Unter
Verwendung von Textauszügen und Abbildungen aus:
William C. Davis, SOLDATENGENERÄLESCHLACHTEN
William C. Davis, Soldaten des US-Buergerkrieges
Waffen
des Bürgerkrieges
Gewehre
siehe unter:
Infanterie (Bewaffnung)




 


 
| Salvengeschütz
Vandenburgh |
|
Waffenlänge: |
910 mm |
Waffengewicht: |
181 kg |
Anzahl
Läufe: |
85 |
Kaliber: |
12,7 mm |
Läufe: |
gezogen |
Funktionsweise: |
manuell |
Patronenzufuhr: |
von Hand |
Kühlung: |
Luft |
Kadenz: |
k.A. |
VO: |
k.A. |
Reichweite: |
k.A. |
 
Die
Entstehungsgeschichte des Salvengeschützes ist, um es vorsichtig
auszudrücken, etwas merkwürdig. Die Waffe wurde von dem
Nordstaatler General Origen Vandenburgh im Jahre 1860 konstruiert.
Da er im eigenen Land niemand fand, der sie bauen wollte, wurde sie
in kleinen Stückzahlen von dem britischen Büchsenmacher
Robinson and Cottam in London gebaut. Nachdem sich in Europa kein
Markt dafür fand, verkaufte Vandenburgh sie an die Konföderierte
Armee der Südstaaten (obwohl er selber Nordstaatler war). Die
Waffe bestand aus einem gegossenen Messingrohr, das 85 gezogene Einzelläufe
enthielt. Jeder dieser Läufe musste einzeln von Hand geladen
werden. Dann wurde der Schraubverschluss geschlossen und mit den beiden
Griffen verriegelt, so dass ein gasdichter Abschluss vorhanden war.
Durch ein einziges Zündhütchen in der Mitte des Verschlusses
wurden alle Läufe gleichzeitig abgefeuert. Auf kurze Entfernungen
dürfte die Waffe auf in Linie angreifende Infanterie eine verheerende
Wirkung gehabt haben, aber das Nachladen dauerte sehr lange. Der Rahmen
über dem Rohr ist die Visierung, und die Schildzapfen weisen
darauf hin, dass die Waffe in einer einfachen Geschützlafette
gelagert war. Das hier gezeigte Exemplar wurde von der Nordstaaten
Kavallerie bei Salisbury in North Carolina im April 1865 erbeutet
und wird jetzt im Museum der United States Military Academy in West
Point ausgestellt.

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