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Nach kurzer Amtszeit als Gouverneur von Tennessee (1839-1841) wurde er 1844 als Kandidat der Dem.-Partei zum Präsidenten der V.St. gewählt (1845-49), wobei er den Whig-Kandidaten H. Clay vielleicht auch aufgrund seiner beharrlichen Befürwortung der Annexion von Texas schlug. Während seiner Präsidentschaft gelang es ihm, praktisch jedes seiner Wahlversprechen zu erfüllen. Das Problem Oregon wurde gelöst, der Zolltarif gesenkt, das System des Independent Treasury wieder eingeführt, und durch den Mexikanischen Krieg wurden riesige Gebiete erworben. Im November 1845 ließ Präsident J. K. Polk ausloten, zu welchen Grenzkorrekturen Mexiko bereit wäre, wenn die amerikanische Regierung die Forderungen der US-Bürger gegen Mexiko begleichen würde, und er ließ Mexiko ein Angebot zum Kauf von Kalifornien und New Mexico unterbreiten. Die mexikanische Regierung lehnte Verhandlungen ab, und eine US-Armee unter General Zachary Taylor rückte zur Mündung des Rio Grande vor, den Texas als seine südliche Grenze betrachtete. Mexiko, das dagegen den Nueces, nordöstlich des Rio Grande, als Grenze reklamierte, sah darin einen Akt der Aggression und schickte im April 1846 Truppen über den Rio Grande.
Stephen
Fuller Austin der »Vater von Texas« Der in Missouri aufgewachsene Austin gründete 1822 im damals mexikanischen Texas die erste offiziell zugelassene Siedlung von Angloamerikanern. Der seinem Vater Moses Austin (1761-1821) noch von der Regierung Neuspaniens ausgestellte Charter wurde von späteren mexikanischen Regierungen bestätigt. Weitere Siedler zogen zu, und bis 1828 fungierte Austin als Exekutivorgan, Gesetzgeber, Richter u. Militärkommandeur.
Als
die Kolonisten wegen des mexikanischen Zuwanderungsverbots (1830)
die Errichtung eines separaten Staates Texas im mexikanischen Staatsverband
forderten, wurde Austin von den Mexikanern 1834-35 gefangengesetzt.
Nach Ausbruch des texanischen Unabhängigkeitskriegs 1836 wurde
er zum Oberkommandierenden bestimmt. In der texanischen Präsidentenenwahl
1836 unterlag er jedoch Sam Houston, dem er danach bis zu seinem Tod
als Außenminister diente.
Samuel
Houston 1829 von den Cherokee adoptiert, ließ er sich 1835 in Texas nieder und wurde im ausbrechenden Krieg gegen Mexiko zum Oberbefehlshaber der texanischen Armee bestellt. Mit dem Sieg bei San Jacinto sicherte er Texas die Unabhängigkeit. Als Präsident der neuen Republik (1836-38; 1841-44) gewann er derselben die Anerkennung durch die Vereinigten Staaten. Nach der Aufnahme Texas in die amerikanische Union vertrat er den Staat im amerikanischen Senat (1846-59).
Der
Anhänger der Demokratischen Partei mißbilligte den Kansas-Nebraska
Act. Zum Gouverneur von Texas gewählt (1859), stellte er sich
gegen die Sezession und trat am 18.3.1861 von seinem Amt zurück.
Die 1836 gegründete Stadt Houston wurde nach ihm benannt.
Zachary
Taylor
Taylor wurde als Sohn eines Veteranen des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges
geboren und wuchs auf der Plantage seiner Familie in der Nähe
von Louisville auf. 1808 wurde Taylor Infanterieoffizier. Er zeichnete
sich unter William Henry Harrison im Krieg von 1812 aus, kehrte für
kurze Zeit ins zivile Leben zurück und nahm dann im Nordwesten
der USA und im Gebiet von Louisiana den aktiven Dienst wieder auf.
Er nahm am Black-Hawk- und am 2. Seminolenkrieg teil und schlug 1838
die Seminolen in der Schlacht am Okeechobee. Diese Schlacht war zwar
nicht entscheidend, brachte ihm aber die Beförderung zum Brigadegeneral
ein; außerdem erhielt er den Oberbefehl in einem Feldzug gegen
die Seminolen in Florida. In den frühen vierziger Jahren war Taylor an der Südwestgrenze der USA stationiert und kurz vor Ausbruch des Mexikanischen Krieges in Texas. Dort drang er in das umstrittene Gebiet zwischen dem Nueces und dem Rio Grande vor und besiegte bei Palo Alto und Roseca de la Palma (8./9. Mai 1846) eine mexikanische Abteilung. Diese Schlachten machten Taylor berühmt, führten aber auch zur Kriegserklärung der USA an Mexiko. Taylor,
nun Generalmajor, eroberte anschließend Matamoros und Monterrey.
Teile seiner Truppen wurden abkommandiert, um sich General Winfield
Scott in Zentralmexiko anzuschließen; dennoch konnte Taylor
am 22./23. Februar 1847 ein zahlenmäßig überlegenes
Heer unter dem mexikanischen Präsidenten Antonio López
de Santa Anna bei Buena Vista schlagen. Taylor besaß nur wenig
politische Erfahrung; er lag aber im Streit mit Präsident James
K. Polk und sympathisierte mit den Whigs. Er erschien den Whigs daher
als geeigneter Kandidat. Aber
als Kalifornien die Sklaverei verbot, widersetzte sich der Süden
der Aufnahme Kaliforniens in die Union. Der Präsident verweigerte
sich jedem Kompromiß, z. B. den Vorschlägen Henry Clays,
die darauf abzielten, Zugeständnisse des Südens mit Entgegenkommen
des Nordens aufzuwiegen. Taylor erklärte sich im Gegenteil sogar
zu Gewaltmaßnahmen bereit, um die Spaltung oder die angedrohte
Übernahme des östlichen New Mexico durch Texas zu verhindern.
Durch seine Kompromißlosigkeit verlor er jegliche Unterstützung
der Whigs im Süden.
Winfield
Scott
1852
stellte ihn die Whig Partei als Präsidentschaftskandidaten auf,
doch wurde er von F. Pierce klar geschlagen. Beim Ausbruch des Bürgerkrieges
blieb er trotz seiner virgin. Abkunft der Union treu; einige Monate
lang oblag ihm noch als Oberbefehlshaber der Unionsarmee die Verteidigung
der Hauptstadt Washington DC, bis er am 01.11.1861 aus dem Dienst
schied. Fast 75 Jahre alt, wog er inzwischen 300 Pfund und konnte
nicht mehr reiten. Er erlebte noch die Niederlage des Südens
und starb in West Point, dessen Militärakademie er aber nie absolviert
hatte.
John
Charles Fremont (Frémont) Fremont war Mathematiklehrer in der U.S. Marine und wurde 1838 als Leutnant in das Topographische Korps der U.S. Armee übernommen. Er führte mehrere Expeditionen am oberen Mississippi, in Oregon und Wyoming durch. Während des Mexikofeldzuges erreichte er den Rang eines Majors. Er wurde durch den US Navy Kommodore Stockton zum Zivilgouverneur von Kalifornien ernannt. In dieser Funktion kam er in einen Authoritätskonflikt zwischen dem Kommodore Robert Field Stockton und dem US Army Brigadier General Stephen Watts Kearny. Fremont lehnte es ab den Befehlen von Kearny zu gehorchen. Er wurde festgenommen und wegen Insubordination und Meuterei vor ein Kriegsgericht gestellt. Nachdem auch Präsident James Polk seine Absetzung verfügte, trat er von seinem Posten zurück.Während des Goldrausches 1848 in Kalifornien wurde er zum Multimillionär. 1850 wurde er
zu einem der beiden Senatoren von Kalifornien gewählt und während
des Goldrausches recht wohlhabend. Fremonts Popularität und
seine Haltung gegen die Sklaverei waren gute Voraussetzungen für
die Wahl zum Präsidentschaftskandidaten der neu gegründeten
Republikanischen Partei, unterlag jedoch James Buchanan.
Stephen
Watts Kearny (auch Kearney) Der
von Stockton ernannte zivile Gouverneur von Kalifornien (Fremont)
verweigerte die Befehle Kearnys und wurde deshalb vor ein Kriegsgericht
gestellt. Kearny war Militärgouverneur bis Ende Mai 1847, danach
ging er nach Mexiko, wo er 1848 für kurze Zeit Gouverneur von
Vera Cruz, dann von Mexiko-Stadt wurde.
Robert
F. Stockton Er trat mit 16 Jahren als Fähnrich in die US Navy ein und erhielt seine Feuertaufe während des Krieges von 1812. Danach nahm er an Unternehmungen der Navy im Mittelmeer, in der Karibik und an der westafrikanischen Küste teil. Er verließ 1840 die Marine und begann politisch zu arbeiten, doch als ihm Präsident John Tyler den Posten des Marineministers anbot lehnte er ab. Als
der US-mexikanische Krieg ausbrach, übernahm er nach Ablösung
von Commodore Sloat das Kommando über die Pazifik-Flotte und
war maßgeblich an der Eroberung von Kalifornien beteiligt. Stockton
verließ 1850 erneut die Marine und war von 1851 – 1853
Senator für den Staat New Jersey. Dabei setzte er sich dafür
ein, daß die Prügelstrafe in der US Navy abgeschafft wird.
Als 1863 konföderierte Truppen in Pennsylvania einmarschieren
übernahm er das Kommando über eine New Jersey-Milizeinheit.
James
Bowie Als die Rebellion
ausbrach, ernannte ihm Sam Houston zum Oberstleutnant, da Bowie
bei den Texas Rangers militärische Erfahrungen gesammelt hatte.
Er teilte sich mit William Travis das Kommando über den Alamo.
Während der Belagerung erkrankte er an Lungenentzündung
oder Tuberkulose und mußte das Bett hüten. Schwerkrank
kämpfte er bis zum letzten Atemzug gegen die angreifenden Mexikaner.
William
Barrett Travis Der in South Carolina geborene Lehrer und Rechtsanwalt ging 1831 nach Texas. Ende 1835 wurde er zum Oberstleutnant der Kavallerie ernannt und mit Rekrutierungsaufgaben betraut. Im Januar 1836 sollte er zur Verstärkung der Truppen von James C. Neill 100 Mann rekrutieren und zog schließlich mit 29 Mann nach San Antonio.
Hier wurde er Kommandant der Festung Alamo. Zusammen mit seiner gesamten
Besatzung ging Travis im Kampf gegen die vielfache Übermacht
der Mexikaner in den Tod.
Davy
Crockett 1836
kämpfte er auf seiten der Texaner und wurde von den Mexikanern
bei der Alamo gefangen und exekutiert.
Antonio
López de Santa Anna Perez de Lebron,
Er diente in der spanischen Kolonialarmee. 1821 nahm er an einem Aufstand
unter der Führung von Agustín de Itúrbide gegen
die spanische Regierung teil. Santa Anna wirkte dann an dem Sturz
von de Itúrbide mit und half 1823 die Republik Mexiko zu gründen.
Sechs Jahre später vereitelte er den Versuch der Spanier, Mexiko
zurückzuerobern. 1833 wurde er Präsident. Seine Politik
führte zu der Revolte von Alamo in Texas (1836).
Mariano
Arista 1846,
während des Mexikanischen Krieges, unterlag die mexikanische
Armee unter seiner Führung den amerikanischen Truppen unter General
Zachary Taylor in den Schlachten von Palo Alto und Resaca de la Palma.
Unter Präsident José Joaquín Herrera diente Arista
ab 1848 als Kriegsminister, bis er 1851 Herreras Nachfolge als Präsident
antrat.
Pedro
de Ampudia Als Oberstleutnant war Ampudia als Kommandeur der mex. Artillerie bei der Belagerung und Erstürmung des Alamo. 1845 erhielt er für kurze Zeit das Kommando über die Nordarmee (Ejercito del Norte), die er bis zur Ablösung durch Gen. Arista bis zum 11. April 1846 führte. Er kämpfte als Divisionskommandeur unter Gen. Arista mit seinen Truppen in Palo Alto und Resca de la Palma. Um weiteres Blutvergießen zu vermeiden und seine Soldaten zu retten, kapitulierte Ampudia in Monterrey. Im Februar nahm er an der Schlacht von Buena Vista teil. Nach dem Krieg diente er 1864 noch in der Armee von Benito Juarez.
Martin
Perfecto de Cós Cos
war vom 18.09. – 10. Dez. 1835 Kommandeur der mexikanischen
Truppen in Texas, wo er in San Antonio am 10. Dezember besiegt worden
war. Beim Kampf um den Alamo führte er die erste Angriffskolonne.
In der Schlacht von San Jacinto wurde er gefangen genommen und später
freigelassen. Im Frühjahr 1847 kommandierte er die Verteidigungskräfte
während der Landung der US Truppen in Vera Cruz.
ZEITTAFEL 1846
1847
1848
Die Karikatur
aus der New Yorker Zeitschrift »Yankee Doodle« >>> Zurückblättern <<< >>> Startseite <<< |