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© JOE HEMBUS •Das Western-Lexikon• HEYNE
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John
Wayne (The Duke)

* 26. Mai 1907
in Winterset, Iowa
† 11. Juni 1979
Als
Marion Michael Morrison wurde er am 26. Mai 1907 in Winterset,
Iowa geboren. Schon bald siedelte die Familie nach Kalifornien über.
John Wayne studierte zunächst an der University of Southern California
einige Semester Jura und Volkswirtschaft. Auf Grund seines Talents in
der Sparte Football vielleicht wegen seiner stattlichen
1,93 m Körpergrösse erhielt er ein Stipendium und wurde bald
zum Star der Mannschaft. Aber er brach sein Studium ab und schlug sich
als Kirmesboxer und Tagelöhner durch. 1927 machte Wayne Bekanntschaft
mit der Filmbranche und erstmalig mit John Ford aber nicht als
Held, sondern als Assistent und Komparse. Danach folgten kleine Rollen
und als »Duke Morrison« agierte er in zahlreichen BMovies
mit. Die meisten waren Flops. Der Beiname »Duke« blieb.
Erst als ihn John Ford 1939 erneut ansprach und ihm die Hauptrolle
in »Stagecoach« als Ringo Kid anbot, erfolgte der
Durchbruch. John Wayne wurde zum Star.
Nach weiteren Rollen,
in denen er zumeist den heldenhaften Patrioten mimte, als Beispiele
sind hier nur »Alamo« (1960) und »Die grünen Teufel«
(1968) genannt,
bei denen er zusätzlich Regie führte, wurde Wayne zu einer amerikanischen
Kultfigur.
John Waynes Opus magnum als Produzent, Regisseur, Hauptdarsteller und
»Mr. Tall American« (wie er im Dialog des Films von Linda Cristal genannt
wird). Wayne:
»Ich wünsche mir von ganzem Herzen, daß die Schlacht ums ALAMO ein Symbol
bleibt und beweist, daß die Liebe zur Freiheit nicht tot ist. Oder wie
Davy Crockett einst sagte: Ohne Freiheit ist der Mensch so tot wie eine
Biberfellmütze. Beim Drehen dieses Films hatte ich das Gefühl, der Welt
nützlich zu sein.« Außerdem hatte er das Gefühl, daß er sich ruinierte,
denn die Produktionskosten des Films, den Wayne schon seit 1949 vorbereitete
und dessen reine Drehzeit - in Brackettville, Texas - sich über drei
Monate hinzog, stiegen auf zwölf Millionen Dollar, und Wayne mußte einige
seiner Unternehmungen (neben seiner Produktionsgesellschaft Batjac besaß
er Hotels, Ölquellen, Baumwollplantagen und anderes) verkaufen oder
versetzen. Noch kritischer wurde die Lage für ihn, als der Film nicht
die erhofften Einspielergebnisse brachte;
er kam schließlich mit einem blauen Auge davon, indem er seine Beteiligung
an ALAMO an die United Artists verkaufte, die dann durch ständige Wiederaufführungen
doch noch ein Geschäft daraus machte.
Bei der Kritik ist der Film immer umstritten geblieben. Ein Linksstandpunkt:
»Ein rückhaltlos abgelegtes Credo eines primitiven Rechtsradikalen«
(Uwe Nettelbeck in FILMKRITIK 5/65). Ein Rechtsstandpunkt: »Der Film
ist nicht trotz seiner Aussage schön, sondern wegen seiner Aussage«
(Michel Delahaye in CAHIERS DU CINEMA 116). Ein Standpunkt der Mitte:
»Waynes blinder Glaube an die Republik, an eine bestimmte Form der Demokratie,
an die Freiheit ist von einer naiven und rührenden Redlichkeit. Vor
allem aber haben wir es hier - was schließlich selten vorkommt - mit
einem hundertprozentig amerikanischen Werk zu tun, mit allem, was das
an Großzügigkeit und Konfusion, Idealismus und Konservativismus, ständig
wiedergekautem Quatsch und Simplizitäten einschließt. ALAMO, ein leidenschaftliches
und persönliches Werk, zeigt uns, daß John Wayne einen einzigartigen
Platz im zeitgenössischen Film einnehmen kann:
den eines mittelmäßigen Regisseurs, der ausgezeichnete Filme macht«
(Bertrand Tavernier in CINEMA 1961).
John Wayne machte übrigens auch in seinem Privatleben nie einen Hehl
aus seinem überzeugten Patriotismus. Seine besten und erfolgreichsten
Filme drehte er unter der Regie von John Ford, der auch sein Freund
war, und Howard Hawks. Unter ihnen wurde er zur Inkarnation des Westernhelden
und zum überzeugenden Verfechter
von Law and Order. Fast ein halbes Jahrhundert lang war John Wayne ein
Topstar Hollywoods und die Zahl seiner Filme summierte sich zu knapp
200 auf.
Kurz vor seinem Tod erhielt er 1969 einen Oscar für seine Rolle in »True
Grit - Der Marshall«. Als Wayne 1979 an Krebs starb, hinterließ
er nicht nur 7 Kinder,
sondern auch eine große Lücke in Hollywood und noch heute zählt er zu
den größten und beliebtesten der Branche.
»Ringo«
(STAGECOACH) von John Ford, 1939
 
Henry
Fonda und John Wayne in »Bis zum letzten Mann« (FORT
APACHE) von John Ford, 1948)

Montgomery
Clift und John Wayne in »Red River« (RED RIVER) von Howard
Hawks, 1948

Pedro
Armendariz und John Wayne in
»Spuren im Sand« (THREE GODFATHERS)
von John Ford, 1948
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»Rio Grande« (RIO GRANDE)
von John Ford, 1950
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»Der
Teufelshauptmann« (SHE WORE A YELLOW RIBBON)
von John Ford, 1949
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John
Wayne als Davy Crockett und Richard Widmark als Jim Bowie in
»The Alamo« von John Wayne, 1960
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Jeffrey
Hunter, John Wayne und Ward Bond in
»Der schwarze Falke« (THE SEARCHERS)
von John Ford, 1956
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»Der
letzte Befehl« (THE HORSE SOLDIERS)
von John Ford, 1959
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mit
Walter Brennan in »Rio Bravo« (RIO BRAVO)
von Howard Hawks, 1959
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»Die
Comancheros« (THE COMANCHEROS)
von Michael Curtiz, 1961 |
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»Der
Mann, der Liberty Valance erschoß« (THE MAN WHO SHOT
LIBERTY VALANCE)
von John Ford, 1961
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| John
Wayne als General Sherman
und Henry Morgan als General Grant in
»How the West Was Won«, Episode »The Civil War«
von John Ford, 1962
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John
Wayne, Dean Martin, Michael Anderson jr.
und Earl Holliman in
»Die vier Söhne der Katie Elder« (THE SONS OF
KATIE ELDER)
von Henry Hathaway, 1965 |
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»El
Dorado« (EL DORADO)
von Howard Hawks, 1967
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»Die
Unbesiegten« (THE UNDEFEATED)
von Andrew V. McLaglen, 1969
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»Der
Marshal« (TRUE GRIT) von Henry Hathaway, 1969
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»Rio
Lobo« (RIO LOBO)
von Howard Hawks, 1970 |
»Big
Jake« (BIG JAKE)
von George Sherman, 1971
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»Mit
Dynamit und frommen Sprüchen« (ROOSTER COGBURN)
von Stuart Millar, 1975
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»Dreckiges Gold« (THE
TRAIN ROBBERS)
von Burt Kennedy,1973
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1927:
(The Drop Kick); 1928: (Mother Machree, Hangman's House); 1929: (Words
And Music); (Salute); 1930: (The Big Trail) - Der große Treck; (Man
Without Women); (Rough Romance); (Cheep Up And Smile); 1931: Serial
(Hurricane Express); (Shadow Of The Eagle); (Girls Demand Excitement);
(Three Girls Lost); (Men Are Like That); (Range Feud); (Haunted Gold);
(Maker of Man ); (Texas Cyclone); (Two-Fisted Law); Wer hat hier Recht
(Lady And Gent) ; (Ride Him); (Cowboy); (The Big Stampede); 1933: (The
Telegraph Trail); (The Three Musketeers); (Somewhere in Sonora); (His
Private Secretary); (Life Of Jimmy Dolan); (Baby Face); (The Man From
Monterey); (Riders Of Destiny); (Sagebrush Trail); 1934: (West Of The
Devide); (The Man From Utah); (The Trail Beyond); (Randy Rides Alone);
(The Star Packer); (Lawless Frontier); ('neath Arizona Skies); 1935:
(Texas Terror); (Rainbow Valley); (Desert Trail); (The Dawn Rider);
(Paradise Canyon); (Westward Ho); (New Frontier);
1936: (The Oregon Trail); (The Lawless Nineties); (King Of The Pecos);
(The Lonley Trail); (Winds Of The Wasteland); (The Sea Speulers); (Conflict);
1937: (California Straight Ahead); (I Cover The War); (Idol Of The Crowds);
(Adventure's End); Die Spilehölle von Wyoming (Born To The West); 1938:
(Pals Of The Saddle); (Overland Stage Raiders);(Santa Fe Stampede);
(Red River Range); 1939: (The Night Riders); (Three Texas Steers); (Wyoming
Outlaw); (New Frontier); (Allegheny Uprising); Höllenfahrt nach Santa
Fe / Ringo (Stagecoach); 1940: Der lange Weg nach Cardiff (The Long
Voyage Home); Schwarzes Kommando (Dark Command); (Three Faces West /
The Refugee); Das Haus der sieben Sünden (Seven Sinners); 1941: (A Man
Betrayed); (Lady From Louisiana); (The Shepherd Of The Hills); 1942:
(Lady For A Night); Piraten im Karbischen Meer (Reap The Wild Wind);
Die Freibeuterin / Stahlharte Fäuste (The Speulers); Der Draufgänger
von Boston (Old California); Unternehmen Tiegersprung (Flying Tigers);
(Reunion / Reunion In France, Pittsburgh); 1943: Harte Burschen - steile
Zähne (A Lady Takes A Chance); Die Hölle von Oklahoma (In Old Oklahoma);1944:
Alarm im Pazifik (The Fighting Seabees); Mit Büchse und Lasso (Tall
In The Saddle); 1945: San Francisco-Lilly (Flame Of Barbary); Stahlgewitter
(Back To Bataan); Liebe in der Wildnis (Dakota); Schnellboote vor Bataan
(They Were Expandable); (Without Resevations); 1946: Der schwarze Reiter
(Angel And The Badman);1947:Tycoon (Tycoon); 1948: Bis zum letzten Mann
(Fort Apache); Panik am roten Fluß / Red River (Red River); Spuren im
Sand (Three Godfathers); 1949: Im Bann der roten Hexen (Wake Of The
Red Witch); Der Teufelshauptmann (She Wore A Yellow Ribbon); In letzter
Sekunde (The Fighting Kentukcian);
Osacar-Nominierung >>>
>>>>>> Du warst
unser Kamerad (Sands Of Iwo Jima);
1950: Rio Grande (Rio Grande); 1951: Unternehmen Seeadler (Operation
Pacific); Stählerne Schwingen / Jagdgeschwader Wildkatze (Flying Leathernecks);
1952: Der Sieger / Die Katze mit dem roten Haar (The Quiet Man); Marihuana
(Big Jim Mc Lain); 1953: Das letzte Signal (Trouble Along The Way, Island
In The Sky); 1954: Es wird immer wieder Tag (The High And The Mighty);
1955: Man nennt mich Hondo (Hondo); Der Seefuchs (The Sea Chase); Der
gelbe Strom (Blood Alley); Der Eroberer (The Conqueror); 1956: Der schwarze
Falke (The Searchers); 1957: Düsenjäger (Jet Pilot); Dem Adler gleich
(The Wings Of Eagles); Die Stadt der Verlorenen (Tegent Of The Lost);
1958: Links und rechts vom Ehebett, Cameo (I Marride A Woman); Der Barbar
und die Geisha (The Barbarian And The Geisha); 1959: Rio Bravo (Rio
Bravo); Der letzte Befehl (The Horse Soliders); 1960: Alamo (The Alamo)
(Darsteller, Regisseur); Land der tausend Abenteuer; 1961: Die Comancheros
(The Comancheros); 1962: Der Mann, der Liberty Valance erschoß (The
Man Who Shot Liberty Valance); Hatari! (Hatari!);Der längste Tag; 1963:
Das war der Wilde Westen (How The West Was Won);
Die Hafenkneipe von Tahiti (Donovan's Reef); Mac Lintock (Mclintock!);
1964: Circus-Welt/ Held der Arena (Circus World); 1965: Die größte Geschichte
aller Zeiten
(The Greatest Story Ever Told); Erster Sieg (In Harm's Way); Die vier
Söhne der Katie Elder (The Sons of Katie Elder); 1966: Der Schatten
des Giganten / Commander Stones: Ihr bester Mann (Cast a Giant Shadow);
1967: Die Gewaltigen (The War Wagon); El Dorado (El Dorado); 1968: Die
grünen Teufel, Darsteller, Co-Regisseur
(The Green Berets); Die Unbesiegten (The Undefeated);
1969: Der Marshal (True Grit); OSCAR 1970: Chisum (Chisum);
Rio Lobo (Rio Lobo); 1971: Big Jake (Big Jake); Die Cowboys (The Cowboys);
1972: Dreckiges Gold
(The Train Robbers); Cameo (Cancle My Reservation); 1973: Geier kennen
kein Erbarmen (Cahill, United States Marshal); McQ sclägt zurück (McQ);
1975: Brannigan
- ein Mann aus Stahl (Brannigan); Mit Dynamit und frommen Sprüchen (Rooster
Cogburn); 1976: Der Scharfschütze (The Shootist);
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