
DEUTSCHE
UNIONSOFFIZIERE
Der
Originalton Wilhelm Kaufmanns
aus dem Jahre 1911
wurde bewusst beibehalten
| Deutsche
Unions-Offiziere von A-Z |
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
|
|
|
|
|
C
C
a n d i d u s , Wilhelm
Major, 27. Pennsylvania-Regiment.
C a n t a d o r , Lorenz
Oberst, 27. Pennsylvania-Regiment. Führte dasselbe bei Chancellorsville
und Gettysburg, zeichnete sich in beiden Schlachten aus.
C ä s a r , Hermann
Kapitän im 52. New Yorker Infanterie-Regiment, Regimentsadjutant v.
Freudenbergs, wurde bei Fair Oaks verwundet und bei Chancellorsville
getötet.
Die
bei Chancellorsville gefallenen
deutschen Offiziere, soweit zu ermitteln ist, sind:
Col. Elias Peißner, 119. New York, Stab; Kapitän
F. A. Dessauer, 45. New York, Stab; Major Robert Rother, 68. New York;
Kapitän Jakob Petermann, 74. Pennsylvania; Kapitän Frank Sauter,
55. Ohio; Kapitän Karl Pizzola, 26. Wisconsin; Kapitän Ferd. Babst,
82. Illinois; Kapitän Albert Hoya, 68. New York;
Dr. Karl A. Hartmann, 107. Ohio; Kapitän Heinrich v. Schwerin, 119.
New York; Leutnant John Peterson, 107. Ohio; Leutnant John G. Winkler,
107. Ohio;
Col. Chas. Walter, 17. Connecticut; Kapitän Aug. Schüler, 26. Wisconsin;
Oberstleutnant L. Hartmann, 29. New York; Kapitän Lor. Spönemann, 82.
Illinois;
Leutnant Konrad Schonder, 82. Illinois; Kapitän Louis Lisky, 45. New
York; Kapitän Chas. Leonhardt, 45. New York; Kapitän Fred. Braun, 68.
New York;
Kapitän John D. Pauling, 68. New York; Kapitän Jakob Leibfried, 73.
Pennsylvania; Kapitän August Schneider, 26. Wisconsin; Kapitän Karl
Neukirch, 26. Wisconsin;
Kapitän William Boltz, 73. Pennsylvania; Leutnant D. Heiler, 73. Pennsylvania;
Major Oskar v. Meusel und Kapitän Otto Weber von General Mc Leans Stab;
Leutnant Col. W. Moore, 73. Pennsylvania; Kapitän Bernhard Bode und
Leutnant Joseph Grimm von Buschbecks Stab; Kapitän Jastrow Alexander,
Ass.-Adj. General Steinwehrs Stab; zusammen 32, wovon zehn an anderer
Stelle besonders erwähnt werden.
C l a u ß (Clouse)
General, kam als Knabe aus Deutschland nach den Vereinigten Staaten.
Brachte es im Bürgerkriege zum Kapitän, trat dann in die reguläre Armee
ein und wurde General. Einer der hervorragendsten Militärs Amerikas.
Machte sich einen Namen als Kriegsrechtslehrer und galt als Autorität
der amerikanischen Kriegsgeschichte.
C o h n , Henry S.
zog als Trommler des 5. Kentucky-Regiments ins Feld und kam als Kapitän
zurück. Starb in Louisville als Leiter des »Anzeiger«.
C o n r a d , Joseph
Oberst des 15. schweizerisch-deutschen Missouri-Regiments, welches bei
Pea Ridge in der Brigade Asboth kämpfte. (Nach Mitteilung des Veteranen
Kilian in Manhattan, Kans., zählte das Regiment mehr Plattdeutsche als
Schweizer.) Conrad führte im Rosecransschen Feldzuge von 1863 und besonders
ruhmvoll in den Schlachten am Stone River, sowie am Chickamauga, wo
er eine Brigade befehligte, welche bei dem Versuche, die vom Feinde
geworfene Unionsdivision Davis aufzunehmen, schwere Verluste erlitt
und schließlich auch der Übermacht weichen mußte. Glänzend hat Conrad
sich ausgezeichnet beim Sturme auf Missionary Ridge. Dort war Conrad
einer der ersten, welche in die konföderierten Schanzen auf der Höhe
eindrangen. Er wurde durch die Hüfte geschossen, war aber nach wenigen
Monaten wieder bei seiner Brigade.
In der Shermanschen Kampagne von 1863 führte Conrad die 3. Brigade der
2. Division in Woods Korps, kämpfte in den elf Schlachten bis Atlanta
und ging dann mit den Thomasschen Truppen nach Tennessee. Dort schlug
sich seine Brigade mit Auszeichnung in den beiden letzten großen Schlachten
des Westens, bei Franklin und bei Nashville (15. und 16. Dezember 1864).
Conrad hatte in den ersten beiden Kriegsjahren als Oberstleutnant das
3. Missouri-Regiment geführt. Er wurde Brigadegeneral der regulären
Armee.
v. C o r w i n , Otto
führte den Titel eines Obersten, hat aber den Kämpfen nur als Zuschauer
beigewohnt. Bekannter Achtund vierziger. Einer der hervorragendsten
Führer des badischen Aufstandes, zeitweilig Kommandant von Rastatt.
Zum Tode verurteilt, aber begnadigt, schmachtete er manches Jahr im
Gefängnis. Schriftsteller. Korrespondent der Augsburger Allgemeinen
Zeitung und der Londoner Times während des Bürgerkrieges im Jahre 1862.
Auch die kleinen Dinge des Lagerlebens sind bei Corwin recht belehrend
und zugleich auch amüsant zu lesen.
Corwin trug sich 1863 mit dem Plane, 20 000 gediente deutsche Soldaten
in Deutschland für die Union anzuwerben. Er stellte die Sache Lincoln
vor, der zuerst ganz entzückt davon war, aber den Plan fallen ließ,
nachdem Stanton, sein Kriegsminister, opponiert hatte. Wäre der Plan
von Männern wie Schurz, Osterhaus, Sigel usw. aufgenommen worden, so
hätte er sich vielleicht ausführen lassen. Aber Corwin, der durchblicken
läßt, daß er selbst Geld dabei verdienen wollte, war die ungeeignetste
Persönlichkeit für die Durchführung. Corwin blieb noch mehrere Jahre
nach dem Kriege in Amerika, war Beamter in Washington, kehrte aber dann
nach Deutschland zurück.
C r ä m e r
Oberst des 17. Missouri-Turner-Regiments. Befehligte dasselbe in
den Kämpfen vor Vicksburg.
C r o n e n b i l d
Major in Salomons 5. (deutschen) Missouri-Regiment. Kämpfte in Sigels
Division bei Carthage, Wilsons Creek und Pea Ridge.
Startseite