Mit freundlicher Unterstützung
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Unter Verwendung von Textauszügen und Abbildungen aus:
Michael Solka 1997, DER AMERIKANISCH-MEXIKANISCHE KRIEG
Dietmar Kügler 1979, DIE U.S.-KAVALLERIE


Bearbeitet von E. Liebe, RAG Militärgeschichte, 85077 Manching





Amerikanisch - Mexikanischer Krieg
1846 - 1848

Seite 6


KURZBIOGRAPHIEN


James Knox Polk
11. Präsident der Vereinigten Staaten
geb. am 2. November 1795 in Mecklenburg County, NC, gest. am 15. Juni 1849 in Nashville, Tennessee

Als Rechtsanwalt in Columbia, Tennessee, saß er erst im Staatsparlament von Tennessee (1823-1825), danach im Repräsentantenhaus (1825-1839, Dem., TN), davon 4 Jahre als dessen Präsident (1835-1839). In der Tradition T. Jeffersons trat er für Staatenrechte und eine enge Auslegung der Verfassung ein.

Nach kurzer Amtszeit als Gouverneur von Tennessee (1839-1841) wurde er 1844 als Kandidat der Dem.-Partei zum Präsidenten der V.St. gewählt (1845-49), wobei er den Whig-Kandidaten H. Clay vielleicht auch aufgrund seiner beharrlichen Befürwortung der Annexion von Texas schlug. Während seiner Präsidentschaft gelang es ihm, praktisch jedes seiner Wahlversprechen zu erfüllen. Das Problem Oregon wurde gelöst, der Zolltarif gesenkt, das System des Independent Treasury wieder eingeführt, und durch den Mexikanischen Krieg wurden riesige Gebiete erworben.

Im November 1845 ließ Präsident J. K. Polk ausloten, zu welchen Grenzkorrekturen Mexiko bereit wäre, wenn die amerikanische Regierung die Forderungen der US-Bürger gegen Mexiko begleichen würde, und er ließ Mexiko ein Angebot zum Kauf von Kalifornien und New Mexico unterbreiten. Die mexikanische Regierung lehnte Verhandlungen ab, und eine US-Armee unter General Zachary Taylor rückte zur Mündung des Rio Grande vor, den Texas als seine südliche Grenze betrachtete. Mexiko, das dagegen den Nueces, nordöstlich des Rio Grande, als Grenze reklamierte, sah darin einen Akt der Aggression und schickte im April 1846 Truppen über den Rio Grande.



 

Stephen Fuller Austin der »Vater von Texas«
geb. am 03. November 1793 Wythe County VA, gest. am 27. Dezember 1836 in Austin, Texas

Der in Missouri aufgewachsene Austin gründete 1822 im damals mexikanischen Texas die erste offiziell zugelassene Siedlung von Angloamerikanern. Der seinem Vater Moses Austin (1761-1821) noch von der Regierung Neuspaniens ausgestellte Charter wurde von späteren mexikanischen Regierungen bestätigt. Weitere Siedler zogen zu, und bis 1828 fungierte Austin als Exekutivorgan, Gesetzgeber, Richter u. Militärkommandeur.

 


Als die Kolonisten wegen des mexikanischen Zuwanderungsverbots (1830) die Errichtung eines separaten Staates Texas im mexikanischen Staatsverband forderten, wurde Austin von den Mexikanern 1834-35 gefangengesetzt. Nach Ausbruch des texanischen Unabhängigkeitskriegs 1836 wurde er zum Oberkommandierenden bestimmt. In der texanischen Präsidentenenwahl 1836 unterlag er jedoch Sam Houston, dem er danach bis zu seinem Tod als Außenminister diente.
Lit.: Eugene C. Barker, The Life of S.F.A. (1925)

 


Samuel Houston
geb. am 2. März 1793 im Rockbridge County, Virginia, gest. am 26. Juli 1863 in Huntsville, Texas

Er trat 1813 in das amerikanische Heer ein und kämpfte unter A. Jackson gegen die Creek, nahm aber 1818 als Oberleutnant seinen Abschied, um Jura zu studieren. Nach Mitgliedschaft im amerikanischen Repräsentantenhaus (1823-27, D.-R., TN) war er 1827-29 Gouverneur von Tennessee.

1829 von den Cherokee adoptiert, ließ er sich 1835 in Texas nieder und wurde im ausbrechenden Krieg gegen Mexiko zum Oberbefehlshaber der texanischen Armee bestellt. Mit dem Sieg bei San Jacinto sicherte er Texas die Unabhängigkeit. Als Präsident der neuen Republik (1836-38; 1841-44) gewann er derselben die Anerkennung durch die Vereinigten Staaten. Nach der Aufnahme Texas in die amerikanische Union vertrat er den Staat im amerikanischen Senat (1846-59).

 

Der Anhänger der Demokratischen Partei mißbilligte den Kansas-Nebraska Act. Zum Gouverneur von Texas gewählt (1859), stellte er sich gegen die Sezession und trat am 18.3.1861 von seinem Amt zurück. Die 1836 gegründete Stadt Houston wurde nach ihm benannt.
Lit.: Donald Braider, Solitary Star (1974); Clifford Hopewell, S.H. (1987); John Hoyt Williams, S.H. (1993)


 

 

 

Zachary Taylor
US-General im Mexikanischen Krieg und 12. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika
geb. am 24. November 1784 in Orange County (Virginia), gest. am 9. Juli 1850 in Washington, D.C.

Taylor wurde als Sohn eines Veteranen des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges geboren und wuchs auf der Plantage seiner Familie in der Nähe von Louisville auf. 1808 wurde Taylor Infanterieoffizier. Er zeichnete sich unter William Henry Harrison im Krieg von 1812 aus, kehrte für kurze Zeit ins zivile Leben zurück und nahm dann im Nordwesten der USA und im Gebiet von Louisiana den aktiven Dienst wieder auf. Er nahm am Black-Hawk- und am 2. Seminolenkrieg teil und schlug 1838 die Seminolen in der Schlacht am Okeechobee. Diese Schlacht war zwar nicht entscheidend, brachte ihm aber die Beförderung zum Brigadegeneral ein; außerdem erhielt er den Oberbefehl in einem Feldzug gegen die Seminolen in Florida.

In den frühen vierziger Jahren war Taylor an der Südwestgrenze der USA stationiert und kurz vor Ausbruch des Mexikanischen Krieges in Texas. Dort drang er in das umstrittene Gebiet zwischen dem Nueces und dem Rio Grande vor und besiegte bei Palo Alto und Roseca de la Palma (8./9. Mai 1846) eine mexikanische Abteilung. Diese Schlachten machten Taylor berühmt, führten aber auch zur Kriegserklärung der USA an Mexiko.

Taylor, nun Generalmajor, eroberte anschließend Matamoros und Monterrey. Teile seiner Truppen wurden abkommandiert, um sich General Winfield Scott in Zentralmexiko anzuschließen; dennoch konnte Taylor am 22./23. Februar 1847 ein zahlenmäßig überlegenes Heer unter dem mexikanischen Präsidenten Antonio López de Santa Anna bei Buena Vista schlagen. Taylor besaß nur wenig politische Erfahrung; er lag aber im Streit mit Präsident James K. Polk und sympathisierte mit den Whigs. Er erschien den Whigs daher als geeigneter Kandidat.

Obwohl er sich selbst für parteilos erklärte, außerdem Sklaven besaß, was ihn im Norden hätte unbeliebt machen können, ernannte ihn die Partei der Whigs 1848 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten; bei den Präsidentschaftswahlen besiegte Taylor seine beiden Gegenkandidaten. Die Regierung Taylor sah sich mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Um britischen Ambitionen in Zentralamerika einen Riegel vorzuschieben, schloß Taylor den Clayton-Bulwer-Vertrag (1850) und unterband so das Vorhaben, hier einen Kanal zwischen Atlantik und Pazifik zu bauen. Dieser Vertrag stieß in den USA auf Kritik. Taylor trat dafür ein, Kalifornien und New Mexico, die durch den Mexikanischen Krieg an die USA gefallen waren, unmittelbar als Bundesstaaten aufzunehmen.

Aber als Kalifornien die Sklaverei verbot, widersetzte sich der Süden der Aufnahme Kaliforniens in die Union. Der Präsident verweigerte sich jedem Kompromiß, z. B. den Vorschlägen Henry Clays, die darauf abzielten, Zugeständnisse des Südens mit Entgegenkommen des Nordens aufzuwiegen. Taylor erklärte sich im Gegenteil sogar zu Gewaltmaßnahmen bereit, um die Spaltung oder die angedrohte Übernahme des östlichen New Mexico durch Texas zu verhindern. Durch seine Kompromißlosigkeit verlor er jegliche Unterstützung der Whigs im Süden.

Mitten in dieser Auseinandersetzung um das neu gewonnene mexikanische Territorium wurde Taylor krank und starb am 9. Juli 1850. Sein Tod machte den Weg für die Annahme des Kompromisses von 1850 frei. Taylor war ein guter, aber keineswegs brillanter General, der in einer politisch schwierigen Phase Präsident wurde. Die Frage, ob die Fortführung seiner harten Linie gegenüber dem Süden den Amerikanischen Bürgerkrieg verhindert hätte, wird unbeantwortet bleiben.

 

 

Winfield Scott
geb. am 13.6.1786 in St. Petersburg, Virginia, gest. am 29. Mai 1866 in Westpoint, New York

Nach kurzer Rechtsanwaltstätigkeit trat er 1808 ins Heer ein und wurde im Krieg von 1812 zum Brigadegeneral befördert (1848). Er diente 1832 im Krieg gegen Black Hawk und 1835 gegen die Seminolen. 1838 half er, den Grenzkonflikt zwischen Maine und der britisch-nordamerikanischen Provinz Neubraunschweig zu schlichten. 1841 zum Oberkommandierenden des Heeres ernannt, führte er den Befehl während des Mexikanischen Krieges und leitete die zur Einnahme von Veracruz und der Stadt Mexiko führenden Operationen.

 

1852 stellte ihn die Whig Partei als Präsidentschaftskandidaten auf, doch wurde er von F. Pierce klar geschlagen. Beim Ausbruch des Bürgerkrieges blieb er trotz seiner virgin. Abkunft der Union treu; einige Monate lang oblag ihm noch als Oberbefehlshaber der Unionsarmee die Verteidigung der Hauptstadt Washington DC, bis er am 01.11.1861 aus dem Dienst schied. Fast 75 Jahre alt, wog er inzwischen 300 Pfund und konnte nicht mehr reiten. Er erlebte noch die Niederlage des Südens und starb in West Point, dessen Militärakademie er aber nie absolviert hatte.

 

 

 

John Charles Fremont (Frémont)
geb. am 21 Januar 1813 in Savannah (Georgia), gest. am 13. Juli 1890 in New York

Fremont war Mathematiklehrer in der U.S. Marine und wurde 1838 als Leutnant in das Topographische Korps der U.S. Armee übernommen. Er führte mehrere Expeditionen am oberen Mississippi, in Oregon und Wyoming durch.

Während des Mexikofeldzuges erreichte er den Rang eines Majors. Er wurde durch den US Navy Kommodore Stockton zum Zivilgouverneur von Kalifornien ernannt. In dieser Funktion kam er in einen Authoritätskonflikt zwischen dem Kommodore Robert Field Stockton und dem US Army Brigadier General Stephen Watts Kearny.

Fremont lehnte es ab den Befehlen von Kearny zu gehorchen. Er wurde festgenommen und wegen Insubordination und Meuterei vor ein Kriegsgericht gestellt. Nachdem auch Präsident James Polk seine Absetzung verfügte, trat er von seinem Posten zurück.Während des Goldrausches 1848 in Kalifornien wurde er zum Multimillionär.

1850 wurde er zu einem der beiden Senatoren von Kalifornien gewählt und während des Goldrausches recht wohlhabend. Fremonts Popularität und seine Haltung gegen die Sklaverei waren gute Voraussetzungen für die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten der neu gegründeten Republikanischen Partei, unterlag jedoch James Buchanan.

Nach Ausbruch des Bürgerkrieges wurde er zum Generalmajor in der US-Army ernannt und erhielt im Mai 1861 das Kommando über das neue Western Departement. Doch seine Fähigkeiten als Truppenfüherer waren alles andere als erfolgreich und wurde noch vor ernsthaften Kampfhandlungen von seinem Posten abberufen. Auch im weiteren Verlauf des Bürgerkrieges erwarb er sich keine größeren Verdienste. Vielleicht der unfähigste General auf beiden Seiten der Front, quittiert Fremont 1862 den Dienst, als ihm Pope als Kommandierender General der Virginia-Armee vorgesetzt wird. Er diente noch 1878 – 1883 als Gouverneur des Territoriums Arizona.
1890 wurde er als Generalmajor wieder eingestellt und anschließend mit vollen Bezügen entlassen.

 

 

 

Stephen Watts Kearny (auch Kearney)
General und Gouverneur von Mexiko
geb. am 30. August 1794 in Newark, N.J. gest. 31 Oktober 1848 in St. Louis, Mo.

Nach seinem Teilnahme im Krieg von 1812 war er die nächsten 30 Jahre hauptsächlich an der „Frontier“, der westlichen Grenze der USA eingesetzt.

Kearny war während des amerikanisch-mexikanischen Krieges als Brigadegeneral der Befehlshaber der Westarmee (Army of the West), die er nach Kalifornien führte. Nach der Vereinigung mit den Kräften des Commodore Robert F. Stockton kam es zu Streitigkeiten über den Oberbefehl.

Der von Stockton ernannte zivile Gouverneur von Kalifornien (Fremont) verweigerte die Befehle Kearnys und wurde deshalb vor ein Kriegsgericht gestellt. Kearny war Militärgouverneur bis Ende Mai 1847, danach ging er nach Mexiko, wo er 1848 für kurze Zeit Gouverneur von Vera Cruz, dann von Mexiko-Stadt wurde.




 

 

Robert F. Stockton
Kapitän z. See (Captain) mit dem Titel Commodore
geb. am 20. August 1795 in Princeton, New Jersey, gest. am 7. Oktober 1866 in Princeton, New Jersey

Er trat mit 16 Jahren als Fähnrich in die US Navy ein und erhielt seine Feuertaufe während des Krieges von 1812. Danach nahm er an Unternehmungen der Navy im Mittelmeer, in der Karibik und an der westafrikanischen Küste teil. Er verließ 1840 die Marine und begann politisch zu arbeiten, doch als ihm Präsident John Tyler den Posten des Marineministers anbot lehnte er ab.

Als der US-mexikanische Krieg ausbrach, übernahm er nach Ablösung von Commodore Sloat das Kommando über die Pazifik-Flotte und war maßgeblich an der Eroberung von Kalifornien beteiligt. Stockton verließ 1850 erneut die Marine und war von 1851 – 1853 Senator für den Staat New Jersey. Dabei setzte er sich dafür ein, daß die Prügelstrafe in der US Navy abgeschafft wird. Als 1863 konföderierte Truppen in Pennsylvania einmarschieren übernahm er das Kommando über eine New Jersey-Milizeinheit.

 

 

James Bowie
geb. am (?) 10. April 1796 in Terrapin Creek, Kentucky, gef. am 6. März 1836 im Alamo bei San Antonio

Bowie nahm am Krieg von 1812 teil und wurde mit seinen beiden Brüdern durch Landspekulationen und Sklavenhandel reich, wobei er dabei mit dem Piraten Jean Lafitte zusammarbeitete. Er zog 1828 nach San Antonio in Texas, nahm 1831 die mexikan. Staatsbürgerschaft an und wurde katholisch. 1831 heiratete er die Tochter des mexikanischen Provinzgouverneurs. Als er von einer Expedition zurückkam, war seine Familie 1833 an Cholera gestorben und er wurde zum Trinker.

Als die Rebellion ausbrach, ernannte ihm Sam Houston zum Oberstleutnant, da Bowie bei den Texas Rangers militärische Erfahrungen gesammelt hatte. Er teilte sich mit William Travis das Kommando über den Alamo. Während der Belagerung erkrankte er an Lungenentzündung oder Tuberkulose und mußte das Bett hüten. Schwerkrank kämpfte er bis zum letzten Atemzug gegen die angreifenden Mexikaner.
Übrigens, nicht er, sondern sein Bruder Rezin hat das berühmte Bowie-Messer entwickelt.


 

 

William Barrett Travis
geb. am 1. oder 8. August 1809 in Mine Creek, South Carolina, gef. am 6. März 1836 im Alamo bei San Antonio

Der in South Carolina geborene Lehrer und Rechtsanwalt ging 1831 nach Texas. Ende 1835 wurde er zum Oberstleutnant der Kavallerie ernannt und mit Rekrutierungsaufgaben betraut. Im Januar 1836 sollte er zur Verstärkung der Truppen von James C. Neill 100 Mann rekrutieren und zog schließlich mit 29 Mann nach San Antonio.

Hier wurde er Kommandant der Festung Alamo. Zusammen mit seiner gesamten Besatzung ging Travis im Kampf gegen die vielfache Übermacht der Mexikaner in den Tod.


 

 

Davy Crockett
geb. am 27. August 1786 im Green County, Tennessee, gef. am 6. März 1836 im Alamo bei San Antonio

In Tennessee geboren und aufgewachsen, kämpfte er als Milizangehöriger im sogenannten Creek War. 1821-24 saß er im Staatsparlament und danach im Repräsentantenhaus (1827-31; 1833-35, Anti-Jacksonian, TN). Er liebte es, sich als Mann der "Grenze" darzustellen, und gilt heute noch als die Personifikation des amerikanischen Mutterwitzes.

1836 kämpfte er auf seiten der Texaner und wurde von den Mexikanern bei der Alamo gefangen und exekutiert.
Lit.: Michael A. Lofaro u. Joe Cummings, Hgg., C. at Two Hundred (1989).




 

 

Antonio López de Santa Anna Perez de Lebron,
(auch Santa Ana oder Santana)
Mexikanischer General und Präsident (1833-1855 mit Unterbrechungen)
geb. am 21. Februar 1794 in Jalapa, gest. am 20. Juni 1876 in Mexiko-Stadt.

Er diente in der spanischen Kolonialarmee. 1821 nahm er an einem Aufstand unter der Führung von Agustín de Itúrbide gegen die spanische Regierung teil. Santa Anna wirkte dann an dem Sturz von de Itúrbide mit und half 1823 die Republik Mexiko zu gründen. Sechs Jahre später vereitelte er den Versuch der Spanier, Mexiko zurückzuerobern. 1833 wurde er Präsident. Seine Politik führte zu der Revolte von Alamo in Texas (1836).

Kurz darauf wurde er von der texanischen Armee unter Samuel Houston geschlagen und gefangen genommen. Nach der Unterzeichnung des Unabhängigkeitsvertrages für Texas wurde Santa Anna freigelassen. Er kehrte nach Veracruz zurück, wo er 1838 die Franzosen bei ihrem Versuch zurückschlug, die Stadt zu erobern. 1841 setzte er die liberale Verfassung von 1824 außer Kraft und ernannte sich selbst zum Präsidenten (mit diktatorischen Vollmachten). Er wurde 1844 gestürzt.

Mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten James Polk vereinbarte er, den Mexikanisch-Amerikanischen Krieg (1846-1848) zu beenden. Stattdessen führte er die mexikanische Armee gegen die Vereinigten Staaten. Nach dem Fall von Mexiko-Stadt (1847) floh Santa Anna nach Jamaica. Ab 1853 regierte er noch einmal als Diktator. Seine rücksichtslose Amtsführung führte zwei Jahre später zu seinem erneuten Sturz, worauf er ins Exil ging. 1874 wurde ihm gestattet, nach Mexiko zurückzukehren.

 

 


Mariano Arista
Mexikanischer Offizier, Staatsmann und Präsident von Mexiko
geb. am 26. Juli 1802 in San Luis Potosí (Mexiko)
gest. am 1. August 1855 in Lissabon, Portugal

Arista erhielt eine militärische Ausbildung und diente in der spanischen Armee, bis er sich im Juni 1821 der mexikanischen Unabhängigkeitsbewegung anschloss. Er stieg in der mexikanischen Armee bis zum General auf, wurde jedoch unter Präsident Antonio López de Santa Anna (1833-1836) ins Exil geschickt.

1846, während des Mexikanischen Krieges, unterlag die mexikanische Armee unter seiner Führung den amerikanischen Truppen unter General Zachary Taylor in den Schlachten von Palo Alto und Resaca de la Palma. Unter Präsident José Joaquín Herrera diente Arista ab 1848 als Kriegsminister, bis er 1851 Herreras Nachfolge als Präsident antrat.
Eine konservative Koalition erzwang im Januar 1853 seinen Rücktritt; wenig später ging Arista ins Exil.

 

 



Pedro de Ampudia
Generalleutnant und Kommandeur der mex. Nordarmee
geb. 1803 in Kuba,gest. am 7. August 1868 in San Fernando

Als Oberstleutnant war Ampudia als Kommandeur der mex. Artillerie bei der Belagerung und Erstürmung des Alamo. 1845 erhielt er für kurze Zeit das Kommando über die Nordarmee (Ejercito del Norte), die er bis zur Ablösung durch Gen. Arista bis zum 11. April 1846 führte. Er kämpfte als Divisionskommandeur unter Gen. Arista mit seinen Truppen in Palo Alto und Resca de la Palma. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden und seine Soldaten zu retten, kapitulierte Ampudia in Monterrey. Im Februar nahm er an der Schlacht von Buena Vista teil. Nach dem Krieg diente er 1864 noch in der Armee von Benito Juarez.

 

 

 



Martin Perfecto de Cós
Divisionsgeneral, Schwager von Santa Anna
geb. 1800, gest. 1. Oktober 1854 in Minatittan

Cos war vom 18.09. – 10. Dez. 1835 Kommandeur der mexikanischen Truppen in Texas, wo er in San Antonio am 10. Dezember besiegt worden war. Beim Kampf um den Alamo führte er die erste Angriffskolonne. In der Schlacht von San Jacinto wurde er gefangen genommen und später freigelassen. Im Frühjahr 1847 kommandierte er die Verteidigungskräfte während der Landung der US Truppen in Vera Cruz.


 

 

ZEITTAFEL
des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges 1846 – 1848

1846

25. April

Angriff auf amerikanische Truppen (Thornton Affäre), Süd-Texas

3. – 9.Mai Belagerung von Fort Texas (Fort Brown), Süd-Texas durch mex. Truppen
8. Mai

Schlacht von Palo Alto, Süd-Texas

9. Mai Schlacht von Resaca de la Palma, Süd-Texas
13. Mai Kriegserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika an Mexiko
18. Mai U.S. Truppen besetzen Matamoros
7. Juli U.S. Marinetruppen besetzen Monterey, Kalifornien
14. Juli U.S. Truppen besetzen Camargo.
16. August Santa Anna kehrt aus dem Exil in Kuba nach Mexiko zurück
18. August U.S. Truppen besetzen Santa Fé, Neu-Mexico
21. –24. Sept. Schlacht von Monterrey, Nord-Mexico
7. Oktober Gefecht von Dominguez Rancho, Süd-Kalifornien
14. November
U.S. Marinetruppen besetzen Tampico, Mexiko
16. November U.S. Truppen besetzen Saltillo, Mexiko,
  Gefecht von Natividad, Nord-Kalifornien
6. Dezember Gefecht von San Pasqual, Kalifornien
25. Dezember Gefecht von El Brazito, Neu-Mexiko

1847

2. Januar Gefecht von Santa Clara, Kalifornien
8. Januar Schlacht am Rio San Gabriel (Los Angeles), Kalifornien
9. Januar Gefecht von La Mesa (Los Angeles), Kalifornien
24. Januar Gefechte von Cañada and Mora, Neu-Mexiko
29. Januar

Gefecht am Embudo Paß, Neu-Mexiko

3. – 4. Februar Gefecht von Pueblo de Taos, Neu-Mexico
22. – 23. Februar Schlacht von Buena Vista
28. Februar Gefecht am Rio Sacramento, Nord-Mexiko
9. März 10.000 U.S. Truppen landen bei Vera Cruz
9. – 29. März Belagerung und Beschießung von Vera Cruz
29. März Kapitulation der mexikanischen Truppen in Vera Cruz
18. April Schlacht von Cerro Gordo
15. Mai Einnahme von Puebla
6. Juni Geplänkel in Las Vegas, Neu-Mexiko
19. – 20. August Schlacht von Contreras, Schlacht von Churubusco
8. September Gefecht von Molino Del Rey
13. September Schlacht von Chapultepec
13. – 14. Sept. Schlacht um Mexico City
14. September Beginn der Belagerung von Puebla
15. September U.S. Truppen besetzen Mexico City
9. Oktober Gefecht von Huamantla
12. Oktober Ende der Belagerung von Puebla
19. Oktober Scharmützel von Atlixco

1848

2. Februar Unterzeichnung des Vertrags von Guadalupe Hidalgo. Damit ist der Krieg formal beendet
10. März U.S. Senat ratifiziert den Vertrag von Guadalupe Hidalgo
? März Santa Anna geht nach Jamaika ins Exil
25. Mai Mex. Kongreß ratifiziert den Vertrag von Guadalupe Hidalgo
30. Mai Ratifikationsurkunden werden ausgetauscht
4. Juli Präsident Polk erklärt formal das Inkrafttreten des Vertrags
12. Juli U.S. Besatzungstruppen verlassen Mexico City
1. August Letzte U.S. Truppen verlassen Mexiko

Die Karikatur aus der New Yorker Zeitschrift »Yankee Doodle«
zeigt den mexikanischen Adler vor                                        und nach dem Krieg.


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