Mit freundlicher
Unterstützung
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
© Dominique Venner, Philippe Fossat und Rudy Holst • Amerikanische
Revolver & Pistolen •
© R. L. WILSON • COLT - Eine Amerikanische Legende - Kunstwerke
in Stahl •
© Jean-Noel Mouret
• Revolver & Pistolen
•
C
O L T -
An American Legend
Seite
2


Vergleich
zwischen dem Third Model Dragoon, dem Model 1849 Pocket (Mitte)
und dem Model 1860 Army (rechts).
Der
1191 g schwere Army folgte im Jahre 1860 auf den viel schwereren Dragoon.
Der 1849 Pocket erwies sich als wirksame, verdeckt zu tragende Ergänzung
zu beiden Revolvern.
Alle drei Exemplare stammen aus der persönlichen Sammlung Samuel
Colts,
daher der hervorragende Zustand.
1851 Navy im Kaliber: .36 mit 7 1/2-Zoll-Standardlauf.
Model 1849 Pocket mit 5 Zoll langem Lauf (unten)
Der Navy war eine schwerere Version des Pocket.
Keine Teile waren zwischen den beiden Waffen austauschbar.
Aptierungen
der Modelle 1849 Pocket, 1862 Police und 1862 Pocket Navy.
Oben: Fünfschüssiger Vorderlader 1849 Pocket, mittels des
Thuer-Systems zum sechsschüssigen Vorderlader umgebaut. Die Büchsenmacherarbeiten
erfolgten wahrscheinlich in Colts Londoner Niederlassung, was die
britischen Prüfstempel auf der Trommel ausweisen.
Ähnliche Umbauten wurden an dem 1862 Police und 1862 Pocket Navy
vorgenommen,
in deren Verlauf beide Waffen sechsschüssig wurden.
Oben rechts: Das Modell mit achtkantigem Lauf von 4 1/2", eine
Waffe mit dem Kaliber .38 Randfeuer, wurde nur 4.000 Mal gebaut, stets
ohne Ausstoßerstange.
Mitte:
Ein vernickelter 1862 Police/Pocket Navy mit Perlmuttgriffen und Ausstoßer,
in der Standardausführung mit Kaliber .38 Randfeuer oder Zentralfeuer
und 4 1/2-Zoll-, 5 1/2-Zoll- und 6 1/2-Zoll-Lauf. Etwa 6.500 Stück
wurden hergestellt.
Unten links: Eine Variante des 1862 Police/ Pocket Navy mit Ausstoßer
und der weniger gebräuchlichen Trommel mit Halb-Kannelierung.
Unten: Das Metallpatronen Modell mit rundem 3 1/2-Zoll-Lauf,
ein Revolver vom Kaliber .38 Randfeuer oder Zentralfeuer ohne Ausstoßer.
Entwicklungsstufen
in der Konstruktion der »New Model Perkussions Revolver.
Oben ein Prototyp des Model 1860 Army mit dem Rahmen des 1851 Navy.
Lauf im neuen Stil,
aber mit einem modernisierten Gelenkladehebel (nicht der kriechende
Hebel).
Die Waffe hat die Seriennummer 4. In der Mitte die Seriennummer 29
des Model 1861 Navy
mit der kannelierten Trommel (ohne Seegefecht-Motiv) aus der Anfangszeit
der Produktion.
In der Aussparung der Rückstoßplatte fehlt die Führungsnut
für die Zündhütchen.
Die Trommelprägung lautete: PAT. SEPT lOth 1850.
Unten
ein Prototyp des Model 1862 Police mit der Seriennummer 3, hergestellt
auf der Basis eines Model 1849 Pocket unter Verwendung einer neu konstruierten
halbkannelierten, verkleinerten Trommel,
eines gerundeten Laufes (oben mit der Prägung Saml. Colt) und
eines Gelenkladehebels.
Mehrere
großrahmige Aptierungen und ein Open Top .44,
unten, bieten eine interessante Vergleichsmöglichkeit zu den
Revolvern mit kleinem Rahmen.
Oben ein 1851 Navy Thuer mit der erforderlichen Aussparung am Laufansatz
(für die von vorne zu ladenden Patronen). Das E ist an der Auswurfposition
des Rings erkennbar.
Oben rechts ein vernickelter Thuer 1860 Army mit reicher Blatt-Arabesken-Gravur.
Mitte links ein 1851 Navy, bekannt als Mason-Aptierung, mit durchgehenden
Trommelbohrungen
und den üblichen Veränderungen am Lauf und am Rahmen. Ein
Patent von C.B. Richards
vom 25. Juli 1871 fand bei Details wie den Ladeklappen und einer Frühform
der Ausstoßerstange Anwendung, während Masons Patent vom
2. Juli 1872 eine verbesserte Konstruktion der Ausstoßerstange
betraf. Diese Daten erscheinen als Rahmenprägungen auf einer
großen Anzahl von Colt-Umbauten.
Unten
rechts die Richards-Aptierung eines 1860 Army im Kaliber .44 Zentralfeuer
mit zurückspringendem Schlagbolzen in der umgebauten Verschlußplatte,
Zapfen unter dem Lauf (anstelle des Ladehebels) und durchgehenden
Trommelbohrungen. Unten links ein Open Top .44 mit Griff im Army-Format,
graviert und vernickelt für den Verkauf südlich der Grenze.
Drei
der vier Hahn-Typen bei den Colts aus der Umbau-Zeit.
Oben ein Model 1861 Navy Thuer. Die Hahn-Schlagseite (von der Seite
her nicht sichtbar)
war durch einen runden, gehärteten Bolzen verstärkt, der
sowohl bei Perkussions-Zündhütchen als auch beim Schlag
auf den im Umbauring befindlichen Schlagbolzen funktionierte.
In der Mitte ein tadelloses Richards-Modell des 1860 Army, auch äußerlich
überarbeitet,
nachdem es auf Regierungsauftrag hin umgebaut wurde. Die Hahn-Schlagseite
war flachgeschliffen,
der Schlagbolzen ruht unter Federspannung innerhalb der Umbauplatte.
Unten
ein Einzelstück, eine siebenschüssige Versuchswaffe, die
einen Entwicklungsschritt zwischen dem Open Top .44 und dem Single
Action Army Peacemaker darstellt.
Der Hahn hat einen Schlagbolzen für Randfeuer. Nicht abgebildet
ist ein Hahn für Zentralfeuer,
bei dem der Zündstift in die Schlagseite des Hahnes eingenietet
ist.
Die
Unterschiede zwischen Open Top .44 (oben), und Single Action Army
von 1873 werden auf diesem Vergleichsphoto deutlich. Das Herausnehmen
des Laufkeiles beim Open Top ermöglichte das Zerlegen in Laufteil,
Trommel und Griffrahmen wie bei allen Perkussions-Colts mit Ausnahme
der 1855er.
Beim Single Action Army war der Lauf in den Rahmen eingeschraubt.
Wenn man die Trommel herausnehmen wollte, mußte man erst die
Trommelachse herausdrehen
(die Spitze ragte etwas unterhalb des Laufansatzes vorn aus dem Rahmen
hervor).
Der
Hahn des Open Top hatte den üblichen Schlagbolzen für Randfeuer,
der S.A.A. einen Schlagbolzen für Zentralfeuer. Lediglich die
Rahmenschrauben, der Griffrücken,
der Abzugbügel und die Griffe im Navy-Format waren zwischen diesen
beiden Modellen austauschbar.