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VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
© William C. Davis, •SOLDATEN•GENERÄLE•SCHLACHTEN•




Generale—Uniformen




Grant, Ulysses Simpson

Grant, Ulysses Simpson ( U.S.)
* 27.4.1822 Point Pleasant OH,
† 23.7.1885 Mount McGregor NY.
General und 18. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Hiram Ulysses G., der Sohn eines Gerbers, änderte beim Besuch der Militärakademie in West Point (1839-1843) seinen Namen in Ulysses Simpson G.
Im Mexikanischen Krieg wurde er für Tapferkeit ausgezeichnet. Nach Dienst auf Posten in California und Oregon nahm er 1854 seinen Abschied und widmete sich in St. Louis der Landwirtschaft und dem Immobilienhandel.
Während des Bürgerkriegs zuerst im Westen eingesetzt, wurde er rasch zum Brigadegeneral und, nach der Einnahme von Fort Henry und Fort Donelson (1862), zum Generalmajor befördert. Die Eroberung von Vicksburg und der Sieg bei Chattanooga (25.11.1863) trugen ihm den Rang eines Generalleutnants und den Oberbefehl über die gesamten Streitkräfte der Union ein (12.3.1864). Seine Ermattungsstrategie erschöpfte den Süden,
dessen Kapitulation bei Appomattox Court House er schließlich entgegennehmen konnte.
1866 General, befehligte er das Heer während der ersten Jahre der Reconstruction und der Indianerkriege im Westen.


Von der Rep. Partei als Kandidat aufgestellt, gewann er die Präsidentschaftswahl 1868 und wurde 1872 wiedergewählt. Grants Armeeführung ermangelte strategische Genialität. Er wußte vielmehr die zahlenmäßige und materielle Überlegenheit der Unionsseite zu nutzen, indem er die Kräfte des Südens konstant unter Druck hielt und notfalls auch enorme eigene Verluste in Kauf nahm. Sein Verhalten als Präsident hat manche Kritik erfahren: wegen seines hartnäckigen Versuchs, Santo Domingo (Haiti)
zu erwerben, wegen seiner schwachen Politik gegenüber den die Reconstruction unterlaufende Redeemers im Süden u.v.a. wegen der Skandale,
die besonders seine zweite Amtszeit kennzeichneten.
Lit.: J.A.Carpenter, U.S.G. (1970) William S.McFeely, G. (1981)


Sherman, William Tecumseh

Sherman, William Tecumseh
* 08.02.1820 Lancaster OH,
† 14.02.1891 New York
GENERAL

In West Point ausgebildet, diente er im Mexikanischen Krieg, verließ aber 1855 den Militärdienst und versuchte sich als Bankier,
Rechtsanwalt und schließlich als Akademikervorsteher. Im Bürgerkrieg kommandierte er eine Brigade in der ersten Schlacht am Bull Run und zeichnete sich bei Shilo aus. Zum Generalmajor befördert, nahm er an der Einnahme von Vicksburg teil und befehligte
die „Army of the Tennessee” in der Schlacht bei Chattanooga (23.-25.11.1863).

Als Nachfolger von U.S. Grant 1864 zum Befehlshaber im Westen ernannt, gelang ihm im September die Einnahme Atlantas,
von wo er mit 62.000 Mann und ohne Nachschub seinen sengend-plündernden, zerstörerrischen Marsch ans Meer antrat und sich dann ab Dezember,
nach Norden wendend, durch die Carolinas schob. Nach dem Krieg wurde er, wiederum in der Nachfolge Grants, Oberkommandierender des Heeres (1869-1884).
Lit.:Lloyd Lewis, Sh.(1932); John B. Walters, Merchant of Terror (1973)


Meade, Georg Gordon

Meade, Georg Gordon
* 31.12.1815 Cadiz (Spanien),
† 06.11.1872 Philadelphia
GENERAL


Nach der Ausbildung an der Militärakademie West Point wurde er gegen die Seminolen und im Mexikanischen Krieg eingesetzt.
Im Bürgerkrieg nahm er an den Schlachten am Antietam und bei Fredericksburg teil. Präsident A. Lincoln übertrug ihm nach
General Joseph Hookers Niederlage bei Chancellorsville Ende Juni 1863 überraschend den Befeh lüber die Army of the Potomac.


Binnen weniger Tage konnte er in der Schlacht von Gettysburg die von R.E. Lee kommandierte „Army of Northern Virginia” schlagen.

Während der Reconstruction befehligte er den dritten Militärdistrikt im Süden (1868-1869).
Lit.: Freeman Cleaves, M. of Gettysburg (1960)

 

 

Farragut, David Glasgow

Farragut, David Glasgow
* 05.07.1801 Cambell's Station TN,
† 14.08.1870 Portsmouth NH
ADMIRAL

Früh aktiv in der amerikanischen Marine, leistete er Dienst u.a. im Mittelmeer (1815-1820), und im Mexikanischen Krieg (1847).
1855 wurde er zum Kapitän ernannt, dem damals höchsten Marinerang.1861 zögerte die Marineleitung wegen seiner Abstammung aus dem Süden mit seinem Einsatz im Bürgerkrieg, beauftragte ihn dann aber mit der Leitung des westl. Blockadegeschwaders im Golf von Mexiko und der Öffnung der Mississippimündung. Mit starken Kräften gelang ihm die Ausschaltung der konförderierten Flotte vor New Orleans und die Einnahme der Stadt (28.04.1862), wofür er zum ersten amerikanischen rear admiral (Konteradmiral) befördert wurde.
Vizeadmiral (23.12.1864) nach seinem Sieg in der Schlacht in der Mobile Bay ( 05.08.1864), wurde er am 26.07.1866 zum Admiral ernannt. 1867-1868 kommandierte er ein Flottengeschwader auf einer Besuchstour in Europa.
Lit.: A.T. Mahan, Admiral F. (1892); C.L. Lewis, D.G.F. (1941-1943)

 







Lee, Robert Edward

Lee, Robert Edward
* 19.01.1807 Stratfort VA,
† 12.10.1870 Lexington VA.
GENERAL

Der Sohn eines Revolutionsgenerals absolvierte die Militärakademie West Point und leistete danach Dienst bei den Pionieren.
Nach Teilnahme am Mexikanischen Krieg wurde er erst in West Point (1852-1855) und dann in Texas (1855-1861) stationiert,
doch war er 1859 in Virginia und konnte J. Brown bei Harpers Ferry gefangennehmen.

Bei Ausbruch des Bürgerkriegs lehnte der Colonel das Angebot Präsident A. Lincolns ab, das Kommando über die Unionsarmee zu übernehmen.
Er wurde vielmehr im Süden zum Befehlshaber der virgin. Streitkräfte bestellt und im August 1861 zum General ernannt.
Nach einer Verwundung J.E. Johnstons erhielt er den Befehl über die „Army of Northern Virginia” (01.06.1862).
Es gelang ihm, G.B. McClellans Angriff auf Richmond, die Hauptstadt der Konförderierten, abzuwehren.
Er siegte in der zweiten Schlacht am Bull Run, kämpfte unentschieden am Antietam und siegte bei Fredericksburg und Chancellorsville. Sein Versuch, den Krieg nach Norden zu tragen, scheiterte bei Gettysburg, doch konnte er 1864 erfolgreich U.S. Grants Offensive in der "Wilderness" vor Richmond aufhalten.

Zum Oberbefehlshaber aller konförderierten Streitkräfte ernannt (06.02.1865), blieb ihm wenig mehr als die Verteidigung Richmonds,
das er Anfang April endlich doch räumen mußte. Er ergab sich Grant in Appomattox Court House.
Seine letzten Jahre verbrachte es als Präsident des Washington College (heute Washington und Lee Universität).

Er gilt, obwohl einige seiner strategischen Entscheidungen kritisiert worden sind, als einer der fähigsten Heerführer der amerikanischen Geschichte.

Lit.: Douglas Southall Freeman, R.E.L. (1934-35) Thomas L. Conelly, The Marble Man (1977)

 

 

Jackson, Thomas Jonathan "Stonewall"

 

Jackson, Thomas Jonathan "Stonewall"
* 21.01.1824 Clarksburg VA,
† 10.05.1863 Guiney`s Station VA, heute WV.
GENERAL

An der Militärakademie in West Point ausgebildet, nahm er am Mexikanischen Krieg teil und unterrichtete ab 1851 am Virginia Military Institute in Lexington VA. Die dem Brigadegeneral der Confederate States of America unterstellte Einheit leistete im Bürgerkrieg im ersten Treffen am Bull Run erbitterten Wiederstand, was ihm den Beinamen "Stonewall J." eintrug. Der brillante Taktiker hatte bedeutenden Anteil an den konförderierten Siegen bei Fredericksburg und Chancellorsville. Von eigenen Truppen versehentlich angeschossen, starb er an den Folgen der Verwundung.
Lit.: L. Chambers, -Stonewall Jackson- (1959); Jean Fritz, -Stonewall- (1979)

 

 

 

Johnston, Joseph Eggleston
Johnston, Joseph Eggleston
* 03.02.1807 Prince Edward Country VA,
† 21.03.1891 Washington DC
GENERAL

Generalquartiermeister beim Ausbruch des Bürgerkriegs, entschied er sich für die Sache des Südens und unterstützte
als Brigadegeneral 1861 P.G.T. Beauregard am Bull Run. Er konnte 1863 Vicksburg nicht entsetzen und 1864 W.T. Shermans Marsch nach Atlanta nicht wirksam aufhalten. Am 26.04.1865 ergab er sich diesem. Nach der Reconstruction saß er im Repräsantantenhaus (1879-1881, Dem.,VA)
Lit.: Craig L. Symonds, J.E. J. (1992)



General Franklin— Heintzelmann— A. Porter— McDowell— McClellan—McCall— Buell— Blenker— Wadsworth— F. Porter
von links:
General Franklin— Heintzelmann— A. Porter— McDowell

McClellan—McCall— Buell— Blenker— Wadsworth— F. Porter



 

Einige Uniformen der Nord- und Südstaaten




(1.) Captain, Komp. G, 11. Virginia Infantry, CSA, Lynchburg Home Guard;
(2.) Captain, 11. Indiana Volunteer Infantry;
(3.) Leutnant, Orrs Regiment, 1. Carolina Rifles, CSA;
(4.) Edmund Ruffin, Palmetto Guard, 1. Komp., 2. South Carolina Volunteers, CSA;





(1.) Gefreiter, 69. New York, US;
(2.) Lieutenant Colonel, 44. Georgia, CSA;
(3.) Sergeant, 33. New Jersey Volunteers, 2. Zouaves, US;
(4.) Offizier, 39. New York Volunteer Infantry, „Garibaldi Guard”, US;






(1.) 15. Virginia Infantry, CSA;
(2.) Gefreite, North Carolina Infantry, CSA;
(3.) Offizier und einfacher Soldat, 83. PensylvaniaVolunteer Infantry, US;
(4.) Einfache Soldaten, 4. Texas Volunteer Infantry, CSA;





(1.) First Lieutenant (Oberleutnant), Komp. A, 5. Georgia Infantry, „Clinch Rifles”, CSA;
(2.) Colonel u. First Lieutenant, 16. Virginia Volunteer Infantry, CSA;
(3.) Sergeant u. Gefreiter, 22. Regiment, New York Nationalgarde, US;




links: 8. Texas Kavallerie, „Terry's Texas Rangers”, CSA;
rechts: First Sergeant (Kompaniefeldwebel), 3. New Jersy Cavalry, „The Butterflies”, US;





links: General John Bell Hood, CSA;
rechts:
General George H. Thomas, US;

 

 

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