte Bänder oder Paspelierungen.
Charleston-Leichte-Dragoner
1860.
Die leichten Dragoner von
Charleston, Süd-Carolina, wurden 1840 aufgestellt. Sie symbolisierten
durch ihre Erscheinung bis zum Kriegsbeginn 1860 Charleston als "Paris
des Südens". Diese Dragonereinheit war Bestandteil des 4. South-Carolina-Kavallerieregiments.
Die Uniformierung war eine der prächtigsten dieses Staates. Die kurze
dunkelblaue Jacke hatte einen roten Brustbesatz, der beiderseitig mit
6 Messingknöpfen versehen war. Auch der Stehkragen und die Ärmelenden
waren rot. Die Vorderpartie des Kragens trug zusätzlich gelbe Litzen und
Messingknöpfe. Auf beiden Schultern waren breite, mit Fransen versehene
gelbe Wollepauletten angebracht. Die Hosen waren weiß, das Koppelzeug
schwarz. Hochschäftige, schwarze Kürassierstiefel vervollständigten das
Bild.
Als
Kopfbedeckung diente ein schwarzer Lederhelm, der dem Helm der amerikanischen
leichten Dragoner 1812 entsprach. In den Ausführungen von P. Haythornthwaite
ist er folgendermaßen beschrieben: "Zu der prächtigen, fast napoleonisch
anmutenden Uniform gehörte der geschmückte Dragonerhelm aus Leder mit
Messingbesatz,
der das Staatsemblem, den Palmettobaum auf einer Kokarde, beidseitig und
vorne auf einer halbmondförmigen, am Helm angebrachten Messingplakette
zeigte.
Die Sichelform der Plakette symbolisierte den Halbmond in der Staatsflagge
South Carolinas. Der Palmettobaum wiederholte sich auf dem Koppelschloß.
Diese prunkvolle Ausstattung war jedoch Militärparaden und anderen Feierlichkeiten
vorbehalten." Im Kriegseinsatz trug dieser berittene Verband graue Uniformen,
die im Dezember 1860 ausgegeben wurden. Die Lederhelme wurden durch graue
Kepis und später dann auch durch Schlapphüte verschiedener Form und Farbe
ersetzt.

Palmettogarde
von South Carolina
Aufgrund einer Fotografie,
die Edmund Ruffin, ein Mitglied dieser Garde, sechs Tage nach der Kapitulation
von Fort Sumter zeigt, läßt sich die Bekleidung ausführlich beschreiben.
Diese Einheit war eine militärisch organisierte Zivilgarde.
Die Bekleidung ließ den Begriff Uniformierung nur entfernt zu.
Sie bestand aus einem
dunkelblauen, bzw. dunklen langen Gehrock in zivilem Schnitt. Die Hosen
waren ebenfalls dunkel; es scheint,
das keine besondere Farbe vorgeschrieben war. Das Koppelzeug, das wahrscheinlich
mit einer Palmettoschließe versehen wurde, war weiß.
Nur die Kopfbedeckung
hatte Uniformcharakter. Es handelte sich um einen breitkrempigen, schwarzen
Filzhut, dessen Krone individuell gekniffen war. Er trug ein Messingemblem:
die Buchstaben "P. G. " in einem Eichenlaubkranz. Auf der linken Hutseite
war eine schwarze Stoffrosette angebracht, die womöglich ein Palmettoemblem
trug. Ansonsten war der Hut mit einem schwarzseidenen Band und einer ebensolchen
Krempeneinfassung versehen.
Das diese dunkle Bekleidung
im Verlaufe des Krieges durch eine graue abgelöst wurde, ist aufgrund
der allgemeinen Uniformvorschriftenänderung wahrscheinlich.
Am 1.
Februar 1861 entschloß sich Texas aus
der Union auszuscheiden um der Konföderation beizutreten. Wenn auch die
Uniformen dieses Staates nicht unbedingt durch weitere Farbenvielfalt
dazu beitrugen, das Gesamtbild der konföderierten Streitkräfte noch mehr
zu verwirren, da die meisten Einheiten in einfaches Grau gekleidet waren,
so gibt es doch einige erwähnenswerte Ausnahmen. Eine dieser Einheiten
war das 26. Texas-Kavallerieregiment.
Korrekt ausgedrückt, müßte diese Truppe als Ulanenregiment bezeichnet
werden, da die Bewaffnung unter anderem aus Lanzen bestand, die mit blaugelben
Wimpeln versehen waren. Dieses Texasregiment war somit das Gegenstück
zum Ulanenregiment der Union, dem "6. Pennsylvania-Kavallerieregiment
"(Rush-Ulanen), welches mit rot bewimpelten Lanzen ausgerüstet
wurde.
Die
Erfahrungen zeigten jedoch sehr bald, daß in der neueren Kriegsführung
diese Waffe nicht den erhofften Erfolg brachte. Im Oktober 1861 wurden
die Lanzen des 26. Kavallerieregiments durch Enfieldgewehre und Revolver
ersetzt. Der mit der Aufstellung dieser Einheit beauftragte Offizier,
Xavier Blanchard Debray, wurde am 5. Dezember 1861 zum Oberst des Regiments
ernannt. Die Uniformen dieser Ulaneneinheit stellten eine Besonderheit
dar.
In
ihrem Gesamtkonzept entsprachen sie zwar den Verfügungen, die im Juni
1861 herausgegeben wurden, jedoch beinhalteten sie eine starke Anlehnung
an die Uniformvorschriften der US-Armee.Im Widerspruch zu ihrer eigentlichen
Funktion, wurden sie als "Debray's Mounted Riflemen"
(Debray's berittene Jäger) bezeichnet. Demzufolge wurde die
Waffenfarbe Grün gewählt. (Im Gegensatz zur Union, die für ihre Ulanen
die Waffenfarbe Gelb beibehielt). Da es für die Offiziersuniformen keinerlei
Hinweise gibt, beschränkt sich nachfolgende Beschreibung auf die Mannschaftsbekleidung:
eine kurze graue Jacke, im Schnitt gleich der Uniform der US-Kavallerie.
Kragen
und Manschetten waren grün. Die Musiker dieser Einheit hatten zudem noch
einen grünen Brustbesatz. In der Vorderpartie des Kragens war beiderseitig
die messinggeprägte Zahl "26" angebracht. Für beide Schulterteile wurden
Messingepauletten vorgeschrieben, wie sie auch bei der US-Armee im Gebrauch
waren.
Die Hosen waren ebenfalls grau und generell mit einem grünen Seitenstreifen
versehen. Das Wehrgehänge war schwarz und hatte eine ovalförmige Messingschließe
mit einem Stern. Als Kopfbedeckung diente ein graues Kepi mit einem grünen
Band.
Eine weitere Uniform des Staates Texas, die einige Aufmerksamkeit verdient,
ist die des 1. Texas-Kavallerieregiments.
Diese Truppe wurde unter anderem auch als Texas Mounted Rifles (Texas
berittene Jäger) bezeichnet. In der Regel wichen viele Staatenuniformen
von den offiziellen Bestimmungen ab. Auch dieses Regiment machte da keine
Ausnahme. Die eigentliche Waffenfarbe Grün für Jägereinheiten, kam bei
dieser Truppe überhaupt nicht zur Anwendung. Die kurze graue Jacke hatte
einen schwarzausgelegten Stehkragen und ebensolche Manschetten, die zudem
noch mit gelben Patten besetzt waren,
in denen jeweils 3 kleine Messingknöpfe angebracht wurden. Die Unteroffizierswinkel
waren ebenfalls gelb. Die Hosen waren himmelblau und hatten bei Offizieren
und Sergeanten gelbe Seitenstreifen. Das Koppelzeug war aus braunem Leder
gefertigt. Das Wehrgehänge hatte eine rechteckige Messingschnalle mit
einem Stern.
Als Kopfbedeckung
diente ein Kepi im französischen Stil. Die Kappe war hellblau und hatte
ein gelbes Band. Die beiden kleinen Messingknöpfe, die den schwarzen Sturmriemen
hielten, waren wie alle bei dieser Uniform verwendeten Knöpfe ebenfalls
mit einem Stern versehen. Dieses Sternemblem tauchte bei allen Texaseinheiten
im Bürgerkrieg sowohl auf Koppelschließen als auch in Hutornamenten auf.
Am
Ende dieser Übersicht soll die Uniform-Kopfbedeckung des Staates Alabama
behandelt werden.
Er war der dritte Staat im Süden, der am 11. Januar 1861 den Beschluß
faßte, aus der Union auszutreten. Für fast einen Monat nannte er sich
dann "Republik
von Alabama", bis er Teil der Konföderation wurde. Per Beschluß des Parlaments
wurde die Möglichkeit geschaffen, neue Freiwilligen-Einheiten,"Alabama
Volunteers Corps", zu formieren. Die Stärke des Korps wurde auf 8150
Soldaten und Offiziere festgesetzt. Schon bestehende Kompanien wurden
ermutigt, dem neuen Korps beizutreten.
Die zu unterschiedlichen Gründungszeiten etablierten Freiwilligen-Einheiten
wurden im November 1861in die Konföderierte Armee übernommen.
Gouverneur A. B. Moore empfahl der Legislative am 14. Januar 1861, daß
statt der freiwilligen Bürgerwehr-Regimenter, neue Einheiten aufgestellt
werden sollten,
die auf zunächst 12 Monate verpflichtet werden sollten. Demzufolge entstand
am 29. Januar für kurze Zeit die Armee von Alabama: das 1. Artillerie-Bataillon,
sowie das 1. und 2. Infanterie-Regiment.
Am
9. März beorderte die konföderierte Regierung 2000 Infanteristen als Besatzung
an die Küste. Im April 1861 wurde die Armee von Alabama in die Streitkräfte
der Konföderation integriert, wie das mit allen freiwilligen Regimentern
dieser Region in der Folgezeit geschah. Bis Ende 1861 organisierte Alabama
1 Regiment Kavallerie,
1 Bataillon und 5 Batterien Artillerie, sowie 27 Regimenter und 3 Bataillone
Infanterie. Eine Kommission erließ am 28. März 1861 Uniformvorschriften:
Dunkelblaue Uniformröcke und kadettengraue Uniformhosen, beides paspeliert,
wie es die einstweilige Konföderierte Uniformregelung vorsah: Hellblau
für die Infanterie, Rot für die Artillerie, Gelb für die Kavallerie. Die
farbige Paspelierung galt für den Stehkragen, Vorderseite und Rücken des
Uniformrockes, sowie für die Ärmelenden.
Die Hosen hatten ca. 32 mm breite Seitenstreifen - Weiß bei der Infanterie.
Die Uniformröcke waren in der Regel mit einer Reihe von 9 Knöpfen versehen,
die Ärmelenden waren mit 2, 4 und 6 Knöpfen besetzt. Die Uniformkappen
entsprachen dem Modell der Kopfbedeckung der West-Point-Kadetten von 1853.
Unter einem Messingadler,
der den schwarzen Pompon hielt, waren im Halbkreis die Messingbuchstaben
"AVC" angebracht. Die Kappenkrone, die wie die Basis mit schwarzem Leder
verstärkt war, neigte sich leicht nach vorn.Die Fronthöhe betrug ca. 14,5
cm, die hintere Höhe über die gekrümmte Linie ca. 19 cm, der Kronendurchmesser
ca. 14,6 cm, die Breite des Kinnriemens dürfte 15 mm betragen haben.
Diese
A. V. C.-Uniformen lösten nicht gerade Begeisterung aus. Die steifen,
lederverstärkten Uniformkappen wurden oft zugunsten eines französischen
Tuchkepis oder Feldhutes aufgegeben. Die Offiziere zogen den regulären
US Armeehut (Hardeehut) vor. Daraufhin bestellte der Staat Alabama 10000
Stück schwarze Filzhüte, deren Krempe links hochgeklappt und mit einem
großen Messingknopf befestigt wurde. Diese Hüte hatten eine flache Krone
und entsprachen denen der US-Armee. Vereinzelt wurden Hutkordeln in der
Waffenfarbe und auch eine Federdekoration verwendet. Über sonstige Embleme
ist nichts bekannt.
True Blues
(Treue Blaue) von Montgomery 1860 (Alabama):
Als Kopfbedeckung diente ein schwarzer Tschako aus Filz, dessen Krone
und Basis mit Leder
verstärkt waren. Der Kappenschirm bestand aus festem schwarzem Leder.
Ein roter Hahnenfederbusch schmückte den Tschako. An der Vorderseite befand
sich eine halbrunde, strahlenförmige Messingplakette mit zwei gekreuzten
eingeprägten Kanonenrohren und einer flammenden Bombe darüber. Der schwarze
Sturmriemen wurde von 2 kleinen Messingknöpfen gehalten.
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Cadets 1861:
Diese 1846 aufgestellte Einheit trug 1861 kadettengraue Shell Jackets
mit schwarzen Kragen, Ärmelaufschlägen und Schulterstücken.
Die ebenfalls grauen Hosen hatten eine goldene Paspelierung. Das schwarze
Lederkoppel hatte eine rechteckige Messingschließe mit silbernem Eichenlaubkranz
und den Buchstaben "MC". Die Kopfbedeckung: Ein graues Kepi im französischen
Stil mit einem schwarzen Band. An der Vorderseite der Mannschaftsversion
waren die Messingbuchstaben "MC" angebracht. Die Offiziersversion trug
zusätzlich einen silbernen Eichenlaubkranz.
Offiziersuniform einer Infanterie-Einheit des Alabama Volunteer Corps
von 1861:
Eine schwarze Uniformkappe mit Lederverstärkung im Kadettenstil mit schwarzem
Pompon, der von einem Messingadleremblem gehalten wurde.
In der Kappenfront waren die Messingbuchstaben "AVC" im Halbkreis angebracht.
Der bis zu den Knien reichende dunkelblaue Uniformrock war einreihig,
mit 9 Messingknöpfen und hatte am Kragen und an den Ärmelaufschläge
eine Paspelierung in der Waffenfarbe. Auf dem Stehkragen war links und
rechts
je ein kleines Signalhorn aus Messing, das Emblem der Infanterie, angebracht.
Die goldenen Fransenepauletten entsprachen den Vorschriften der US-Armee
für Offiziere.
Die Uniformhosen waren kadettengrau mit Biesenbesatz in der Waffenfarbe.
Das schwarze Lederkoppel, wurde über einer roten Seidenschärpe getragen
und hatte ein rundes Messingschloß mit eingeprägtem Staatsemblem.
8.
Infanterie-Regiment der Alabama-Freiwilligen von 1861 bis 62:
Dieses Regiment trug lange
graue Blusen, die über die graubraunen Hosen fielen.
Das Koppelzeug war schwarz. Als Kopfbedeckung diente eine sizilianische
Kappe. Diese hatte, gleich der korsischen Mütze, einen bis zur Schulter
reichenden Mützenbeutel, an dessen Ende sich ein Quast in der Waffenfarbe
befand. Die Mütze war dunkelblau, der Sturmriemen und der Mützenschirm
waren schwarz.
Diese sizilianischen Kappenmodelle hatten ihren Ursprung bei den Garibaldigarden
im italienischen Unabhängigkeitskrieg.
28.
Infanterie-Regiment der Alabama-Freiwilligen von 1861 bis 62:
Ein schwarzer Armeehut mit abgeflachter Krone (Hardee-Hut), rechts ein
Federbesatz. Häufig war bei der freiwilligen Alabama-Infanterie auch ein
grauer
oder schwarzer Hut in weicher Form anzutreffen, in einigen Fällen mit
weißem Nackenschutz. Eine kurze graue Jacke mit Stehkragen, ohne farbige
Aufschläge.
Graue Hosen. Das Koppelzeug war naturbraun oder schwarz.
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