Mit
freundlicher Unterstützung
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Unter Verwendung von Textauszügen und Abbildungen aus:
©
Michael
Solka 1997, DER AMERIKANISCH-MEXIKANISCHE KRIEG
©
Dietmar
Kügler 1979, DIE U. S. - KAVALLERIE
Bearbeitet von E. Liebe, RAG Militärgeschichte, 85077
Manching
Amerikanisch
- Mexikanischer Krieg
1846 - 1848
Seite
5
Die
Organisation des mexikanischen Heeres (Ejército Méjico)
Die
mexikanische Armee des Jahres 1846 bestand aus 18.882 regulären
Truppen („permanentes“), mit 12 Infanterieregimentern
zu je zwei Bataillonen,
acht Kavallerieregimentern und einer selbständigen Schwadron,
einer Brigade Dragoner, drei Artilleriebrigaden und einem Sappeurbataillon
(„zapadores“).
Mexikanische Infanterie
Dazu
kamen 10.495 aktive Milizsoldaten („activos“), eine Art
Nationalgarde, die in neun Infanterie- und sechs Kavallerieregimenter
gegliedert waren. Diese Miliz, die von regulären Offizieren geführt
wurde,
sollte eigentlich nur bei Kriegsgefahr aktiviert werden, doch die
meisten Einheiten wurden ständig aufrechterhalten.
An
der Nordgrenze waren zusätzlich sogenannte Präsidialkompanien
(„presidiales“)
mit einer Stärke von 1.174 Mann zum Grenzschutz eingesetzt,
doch diese ungenügend ausgebildete und schlecht ausgerüstete
Truppe spielte während des Krieges keine Rolle.
Die
Streitkräfte waren in fünf Militärbezirken und fünf
General-Kommandanturen stationiert.
Diese regionale Aufteilung sollte sich als großer Nachteil erweisen,
denn sie erschwerte eine zentrale Führung und Ausbildung durch
erfahrene Offiziere.
So
mußte das Kriegsministerium mit dem Generalstab bei den Feldzügen
der Amerikaner in aller Eile immer wieder Verbände zusammenstellen,
wo gerade noch ein paar Truppen zur Verfügung standen. Die schnell
ausgehobenen Mannschaften dieser zusammengewürfelten Verbände
waren nicht ausgebildet und so waren Desertion, Meuterei und Diebstahl
keine Seltenheit; von Kameradschaft und Gemeinschaftsgeist keine Spur.
Auf dem Schlachtfeld, wo die Entschlossenheit und Tapferkeit der Unteroffiziere
in einer kleinen, zusammengeschweißten Gruppe eine große
Rolle spielte,
war so eine undisziplinierte Truppe hoffnungslos unterlegen. So war
es kein Wunder, daß die disziplinierten und relativ gut ausgebildeten
Amerikaner
die häufig an Kräften weit überlegenen Mexikaner vernichtend
schlagen konnten.
Die
einzige Ausnahme bildete die „Nordarmee“ unter Divisionsgeneral
Mariano Arista mit 5.200 Mann.
Sie war nach der Abspaltung von Texas zum Schutz des Rio Grande aufgestellt
worden.
Sie galt als erfahrene Truppe und versuchte in mehreren Schlachten
die „Besatzungsarmee“ (Army of Occupation) unter General
Zachary Taylor aufzuhalten.
Stark geschwächt wurde sie 1847 in das Tal von Mexiko verlegt,
wo sie von Scotts Armee endgültig aufgerieben wurde.
Der
bevorstehende Vormarsch von General Scott in das „Herz“
von Mexiko zwang das Kriegsministerium
zur Aufstellung der „Ostarmee“ unter General Antonio López
de Santa Anna.
Diese
Streitmacht von 11.000 Mann war aus Einheiten in Zentralmexiko, Teilen
der Nordarmee und den Resten der Verteidiger von Vera Cruz zusammengewürfelt
worden. Nach der Katastrophe von Cerro Gordo stellte man diese Truppe
aus den Überlebenden dieser Schlacht und ausgewählten Bataillonen
der Nationalgarde aus dieser Gegend unter Brigadegeneral Manuel Maria
Lombardini neu auf, in der Hoffnung, daß diese Truppen ihr eigenes
Land und ihre Heimat tapfer verteidigen würden.

Mexikanische
Artillerie
Die
Störung der amerikanischen Nachschubverbindung nach Puebla wurde
der 3.000 Mann starken „Südarmee“
unter dem Kaziken Juan Alvarez anvertraut, die hauptsächlich
aus Reitern bestand.
Sie hatte aber keinen Einfluß auf den Kriegsverlauf –
bis zur Schlacht bei Moline del Rey.
Hier verweigerte der als stur bekannte Alvarez den Einsatz seiner
Kavallerie,
der den Verlauf dieses Kampfes vielleicht zugunsten der Mexikaner
geändert hätte.
Ein
weiteres, schnell zusammengestelltes 3.800 Mann starkes Kontingent
unter dem Divisionsgeneral Nicolás Bravo,
die „Mittelarmee“, war ursprünglich zum Schutz der
Linie Mexicalzingo – San Antonio vorgesehen.
Es kämfte dann in Churubusco und gehörte danach zu den Verteidigern
von Chapultepec.
Da
es im Land keine Nachschub- und Proviantdepots gab, mußten sich
die Mexikaner ihre Verpflegung selbst besorgen. Die staatlichen Schuldscheine
waren bei der Bevölkerung nicht sehr beliebt, und so mußten
die Soldaten oft hungrig weiterziehen. Eine Hilfe dabei waren aber
die Frauen und Bräute („soldateras“) der Soldaten,
die als Troß mitzogen und das Feilschen und Betteln um Essen,
das Kochen sowie das Nähen übernahmen und sich um die Kranken
und Verwundeten kümmerten.
Ein
Infanteriebataillon bestand aus 8 Kompanien, darunter
6 Compañías Fusileros (Füsilier-
oder Linienkompanien)
Diese Kompanien bildeten die reguläre Linieninfanterie.
1 Compañía Cazadores (mit
leichter Infanterie vergleichbar, ähnlich den französischen
Chasseurs). Sie wurden an den Flügeln oder als Plänkler
eingesetzt.
1 Compañía Granaderos (Grenadier-Kompanie).
Diese Elitesoldaten des Bataillons wurden gewöhnlich als Reserve
eingesetzt.
Die
Kompanie bestand aus:
1 Hauptmann (capitán), 1 Leutnant (tentiente),
2 Unterleutnants (sub-tenientes, 1 Hauptfeldwebel (sargento primero),
3 Feldwebeln (segundos) und 8 Unteroffizieren (cabos) sowie 83 Mannschaften
(soldados).
Jede Füsilierkompanie hatte zusätzlich 2
Trommler und 1 Pfeifer, die Cazadores und Grenadores hatten
3 Trompeter.
Der
Bataillonsstab bestand aus:
1 Oberst (coronel), 1 Oberstleutnant (teniente coronel), einem
1. Adjutant (primero ayudante),
zwei 2. Adjutanten (segundos ayudantes), zwei Unteradjutanten (subayudantes),
1 Feldgeistlicher (capellán),
1 Arzt (cirujano), 1 Waffenmeister (armero), 1 Tambourmajor (tambor
mayor), einem Unteroffizier der Trommler und Pfeifer (cabo de tambores
y pifanos) und einem Unteroffizier mit 8 Pionieren (cabo y gastadores)
und 2 Musikern (musicos).


DAS
SAN PATRICIO BATAILLON
Um
1840 hatte die U.S. Armee einen bedeutenden Anteil an katholischen
Immigranten aus Irland, Frankreich und Deutschland in den Reihen ihrer
Mannschaften.
Der mexikanischen Regierung waren die Vorurteile der amerikanischen
Bevölkerung gegen diese Bevölkerungsgruppen bekannt,
und sie versuchten nach Ausbruch des Krieges, diese diskriminierten
„Ausländer“ für ihre Sache zu gewinnen.
So
riefen sie diese Soldaten in Flugblättern auf, den Kampf für
diese „protestantischen Tyrannen“ nicht zu unterstützen
und mit der mexikanischen Armee die „Yankees“ aus Mexiko
zu vertreiben. Die mexikanische Propaganda ging sogar so weit, zu
behaupten,
daß die Vereinigten Staaten den Katholizismus in Mexiko abschaffen
wollten. Sie deuteten auch an, daß katholische Soldaten, die
auf der Seite der Amerikaner kämpften, gegen ihren Glauben verstießen.
Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Anreiz waren ein höherer
Sold und die Zusage der Bewilligung von Landerwerb.
Auf
diese Weise hofften die Mexikaner, etwa 3.000 amerikanische Überläufer
zu gewinnen.
Im November 1846 stellte General Santa Anna aus amerikanischen Deserteuren
und anderen Ausländern,
die sich freiwillig den Mexikanern angeschlossen hatten, innerhalb
ihrer Fremdenlegion (Legión Extranjera)
das „San Patricio Bataillon“ (El Batallón de San
Patricio) auf.
Die
Keimzelle dieses Bataillons bildete die St. Patricks-Kompanie, die
der irischstämmige John Riley (auch Sean O’Reilly) aufgestellt
hatte.
Riley war als Soldat der britischen Armee von Kanada aus in die USA
desertiert und trat hier in die amerikanische Armee ein.
Während seiner Dienstzeit in Texas als Angehöriger der K-Kompanie
des 5. US-Infanterieregiments mußte der inzwischen zum Sergeant
beförderte Riley miterleben,
wie die Texas Rangers brutal gegen die katholische Bevölkerung
in Texas vorgingen und auch vor Entweihungen katholischer Kirchen
nicht zurückschreckten.
Entsetzt
über diese Mißstände desertierte er im April 1846
nach Mexiko und stellte dort mit 48 Iren, die ebenfalls desertiert
waren,
eine Artilleriekompanie auf, die bald auf zwei Kompanien anwuchs.
Im Juli 1846 wurden sie vom mexikanischen Kriegsministerium in Infanteriekompanien
umgewandelt und nahmen, nun unter Oberleutnant Riley, an der Verteidigung
von Monterrey und Saltillo teil. Bei diesen Kämpfen erwarben
sie sich den Ruf, überaus tüchtig zu sein.
Unter
Riley fochten sie nun in den Schlachten von Buena Vista, wo er wegen
Tapferkeit zum Hauptmann befördert wurde, und Cerro Gordo.
Bis zum 1. Juli 1847 hatte Santa Anna genügend Deserteure und
Ausländer zusammen, um ein zweites Bataillon aufzustellen,
von denen jedes jetzt eine Stärke von etwa 100 Mann hatte. Etwa
die Hälfte waren irischer Abstammung,
die andere Hälfte setzte sich aus ehemaligen Deutschen, Franzosen,
Italienern und anderen Amerikanern zusammen.
Als
sich die Amerikaner immer schneller Mexico City näherten, teilte
Santa Anna seine Streitkräfte in drei Armeen
zur Verteidigung der verschiedenen Zugangswege zur Stadt. Eine dieser
Armeen unter General Gabriel Valencia
wurde von den Amerikanern bei Contreras geschlagen, und Santa Anna
mußte seine Kräfte in Churubusco konzentrieren,
wo es einen befestigten Brückenkopf und ein Franziskanerkloster
gab, das zu einem Fort ausgebaut worden war.
Er postierte die San Patricio-Kompanien mit einer Batterie von fünf
Geschützen an der Brücke.
Das
Franziskanerkloster in Churubusco
Die
Amerikaner näherten sich Churubusco aus dem Süden und Westen
und stießen trotz einiger Verluste immer weiter vor, denn sie
merkten, daß das feindliche Feuer langsam nachließ.
Die
Munition im Kloster ging langsam zur Neige,
und Santa Anna beorderte eine Kompanie der San Patricios und eine
Infanteriekompanie mit einem Munitionswagen in das Fort. Doch
die mitgebrachte Munition hatte ein falsches Kaliber und paßte
nur in die Waffen der San Patricios, die daraufhin drei der sieben
Kanonen bedienten.
Später wurde behauptet, daß sie speziell auf amerikanische
Offiziere schossen.
Doch die amerikanischen Truppen stießen immer weiter vor, so
daß auch eine zweite San Patricio-Kompanie und weitere Mexikaner
zur Verstärkung herbeigerufen werden mußten.
Mexikanische
Soldaten versuchten im Verlauf der Kämpfe drei Mal, die weiße
Fahne zu hissen, doch diese wurden jedesmal von den San Patricios
wieder heruntergerissen, denn sie wußten, was ihnen bei einer
Gefangennahme drohte. So kämpften sie buchstäblich bis zur
letzten Patrone.
Nach drei Stunden waren 60 Prozent der Männer gefallen oder gefangengenommen,
etwa 90 Soldaten konnten entkommen.
Nach
der Gefangennahme von 85 Soldaten, darunter 72 amerikanische Deserteure,
wurden von General Scott zwei Kriegsgerichte einberufen,
eines am 23. August 1847 unter Oberst John Garland in Tacubaya und
eines am 26. August unter Oberst Bennet Riley,
einem irischen Katholiken, in San Angel. Von den 72 Deserteuren wurden
nur zwei nicht zum Tode verurteilt.
Einer, weil seine Einschreibung in die US-Armee ungültig war,
der andere wegen Unzurechnungsfähigkeit.
Als
General Scott die Urteile zur Abzeichnung vorgelegt wurden, erhob
sich in der mexikanischen Bevölkerung ein Sturm der Entrüstung
über die Behandlung „ihrer“ Soldaten. Nach einem
Appell des Erzbischofs von Mexiko und einer Anzahl von Eingaben ausländischer
Einwohner der Stadt Mexiko ließ General Scott die Urteile noch
einmal überprüfen.
Noch
weht die mexikanische Flagge
Am
8. September entschied er, daß von den in San Angel verurteilten
29 Mann jetzt 20 Mann das Todesurteil erhielten. Die Urteile wurden
am 10. September vollstreckt. Brevet-Major John Riley,
ihr Kommandeur, der noch vor der offiziellen Kriegserklärung
aus der amerikanischen Armee desertiert war, konnte deswegen nicht
gehängt werden und erhielt zusammen mit 14 anderen Verurteilten
50 Peitschenhiebe. Zusätzlich brannte man ihnen mit glühenden
Eisen den 5 cm großen Buchstaben „D“ auf beide Wangen.
Was
die Urteile von Tacayuba betraf, so bestätigte Scott die Todesurteile
von 30 San Patricios.
Einige der Verurteilten wurden wegen ihres jungendlichen Alters begnadigt,
ein anderer, weil er nicht freiwillig desertiert, sondern im betrunkenem
Zustand von Mexikanern entführt worden war.
Die
Verurteilten wurden von Tacayuba nach Mixcoac gebracht. Oberst William
S. Harvey ließ ihnen am 13. September bei Tagesanbruch mit Blick
zur Festung Chapultepec die Stricke um den Hals legen und sie am Galgengerüst
die Schlacht beobachten. Als um 9:30 Uhr die amerikanische Flagge
für alle sichtbar vom Fort wehte, wurden die Urteile vollstreckt.
Dieses
entwürdigende und grausame Verhalten der Amerikaner empörte
die Mexikaner so sehr, daß die Behörden in Toluca die aufgebrachte
Bevölkerung daran hindern mußten, an den amerikanischen
Kriegsgefangenen Vergeltung zu üben. Mexiko
setzte aber diese fragwürdige Rekrutierung von Deserteuren und
Ausländern fort,
so daß man bis März 1848 aus den Resten und neuangeworbenen
San Patricios wieder zwei Kompanien aufgestellen konnte. Nach dem
Inkrafttreten des Vertrages von Guadalupe Hidalgo ließen die
Amerikaner die verbliebenen 14 Gefangene frei, die sofort wieder zu
ihrer alten Truppe stießen, denn sie hatten ja kaum eine andere
Wahl.
Riley wurde noch Major (commandante) und kurze Zeit darauf charakterisierter
Oberstleunant (teniente coronel).
Die
San Patricios wurden nun im Inland zum Schutz der Bevölkerung
gegen Überfälle von Banditen und Indianern eingesetzt. Nach
dem Ausbruch der mexikanischen Revolution war man sich ihrer nicht
mehr sicher, so daß die Truppe im August 1848 aufgelöst
wurde. Von da ab ist das Schicksal Rileys ungeklärt. Es wird
vermutet,
daß er nach Irland zurückkehrte. Während einige Angehörige
die mexikanische Regierung um Hilfe baten, um wieder in ihre europäischen
Heimatländer zu kommen,
blieben die meisten in Mexiko, da sie nicht mehr in die Vereinigten
Staaten zurückkehren konnten. So siedelten sich „Los Colorados“,
die rothaarigen Iren, in Mexiko an.
Manche
Straßen und Orte in Mexiko sind noch heute nach ihnen benannt.
So wurden aus O’Dunn und McMurphy einfach Dunn und Murphy
und es gibt sogar eine „O’Brian City“, denn O’Brian
wurde spanisch zu „Obregon“.
So benannte man „Ciudad Obregon“ nach einem beliebten
Offizier und Staatsmann (Alvaro Obregon, 1880 - 1928), der ein Nachfahre
eines San Patricios war.
Während
in Mexiko die San Patricios als Helden und Märtyrer verehrt werden,
gelten sie in den Vereinigten Staaten als Verräter, die das bekamen,
was sie verdienten.
Doch
auch auf mexikanischer Seite gab es „Abtrünnige“.
So diente eine komplette Kompanie von kalifornischen Lanzenreitern,
geführt von Hauptmann (capitán) Santiago E. Arguello,
unter dem Kommando von Commodore Robert Stockton in Kalifornien.
Sie nahmen im Januar 1847 an den Schlachten von La Mesa und am Rio
San Gabriel teil.
Etwa
200 Mexikaner unter Oberst (coronel) Manuel Dominguez bildeten die
„Mexikanische Kundschafterkompanie“ (Mexican Spy Company),
die unter General Winfield Scott von 1847 – 1848 in Zentralmexiko
eingesetzt war. Zu ihren Aufgaben gehörte der Schutz der US-Truppen
und Wagentecks zwischen Vera Cruz und Mexico City sowie die Aufklärung
der Bewegungen der mexikanischen Armee und der Guerillas. Im August
1847 nahm diese Kundschafterkompanie an der Schlacht von Churubusco
teil, wo die San Patricios in Gefangenschaft gerieten. Doch da sie
im Gegensatz zu den San Patricios nie der mexikanischen Armee angehört
hatten, waren sie keine Deserteure. Sie kämpften für die
Amerikaner, da sie der Überzeugung waren, daß die mexikanische
Führung korrupt war und ihre Macht mißbrauchte.
Neben
diesen bewaffneten Mexikanern gab es viele, die, unzufrieden mit der
Regierung, mit den Amerikanern friedlich zusammenarbeiteten,
denn die Amerikaner bezahlten gut. Im Allgemeinen war das Verhältnis
zwischen den sogenannten „Invasoren“ und der mexikanischen
Bevölkerung ungezwungen,
ja, man könnte es fast als herzlich bezeichnen. So blieb es auch
nicht aus, daß einige amerikanische Soldaten zarte Bande zu
mexikanischen „Senoritas“ knüpften
und mit einer mexikanischen Frau zurückkehrten. In manchen Fällen
blieben entlassene Soldaten auch bei ihren Bräuten in Mexiko.
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