Quellennachweis
des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
Die
Schauspielkarriere von Clint Eastwood umspannt 40 Jahre. Er ist der Sohn
eines Buchhalters, der in der Depressionszeit seine Arbeit verlor und
mit seiner Familie an der Westküste herumzog, um sich als Tankwart durchzuschlagen.
Clint ging auf insgesamt zehn verschiedene Schulen. Als Teenager arbeitete
er als Holzfäller in Oregon, als Heizer in einem Stahlwerk, als Badewärter,
Tankwart und im Ersatzteillager von Boeing in Seattle. Während seiner
zweijährigen Militärzeit war er Schwimmlehrer. Nach einem abgeschlossenen
Betriebswirtschafts-Studium heiratete er 1953 Maggie Johnson (Sohn Kyle
wurde 1968, Tochter Alison 1972 geboren).
Clint Eastwood in »Fuer eine Handvoll Dollar« (PER UN PUGNO DI DOLLARI) von Sergio Leone, 1964
Sergio Leone holte den »preiswerten« Fernsehstar 1964 nach Europa, um mit ihm den Italowestern zu kreieren. Clint Eastwood spielte in der Dollar - Trilogie (später folgten dann noch »Für ein paar Dollar mehr« und »Zwei glorreiche Halunken«) einen ungepflegten, zynischen, aber grundsätzlich aufrechten Westernhelden, der über Nacht im Zentrum eines neuen Genres stand
Clint Eastwood in »Fuer ein paar Dollar mehr« (PER QUALCHE DOLLARO IN PIU) von Sergio Leone, 1965
Clint
Eastwood in »Zwei glorreiche Halunken« (IL BUONO, IL BRUTTO,
IL CATTIVO)
Diese
Filme machten Eastwood endgültig zum Star und verliehen ihm ein klassisches
Leinwandimage. Er war der »Mann ohne Namen«.
Clint Eastwood in »Hängt ihn höher« (HANG 'EM HIGH) von Ted Post, 1967
Clint
Eastwood, Jean Seberg und Lee Marvin in
Clint
Eastwood und Shirley MacLaine in »Ein Fressen für die Geier«
Clint Eastwood in »Sinola« (JOE KIDD) von John Sturges, 1972
Clint
Eastwood in »Ein Fremder ohne Namen« (HIGH PLAINS DRIFTER)
Clint Eastwood in »Der Texaner« (THE QUTLAW JOSEY WALES) von Clint Eastwood, 1975 1971 gründete Clint Eastwood seine eigene Produktions-Gesellschaft Malpaso. Mit »Sadistico« wechselte er dann im selben Jahr als Hauptdarsteller erstmals auch hinter die Kamera. Don Siegels legendärer »Dirty Harry« schuf für Eastwood zum zweiten Mal einen weltweit bekannten Leinwandcharakter. Zu dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit Warner Bros. als Verleihfirma. Mit Filmen wie »Sinola«, »Ein Fremder ohne Namen«, »Calahan«, »Den letzten beißen die Hunde«, »Im Auftrag des Drachen«, »Der Texaner«, »Der Unerbittliche« und »Der Mann, der niemals aufgibt« eroberte er sich ein noch größeres Publikum.
Seit ihrem ersten gemeinsamen Film 1977 (»Der Mann, der niemals aufgibt«) lebte Clint Eastwood mit der Schauspielerin und Regisseurin Sondra Locke zusammen, die danach auch häufig seine Filmpartnerin war. Ihre Trennung Mitte der 80er Jahre ging nicht ohne gerichtliche Auseinandersetzung vonstatten. Auf »Der Mann aus San Fernando«, einer Actionkomödie mit einem Orang-Utan namens Clyde als Partner, folgten Don Siegels »Flucht von Alcatraz«, der schnurrige »Bronco Billy«, die Fortsetzung »Mit Vollgas nach San Fernando«, »Firefox«, »Honkytonk Man« und »Dirty Harry kehrt zurück«. Im folgenden Jahr befaßte sich Eastwood aufs neue mit seinem Image als harter Großstadtpolizist. Das Resultat war »Der Wolf hetzt die Meute«. Eastwoods Porträt eines zutiefst zerrissenen Polizisten im Morddezernat wurde auch von der Kritik hoch geschätzt. »City Heat - Der Bulle und der Schnüffler«, die Figur des rätselhaften »Pale Rider - Der namenlose Reiter«,
Clint Eastwood in »Pale Rider - Der namenlose Reiter« (PALE RIDER) von Clint Eastwood, 1985
»Heartbreak Ridge«, »Das Todesspiel«, »Pink Cadillac« und »Weißer Jäger - schwarzes Herz« und »Rookie - Der Anfänger« folgten. In der Mitte der 80er Jahre wurde ihm eine Beziehung zur 20 Jahre jüngeren Jacelyn Ann Reevese, einer Nachbarin in Carmel, nachgesagt. Von 1986 bis 1988 war er Bürgermeister seines Wohnortes Carmel, Kalifornien. Es war sein zehnter Western und seine 36. Spielfilm-Hauptrolle, die zu Eastwoods größtem Erfolg bei Kritik und Publikum gleichermaßen wurde: »Erbarmungslos«.
Clint Eastwood in »Erbarmungslos« (UNFORGIVEN) von Clint Eastwood, 1992 Seine Einspielergebnisse lagen bei über 100 Millionen Dollar; er erhielt neun Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, männlicher Hauptdarsteller, Nebendarsteller, Bestes Drehbuch, Kamera, Bauten, Bester Ton und Schnitt) und vier Oscars, u. a. für Bester Film und Beste Regie. Zum ersten Mal in seiner Karriere wurde Clint Eastwood als Schauspieler ebenfalls nominiert. Sein nächster Film, als Geheimagent Frank Horrigan in »Die zweite Chance«, überschritt ebenfallsdie 100 Millionen Dollar-Grenze. Im gleichen Jahr spielte er den Texas Ranger Red Garnett in Perfect World mit Kevin Costner. Bei der Oskarverleihung 1995 erhielt Clint Eastwood den »Irving Thalberg Award For Lifetime Achievement« von der Motion Picture Academy. Seine Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und das Unerwartete zu proben, seine Glaubwürdigkeit als klassischer Held und seine Langlebigkeit in einem oft so kurzlebigen Geschäft sind charakteristisch für Eastwoodund die Rolle als Robert Kincaid.
Clint Eastwood spielt in »Die Brücken am Fluß« den Einzelgänger
Robert Kincaid, der für das »Magazin National Geographic«
in Iowa die holzüberdachteRoseman Bridge fotografieren
soll. Dabei veränderte eine Zufallsbegegnung mit der Farmerin Francesca
Johnson (Meryl Streep) für immer sein Leben.Wie Millionen anderer Leser
war Clint Eastwood von dem unerwarteten Verlauf des Romans »Die
Brücken am Fluß« fasziniert und bewegt. »Ich erhielt den
Romanbereits kurz nach seiner Veröffentlichung« so Eastwood, und
hatte den Eindruck, daß man aus einer Geschichte wie dieser einen hervorragenden
Film machen könnte.Die Charaktere sind symphatisch und gut gezeichnet.
Francesca und Robert sind interessante Menschen, die mit ihren Gefühlen
umzugehen lernen. Aus ihrem Verhalten erwachsen ihnen Konsequenzen,
die nicht rückgängig zu machen sind.«
Auf den ersten Blick paßt Eastwoods Rolle des RobertKincaid nicht unbedingt
zu seinem Image des lakonischen Revolverhelden oder abgebrühten Großstadtpolizisten.
|