Mit freundlicher Unterstützung:
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Unter Verwendung von Textauszügen und Abbildungen aus:
© William C. Davis, •Soldaten des US-Bürgerkrieges 1861-1865•
© Jan Boger, Der US-Bürgerkrieg 1861-1865
sowie zeitgenössischen Dienstvorschriften und Fotografien

 

Bearbeitet von E. Liebe, RAG Militärgeschichte, 85077 Manching


Artillerie

Seite 3

 

Geschützexerzieren auf dem Wall von Fort Stevens bei Washington, D.C.


                                                                                 

 

Fußartillerie (Foot Artillery)

Beide Seiten verfügten auch über eine Festungsartillerie (Garrison Artillery) und Belagerungartillerie (Siege Artillery), die Küstenfestungen wurden durch eine Küstenartillerie (Sea-Coast Artillery) geschützt.
Sie zählten alle zur Fußartillerie (Foot Artillery), die auch »schwere« Artillerie (Heavy Artillery) genannt wurde.

Ein Artllerieregiment setzte sich aus dem Regimentsstab und 12 Kompanien (Companies) zusammen, die auch als Batterien bezeichnet wurden. Darunter befanden sich viele Einheiten, die sich aus Freiwilligen zusammensetzten und Milizeinheiten.

Der Regimentsstab bestand aus folgenden Offizieren
1 Oberst (Colonel) als Kommandeur
1 Oberstleutnant (Lieutenant Colonel)
3 Majore (Majors)
1 Adjutant (meistens ein Leutnant)
1 Versorgungsoffizier (Quartermaster)(meistens ein Leutnant)
1 Regimentsarzt (Surgeon)
2 Assistenzärzte (Assistant Surgeons)
1 Feldgeistlicher (Chaplain)
und folgenden Unteroffizieren
1 Oberstabsfeldwebel (Sergeant Major)
1 Versorgungsunteroffizier (Quartermaster Sergeant)
1 Verpflegungsunteroffizier (Commissary Sergeant)
1 Lazarettunteroffizier (Hospital Steward)
2 Obermusikern (Principal Musicians)

Eine Kompanie bestand aus 152 Mann (5 Offiziere und 147 Unteroffiziere und Soldaten). An den entsprechenden Geschützen ausgebildet, konnten diese Artilleristen sowohl als Festungs- als auch als Belagerungartillerie eingesetzt werden. Daneben erhielten sie auch eine infanteristische Ausbildung.

 

Die Festungen in den USA

Der Krieg gegen Kanada (1812 - 1814) hatte gezeigt, daß die bisherigen Verteidigungsanlagen der USA nicht ausreichten. So wurde 1816, nachdem der Kongreß $ 800.000 bewilligt hatte, eine Pionierkommission für das Festungswesen einberufen, die sich mit Verbesserungen beschäftigen sollte. Präsident Monroe schien wenig Vertrauen in diese Kommission zu haben, die aus amerikanischen Pionieroffizieren bestand, und ließ deshalb den Franzosen Simon Bernard ins Land holen. Einige Offiziere sahen dies als Beleidigung und traten aus der Kommission aus. Oberstleutnant (Lieutenant Colonel) Joseph G. Totten, der zum amerikanischen Festungsexperten werden sollte, blieb und arbeitete mit Bernand das sogenannte 3. Fortifikationsystem aus.
1821 schlug diese Kommission 50 Festungen vor, deren Zahl 1850 sogar auf 200 erhöht wurde, wobei der Schwerpunkt auf der Befestigung und dem Schutz der Küstenstädte (Häfen) lag.

Doch bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges waren nur etwa 50 Festungen fertig oder noch im Ausbau. Sie sollten vorrangig in Steinbauweise errichtet werden, aber auch Erdwerke waren vorgesehen.
Wie gut manche Gebiete durch Festungen (einschließlich der Erdwerke) geschützt waren, zeigt folgende Skizze der Verteidigungsanlagen um Washington, D.C.

 

 



Fort Stevens nördlich von Washington, D.C.,
ursprünglich ein Erdwerk, wurde später ausgebaut

 



Fort McHenry bei Baltimore, Maryland, erbaut 1799 – 1802,
wurde ab 1830 grundlegend modernisiert und ausgebaut

 


 

Fort Point am Golden Gate in San Francisco, Kalifornien, erbaut 1853 – 1861, um feindlichen Schiffen die Einfahrt in die Bucht von San Francisco zu verwehren, obwohl dies niemals versucht worden ist. Das Fort war geplant für 600 Soldaten und einer Bestückung mit 126 Kanonen. Die Geschütze wurden in den Bogenkasematten an der Nordseite des Forts installiert. In jedem der drei Stockwerke befanden sich 30 Geschützstände.
Die Wälle des Forts sind im Durchschnitt 2 - 4 Meter dick

 


Fort Point heute

 

 

Die Anzahl der Truppen zur Verteidigung einer Festung richtete sich nach der Bedeutung des zu schützenden Gebiets und der Größe der Festung. Während des Krieges wurden häufig in aller Eile um bedrohte Städte Erdwerke errichtet, die erbittert gegen die anstürmende Infanterie verteidigt wurden.

Entlang der gesamten Atlantik- und Golfküste sowie am Pazifik schützten Sperrforts die Flußmündungen und Küstenstädte wie Charleston, Baltimore, New Orleans und San Franciso. Diese Festungen waren mit sogenannter schwerer Artillerie bemannt; also schweren Festungs- und Küstengeschützen, wobei die personalstarken Regimenter gegen Ende des Krieges (besonders im Norden) als Infanterie an die Front geschickt wurden. Diese Männer hatten bis dahin ein lockeres Leben gehabt, da keine einzige Unionsfestung im Laufe des Krieges angegriffen wurde.
Die Verteidigung übernahmen dann Einheiten der Marineinfanterie oder sogar die Artilleristen der Marine.

 

 

 

Fort Pulaski nach der Einnahme

Im Süden war es anders. Ständig von Unionstruppen bedroht, waren die Fortbesatzungen fast immer gefordert; besonders an ganz heißen Stellen wie Fort Sumter in Charleston oder Fort Pulaski an der Savannah-Mündung. Pulaski fiel 1862. Die US-Belagerungsartillerie schoß eine Bresche ins Mauerwerk, so daß die Infanterie stürmen konnte. Andere Festungen wurden regelmäßig von den schweren Batterien der Unionsflotte unter Feuer genommen.

 

 

 

 



Für die Wirkung des Artilleriefeuers gegen Hartziele lieferte Fort Sumter im Hafen von Charleston das beste Beispiel.
Nach der Eroberung durch die Konföderierten im April 1861 war das Fort zwar angeschlagen, aber noch intakt.

 

Fort Sumter litt mehr als alle anderen Festungen. Da es mitten im Hafen von Charleston lag, konnte es kein Angreifer umgehen. Die Konföderierten konnten es einst dank der Unterbesetzung an Verteidigern und Artillerie schnell einnehmen. Als die Unionstruppen zurückkehrten, sah die Lage anders aus. Die Rebellen hatten das Fort verstärkt, die Geschütze ergänzt und ringsum unterstützende Festungen und Batterien errichtet. Als die Unionsflotte im April 1863 vor Charleston erschien, traf sie auf wohlgerüstete Verteidiger.

Am 7. April dampfte die Flotte geradeaus in den Hafen hinein. Die Konföderierten ließen sie herankommen. Die Schiffsbesatzungen wunderten sich zunächst über seltsame Bojen, die im Wasser auf und abhüpfen. Das böse Erwachen folgte. Die Konföderierten hatten die Bojen als Entfernungsmarkierungen gesetzt, und die Geschütze danach ausgerichtet. Ihr Feuer setzte mit furchtbarer Präzision ein. Innerhalb kürzester Zeit konzentrierten sich mindestens 76 konföderierte Geschütze auf die dünne Linie von neun Yankee-Schiffen, die zusammen lediglich über 32 Kanonen verfügten. Während des zweistündigen Gefechts gaben die Südstaatler über 2200 Schüsse ab, wovon volle 25 % ihr Ziel trafen.
Der Monitor »Passaic« erhielt im Minutentakt 35 Treffer, wobei er nur viermal zurückfeuern konnte. Innerhalb weniger Minuten erhielt das Panzerschiff »Keokuk«
19 Treffer unterhalb der Wasserlinie. Insgesamt kassierte es 90 Treffer und sank am nächsten Tag. Andere Schiffe stießen in der Verwirrung zusammen;
im Chaos gab die Flotte magere 154 Schüsse ab. Die konföderierte Küstenartillerie konnte fünf der neun Schiffe außer Gefecht setzen.
Sie hatte damit ihre Aufgabe als Hafensicherung voll erfüllt.

Im August kamen sie weniger glimpflich davon, als ihnen die Eroberer von Pulaski »einen Besuch abstatteten«. General Quincy Gillmore brachte seine weitreichende Belagerungsartillerie mit, die Fort Sumter zwei Wochen lang unter Beschuß nahm. Der Beschuß wurde zweimal wiederholt, bis nur noch ein Schutthaufen übrigblieb. Aber die Fortbesatzung hielt aus - trotz des massiven Bombardements schwerster Kaliber, Sturmangriffen angelandeter Truppen und Seuchen, die im Fort ausbrachen. Zeitweise standen den Verteidigern nur noch vier funktionsfähige Wallbüchsen zur Verfügung, aber sie hielten stand. Nach Meinung einiger Experten wurde eine derart unerschütterliche Verteidigung erst wieder 1915 bei Gallipoli beobachtet, als deutsch-türkische Verbände die massiven Angriffe der alliierten Boden- und Seestreitkräfte abwehrten.

 

 

Vier Jahre später, im April 1865, glich Fort Sumter einem Schutthaufen,
der durch erdgefüllte Schanzkörbe abgestützt werden mußte.
Die Belagerungsartillerie der Yankees hatte ganze Arbeit geleistet.

 

 

Die Verteidiger von Fort Sumter erlebten jedenfalls Momente, in denen sich kein einziges Geschütz mehr in seiner ursprünglichen Stellung befand. Die Kanoniere gruben sich im Schutt ein und stellten fest, daß die Trümmer einen vortrefflichen Schutz boten. Das lose Gestein dämpfte die Wirkung der Granaten viel besser als das feste Mauerwerk. In den tiefen Kasematten warteten die Kanoniere das Ende des Trommelfeuers in relativer Sicherheit ab. Die größten Verluste (an einem Tag) resultierten nicht vom Beschuß, sondern von einem im Fort gelagerten Faß Whisky. Eine Kerze oder ein Funken kam an die hochprozentigen Dämpfe, das edle Getränk fing an zu brennen, zündete ein Pulvermagazin und sorgte für einen Großbrand im Fort. Das Mauerwerk kühlte erst nach zehn Tagen so weit ab, daß die Kanoniere das Fort wieder betreten konnten. 62 Tote und Verletzte waren die Bilanz dieses Tages. Doch Sumter hielt noch bis Februar 1865, nachdem fast alle anderen konföderierten Forts und Städte gefallen waren.

Die Artilleristen des Bürgerkrieges standen immer mitten im Brennpunkt des Geschehens. Der erste Schuß des Krieges war eine Leuchtgranate, die als Feuerbefehl über Fort Sumter zündete. Nach dem Bericht eines Offiziers von Lee stammten die letzten Schüsse der Nordvirginia-Armee bei Appomattox aus den Kanonen der Virginia-Batterie von Captain Valentine C. Clutter.


Die Geschütze der Fußartillerie

Die Küstenartillerie kannte kaum eine Begrenzung durch Gewicht. Das schwerste Geschütz, das glattläufige Rodman, Kaliber 20 Zoll, hatte ein Rohrgewicht von 53 000 kg und verschoß ein Projektil von 490 kg auf 3,5 Meilen. Die 80-Pfünder Whitworth hatten mit ihren Projektilen sogar eine effektive Reichweite von über 13 km. Die kleinste Geschützklasse für Festungen außerhalb der Mörser waren die 32-Pfünder, welche auch die Grenze zur Belagerungsartillerie darstellten. Deren Waffengattung führte neben den 8-, 10- und 13 Zoll-Mörsern mit ihren schweren eisernen Blocklafetten, gezogene 24-, 32- und 42-Pfünder-Geschütze mit gezogenen Rohren auf. Diese verschossen James-Projektile, welche das doppelte Gewicht der Rohrklasse aufwiesen und das als uneinnehmbar geltende Fort Pulaski innerhalb von zwei Tagen sturmreif schossen. Zur Belagerungsartillerie gehörten auch glattläufige 8- und 10-Zoll Haubitzen, die Vollkugeln mit einem Gewicht von 68 und 128 Pfund über zwei Kilometer bei sechs Grad Rohrerhöhung schossen.

 

Nachfolgend werden einige Geschütze im Bild dargestellt.

 

Zwei 40-pfündige Parrot-Hinterlader auf einachsiger Radlafette als Festungsgeschütze in Fort Putnam bei Charleston in Südcarolina.
Man beachte die Stapel säuberlich aufgeschichteter Bereitschaftsmunition.


Die Konföderierten bauten viele Unionsmodelle nach,
so auch diese Rodman-Kanone im Kaliber 25 cm mit einer eisernen Mittelpivot-Lafette auf Schienen,
die einen Richtkreis von 360 Grad erlaubte. Verteidigungslinie vor Richmond.

 


Ein Artillerieoffizier posiert mit einer Geschützmannschaft
vor einer 24-Pfünder-Kanone auf einer hölzernen Festungslafette.

 

 

Eine Küstenbatterie mit einer 8-inch (20-cm) Parrott-Kanone (vorne) und einer Rodman-Kanone,
ein dreihundertpfündiges Monster zur Küstenverteidigung im Kaliber von 25,4 cm,
das mit einer Pulverladung von 11,8 kg ein 116 kg schweres Geschoß 2000 Meter weit schleuderte.
Es wurde auch „Columbiad“ genannt.

 


Ein Festungsgeschütz auf einer Belagerungslafette mit Protze

 

 

Transportfahrzeug für überschwere Belagerungsgeschütze


 

24-Pfünder Belagerungs- und Festungsmörser, Tragbarer Grabenmörser,
auch als »Coehorn« bekannt. siehe: Technische Daten


 

8-Zoll-Belagerungs- und Festungsmörser M1861:
Das 40-Pfund-Geschoß wurde bei 45° Lauferhöhung 1200 Yards weit geschossen.
Als Ladung dienten 3,4 Pfund Schwarzpulver mit 900 Gramm Zünderladung.


 

Beide Seiten improvisierten sogar Eisenbahngeschütze.
Dieser 7,7 Tonnen schwere Küstenmörser im Kaliber 33 cm (13 inches),
mit dem Spitznamen »Diktator«, wurde vom 1. Connecticut Schweren Artillerie-Regiment
1864-65 vor Petersburg in Virginia als Belagerungsmörser eingesetzt
und beschoß die Stadt aus einer Entfernung von 2 Meilen (ca. 3,2 km).
siehe: Technische Daten

 


Transportwagen für Mörser

 

 

Technische Daten einiger Geschütze der Fußartillerie

 

Geschütz

Modell Metall Kaliber Gewicht Geschoß Pulverladung
Rohrerhöhung
Max. Reichweite
20-cm-Belagerungs-Mörser 1841 Eisen 20 cm/8 inches
421 kg/930 lbs. Granate 0,45 kg/1 lb.
45 °
1100 m/1200 yards
25-cm-Belagerungs-Mörser 1861 Eisen 25 cm/ 10 inches 453 kg/1000 lbs. Granate 1,8 kg/4 lbs.
45 °
1920 m/2100 yards
33-cm-Küsten-Mörser 1861 Eisen 33 cm/13 inches 7755 kg/17120 lbs. Granate 5 kg/11 lbs.
45 °
3840 m/4200 yards
24-Pfünder Coehorn Mörser ohne Bronze 15 cm/5.82 inches 74 kg/164 lbs. Granate 0,23 kg/0.5 lbs.
45 °
1100 m/1200 yards
24-Pfünder Belagerungs-Haubitze 1844 Eisen 15 cm/5.82 inches 669 kg/1476 lbs. Granate 0,91 kg/2 lbs.
  5 °
1210 m/1322 yards
20-cm-Belagerungs-Haubitze 1841 Eisen 20 cm/8 inches 1184 kg/2614 lbs. Granate 1,8 kg/4 lbs.
12 - 30 °
2085 m/2280 yards
20-cm-Küsten-Haubitze 1841 Eisen 20 cm/8 inches 2600 kg/5740 lbs. Granate 3,6 kg/8 lbs.
  5 °
1646 m/1800 yards
25-cm-Küsten-Haubitze 1841 Eisen 25 cm/10 inches 4304 kg/9500 lbs. Granate 5,3 kg/12 lbs.
  5 °
1509 m/1650 yards
20-cm-Columbiad 1861 Eisen 20 cm/8 inches 4186 kg/9240 lbs.

Granate
Kugel

6,8 kg/15 lbs.
6,8 kg/15 lbs.
27 - 30 °
2024 m/4468 yards
2180 m/4812 yards
38-cm-Columbiad 1861 Eisen 38 cm/15 inches 22650 kg/50000 lbs. Granate 13,6 kg/30 lbs.
40 °
4588 m/5018 yards
50-cm-Columbiad 1864 Eisen 50 cm/20 inches 52096 kg/115000 lbs. Kugel 90,6 kg/200 lbs.
25 °
7315 m/8000 yards
100-Pfünder-Parrott 1861 Eisen 16 cm/6.4 inches 4394 kg/9700 lbs. Granate 4,53 kg/10 lbs.
25 °
6236 m/6820 yards
200-Pfünder-Parrott 1861 Eisen 20 cm/8 inches 7475 kg/16500 lbs. Granate 7,2 kg/16 lbs.
35 °
7315 m/8000 yards
300-Pfünder-Parrott 1862 Eisen 25 cm/10 inches 12005 kg/26500 lbs. Granate 11,8 kg/26 lbs.
13 - 30 °
8230 m/9000 yards


 

Das Ende


Zwei Tage nach der Kapitulation machte noch eine konföderierte Batterie unter dem Kommando eines alten Colonels (Oberst) von sich reden.
Sie sicherte nach wie vor einen Paß durch das Blue Ridge-Gebirge, als einige Yankees versuchten, sie zu vertreiben. Als das nichts fruchtete,
berichteten sie von Lees Kapitulation. Der Colonel ließ sich die Meldung bestätigen. Darauf formierte er die Batterie wie zur Parade und befahl,
die Geschütze an eine Felskante mit Blick über das Shenandoah-Tal zu rollen.
Bei Sonnenuntergang gab der alte Oberst den letzten Feuerbefehl. Kein Ziel war vorhanden, es war ein Abschiedsgruß.

Als der letzte Geschützdonner im Gebirge verhallte, befahl er:
»Laßt sie gehen, und Gott sei unsere Hilfe. Amen!«

Die Kanonen rollten über die Kante und stürzten in den Shenandoah.

Die Kapitulationsbedingungen gestatteten den geschlagenen Konföderierten, ihre Pferde mitzunehmen.
Und bald wurden die Pferde, die vier Jahre lang die Geschütze durch dick und dünn gezogen hatten, vor den Pflug gespannt,
um die Erde für den Wiederaufbau der Nation umzugraben.

 

 

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