Mit freundlicher Unterstützung
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Unter Verwendung von Textauszügen und Abbildungen aus:
© Die wahre Geschichte des Wilden Westen, Wagenbach Verlag Berlin
© Der Wilde Westen, Tessloff-Verlag Nürnberg

 

 

Die Besiedelung Nordamerikas

 

 

Rauhe Cowboys mit großen Hüten und dem Lasso in der Hand, wüste Goldgräber federgeschmückte Indianer mit Pfeil und Bogen auf  wilden Mustangs, gewissenlose Banditen mit locker sitzendem Colt und dazu natürlich die Sheriffs - so stellen wir uns den Wilden Westen vor.

 

 

Das erste Aufeinander treffen


Wie aber sah die Wirklichkeit aus? Zwischen 1800 und 1890 eroberten die Weißen den nordamerikanischen Kontinent. Sie überwanden die weite Prärie mit ihren schier endlosen Bisonherden, überstiegen die zerklüfteten Berge und tiefen Schluchten der Rocky Mountains, durchquerten die wasserlose Salzwüste und gelangten schließlich bis zum Pazifik.
Den Anfang machten Waldläufer, Forscher und Fallensteller, ihnen folgten dann Siedler aus Europa, auf der Suche nach fruchtbarem Ackerland, aus religiösen Gründen Verfolgte, Händler, Cowboys, die riesige Rinderherden durch die Prärie trieben, dazu Abenteurer und Verbrecher aus aller Herren Länder.

 

 

 

 

 

Auf dem Weg in den Westen



Zu den Verlierern dieser Zeit gehören die Indianer. Die Gier der Weißen nach Boden und Gold war nicht bezähmbar, und die Indianer kämpften verzweifelt um Ihre Heimat. Am Ende blieb den Überlebenden  nach langen, oft grauenvollen Kriegen mit offenen Schlachten und heimtückischen Überfällen nur ein winziger Bruchteil ihres Heimatlandes übrig. Spanische Siedlungen entstanden zuerst in Florida und im Südwesten. Die Engländer siedelten im Süden, in der Mittleren Atlantikregion und in New England. Die Holländer, Schweden und Finnen ebenfalls am Atlantik, die Franzosen an der Golfküste und im Mississippi-Tal.

 

 

 

 

 

Erst zerstörte das eiserne Ross die Lebensgrundlage der Indianer...........dann zerstörten die Indianer das eiserne Ross


Der Vormarsch der Europäer brachte Verderben über die Indianer.

Sie fielen Kriegen und Krankheiten zum Opfer, und die meisten wurden nach Westen in die Wälder und Prärien hinter den Appalachen vertrieben.

 

 

 

 

 

 

gruendervaeter


Die Deutschen zogen ins Ohio Tal und an die Großen Seen. Sie verlegten und lasen ihre eigenen Zeitungen und organisierten ihr eigenes Schulsystem. Franzosen gingen in die Mühlen New Englands. Holländische Bauern zogen nach Michigan, Iowa und Wisconsin, die Skandinavier zogen an die Oberen Großen Seen.

Und alle: Engländer, Franzosen, Deutsche usw. fanden sich zusammen, um sich von England loszusagen und einen eigenen freien unabhängigen Staat zu gründen.

 

 

 

 

 

 

Bürgerkrieg


Bürgerkrieg zwischen den Nord- und Südstaaten der USA (1861-65), ausgelöst durch wirtschaftliche und politische Gegensätze; besonders zur Frage der Sklaverei; 1861 traten 11 Südstaaten aus der Union aus und gründeten die »Konföderierten Staaten von Amerika«; 1865 bedingungslose Kapitulation der Südstaaten; Abschaffung der Sklaverei.

Nach dem Bürgerkrieg feierten die USA ihr Hundertjähriges bestehen in Philadelphia (1876).
Zu der Zeit gab es 40 Millionen Amerikaner.

 

 

 

 

Squire Boone


Der Wilde Westen, die ungestümen Jugendjahre der USA - das waren Jahrzehnte, in denen die Menschen durch harte Arbeit das Land veränderten. Der Goldrausch in Kalifornien gehört dazu, der Bau der ersten Telegrafenlinie und der ersten Eisenbahnverbindung quer durch den Kontinent, die Raddampfer auf dem gewaltigen Mississippi und nicht zuletzt die Furcht vor Indianerüberfällen, Postkutschenräubern oder Schießereien in den Saloons.

 

Kein Wunder, daß diese Zeit Stoff für unzählige Romane und Filme bot.
Sie verherrlichen erfundene und wahre Abenteuer im Wilden Westen.

Ihre Helden  heißen:

Sitting Bull und Geronimo, Wyatt Earp, Billy the Kid, Calamity Jane, Buffalo Bill, Winnetou und Old Shatterhand.

     

 

 

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