Mit freundlicher Unterstützung
VERLAG FÜR AMERIKANISTIK, 25931 Wyk auf Foehr
Quellennachweis des Textes: Quellennachweis der Abbildungen:
•Amerikanische Revolver & Pistolen• Dominique Venner, Philippe Fossat, und Rudy Holst
Jean-Noel Mouret •Revolver & Pistolen•




SMITH & WESSON

Seite 1

 
       Horace Smith                         Daniel Wesson

Im Jahre 1846 meldet ein gewisser Walter Hunt ein selbstzündendes Geschoß mit einer in einem Hohlraum angeordneten Treibladung sowie ein Repetiergewehr zum Abfeuern eben dieses Geschosses zum Patent an. Hunt verkauft die Nutzungsrechte an diesem Patent an den Büchsenmacher Lewis Jennings, der daran gewisse Verbesserungen vornimmt (Patent vom 25. Dezember 1849). Das Sammelpatent gelangt schließlich in die Hände von Horace Smith, der seinerseits gewisse Veränderungen am 26. August 1851 patentieren läßt. Es beschreibt eine Repetierpistole mit unter dem Lauf montiertem Röhrenmagazin. Der Repetiermechanismus wird durch einen Bügelhebel genau wie bei den künftigen Winchester-Karabinern betätigt.

Am 20. Juni 1854 gründen dann Horace Smith und Daniel B. Wesson ein gemeinsames Unternehmen zur Herstellung von Pistolen. Diese werden mit selbstzündenden Geschossen geladen. Die beiden Erfinder sehen sich bereits ein Jahr später gezwungen, ihr Patent und ihre Werkzeuge an die Volcanic Repeating Arms Co. zu verkaufen. Deren Teilhaber Oliver Winchester kann schon kurze Zeit später das ganze Unternehmen zu einem Spottpreis erwerben, und gemeinsam mit einem ausgezeichneten Ingenieur - Benjamin Tyler Henry - macht er sich an die Entwicklung jenes Karabiners, der seinen Namen tragen soll. Von den unter der Bezeichnung Volcanic bekannt gewordenen Repetierpistolen gibt es drei unterschiedliche Fertigungsvarianten.

Die erste Serie wird von Smith & Wesson von 1854 bis 1855 in Norwich, Connecticut, in einer Stückzahl von insgesamt 1600 gefertigt (Nr. 1, Kaliber .31, mit rundem Kolben und Nr. 2, Kaliber .41, mit eckigem Kolben). Nach dem Verkauf an die Volcanic Repeating Arms Co. in New Haven, Connecticut, werden zwischen 1855 und 1857 etwa 3000 Exemplare im Kaliber .38 hergestellt. Die echte Volcanic unterscheidet sich von der Smith & Wesson durch einen im ersten Drittel achteckigen und anschließend runden Lauf. 1857 schließlich wird die Produktion der Volcanic von der (kurz darauf von Oliver Winchester übernommenen) New Haven Arms Co. wiederaufgenommen und bis 1860 fortgesetzt. In dieser Zeit werden insgesamt 3200 Pistolen hergestellt.

 

Zehnschüssige Repetierpistole im Kaliber .38 (Patrone Kaliber .41). Diese Waffe war eine weitere Pistole aus der Baureihe der Volcanic-Waffen von Smith und Wesson. Der Name dieser Waffen stammt wahrscheinlich aus einem Artikel der amerikanischen Zeitschrift «Scientific American», in dem man die Feuergeschwindigkeit der Pistole mit dem Ausbruch eines Vulkans verglich.

 

 

 

 

Sechsschüssige Repetierpistole im Kaliber .30 (Patrone Kaliber .31) mit der Seriennummer 44. Es ist eine frühe Arbeit von Smith und Wesson, aus der dann das Volcanic-System entstand.

 

 

 

 

 

Der erste Smith & Wesson Revolver Nr. 1 im Kaliber .22 mit Randfeuer kommt 1857 auf den Markt. Er funktioniert nach dem Single-Action-Prinzip und verfügt über eine siebenschüssige Trommel, die sich über ein oben am Gestell befestigtes Scharnier kippen läßt, um den Ladevorgang zu erleichtern und die leeren Patronenhülsen mit Hilfe des unter dem Lauf angeordneten Ausziehstifts zu entfernen. Das Ganze wird unten am Gestell mit einem Bolzen fixiert. Während des Bürgerkriegs werden von dieser Waffe mehrere tausend Exemplare hergestellt. Sie ist sehr leicht und handlich und damit gut zu verstecken. Doch sie hat nur eine sehr geringe Feuerkraft.

So berichtet Sheriff Bat Masterson, wie ein gewisser Barney S. Straw 1881 in einem Saloon in Dodge City von einem Betrunkenen angegriffen wird. Straw feuert insgesamt sieben Schüsse aus seinem kleinen Kaliber .22 auf den Bauch des Angreifers ab, doch dieser würgt ihn unbeirrt weiter. Nachdem Straw schließlich tot zu Boden sinkt, leert der Mörder ein letztes Glas, schwingt sich auf sein Pferd und reitet noch etwa dreißig Meilen weit, bevor er zusammenbricht und an den Folgen seiner inneren Verletzungen stirbt.

Smith & Wesson Nr. 1, erste Ausgabe, von 1857 bis 1860 in Springfield (Massachusetts) hergestellt. Gesamtstückzahl: 11671. Single Action. Kaliber: .22 (Randfeuer. Siebenschüssige Trommel. Eckiger Griff. Achteckiger 3 3/16-Zoll-Lauf mit Laufschiene. Runde Seitenplatte.




Die ersten bei Smith & Wesson hergestellten Revolver des Modells 1 hatten unten am Rahmen den sogenannten »Bajonettverschluss«.

 

 

 

 


Smith & Wesson Nr. 1, zweite Ausgabe, von 1860 bis 1868 in Springfield (Massachusetts) hergestellt. Gesamtstückzahl: 117000. Single Action. Kaliber: .22 (Randfeuer). Runde, siebenschüssige Trommel. Nach oben kippbarer Lauf. Eckiger Griff. Rahmen plattiert, Lauf und Trommel brüniert. Achteckiger 3 3/16-Zoll-Lauf mit Laufschiene. Der Rahmenform angepaßte Seitenplatte.

 

 

 

 






Smith & Wesson Nr. 1, dritte Ausgabe, von 1868 bis 1881 in Springfield (Massachusetts)
hergestellt. Gesamtstückzahl: 131000. Single Action. Kaliber..22 (Randfeuer). Geflutete, siebenschüssige Trommel. Abgerundete Grifform.







 

Nach dem Erfolg der kleinen Nr. 1 Revolver bemühte sich die Firma Smith & Wesson, ein leistungsstärkeres Modell zu entwickeln, das für das Militär von Interesse sein könnte. Man einigt sich auf das Kaliber .32 Randfeuer. Die im Auftrag der Firma gefertigten Patronen tragen ebenso wie die Waffe die Bezeichnung Nr. 2. Der neue Revolver hat die gleiche Form wie sein Vorgänger, ist aber wesentlich massiver. Die Waffe kommt mit dem Beginn des Sezessionskriegs heraus. Mehrere berühmte Persönlichkeiten haben diesen Smith & Wesson Nr. 2 getragen, so auch Jesse James und General Custer.

 

 

 

Originalpatronenschachtel, Kaliber .32 Randfeuer

 

 

 

 

Revolver Smith & Wesson No. 1 1/2
Kal: 32 RF
L: 197 mm

In den sechziger Jahren des 19. Jahrhunderts, in denen die Perkussionsrevolver durch Waffen mit Einheitspatronen ersetzt wurden, lag die Firma Smith & Wesson vorne, die das Patent von R. White für eine voll durchbohrte Revolvertrommel besaß.
Ab 1857 stellte sie Revolver mit hochklappbarem Lauf für Randfeuerpatronen Kaliber 22 her und nach diesem Modell No. 1 folgten die Modelle No. 2 und No. 1 1/2 mit Kaliber 32. Die erste Variante (das alte Modell) des fünfschüssigen Revolvers No. 1 1/2 wurde in den Jahren 1865-1868 in einer Zahl von über 26 Tausend Stück hergestellt. Die zweite Variante (neues Modell) mit zylindrischem Lauf (bei der ersten Variante kantiger Lauf), mit gefluteter Trommel (zuvor glatt) und weiteren Änderungen wurde in den Jahren 1868-1875 in einer Anzahl von über 100 Tausend Stück gefertigt.
Zum Entfernen der leergeschossenen Patronenhülsen (mit einer nicht abnehmbaren Entladestange unter dem Lauf) muß der Lauf nach oben gekippt und die Trommel abgenommen werden.

 

 

Smith & Wesson Nr. 2 Army, von 1861 bis 1874 hergestellt. Gesamtstückzahl: 77155. Single Action. Kaliber: .32 (Randfeuer). Sechsschüssige Trommel. Nach oben kippbarer Lauf. Eckiger Griff. Stahlrahmen. Achteckiger 6-Zoll-Lauf mit Laufschiene.

 

 

 

Im Mai 1870 nimmt Smith & Wesson die Fertigung eines großen Revolvers auf, der ein Jahr zuvor entwickelt worden ist: der Nr. 3, American Model. Dieser ist ursprünglich für die .44er Randfeuerpatronen des Henry-Winchester-Karabiners von 1866 ausgelegt. Um dem Wunsch der Armee zu entsprechen, wird diese Munition jedoch schon bald durch eine Zentralfeuerpatrone, die Smith & Wesson 44/100, ersetzt.

Als wesentliche Neuerung weist der Nr. 3 erstmals einen Hülsenauswerfer auf, der am 24. August 1869 zum Patent angemeldet worden ist. Auch diese Waffe hat einen Stahlrahmen, einen eckigen Griff, eine durch drei Schrauben fixierte Seitenplatte sowie einen mit dem Rahmen verschraubten runden Abzugsbügel. Beim Öffnen des Laufs wird der Hülsenauswerfer über eine Zahnstange vorgeschoben. Der Lauf wird mit Hilfe eines T-Bolzens am Rahmen gehalten. Dieser Bolzen ist durch einen Einschnitt zur Kimme ausgebildet. Zu den berühmten Trägern dieser Waffe gehören Jesse James und »Texas Jack« Omohundro, Cowboy, Kundschafter während der Indianerkriege und Gefährte von Buffalo Bill.

Smith & Wesson American Nr. 3 First Model, von 1870 bis 1872 hergestellt. Gesamtstückzahl: 8000. Single Action. Kaliber: .44 S & W Zentralfeuer. Sechsschüssige Trommel. Nach unten kippbarer Lauf. Eckiger Griff. Stahlrahmen.
Runder 8-Zoll-Lauf mit Laufschiene.

 

 

 

 

 

Smith & Wesson American Nr. 3 Second Model, von 1872 bis 1874 hergestellt. Gesamtstückzahl: 20735. Single Action. Kaliber: .44 S & W mit Zentralfeuer. Sechsschüssige Trommel. Nach unten kippbarer Lauf. Eckiger Griff. Stahlrahmen.
Runder 8-Zoll-Lauf mit Laufschiene. Erkennungsmerkmal ist die kleine Ausbuchtung an der Rahmenunterseite aufgrund des verstärkten Abzugsstiftes.

 

 


Die Hoffnungen der Firma Smith & Wesson, ihr großes Revolvermodell Nr. 3 an die amerikanischen Militärs verkaufen zu können, zerschlagen sich; diesen Verlust kann sie jedoch mit der sich komplett neu formierenden russischen Armee mehr als wettmachen. Es gelingt den beiden Industriellen, den russischen Militärattache in den Vereinigten Staaten, General Gorloff, als Kunden zu gewinnen. Am 1. Mai 1871 unterzeichnet dieser im Namen seiner Regierung einen Vertrag über die Lieferung von 20'000 Revolvern.
Auf Wunsch Gorloffs und seines Adjutanten, des Hauptmanns Kasavery Ordinetz, werden gegenüber dem Ausgangsmodell (American Model) einige Veränderungen vorgenommen, deren wichtigste die Patrone selbst betrifft:
Die Kugel ist schwerer, die Hülse etwas größer und die Treibladung stärker. So entsteht der dem ursprünglichen .44 Smith & Wesson an Feuerkraft deutlich überlegene .44 Russian. Die Russen verlangten auch eine kyrillische Laufbeschriftung, außerdem die Befestigung einesTragerings am Griff. Weitere Modifikationenkommen hinzu, so daß heute zwischen drei Russian-Modellen unterschieden wird:

Das Erste Modell hat einen eckigen Griff mit Tragering; das Zweite Modell einen runden Griff mit Tragering und einen Abzugsbügel mit Fingerraste; beim Dritten Modell ist die Auswerfermechanik geändert und das unter dem Lauf angeordnete Auswerferlager kürzer. Die Trommelarretierung wird von einer massiven Rändelschraube oberhalb des Laufs gehalten. Die Lauflänge beträgt 6 1/2 Zoll. Das Zweite und Dritte Modell haben gegenüber dem Ersten Modell einen stark aufwärts gekrümmten Hahn. Bei allen drei Modellen ist der Hahn mit einer Kerbe versehen, die in entspannter Stellung in die Laufverriegelung eingreift.

 

Smith & Wesson Russian Third Model, von 1874 bis 1878 hergestellt. Single Action. Kaliber: .44 Russian. Sechsschüssige Trommel. Nach unten kippbarer Lauf.
An die Laufkippung gekoppelter Hülsenauswerfer. Runder 6 1/2-Zoll-Lauf mit Laufschiene. Runder Griff mit Fangriemenöse. Fingerhaken am Abzug.












Das russische Zarenreich bestellt allein 41138 Exemplare dieses Typs. Daneben werden auch mit den beiden mit Rußland in latentem Konflikt befindlichen Mächten Türkei (5000 Stück) und Japan (1000 Stück) Lieferverträge geschlossen. Nimmt man die 13500 für den zivilen Markt bestimmten Revolver hinzu, erreicht die Gesamtstückzahl des Smith & Wesson Nr. 3 Russian Third Model 60638 Exemplare.


Im Winter 1871 -1872 wird der zweiundzwanzigjährige Großfürst Alexis , Sohn von Zar Alexander II. und Bruder des künftigen Alexanders III., in den Vereinigten Staaten offiziell von Präsident Grant empfangen. Am 6. Dezember 1871 sucht er Horace Smith und Daniel Wesson in Springfield auf, die seit kurzem die russische Armee mit Revolvern beliefern. Die beiden überreichen ihm als Geschenk ein Russian-Modell mit Spezialgravur.


Für seine Reise durch die Staaten wird dem illustren Gast eigens ein luxuriös ausgestatteter Sonderzug zur Verfügung gestellt.
In Chicago bittet er General Sheridan, den Oberkommandierenden der Truppen im Westen, für ihn eine Büffeljagd zu Pferde nach indianischer Manier zu organisieren - eine höchst sportliche und zugleich gefährliche Sache.
Am 13. Januar 1872 hält der Sonderzug in North Plate, Nebraska. Zwei Berühmtheiten des Westens, General Custer und William Cody alias »Buffalo Bill« , schließen sich der Jagd an.
In Begleitung von Sheridan und einer Eskorte von fünfzig Kavalleristen erreichen die Jäger ein Lager am Ufer des Red Willow River.

 

 

 



Der Sioux-Häuptling »Getigerter Schwanz« und etwa hundert seiner Krieger sind mit der Organisation der Jagd betraut worden. Bereits am nächsten Morgen befinden sich die Jäger »auf dem Kriegspfad«. Der Großfürst trägt als einzige Waffe einen Smith & Wesson-Revolver. Den Berichten Custers zufolge ist er zwar ein exzellenter Reiter, dafür aber ein weniger begnadeter Schütze.
Gleich beim ersten Jagdausflug drückt er seinen Revolver versehentlich ab, verfehlt den Büffel und schießt statt dessen seinem eigenen Pferd direkt in den Kopf! Nachdem ein Ersatzpferd beschafft ist und er wieder im Sattel sitzt, zügelt er seinen Eifer, und es gelingt ihm tatsächlich, einen mächtigen Büffel zu erlegen. So gereicht die Jagdpartie schließlich doch zum Ruhm des Großfürsten und des Smith & Wesson-Revolvers.

 

 

Großfürst Alexis, rechts daneben: »Buffalo Bill«.

 

 

 

 

 

 

 


Smith & Wesson. 38 Baby Russian First Model, von 1876 bis 1877 hergestellt. Gesamtstückzahl: 25548. Single Action. Kaliber: .38 S & W. Geflutete, fünfschüssige Trommel. Nach unten kippbarer Lauf. An die Laufkippung gekoppelter Hülsenauswerfer. Runder 3 1/4-Zoll-Lauf mit Laufschiene.









Im Frühjahr 1870 wird auf Betreiben von Oberst George Schofield vom 10. Kavallerieregiment eine Verbesserung des Smith & Wesson American Nr. 3 First Model durch ein verstärktes Laufverriegelungssystem in Angriff genommen. Die Trommelarretierung wird ebenso wie der Hülsenauswerfer (Nocken- statt Zahnstangensteuerung) modifiziert, und der bügelförmige Verschlußriegel für den Lauf ist sehr viel robuster als in der früheren Variante. Dieser Revolver ist für eine neue Patrone, die .45 Schofield (die zukünftige .45 S & W), ausgelegt, die der .45 Colt an Feuerkraft unterlegen ist.

Als Abnehmer für diese Waffe hat man ursprünglich das Militär im Visier, doch als 1873 die ersten Exemplare des geänderten Modells fertig sind, hat sich die amerikanische Armee bereits für den Colt 1873 Single Action Army im Kaliber .45 entschieden. Dennoch bestellen die Militärs im September 1874 3000 Schofields zu einem Stückpreis von 13,50 Dollar, die im folgenden Jahr ausgeliefert werden. Insgesamt werden im Laufe des Jahres 1875 nicht mehr als 3035 Exemplare hergestellt. Ein zweites Modell mit bügelförmigem Verschlußriegel geht 1876 in Produktion.

 

Revolver Modell 3 Erstes Modell Schofield, Seriennummer 1643, Kaliber .45 mit einem 7 Zoll langen Lauf, der links mit der Anschrift von Smith & Wesson und rechts mit den Angaben vom Patent von Schofield beschriftet ist. Die Waffe ist brüniert mit buntgehärteten Teilen, auf den Griffschalen steht ein Abnahmestempel mit der Kartusche «S.B.L. »

 

 

 

Text identisch = beide Revolver

 

 

 

 

 


Durch das Modell Nr. 3 «American» im Kaliber .32
konnte Smith & Wesson auf dem amerikanischem Markt wieder fest Fuss fassen, und es war dieses Modell, das von dem Kavallerieoffizier George W. Schofield weiterentwickelt wurde, in
dem er eine bessere Laufverriegelung konstruierte.

 

 

 

 

 

 


 

 

Ein Single-Action-Revolver Modell 3, der in den Vereinigten Staaten als «First Model American» verkauft wurde. Die Waffe hat das Kaliber .44 S & W, und das war die erste grosskalibrige Revolverpatrone im westlichen Grenzgebiet.



 

 

1880- also drei Jahre nach der Firma Colt entschließt sich Daniel B. Wesson zur Lancierung des ersten Smith & Wesson-Double-Action-Revolvers, dessen Mechanik auf dem Patent von J. H. Bullard vom 16. Oktober 1879 beruht. Die Produktion wird 1880 mit einem Modell im Kaliber .38 mit dem kippbaren Hülsenauswerfer des New Model aufgenommen. Die Waffe existiert in mehreren Lauflängen. Die geflutete Trommel weist ringsum Aussparungen auf. Beim ersten Modell (1880, 4000 Exemplare) beeinträchtigt die Seitenplatte aufgrund ihrer Maße die Stabilität des Rahmens. Dieser Mangel wird beim zweiten Modell beseitigt (1880-1884, 115000 Exemplare). Beim dritten Modell sind die Aussparungen an der Trommel verschwunden (1884-1895, 203700 Exemplare). Beim vierten Modell ist der Abzugsweg kürzer und der Hahn modifiziert (1895-1909, 216300 Exemplare).

Beim fünften Modell werden wiederum einige kleinere Änderungen vorgenommen ' (1909-1911, 15000 Exemplare). Gleichzeitig mit dem Kaliber.38 läuft die Produktion eines .32 Double Action an, dessen Entwicklung parallel zum .38 verläuft (fünf Modelle) und dessen Stückzahl von 1880 bis 1919 insgesamt 327645 erreicht. Kurz nach dem Kaliber .38 bringt Smith & Wesson einen wesentlich massiveren Double-Action-Revolver im Kaliber .44 heraus. Auch dieser ist in mehreren Lauflängen erhältlich. Von 1881 bis 1913 werden davon 53668 Exemplare gefertigt; hinzu kommen 1000 Exemplare eines leicheteren Modells, des .44 Double Action Favou rite. Vor allem im Kaliber .38 ist diese Waffe ein echtes Erfolgsmodell (553000 Exemplare, ohne die 59400 Exemplare des von 1909 bis 1920 gefertigten .38 Double Action Perfected Model, bei dem das Verriegelungssystem und das Schloß modifiziert sind).

 

 

 

Smith & Wesson .44 Double Action, von 1881 bis 1913 hergestellt. Gesamtstückzahl: 53668. Double Action. Kaliber: .44 Russian. Sechsschüssige Trommel. Lauf und Trommel kippbar. Auswerfstern. 6-Zoll-Lauf (existiert auch mit 4-Zoll-Lauf).

 

 

 

 

1887 entschließt sich Daniel B. Wesson, der die Fäden des Unternehmens immer noch fest in der Hand hält, zur Lancierung eines neuen Double-Action-Revolvers, dessen kippbares Auswerfersystem zwar unverändert ist, der aber zwei Sicherungsmechanismen aufweist, die die Waffe auf dem Markt ausgesprochen erfolgreich machen: Zum einen ist bei dem Safety Hammerless kein äußerer Hahn mehr vorhanden, und zum anderen verhindert eine Griffsicherung das versehentliche Abdrücken des Revolvers. Für all jene, die ihren Revolver unter der Kleidung tragen und dennoch nicht Gefahr laufen möchten, beim Ziehen hängenzubleiben, ist dies die ideale Waffe.

 


Smith & Wesson Safety Hammerless .38,
von 1887 bis 1940 hergestellt. Gesamtstückzahl: 261493. Double Action ohne äußeren Hahn. Kaliber: .38 S & W. Fünfschüssige Trommel, Lauf und Trommel kippbar. Hülsenauswerfer. 4-Zoll-Lauf & 3 1/4-Zoll-Lauf. Griffsicherung.

 

 

 

 

 

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