

Soldat, 9.
New York-Freiwilligenregiment;
Offizier, 9. New York-Freiwilligenregiment
Rush Christopher Hawkins
hatte als junger Mann im amerikanisch-mexikanischen Krieg gedient und
war der Präsident eines im Jahre 1860 gegründeten Militärklubs, aus dessen
Mitgliedern sich das 9. New York-Freiwilligenregiment (Hawkins Zuaven)
hauptsächlich rekrutierte. Die Angeworbenen kamen aus Albany, Brooklyn,
Hyde Park, Mt. Vernon, Staten Island, Connecticut, New Jersey und Kanada.
Das Regiment war beim Maryland-Feldzug dabei und kämpfte bei South Mountain,
am Antietam und in Eastern Virginia.
Das 9. New York-Freiwilligenregiment wurde am 20. Mai 1863 aus dem Wehrdienst
entlassen;
358 Offiziere und Soldaten waren gefallen.
Die Schützenuniform hatte die zuaventypische Machart und Ausführung, nämlich blau mit magenta- oder purpurroter Einfassung. Die Schärpen waren hellblau oder purpurrot, die Überzieher hellblau. Die Winkel waren in der Regimentsfarbe gehalten. Zum großen Dienstanzug trugen die Zuaven einen Tschako, es ist aber anzunehmen, daß dieser im Felde durch eine zweckmäßigere Kopfbedeckung ersetzt wurde.
Rush Hawkins wurde
am gleichen Tag wie sein Regiment als Brevet-Brigadegeneral**)
entlassen.
Nachdem er sich im Immobilien- und Investmentgeschäft ein Vermögen erworben
hatte,
wurde er durch seine Bücher- und Schriftensammlung aus dem 15. Jahrhundert
bekannt.
Zusammen mit seiner Frau hatte er eine Bibliothek zusammengetragen, die
mit der des British Museum konkurrieren konnte.
**)
Als »Brevet-Ranks« bezeichnete man Titularränge, d.h.
die Offiziere erhielten -
meist als Anerkennung für ihre Verdienste - die Erlaubnis, einen
höheren Rang zu führen, ohne aber die entsprechende Besoldung
oder Pension zu erhalten. So behielt z.B. ein Major mit dem Titularrang
„Colonel“ auch seine Dienstgradabzeichen als Major, und er
hatte auch keine Befehlsgewalt über Oberstleutnante. Er unterzeichnete
lediglich seine Korrespondenz mit dem Titularrang. So konnte es vorkommen,
daß Offiziere gleichzeitig vier verschiedene Dienstgrade hatten:
Einen offiziellen (mit Offizierspatent) und zusätzlich den Titularrang
in der regulären Armee. Waren sie auch Offiziere in einer Freiwilligeneinheit
eines Staates,
dann führten sie zusätzlich die Dienstgrade, die ihnen vom jeweiligen
Staat verliehen worden waren. Zur Unterscheidung wurden dann die Abkürzungen
„U. S. A.“ (United States Army) oder „U. S. V.“
(United States Volunteers) hinter die Dienstgradbezeichnung gesetzt.
Anmerkung: Ähnliche »Beförderungen« waren bis Ende des 1. Weltkriegs auch in den deutschen Streitkräften üblich, dort wurde dem Dienstgrad dann in Klammern ein »char.« für »charakterisiert« angefügt.
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