Fußartillerie
(Foot Artillery)
Beide Seiten
verfügten auch über eine Festungsartillerie
(Garrison Artillery) und Belagerungartillerie (Siege
Artillery), die Küstenfestungen wurden durch eine Küstenartillerie
(Sea-Coast Artillery) geschützt.
Sie zählten alle zur Fußartillerie (Foot Artillery),
die auch »schwere« Artillerie (Heavy Artillery)
genannt wurde.
Ein Artllerieregiment
setzte sich aus dem Regimentsstab und 12 Kompanien (Companies)
zusammen, die auch als Batterien bezeichnet wurden. Darunter befanden
sich viele Einheiten, die sich aus Freiwilligen zusammensetzten
und Milizeinheiten.
Der Regimentsstab bestand
aus folgenden Offizieren
1 Oberst (Colonel) als Kommandeur
1 Oberstleutnant (Lieutenant Colonel)
3 Majore (Majors)
1 Adjutant (meistens ein Leutnant)
1 Versorgungsoffizier (Quartermaster)(meistens ein Leutnant)
1 Regimentsarzt (Surgeon)
2 Assistenzärzte (Assistant Surgeons)
1 Feldgeistlicher (Chaplain)
und folgenden Unteroffizieren
1 Oberstabsfeldwebel (Sergeant Major)
1 Versorgungsunteroffizier (Quartermaster Sergeant)
1 Verpflegungsunteroffizier (Commissary Sergeant)
1 Lazarettunteroffizier (Hospital Steward)
2 Obermusikern (Principal Musicians)
Eine
Kompanie bestand aus 152 Mann (5 Offiziere und 147 Unteroffiziere
und Soldaten). An den entsprechenden Geschützen ausgebildet,
konnten diese Artilleristen sowohl als Festungs- als auch als
Belagerungartillerie eingesetzt werden. Daneben erhielten sie
auch eine infanteristische Ausbildung.
Die
Festungen in den USA
Der
Krieg gegen Kanada (1812 - 1814) hatte gezeigt, daß die
bisherigen Verteidigungsanlagen der USA nicht ausreichten. So
wurde 1816, nachdem der Kongreß $ 800.000 bewilligt hatte,
eine Pionierkommission für das Festungswesen einberufen,
die sich mit Verbesserungen beschäftigen sollte. Präsident
Monroe schien wenig Vertrauen in diese Kommission zu haben, die
aus amerikanischen Pionieroffizieren bestand, und ließ deshalb
den Franzosen Simon Bernard ins Land holen. Einige Offiziere sahen
dies als Beleidigung und traten aus der Kommission aus. Oberstleutnant
(Lieutenant Colonel) Joseph G. Totten, der zum amerikanischen
Festungsexperten werden sollte, blieb und arbeitete mit Bernand
das sogenannte 3. Fortifikationsystem aus.
1821 schlug diese Kommission 50 Festungen vor, deren Zahl 1850
sogar auf 200 erhöht wurde, wobei der Schwerpunkt auf der
Befestigung und dem Schutz der Küstenstädte (Häfen)
lag.
Doch
bis zum Ausbruch des Bürgerkrieges waren nur etwa 50 Festungen
fertig oder noch im Ausbau. Sie sollten vorrangig in Steinbauweise
errichtet werden, aber auch Erdwerke waren vorgesehen.
Wie gut manche Gebiete durch Festungen (einschließlich der
Erdwerke) geschützt waren, zeigt folgende Skizze der Verteidigungsanlagen
um Washington, D.C.

Fort Stevens nördlich von Washington, D.C.,
ursprünglich ein Erdwerk, wurde später ausgebaut
Fort McHenry bei Baltimore, Maryland, erbaut 1799 – 1802,
wurde ab 1830 grundlegend modernisiert und ausgebaut
Fort
Point am Golden Gate in San Francisco, Kalifornien, erbaut 1853
– 1861, um feindlichen Schiffen die Einfahrt in die Bucht
von San Francisco zu verwehren, obwohl dies niemals versucht worden
ist. Das Fort war geplant für 600 Soldaten und einer Bestückung
mit 126 Kanonen. Die Geschütze wurden in den Bogenkasematten
an der Nordseite des Forts installiert. In jedem der drei Stockwerke
befanden sich 30 Geschützstände.
Die Wälle des Forts sind im Durchschnitt 2 - 4 Meter dick
Fort Point heute
Die
Anzahl der Truppen zur Verteidigung einer Festung richtete sich
nach der Bedeutung des zu schützenden Gebiets und der Größe
der Festung. Während des Krieges wurden häufig in aller
Eile um bedrohte Städte Erdwerke errichtet, die erbittert
gegen die anstürmende Infanterie verteidigt wurden.
Entlang
der gesamten Atlantik- und Golfküste sowie am Pazifik schützten
Sperrforts die Flußmündungen und Küstenstädte
wie Charleston, Baltimore, New Orleans und San Franciso. Diese
Festungen waren mit sogenannter schwerer Artillerie bemannt; also
schweren Festungs- und Küstengeschützen, wobei die personalstarken
Regimenter gegen Ende des Krieges (besonders im Norden) als Infanterie
an die Front geschickt wurden. Diese Männer hatten bis dahin
ein lockeres Leben gehabt, da keine einzige Unionsfestung im Laufe
des Krieges angegriffen wurde.
Die Verteidigung übernahmen dann Einheiten der Marineinfanterie
oder sogar die Artilleristen der Marine.

Fort
Pulaski nach der Einnahme
Im
Süden war es anders. Ständig von Unionstruppen bedroht,
waren die Fortbesatzungen fast immer gefordert; besonders an ganz
heißen Stellen wie Fort Sumter in Charleston oder Fort Pulaski
an der Savannah-Mündung. Pulaski fiel 1862. Die US-Belagerungsartillerie
schoß eine Bresche ins Mauerwerk, so daß die Infanterie
stürmen konnte. Andere Festungen wurden regelmäßig
von den schweren Batterien der Unionsflotte unter Feuer genommen.

Für
die Wirkung des Artilleriefeuers gegen Hartziele lieferte Fort
Sumter im Hafen von Charleston das beste Beispiel.
Nach der Eroberung durch die Konföderierten im April 1861
war das Fort zwar angeschlagen, aber noch intakt.
Fort
Sumter litt mehr als alle anderen Festungen. Da es mitten im Hafen
von Charleston lag, konnte es kein Angreifer umgehen. Die Konföderierten
konnten es einst dank der Unterbesetzung an Verteidigern und Artillerie
schnell einnehmen. Als die Unionstruppen zurückkehrten, sah
die Lage anders aus. Die Rebellen hatten das Fort verstärkt,
die Geschütze ergänzt und ringsum unterstützende
Festungen und Batterien errichtet. Als die Unionsflotte im April
1863 vor Charleston erschien, traf sie auf wohlgerüstete
Verteidiger.
Am
7. April dampfte die Flotte geradeaus in den Hafen hinein. Die
Konföderierten ließen sie herankommen. Die Schiffsbesatzungen
wunderten sich zunächst über seltsame Bojen, die im
Wasser auf und abhüpfen. Das böse Erwachen folgte. Die
Konföderierten hatten die Bojen als Entfernungsmarkierungen
gesetzt, und die Geschütze danach ausgerichtet. Ihr Feuer
setzte mit furchtbarer Präzision ein. Innerhalb kürzester
Zeit konzentrierten sich mindestens 76 konföderierte Geschütze
auf die dünne Linie von neun Yankee-Schiffen, die zusammen
lediglich über 32 Kanonen verfügten. Während des
zweistündigen Gefechts gaben die Südstaatler über
2200 Schüsse ab, wovon volle 25 % ihr Ziel trafen.
Der
Monitor »Passaic« erhielt im Minutentakt 35 Treffer,
wobei er nur viermal zurückfeuern konnte. Innerhalb weniger
Minuten erhielt das Panzerschiff »Keokuk«
19 Treffer unterhalb der Wasserlinie. Insgesamt kassierte es 90
Treffer und sank am nächsten Tag. Andere Schiffe stießen
in der Verwirrung zusammen;
im Chaos gab die Flotte magere 154 Schüsse ab. Die konföderierte
Küstenartillerie konnte fünf der neun Schiffe außer
Gefecht setzen.
Sie hatte damit ihre Aufgabe als Hafensicherung voll erfüllt.
Im
August kamen sie weniger glimpflich davon, als ihnen die Eroberer
von Pulaski »einen Besuch abstatteten«. General Quincy
Gillmore brachte seine weitreichende Belagerungsartillerie mit,
die Fort Sumter zwei Wochen lang unter Beschuß nahm. Der
Beschuß wurde zweimal wiederholt, bis nur noch ein Schutthaufen
übrigblieb. Aber die Fortbesatzung hielt aus - trotz des
massiven Bombardements schwerster Kaliber, Sturmangriffen angelandeter
Truppen und Seuchen, die im Fort ausbrachen. Zeitweise standen
den Verteidigern nur noch vier funktionsfähige Wallbüchsen
zur Verfügung, aber sie hielten stand. Nach Meinung einiger
Experten wurde eine derart unerschütterliche Verteidigung
erst wieder 1915 bei Gallipoli beobachtet, als deutsch-türkische
Verbände die massiven Angriffe der alliierten Boden- und
Seestreitkräfte abwehrten.
Vier
Jahre später, im April 1865, glich Fort Sumter einem Schutthaufen,
der durch erdgefüllte Schanzkörbe abgestützt werden
mußte.
Die Belagerungsartillerie der Yankees hatte ganze Arbeit geleistet.
Die
Verteidiger von Fort Sumter erlebten jedenfalls Momente, in denen
sich kein einziges Geschütz mehr in seiner ursprünglichen
Stellung befand. Die Kanoniere gruben sich im Schutt ein und stellten
fest, daß die Trümmer einen vortrefflichen Schutz boten.
Das lose Gestein dämpfte die Wirkung der Granaten viel besser
als das feste Mauerwerk. In den tiefen Kasematten warteten die
Kanoniere das Ende des Trommelfeuers in relativer Sicherheit ab.
Die größten Verluste (an einem Tag) resultierten nicht
vom Beschuß, sondern von einem im Fort gelagerten Faß
Whisky. Eine Kerze oder ein Funken kam an die hochprozentigen
Dämpfe, das edle Getränk fing an zu brennen, zündete
ein Pulvermagazin und sorgte für einen Großbrand im
Fort. Das Mauerwerk kühlte erst nach zehn Tagen so weit ab,
daß die Kanoniere das Fort wieder betreten konnten. 62 Tote
und Verletzte waren die Bilanz dieses Tages. Doch Sumter hielt
noch bis Februar 1865, nachdem fast alle anderen konföderierten
Forts und Städte gefallen waren.
Die
Artilleristen des Bürgerkrieges standen immer mitten im Brennpunkt
des Geschehens. Der erste Schuß des Krieges war eine Leuchtgranate,
die als Feuerbefehl über Fort Sumter zündete. Nach dem
Bericht eines Offiziers von Lee stammten die letzten Schüsse
der Nordvirginia-Armee bei Appomattox aus den Kanonen der Virginia-Batterie
von Captain Valentine C. Clutter.
Die
Geschütze der Fußartillerie
Die
Küstenartillerie kannte kaum eine Begrenzung durch Gewicht.
Das schwerste Geschütz, das glattläufige Rodman, Kaliber
20 Zoll, hatte ein Rohrgewicht von 53 000 kg und verschoß
ein Projektil von 490 kg auf 3,5 Meilen. Die 80-Pfünder Whitworth
hatten mit ihren Projektilen sogar eine effektive Reichweite von
über 13 km. Die kleinste Geschützklasse für Festungen
außerhalb der Mörser waren die 32-Pfünder, welche
auch die Grenze zur Belagerungsartillerie darstellten. Deren Waffengattung
führte neben den 8-, 10- und 13 Zoll-Mörsern mit ihren
schweren eisernen Blocklafetten, gezogene 24-, 32- und 42-Pfünder-Geschütze
mit gezogenen Rohren auf. Diese verschossen James-Projektile,
welche das doppelte Gewicht der Rohrklasse aufwiesen und das als
uneinnehmbar geltende Fort Pulaski innerhalb von zwei Tagen sturmreif
schossen. Zur Belagerungsartillerie gehörten auch glattläufige
8- und 10-Zoll Haubitzen, die Vollkugeln mit einem Gewicht von
68 und 128 Pfund über zwei Kilometer bei sechs Grad Rohrerhöhung
schossen.
Nachfolgend
werden einige Geschütze im Bild dargestellt.
Zwei
40-pfündige Parrot-Hinterlader auf einachsiger Radlafette
als Festungsgeschütze in Fort Putnam bei Charleston in Südcarolina.
Man beachte die Stapel säuberlich aufgeschichteter Bereitschaftsmunition.
Die
Konföderierten bauten viele Unionsmodelle nach,
so auch diese Rodman-Kanone im Kaliber 25 cm mit einer eisernen
Mittelpivot-Lafette auf Schienen,
die einen Richtkreis von 360 Grad erlaubte. Verteidigungslinie
vor Richmond.
Ein
Artillerieoffizier posiert mit einer Geschützmannschaft
vor einer 24-Pfünder-Kanone auf einer hölzernen Festungslafette.
Eine
Küstenbatterie mit einer 8-inch (20-cm) Parrott-Kanone (vorne)
und einer Rodman-Kanone,
ein dreihundertpfündiges Monster zur Küstenverteidigung
im Kaliber von 25,4 cm,
das mit einer Pulverladung von 11,8 kg ein 116 kg schweres Geschoß
2000 Meter weit schleuderte.
Es wurde auch „Columbiad“ genannt.
Ein
Festungsgeschütz auf einer Belagerungslafette mit Protze
Transportfahrzeug
für überschwere Belagerungsgeschütze

24-Pfünder
Belagerungs- und Festungsmörser, Tragbarer Grabenmörser,
auch als »Coehorn« bekannt. siehe: Technische
Daten
8-Zoll-Belagerungs-
und Festungsmörser M1861:
Das 40-Pfund-Geschoß wurde bei 45° Lauferhöhung
1200 Yards weit geschossen.
Als Ladung dienten 3,4 Pfund Schwarzpulver mit 900 Gramm Zünderladung.
Beide
Seiten improvisierten sogar Eisenbahngeschütze.
Dieser 7,7 Tonnen schwere Küstenmörser im Kaliber 33
cm (13 inches),
mit dem Spitznamen »Diktator«, wurde vom 1. Connecticut
Schweren Artillerie-Regiment
1864-65 vor Petersburg in Virginia als Belagerungsmörser
eingesetzt
und beschoß die Stadt aus einer Entfernung von 2 Meilen
(ca. 3,2 km).
siehe: Technische Daten
Transportwagen
für Mörser
Technische
Daten einiger Geschütze der Fußartillerie
| Geschütz |
Modell
|
Metall
|
Kaliber |
Gewicht
|
Geschoß |
Pulverladung |
Rohrerhöhung |
Max.
Reichweite |
| 20-cm-Belagerungs-Mörser |
1841
|
Eisen |
20
cm/8 inches
|
421
kg/930 lbs. |
Granate |
0,45
kg/1 lb. |
45
° |
1100
m/1200 yards |
| 25-cm-Belagerungs-Mörser |
1861 |
Eisen |
25
cm/ 10 inches |
453
kg/1000 lbs. |
Granate
|
1,8
kg/4 lbs. |
45
° |
1920
m/2100 yards |
| 33-cm-Küsten-Mörser |
1861 |
Eisen |
33
cm/13 inches |
7755
kg/17120 lbs. |
Granate |
5
kg/11 lbs. |
45
° |
3840
m/4200 yards |
| 24-Pfünder
Coehorn Mörser |
ohne |
Bronze |
15
cm/5.82 inches |
74
kg/164 lbs. |
Granate |
0,23
kg/0.5 lbs. |
45
° |
1100
m/1200 yards |
| 24-Pfünder
Belagerungs-Haubitze |
1844 |
Eisen |
15
cm/5.82 inches |
669
kg/1476 lbs. |
Granate |
0,91
kg/2 lbs. |
5 ° |
1210
m/1322 yards |
| 20-cm-Belagerungs-Haubitze |
1841 |
Eisen |
20
cm/8 inches |
1184
kg/2614 lbs. |
Granate |
1,8
kg/4 lbs. |
12
- 30 ° |
2085
m/2280 yards |
| 20-cm-Küsten-Haubitze |
1841 |
Eisen |
20
cm/8 inches |
2600
kg/5740 lbs. |
Granate |
3,6
kg/8 lbs. |
5 ° |
1646
m/1800 yards |
| 25-cm-Küsten-Haubitze |
1841 |
Eisen |
25
cm/10 inches |
4304
kg/9500 lbs. |
Granate |
5,3
kg/12 lbs. |
5 ° |
1509
m/1650 yards |
| 20-cm-Columbiad |
1861 |
Eisen |
20
cm/8 inches |
4186
kg/9240 lbs. |
Granate
Kugel
|
6,8
kg/15 lbs.
6,8 kg/15 lbs. |
27
- 30 ° |
2024
m/4468 yards
2180 m/4812 yards |
| 38-cm-Columbiad |
1861 |
Eisen |
38
cm/15 inches |
22650
kg/50000 lbs. |
Granate |
13,6
kg/30 lbs. |
40
° |
4588
m/5018 yards |
| 50-cm-Columbiad |
1864 |
Eisen |
50
cm/20 inches |
52096
kg/115000 lbs. |
Kugel |
90,6
kg/200 lbs. |
25
° |
7315
m/8000 yards |
| 100-Pfünder-Parrott |
1861 |
Eisen |
16
cm/6.4 inches |
4394
kg/9700 lbs. |
Granate |
4,53
kg/10 lbs. |
25
° |
6236
m/6820 yards |
| 200-Pfünder-Parrott |
1861 |
Eisen |
20
cm/8 inches |
7475
kg/16500 lbs. |
Granate
|
7,2
kg/16 lbs. |
35
° |
7315
m/8000 yards |
| 300-Pfünder-Parrott |
1862 |
Eisen |
25
cm/10 inches |
12005
kg/26500 lbs. |
Granate |
11,8
kg/26 lbs. |
13
- 30 ° |
8230
m/9000 yards |
Das
Ende
Zwei Tage nach der Kapitulation machte noch eine konföderierte
Batterie unter dem Kommando eines alten Colonels (Oberst) von
sich reden.
Sie sicherte nach wie vor einen Paß durch das Blue Ridge-Gebirge,
als einige Yankees versuchten, sie zu vertreiben. Als das nichts
fruchtete,
berichteten sie von Lees Kapitulation. Der Colonel ließ
sich die Meldung bestätigen. Darauf formierte er die Batterie
wie zur Parade und befahl,
die Geschütze an eine Felskante mit Blick über das Shenandoah-Tal
zu rollen.
Bei Sonnenuntergang gab der alte Oberst den letzten Feuerbefehl.
Kein Ziel war vorhanden, es war ein Abschiedsgruß.
Als
der letzte Geschützdonner im Gebirge verhallte, befahl er:
»Laßt sie gehen, und Gott sei unsere Hilfe. Amen!«
Die
Kanonen rollten über die Kante und stürzten in den Shenandoah.
Die
Kapitulationsbedingungen gestatteten den geschlagenen Konföderierten,
ihre Pferde mitzunehmen.
Und bald wurden die Pferde, die vier Jahre lang die Geschütze
durch dick und dünn gezogen hatten, vor den Pflug gespannt,
um die Erde für den Wiederaufbau der Nation umzugraben.
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