DEUTSCHE
UNIONSOFFIZIERE
Der
Originalton Wilhelm Kaufmanns
aus dem Jahre 1911
wurde bewusst beibehalten
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Unions-Offiziere von A-Z |
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A
A d a m
s , Emil
Major im 9. Illinois-Infanterieregiment, diente nach dem Kriege in der
regulären Armee.
A d o l p h u s , Philipp
Dr., Chirurg in den Hospitälern von Maryland.
A l b e r t , Anselm
Hassendeubels Nachfolger als Oberstleutnant des 3. Missouri-Regiments,
gefangen bei Wilsons Creek, als er zusammen mit Sigel flüchtete. Wurde
ausgewechselt; später Oberst in der Schlacht von Pea Ridge, Ark. Alsdann
Stabschef des Generals Frémont. Zog mit diesem nach Virginien in den
Shenandoah-Feldzug von 1862 und wurde der eigentliche Führer von Frémonts
Truppen in der Schlacht von Cross Keys. Als Frémont durch Sigel abgelöst
wurde, trat Albert zurück, erhielt aber später wieder ein Kommando,
wurde schwer verwundet und mußte den Abschied nehmen. Er kämpfte in
dem ungarischen Patriotenheer unter Görgey und führte eine der vier
Sturmkolonnen, welche Ofen eroberten.
A l m s t e d t ,
Henry
Oberst im 1. Missouri-Reserveregiment, dann drei Jahre im 2. Missouri-Artillerieregiment.
Später wurde er Zahlmeister in der regulären Armee. Almstedt kam von
Deutschland zunächst nach Washington und wurde dort von den Armisteads
(reiche aristokratische Pflanzerfamilie in Virginien und Maryland) als
Verwandter begrüßt. Der damalige Präsident Polk hatte eine Armistead
zur Frau. Die Wandlung des Namens Almstedt in Armistead im Laufe eines
Jahrhunderts ist von Interesse.
A l t e r , Henry H.
Dr. med., Chirurg im 52. Ky. Reg.
v.
A m s b e r g
Oberst des fast ganz aus Plattdeutschen (meistens alten Soldaten)
gebildeten 45. New Yorker Freiwilligen-Regiments. Dasselbe gehörte zu
Blenkers deutscher Division und kämpfte später unter Sigel und Schurz.
v. Amsberg war früher preußischer Offizier gewesen. Kämpfte bis zur
Ausmusterung der 45er und führte später eine Brigade.
A n d e l ,
Kasimir
Offizier im 12. Missouri-Regiment. Gründete im spanisch-amerikanischen
Kriege in Belleville ein Regiment von Bürgerkrieg-Veteranen.
A n n e c k e , Fritz
Oberst der Artillerie, in McClellans Stabe, dann Führer des 35. Wisconsin-Regiments.
Zuletzt Befehlshaber der Reserve-Artillerie der Tennesseearmee. Annecke
konnte zu manchen Mißständen in der Armee nicht schweigen, namentlich
brachte es der alte deutsche Offizier nicht über sich, den oftmals haarsträubenden
Fehlern der Offiziere, die seine Vorgesetzten waren, ruhig zuzusehen.
Infolge derartiger Kritiken, die allerdings wohl disziplinwidrig sein
mochten, wurde Annecke 1863 unter Arrest gestelltund von einem Kriegsgericht
zur Absetzung verurteilt. Aus ähnlichen Gründen ist Annecke (1818 in
Dortmund geboren) aus der preußischen Armee ausgeschieden. Er hatte
(selbst preußischer Offizier) das Duell als »Kinderei« bezeichnet. Annecke
starb nach dem Kriege als Beamter der deutschen Gesellschaft in Chicago.
Seine Gattin war die Dichterin Mathilde Franziska Annecke.
A r n d t
Major des 1.Bataillon leichter Artillerie von NewYork, Achtundvierziger,
ehemaliger süddeutscher Offizier, der schon in der badischen Revolution
kämpfte, gefallen bei Antietam. Sein Bataillon, bekannt als Brickels
Artillerie, bestand aus vier Batterien, sämtlich deutsche Mannschaften:
Major Brickel, Kapitän Dietrich, Vögelin, Knieriem und v. Kusserow.
A s b o t h
Oberst, ehemals österreichischer Offizier und Deutsch-Ungar, gehörte
zu Fremonts Stabe in Missouri, war Brigadier in Sigels Division bei
Pea Ridge, zeichnete sich in jener Schlacht besonders aus und wurde
bei dem Sturme von Elkhornpaß verwundet. Kämpfte später in Florida,
wurde abermals und zwar sehr schwer verwundet. Er starb bald nach dem
Kriege als amerikanischer Konsul in Buenos Aires an den Folgen seiner
letzten Verwundung. Er erhielt den Rang eines Brigadegenerals.
A s c h m a n n , Rudolf
Kapitän im Unionstaaten-Scharfschützen-Regiment, bekannt als Berdans
Schützen. Er ist der Verfasser des vortrefflichen Buches »Eine Schweizer
Schützenkompagnie im Nordamerikanischen Kriege«. Aschmann verlor in
der Wildnis-Kampagne von 1864 ein Bein. Die Aschmannsche Kompagnie von
106 Mann zählte 80 Schweizer und 26 Deutsche. Sie war die Elite-Scharfschützen-Truppe
der Potomac-Armee und die erste, welche das Schnellfeuergewehr erhielt.
In 18 Schlachten und Gefechten wurde die Kompagnie bis auf zwölf Mann
heruntergebracht.
A
s m u s s e n
Oberst, Stabschef des General 0. 0. Howard, ehemals preußischer
Offizier. Kam mit Sigel aus Missouri zur Potomac-Armee. Hat sich in
den Kämpfen in Missouri ausgezeichnet, namentlich in der Schlacht von
Pea Ridge. Nahm seinen Abschied infolge einer schweren Verwundung.
A
u g u s t , Otto
45. New Yorker, war Major in Howards Stab.
A
x t , Gottfried
Dr., Chirurg im 20. deutschen N. Y. Regiment
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