Diese Chronologie basiert auf der vom Naval Historical Center 1971 herausgegebenen "Civil War Naval Chronology, 1861-1865",
sowie Veröffentlichungen, Illustrationen und Dokumentarfotos des Naval Historical Center, der Bibliothek des Kongresses und des U. S. Nationalarchivs

 

DER KRIEG AUF DEM WASSER

Kurze Chronik der Einsätze der U. S. Navy und der C. S. Navy 1861 - 1865

Bearbeitet von E. Liebe, RAG Militärgeschichte, 85077 Manching

 

 

 

Vorbemerkung
Diese Chronik enthält Einsätze der beiden Marinen, die für den Verlauf des Krieges wichtig waren, aber auch kleinere Ereignisse, die beispielhaft zeigen sollen,
wie die Seeleute und Marineinfanteristen eingesetzt waren.

 

1861

12. April
In Begleitung der USS PAWNEE und HARRIET LANE erreicht der Dampfer BALTIC unter Gustavus Fox mit Unionstruppen zur Verstärkung des Fort Sumter die Gewässer vor Charleston und muß feststellen, daß das Fort Sumter beschossen wird. So können die Truppen nicht mehr an Land gebracht werden.
Als das Fort am nächsten Tag kapituliert, nimmt der Dampfer die Festungsbesatzung an Bord.

 

Fort Sumter liegt unter schwerem Beschuß

 

 

19. April
Nachdem am 12. April der Krieg mit der Beschießung von Fort Sumter ausgebrochen war,
erklärt Präsident Lincoln die Blockade der Häfen des Südens von South Carolina bis Texas.

20. – 21. April
Die Gosport-Werft in Portsmouth bei Norfolk, Virginia, wird teilweise zerstört, um nicht intakt in die Hände der Konföderierten zu fallen,
und die Anlage von Unionstruppen verlassen. Die dort ankernden Schiffe der Union werden bis auf wenige Ausnahmen zerstört.


(Siehe dazu auch die Seiten „Hampton Roads 8. – 9. März 1862“ unter Schlachten.

22. April
Der Dampfer BOSTON trifft mit dem 7. New York Regiment in den Gewässern vor Annapolis ein. Hier war die MARYLAND, die die USS CONSTITUTION
mit General Butler’s Truppen an Bord in die Chesapeake Bucht geschleppt hatte, auf Grund gelaufen. Die BOSTON schleppt die MARYLAND in tieferes Wasser,
und so können die Truppen an Land gebracht werden. Dieser Seetransport verstärkte die Verteidigung der Hauptstadt Washington, D.C., erheblich
und war einer der Gründe, daß der Staat Maryland in der Union blieb.

24. Mai
Im Verlauf einer amphibischen Expedition fordert Fregattenkapitän (Commander) S. C. Rowan, USS PAWNEE, nach einem kurzen Geplänkel die Stadt Alexandria, Virginia, zur Übergabe auf. Sie bleibt bis Kriegsende von der Union besetzt.

29. Mai – 01. Juni
Die aus der USS THOMAS FREEBORN, USS ANACOSTIA und USS RESOLUTE der Potomac-Flottille beschießen die konföderierten Geschützbatterien von Aquia Creek, Virginia. Am 31. Mai stößt die Virginia-Flottille mit der USS PAWNEE hinzu.
Der Ort ist die Endstation der Eisenbahnlinie nach Richmond und war der erste Ort, an dem konföderierte Marineoffiziere Geschützbatterien am Potomac errichteten.

 

Die Beschießung der Geschützbatterien von Aquia Creek

 

28. – 29. Juni
Der Raddampfer (Side-wheel Steamer) SAINT NICHOLAS; der im Personenverkehr zwischen Baltimore und Georgetown auf dem Potomac Fluß eingesetzt ist, wird im Handstreich von einem konföderierten Kommandotrupp aus Seeleuten und Soldaten erobert. Die Konföderierten unter Kapitän z.S. (Captain) George N. Hollins und Oberst (Colonel) Richard Thomas hatten sich als männliche und weibliche Passagiere verkleidet. Ihr Ziel ist die Vernichtung der USS PAWNEE. Als sie diese nicht finden können, dampfen sie in die Chesapeake Bucht und kapern am 29. Juni die Schoner MARGARET und MARY PIERCE sowie die Brig MONTICELLO.

30. Juni
Die CSS SUMTER unter Fregattenkapitän (Commander) Raphael Semmes durchbricht aus der Mississippi-Mündung kommend die Seeblockade der Union.
Damit beginnt die Karriere dieses gefürchteten Kaperkapitäns.

06. Juli
Die CSS SUMTER, Fregattenkapitän Semmes, läuft mit sieben gekaperten Schiffen der Union in den Hafen von Cienfuegos, Kuba.

07. Juli
Die USS RESOLUTE birgt zwei Treibminen (Kontaktminen) im Potomac Fluß. Dies ist der erste Einsatz dieser neuartigen Waffe im Bürgerkrieg,
die von den Amerikanern „Torpedos“ genannt werden:

 

Treibminen im Potomac

 

 

21. Juli
In der 1. Schlacht von Bull Run fallen 9 Marineinfanteristen, 19 werden verwundet und 16 Mann vermißt. Dabei gehen auch zwei Marinehaubitzen verloren.
Auch auf konföderierter Seite ist eine Marinebatterie eingesetzt.

03. August
Von der FANNY, einem Schiff der Union, steigt John LaMountain in den Hampton Roads zum ersten Mal mit einem Fesselballon auf,
um die konföderierten Geschützbatterien am Sewell’s Point, Virginia, zu beobachten.

29. August
Streitkräfte der Union unter Flaggoffizier (Flag Officer) S. H. Stringham and General B. F. Butler nehmen die bedingungslose Kapitulation der von den Konföderierten besetzten Forts Hatteras und Clark entgegen. Damit ist der Pamlico Sound (Sund) blockiert.

14. September
In der Morgendämmerung rudern Matrosen und Marineinfanteristen der USS COLORADO in den Hafen von Pensacola, setzen den Schoner JUDAH in Brand
und vernageln zahlreiche Geschütze in der dortigen Marinewerft der Konföderierten.

01. Oktober
Konföderierte Marineeinheiten, darunter die CSS CURLEW, RALEIGH und JUNALUSKA, kapern im Pamlico Sund unter Flaggoffizier W. F. Lynch, CSN,
den Dampfer FANNY (später CSS FANNY), der Unionstruppen und Heeresmaterial an Bord hat.

03. Oktober
Nach heftiger Beschießung nehmen Marinekräfte unter Commander William B. Renshaw auf der U.S.S. WESTFIELD, und der U.S.S. HARRIET LANE, OWASCO,
CLIFTON
, sowie dem Mörserschoner HENRY JANES, die Stadt Galveston, Texas, ein. Damit sind die Städte Galveston, Corpus Christi und Sabine City in der Hand
der Union. Am 1. Januar 1863 wird Galveston wieder von den Konföderierten eingenommen, die Blockade bleibt aber bestehen.

12. Oktober
Das eisenbeschlagene Rammschiff CSS MANASSAS, greift mit Unterstützung der bewaffneten Dampfer IVY und JAMES L. DAY, in der Nähe von Head of Passes im Mississippi die USS RICHMOND, VINCENNES, WATER WITCH, NIGHTINGALEe, und PREBLE an. Trotz starken Feuers gelingt es, die USS RICHMOND zu rammen
und sie zusammen mit der USS VINCENNES auf Grund zu setzen. Danach müssen sich die konföderierten Schiffe wieder zurückziehen.

29. Oktober
Um einen größeren Feldzug (Port Royal Sound Expedition) der Union zu beginnen, sticht von Fort Monroe aus eine Flotte von 77 Schiffen in Richtung Port Royal,
South Carolina, in See. Dies ist der bisher größte Schiffsverband der Union. Er hat etwa 16.000 Soldaten unter dem Kommando von Brigadegeneral (Brigadiergeneral)
Thomas W. Sherman an Bord.

 

Die Flotte versammelt sich vor Fort Monroe

 

01. November
Ein heftiger Sturm vor der Küste von South Carolina zerstreut die Schiffe dieser Flotte und gefährdet das ganze Unternehmen. Zum Glück war der Schaden nicht so groß, denn jedes Schiff hatte für solch einen Notfall entsprechende Geheimbefehle, die nur auf offener See geöffnet werden durften.

07. November
Marineeinheiten unter Flaggoffizier S. F. Du Pont nehmen den Port Royal Sund (Sound), South Carolina, ein. Während die Schiffe einlaufen,
nehmen die Marinekanoniere die Forts Walker und Beauregard unter verheerendes und genaues Geschützfeuer, so daß deren Besatzungen gezwungen werden,
die Festungen zu verlassen.
Das kleine konföderierte Geschwader kann nur geringen Widerstand leisten, es setzt aber eigene Truppen auf das Festland über, die so der Gefangenschaft entkommen konnten. Seeleute und Marineinfanteristen werden zur Besetzung der Festungen an Land gebracht. Nach dem Ausbooten der Heereseinheiten werden die Forts an die Truppen von General Sherman übergeben.

 

Die Beschießung von Port Royal

 

Bei der Schlacht von Belmont, Missouri, unterstützen die USS TYLER, Fregattenkapitän (Commander) H. Walke, und die USS LEXINGTON, Fregattenkapitän R. Stembel, 3.000 Unionstruppen unter General Grant durch Beschießung der konföderierten Batterien entlang des Mississippi.

 

08. November
Die USS SAN JACINTO, Kapitän z.S. (Captain) C. Wilkes, stoppt im Old Bahama Channel den britischen Postdampfer TRENT und nimmt die konföderierten Bevollmächtigten (Commissioners) James Mason und John Slidell als Kriegsgefangene mit. Dies führt zu ernsthaften internationalen diplomatischen Verwicklungen.

 

                      Luftaufklärung am Potomac

11. November
Vom Ballonschiff G.W. PARKE CURTIS, das im Fluß Potomac ankert, klärt Thaddeus Lowe aus einem Fesselballon
die Lage der konföderierten Truppen auf.

12. November
Die FINGAL (später CSS ATLANTA), ein in England gekauftes Schiff, erreicht schwerbeladen mit militärischen Nachschubgütern den Hafen von Savannah, Georgia. Dies ist das erste Schiff, das unter der Regie der konföderierten Regierung
(und nicht auf eigene Rechnung und Gefahr, wie andere Schiffe) die Seeblockade durchbricht.

02. Dezember
In seinem ersten Jahresbericht meldet Marineminister Welles Präsident Lincoln die Aufbringung (Kaperung) von 153 Schiffen (meistens Blockadebrecher) der Südstaaten.

17. Dezember
Um die Überwachung zu erleichtern, werden vor der Hafeneinfahrt von Savannah, Georgia, sieben mit Steinen beladene Schiffe („Stone Fleet“ – Steingeschwader) versenkt. Am 20. Dezember geschieht dies auch vor dem Hafen von Charleston.

 

21. Dezember
Präsident Abraham Lincoln genehmigt mit Kongreßbeschluß die Einführung einer Tapferkeitsmedaille,
die an Unteroffiziere und Mannschaften der Marine (U.S. Navy) und der Marineinfanterie (U.S. Marine Corps)
verliehen werden konnte. Sie erhält die Bezeichnung "Medal of Honor" (Ehrenmedaille).


1862

09. Januar
Flaggoffizier D. G. Farragut erhält das Kommando über das Blockadegeschwader Westlicher Golf (Western Gulf Blockading Squadron).
Damit beginnt der New Orleans-Feldzug.

16. Januar
Sieben gepanzerte Flußkanonenboote werden in Dienst gestellt, die der Marine der Union für kombinierte Operationen im Westen zur Verfügung stehen.

06. Februar
Unter Flaggoffizier A. H. Foote nehmen gepanzerten Kanonenboote der Union das strategisch wichtige Fort Henry am Fluß Tennessee ein.
Dadurch wird die konföderierte Linie durchbrochen und die Möglichkeit geschaffen, daß Unionstruppen tief in den Süden vorstoßen können.
Die Flußkanonenboote beginnen sich damit flußabwärts vorzukämpfen.

 

Die Einnahme von Fort Henry (06.02.1862) und Fort Donelson (13. – 16.02.1862)

 

07. – 08. Februar
Eine gemeinsame Expedition unter Flaggoffizier L. M. Goldsborough und Brigadegeneral (Brigadier General) A. E. Burnside nehmen Ranoke Island ein,
eine Schlüsselstellung im Albemarle Sund. Die rückwärtigen Verbindungen des Marinestützpunktes Norfolk sind damit bedroht.

14. Februar
Im Zusammenwirken mit Truppen unter Brigadegeneral U. S. Grant greifen Kanonenboote unter Flaggoffizier A. H. Foote das Fort Donelson am Fluß Cumberland an,
das am 16. Februar kapituliert. Mit dem Fall dieses Forts müssen sich die Konföderierten in den Mississippi zurückziehen.

 

Fluß-Kanonenboote beschießen das Fort Donelson

 

03. März
Im Rahmen gemeinsamer Operationen gegen die Südatlantik-Küste nehmen Marinekräfte unter Flaggoffizier S. F. Du Pont die Stadt Fernandina, Florida,
und die umliegenden Gebiete ein.

08. März
Das Panzerschiff CSS VIRGINIA, Kapitän z.S. F. Buchanan, läuft aus dem Hafen Norfork in die Hampton Roads um das Blockadegeschwader (5 Kriegsschiffe)
der Union anzugreifen. Es gelingt ihm, die USS CUMBERLAND zu rammen, die sofort zu sinken beginnt. Danach greift die CSS VIRGINIA die USS CONGRESS an,
die bei einem Ausweichmanöver auf Grund gelaufen war. Sie kapituliert und wird versenkt.
Siehe dazu auch die Seiten „Hampton Roads 8. – 9. März 1862“ unter Schlachten.

09. März
Die am Vorabend angekommene USS MONITOR, Kapitänleutnant J. L. Worden, greift die CSS VIRGINIA, Kapitänleutnant Catesby R. Jones, an und verwickelt sie in ein Geschützduell. Doch es entsteht nur geringer Schaden an beiden Schiffen. Der erste Kampf zwischen zwei Panzerschiffen endete schließlich unentschieden.

14. März
Mit einem gemeinsamen amphibischen Angriff unter Fregattenkapitän S. C. Rowan und Brigadegeneral A. E. Burnside wird New Bern eingenommen,
ein Ort mit einem bedeutenden Material- und Munitionsdepot.

04. April
Das Panzerschiff USS CARONDELET, Fregattenkapitän H. Walke, stürmt an den konföderierten Batterien auf Island No. 10 im Mississippi vorbei,
um den Angriff von Generalmajor J. Pope auf die Insel zu unterstützen.

 

Die USS CARONDELET dampft an den Geschützbatterien vorbei

 

07. April
Die Besatzung von Island No. 10, einem wichtigen Stützpunkt des oberen Mississippi, ergibt sich den Marinekräften der Union unter Flaggoffizier A. H. Foote.

24. April
Nach sorgfältiger Planung und Vorbereitung stürmt eine US-Flotte mit acht Korvetten, neun Kanonenboote (insgesamt 100 Geschütze) unter Flaggoffizier D. G. Farragut
und 20 Mörserboote unter Fregattenkapitän D. D. Porter an den Forts Jackson und St. Philipp an der Mündung des Mississippi vorbei und vernichtet die konföderierte Verteidigungs-Flottille auf dem Mississippi hinter New Orleans. Damit ist die größte und reichste Stadt des Südens gezwungen, sich zu ergeben, und fast der ganze
Mississippi gelangen in die Hand der Union. Nur Vicksburg stellt noch eine Verbindung zwischen dem östlichen und westlichen Teil der Konföderierten her.

26. April
Nach heftiger Beschießung und einem gemeinsamen Angriff von Heer und Marine muß sich das Fort Macon, North Carolina, den Unionstruppen ergeben.

10. Mai
Im Verlauf ihres erzwungenen Rückzugs zerstören die Konföderierten Norfolk und die Gosport Marine-Werft bei Norfolk.

11. Mai
Die CSS VIRGINIA wird von ihrer Besatzung bei Craney Island selbst versenkt, um ihre Kaperung durch herankommend Kriegsschiffe der Union zu verhindern.

15. Mai
Die James River-Flottille unter Fregattenkapitän J. Rodgers kommt ohne eigene Unterstützung bis auf 8 Meilen an Richmond heran, wird aber dann bei Drewry's Bluff durch Geschützbatterien zurückgeworfen, deren Geschützbedienungen sich aus Personal der CS Navy und der Marineinfanterie zusammensetzt.

06. Juni
Im Verlauf der Schlacht um Memphis, Tennessee, vernichtet ein von Norden kommendes Geschwader der Union von fünf Kanonenbooten unter Kapitän z.S. C. H. Davis
und Rammschiffe der Armee unter Oberst (Colonel) C. R. Ellet Jr. die am oberen Mississippi liegenden Teile der konföderierten Flußverteidigungsflotte
(sieben gepanzerte Schiffe) unter Kapitän z.S. J. E. Montgomery. In hartem Kampf Schiff gegen Schiff werden sechs Fahrzeuge der Konföderierten entweder versenkt
oder erobert. Daraufhin übergibt der Bürgermeister die Stadt an die Streitkräfte der Union.

 

Die Vernichtung der „Rebellenflotte“ vor Memphis

 

28. Juni
Die Flotte von Flaggoffizier D. G. Farragut passiert erfolgreich die schweren Geschützbatterien von Vicksburg und stößt am 1. Juli auf Schiffe unter Flaggoffizier C. H. Davis. Dies ist das erste Zusammentreffen der Süß- und der Salzwasserflotte der Union.

01. – 02. Juli
Die Flotte von Flaggoffizier (Flag Officer) L. M. Goldsborough deckt den Rückzug von Generalmajor G. B. McClellan's Unionsarmee nach der gewonnenen Schlacht von Malvern Hill gegen General Robert E. Lee. Damit endet die Siebentage-Schlacht und der Peninsula-Feldzug.

15. Juli
Die CSS ARKANSAS, Kapitänleutnant I. N. Brown, dringt in die Flotte der Union oberhalb von Vicksburg ein und beschädigt die USS CARONDELET und TYLER,
die Scharfschützen an Bord hatten.

 

CSS ARKANSAS

 

16. Juli
David Glasgow Farragut wird zum Konteradmiral (Rear Admiral) befördert. Er ist damit der erste Offizier, der diesen Dienstgrad in der US Navy erhält.

19. Juli
Ein Kriegsgericht der Konföderierten spricht Flaggoffizier Tattnall, den Kapitän der CSS VIRGINIA, in allen Ehren für die Zerstörung des Schiffes am 11. Mai frei.
Das Gericht befindet, daß die Vernichtung die einzige Alternative war.

24. August
Fregattenkapitän (Commander) Raphael Semmes erhält vor der Insel Terceira, Azoren, das Kommando über das berühmte Kaperschiff CSS ALABAMA
und die gleichzeitiger Beförderung zum Kapitän z.S. (Captain).

 

Die CSS ALABAMA

 

26. August
Franklin Buchanan wird zum Admiral befördert. Er ist damit der ranghöchste Offizier in der CS Navy.

25. September
Die USS KENSINGTON und RACHEL SEAMAN sowie der Mörser-Schoner HENRY JAMES bombardieren Sabine City, Texas, und zwingen die konföderierten Truppen,
sich aus der Stadt zurückzuziehen.

01. Oktober
Die Westliche Kanonenbootflotte wird vom Kriegsministerium an die US Navy übergeben.

03. November
Die CSS COTTON und Küstenbatterien greifen bei Berwick Bay, Louisiana, ein Geschwader der Union an und fügen diesem beträchtliche Schäden zu.
Nachdem das tapfere konföderierte Kanonenboot seine gesamte Munition verschossen hatte, mußte es sich zurückziehen.

01. Dezember
In seinem zweiten Jahresbericht meldet Marineminister Welles Präsident Lincoln, daß die US Navy aus derzeit 427 Schiffen mit insgesamt 1577 Kanonen
und einer Kapazität von 240.028 Tonnen besteht. An Bord der Schiffe dienen etwa 28.000 Seeleute, und etwa 12.000 Monteure und Arbeiter sind in den Marinewerften
und Marinestationen beschäftigt.

12. Dezember
Die USS CAIRO, Korvettenkapitän (Lieutenant Commander) T. O. Selfridge, läuft im Fluß Yazoo auf eine Mine und sinkt. Dies ist das erste Schiff,
das durch eine konföderierte Seemine, damals Torpedo genannt, versenkt wird.

 

Das Ende der USS CAIRO

 

31. Dezember
Das Panzerschiff USS MONITOR, Fregattenkapitän J. P. Bankhead, sinkt bei Kap Hatteras im Sturm.

 

 

Startseite   ›   Weiter