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Clint Eastwood

 


 

 

 

Die Schauspielkarriere von Clint Eastwood umspannt 40 Jahre. Er ist der Sohn eines Buchhalters, der in der Depressionszeit seine Arbeit verlor und mit seiner Familie an der Westküste herumzog, um sich als Tankwart durchzuschlagen. Clint ging auf insgesamt zehn verschiedene Schulen. Als Teenager arbeitete er als Holzfäller in Oregon, als Heizer in einem Stahlwerk, als Badewärter, Tankwart und im Ersatzteillager von Boeing in Seattle. Während seiner zweijährigen Militärzeit war er Schwimmlehrer. Nach einem abgeschlossenen Betriebswirtschafts-Studium heiratete er 1953 Maggie Johnson (Sohn Kyle wurde 1968, Tochter Alison 1972 geboren).

Clint Eastwood erhielt nach den zweiten Testaufnahmen in Hollywoood einen Vertrag von Universal, wurde aber nur in unwichtigen Nebenrollen eingesetzt. Daraufhin wechselte er zum Fernsehen, wo er ab 1958 die Hauptrolle des Rowdy Yates in 217 Folgen der international erfolgreichen Serie Rawhide (in Deutschland: Cowboys) spielte. Aus Clints jahrelanger Affäre mit Roxanne Tunis, die er 1960 während der Dreharbeiten zu der TV-Serie »Cowboys« kennengelernt hatte, stammt seine Tochter Kimber (geboren 1965). Der Erfolg von »Cowboys« führte zu seiner ersten Hauptrolle in »Für eine Handvoll Dollar«.

 

 


 

Clint Eastwood in »Fuer eine Handvoll Dollar« (PER UN PUGNO DI DOLLARI) von Sergio Leone, 1964

 

Sergio Leone holte den »preiswerten« Fernsehstar 1964 nach Europa, um mit ihm den Italowestern zu kreieren. Clint Eastwood spielte in der Dollar - Trilogie (später folgten dann noch »Für ein paar Dollar mehr« und »Zwei glorreiche Halunken«) einen ungepflegten, zynischen, aber grundsätzlich aufrechten Westernhelden, der über Nacht im Zentrum eines neuen Genres stand

 

 

 





Clint Eastwood in »Fuer ein paar Dollar mehr« (PER QUALCHE DOLLARO IN PIU) von Sergio Leone, 1965

 

 

 

 

 

Clint Eastwood in »Zwei glorreiche Halunken« (IL BUONO, IL BRUTTO, IL CATTIVO)
von Sergio Leone, 1966

 

 

Diese Filme machten Eastwood endgültig zum Star und verliehen ihm ein klassisches Leinwandimage. Er war der »Mann ohne Namen«.
In kurzer Folge drehte er weitere Erfolge wie »Hängt ihn höher«, »Coogans großer Bluff«, »Agenten sterben einsam«, »Westwärts zieht der Wind«,
»Ein Fressen für die Geier« oder »Stoßtrupp Gold« und »Betrogen«.






 

Clint Eastwood in »Hängt ihn höher« (HANG 'EM HIGH) von Ted Post, 1967

 

 

 

 

 

 

 

Clint Eastwood, Jean Seberg und Lee Marvin in
»Westwärts zieht der Wind« (PAINT YOUR WAGON)
von Joshua Logan, 1969



 

Clint Eastwood und Shirley MacLaine in »Ein Fressen für die Geier«
(TWO MULES FOR SISTER SARAH) von Don Siegel, 1969

 

 



 

 

Clint Eastwood in »Sinola« (JOE KIDD) von John Sturges, 1972

 

 

 

 

 

 

Clint Eastwood in »Ein Fremder ohne Namen« (HIGH PLAINS DRIFTER)
von Clint Eastwood, 1973

 

 

 

 

Clint Eastwood in »Der Texaner« (THE QUTLAW JOSEY WALES) von Clint Eastwood, 1975

1971 gründete Clint Eastwood seine eigene Produktions-Gesellschaft Malpaso. Mit »Sadistico« wechselte er dann im selben Jahr als Hauptdarsteller erstmals auch hinter die Kamera. Don Siegels legendärer »Dirty Harry« schuf für Eastwood zum zweiten Mal einen weltweit bekannten Leinwandcharakter. Zu dieser Zeit begann auch die Zusammenarbeit mit Warner Bros. als Verleihfirma. Mit Filmen wie »Sinola«, »Ein Fremder ohne Namen«, »Calahan«, »Den letzten beißen die Hunde«, »Im Auftrag des Drachen«, »Der Texaner«, »Der Unerbittliche« und »Der Mann, der niemals aufgibt« eroberte er sich ein noch größeres Publikum.

 

 

Seit ihrem ersten gemeinsamen Film 1977 (»Der Mann, der niemals aufgibt«) lebte Clint Eastwood mit der Schauspielerin und Regisseurin Sondra Locke zusammen, die danach auch häufig seine Filmpartnerin war. Ihre Trennung Mitte der 80er Jahre ging nicht ohne gerichtliche Auseinandersetzung vonstatten. Auf »Der Mann aus San Fernando«, einer Actionkomödie mit einem Orang-Utan namens Clyde als Partner, folgten Don Siegels »Flucht von Alcatraz«, der schnurrige »Bronco Billy«, die Fortsetzung »Mit Vollgas nach San Fernando«, »Firefox«, »Honkytonk Man« und »Dirty Harry kehrt zurück«. Im folgenden Jahr befaßte sich Eastwood aufs neue mit seinem Image als harter Großstadtpolizist. Das Resultat war »Der Wolf hetzt die Meute«. Eastwoods Porträt eines zutiefst zerrissenen Polizisten im Morddezernat wurde auch von der Kritik hoch geschätzt. »City Heat - Der Bulle und der Schnüffler«, die Figur des rätselhaften »Pale Rider - Der namenlose Reiter«,

 

 

 

 

 

Clint Eastwood in »Pale Rider - Der namenlose Reiter« (PALE RIDER) von Clint Eastwood, 1985

 

»Heartbreak Ridge«, »Das Todesspiel«, »Pink Cadillac« und »Weißer Jäger - schwarzes Herz« und »Rookie - Der Anfänger« folgten. In der Mitte der 80er Jahre wurde ihm eine Beziehung zur 20 Jahre jüngeren Jacelyn Ann Reevese, einer Nachbarin in Carmel, nachgesagt. Von 1986 bis 1988 war er Bürgermeister seines Wohnortes Carmel, Kalifornien. Es war sein zehnter Western und seine 36. Spielfilm-Hauptrolle, die zu Eastwoods größtem Erfolg bei Kritik und Publikum gleichermaßen wurde: »Erbarmungslos«.


 


Clint Eastwood in »Erbarmungslos« (UNFORGIVEN) von Clint Eastwood, 1992

Seine Einspielergebnisse lagen bei über 100 Millionen Dollar; er erhielt neun Oscar-Nominierungen (Bester Film, Beste Regie, männlicher Hauptdarsteller, Nebendarsteller, Bestes Drehbuch, Kamera, Bauten, Bester Ton und Schnitt) und vier Oscars, u. a. für Bester Film und Beste Regie. Zum ersten Mal in seiner Karriere wurde Clint Eastwood als Schauspieler ebenfalls nominiert. Sein nächster Film, als Geheimagent Frank Horrigan in »Die zweite Chance«, überschritt ebenfallsdie 100 Millionen Dollar-Grenze. Im gleichen Jahr spielte er den Texas Ranger Red Garnett in Perfect World mit Kevin Costner. Bei der Oskarverleihung 1995 erhielt Clint Eastwood den »Irving Thalberg Award For Lifetime Achievement« von der Motion Picture Academy. Seine Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen und das Unerwartete zu proben, seine Glaubwürdigkeit als klassischer Held und seine Langlebigkeit in einem oft so kurzlebigen Geschäft sind charakteristisch für Eastwoodund die Rolle als Robert Kincaid.

Clint Eastwood spielt in »Die Brücken am Fluß« den Einzelgänger Robert Kincaid, der für das »Magazin National Geographic« in Iowa die holzüberdachteRoseman Bridge fotografieren soll. Dabei veränderte eine Zufallsbegegnung mit der Farmerin Francesca Johnson (Meryl Streep) für immer sein Leben.Wie Millionen anderer Leser war Clint Eastwood von dem unerwarteten Verlauf des Romans »Die Brücken am Fluß« fasziniert und bewegt. »Ich erhielt den Romanbereits kurz nach seiner Veröffentlichung« so Eastwood, und hatte den Eindruck, daß man aus einer Geschichte wie dieser einen hervorragenden Film machen könnte.Die Charaktere sind symphatisch und gut gezeichnet. Francesca und Robert sind interessante Menschen, die mit ihren Gefühlen umzugehen lernen. Aus ihrem Verhalten erwachsen ihnen Konsequenzen, die nicht rückgängig zu machen sind.« Auf den ersten Blick paßt Eastwoods Rolle des RobertKincaid nicht unbedingt zu seinem Image des lakonischen Revolverhelden oder abgebrühten Großstadtpolizisten.

Jedoch ist sie Ausdruck seiner Bereitschaft, Risiken einzugehen und sich zu verändern und weiterzuentwickeln. »Ich mag Kincaid« sagt Eastwood, »denn er ister selbst. Er ist unabhängig und kreativ, ohne dabei großen Aufwand um seine Person zu betreiben. Er mag sich, liebt seine Arbeit, aber er kann auch Verantwortung übernehmen. Kincaid ist ein integerer Charakter.«
Für Eastwood besitzt Kincaids Beziehung zu Francesca Johnson eine Gefühlstiefe, die beide Menschen bestimmt,vor allem, als sie sich zu trennen versuchen. »Diese zwei Menschen sind Außenseiter. Je mehr sich ihre Freundschaft vertieft, desto mehr schätzen sie einander und erkennen, was ihrem Leben gefehlt hat. Gefühle entwickeln sich erst später. Diese Erkenntnis bestimmt ihre gemeinsame Zeit und wird fast unerträglich, als sie ihre Trennung beschließen.«
Clint Eastwood hat Ende März 1996 in Las Vegas die rund 35 Jahre jüngere TV-Journalistin Dina Ruiz geheiratet.

 

 

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