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3. November 1921 in Ehrenfeld, Pennsylvania, USA
Actionheld
Charles Bronson Wer den Sohn eines eingewanderten litauischen Kohlebergbau-Arbeiters flott charakterisieren möchte, lässt vielleicht einige Titel seiner mehr als hundert Spielfilme Revue passieren: "Der Mann ohne Furcht" (1955), "Revolver-Kelly" (1958), "Ein Mann geht über Leichen" (1973), "Ein stahlharter Mann" (1974), "Ein Mann räumt auf" (1979), "Der Mann ohne Gnade" (1981), "Ein Mann wie Dynamit" (1982), "Der Liquidator" (1983), "Der Rächer von New York" (1985). Die genannten Filme gehören nicht zu Bronsons besten, werfen aber ein bezeichnendes Licht auf das Filmschaffen des schwarzhaarigen Muskelmanns mit den slawischen Gesichtszügen, die so furchteinflößend zu Granit erstarren können. Hinter dieser Fassade stoischer Gelassenheit blitzt so oft "Das Weiße im Auge" (1987). Einmal unter Dampf und auf der richtigen Fährte, scheint den (Film-)Freund der Selbstjustiz nichts mehr aufhalten zu können. Zu seiner besten Zeit heißt es: "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968, Regie: Sergio Leone), einer von Bronsons herausragenden Filmen, mit denen er von Europa aus seinen internationalen Erfolg begründete. Als rauher Typ und einsamer Kämpfer mit zerfurchtem Gesicht wurde er zum Topstar in Hollywood. 1971 erhielt er den Golden Globe als "populärster Schauspieler der Welt". Im Elternhaus wurde während seiner Kinderzeit kein Englisch gesprochen, heißt es. Trotzdem absolvierte Bronson, eines von 15 Kindern der Bergarbeiterfamilie, die High School. Es schien ausgemacht, dass er in die Fußstapfen des Vaters treten würde. Mit den Erfahrungen aus seiner Militärzeit (Flieger) kehrte Bronson allerdings mit den Träumen von einer Künstlerkarriere nach Amerika zurück. Der Boxer und Gelegenheitsarbeiter begann ein Kunststudium und arbeitete als Bühnenbildner in Philadelphia. Bald wagte er sich auch vor den Vorhang und in 1949 übernimmt er kleinere Rollen am "Pasadena Playhouse". Seit 1951 erhält Bronson auch Nebenrollen beim Film, zunächst noch unter seinem Familiennamen Charles Buchinsky. Nach seiner Umbenennung taucht er 1954 in den Besetzungslisten zu dem Film "Der einsame Adler vom Last River" (1954) erstmals unter seinem bekannten Namen auf. In "Gang War" (1957) und "Revolver-Kelly" (1958, Regie: Roger Corman) wird er erstmals in Hauptrollen besetzt. Mit der TV-Serie "Man with a camera" (1958 - 60) schart er in der Rolle des Fotografen Mike Kovac erstmals eine Fangemeide um sich. 1960 ist er in John Sturges Cowboyklassiker einer der "Glorreichen Sieben" neben Yul Brynner, Steve McQueen, Robert Vaughn, Brad Dexter, James Coburn und Horst Buchholz. Trotz bemerkenswerter Filme wie "Gesprengte Ketten" (1962) und "Das dreckige Dutzend" (1966) werden ihm in den USA überwiegend Nebenrollen angeboten. Bronson reist 1967 nach Europa, wo auch schon Clint Eastwood und Lee Van Cleef bessere Möglichkeiten erwarteten. Bronson macht jetzt großes Kino: "Die Hölle von San Sebastian" (1967), "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968), "Der aus dem Regen kam" (1969), "Kalter Schweiß" (1970), "Die Valachi-Papiere" (1972). Bronson kehrt als Filmstar in die USA zurück. Seine meist knallharten Rollen finden in der sogenannten "Death Wish"-Reihe von 1974 bis 1993 ihren Höhepunkt. Den Anfang dieser fünfteiligen Reihe markiert der Film "Ein Mann sieht rot" (1974). Bronson spielt die Rolle des zunächst friedliebenden Architekten Paul Kersey, dessen Familie das Opfer brutaler Verbrecher wird. Da
die Polizei nicht vorankommt, nimmt Kersey die Sache selbst in die Hand.
An dieses Selbstjustiz-Schema lehnen sich auch die Fortsetzungen an, die
letzte, "Death Wish V - Anlitz des Todes", drehte Bronson noch
1993. Charles Bronson war in zweiter Ehe mit seiner Dauerfilmpartnerin
Jill Ireland verheiratet, die 1990 einem Krebsleiden erlag. Weitere Werke mit Charles Bronson: Die
fünfziger Jahre Die
sechziger Jahre Die
siebziger Jahre Seit
den achtziger Jahren "Biff Baker, USA", "The Roy Rogers Show", "The Doctor" (alle 1952), "Four Star Playhouse" (1953), "The Joe Palooka Story", "Medic" (beide 1954), "Crusader", "Treasury Men In Action", "Stage 7" (alle 1955), "Alfred Hitchcock präsentiert", "Rauchende Colts" (beide mehrmals 1956), "Richard Diamond, Private Detective", "Have Gun Will Travel" (mehrmals), "Colt .45", "Suspicion", "Playhouse 90" (alle 1957), "Sugarfoot" (mehrmals), "Dezernat M" (beide 1958), "U.S. Marshal", "Laramie" (mehrmals) "Yancy Derringer"(alle 1959), "The Aquanauts", "Riverboat", "Alcoa Presents: One Step Beyond" (alle 1960), "The Twilight Zone", "Cain's Hundred" (beide 1961), "FBI" (1962), "Dr. Kildare" (1963), "Bonanza" (1964), "Combat!", "Big Valley", "Die Leute von der Shiloh Ranch", "700 Meilen Staub" (alle 1965), "Die Legende von Jesse James" (mehrmals, 1966), "Dr. Kimble - Auf der Flucht", "Dundee And The Culhane" (1967) und "The F.B.I." (1974).
Charles
Bronson in »Chatos Land«
Charles
Bronson in »Wilde Pferde«
Charles
Bronson in »Nevada Pass«
Charles
Bronson und Jill Ireland in
Charles
Bronson als Wild Bill Hickok in
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