Oberleutnant der Kavallerie im Dienstanzug;
Soldat der Kavallerie im Dienstanzug;
Corporal des 2. Kavallerieregiments im großen Dienstanzug 1860/61

Als im Jahre 1861 die U. S.-Kavallerie umorganisiert wurde, wurden aus den Dragonerregimentern die 1. und die 2. Kavallerie. In ihrer früheren Dienstkleidung unterschieden sie sich von anderen Waffengattungen durch orangefarbene Tressen und Litzen, was in das Gelb der Kavallerie umgeändert wurde. Es fiel jedoch schwer, sich von einem Tag zum anderen von der alten Dragonerdekoration zu trennen, und so behielt man das eine oder andere noch eine Weile bei.

Der schwarze Filzhut (M1858), Standardbekleidungsstück des großen Dienstanzugs bei allen Waffengattungen,
war unter den Namen »Hardee«-, »Kossuth«- oder »Jeff Davis«-Hut bekannt.
Dazu gehörte bei Generalen eine goldene, bei Offizieren eine gold-schwarze und bei Mannschaften
eine gelbe Hutkordel, die bei Offizieren an den Enden Eicheln und bei Mannschaften
Fransen hatte. Bei Paraden wurde ein schwarzer Federbusch aufgesteckt.



Vorne war das Truppengattungsabzeichen (Branch Insignia) mit zwei gekreuzten Säbeln,
der Regimentsnummer und dem Kennbuchstaben der Kompanie angebracht.
Die Abzeichen waren bei Offizieren gestickt, bei Mannschaften aus Metall.


 

 

 

 

 


Die aufgebogene Krempe (die Seite wechselte öfters während des Krieges)
war mit einer Messingspange festgesteckt, die von Tschako stammte und den U. S.  Adler zeigte.

 


 

Eine Variante des »Hardee«- war der »Burnside«-Hut, der sich von ersterem nur durch sein niedrigeres Kopfteil unterschied.
Der große Dienstanzug bestand aus der regulären, kurzen, enganliegenden Uniformjacke mit gelbem Vorstoß und je zwei Litzenschlaufen auf dem linken
und dem rechten Kragen. An diesen Schlaufen erkannte man die Freiwilligenregimenter, aber es scheint, als hätte auch das 2. Kavallerieregiment,
obwohl es eine reguläre Einheit war, ebenfalls Litzenschlaufen aufgenäht gehabt. Die aus Messingschuppen bestehenden Metallepauletten
und die weißen Handschuhe durften nur bei Paraden angelegt werden. In den offiziellen Bestimmungen sprach man von dunkelblauen Hosen
für alle Waffengattungen des Heeres mit Ausnahme der Artillerie, aber laut Verordnung vom 16. Dezember 1861 waren die bekannteren himmelblauen Hosen zugelassen.
Von den dunkelblauen waren nur sehr wenige ausgegeben worden.

 


Das Lederzeug war mit Messing beschlagen. Der leichte Kavalleriesäbel, Modell 1860, war die reguläre Bewaffnung, doch einige Einheiten behielten auch weiterhin den Dragonersäbel, Modell 1840, beide Säbel waren fast gleich lang; der einzige größere Unterschied bestand in der Form des Knaufs.

 

 


Modell 1858

Im Felde trug der Soldat (außer Generale) gewöhnlich ein dunkelblaues Kepi (Feldmütze, Modell 1858 oder 1861) aus Tuch,
die Standarduniformjacke, die manchmal mit gelben Litzen eingefaßt war und hellblaue Hosen (wie schon erwähnt,
wurden nur wenige dunkelblaue an die Truppe ausgegeben), die in den Stiefeln oder darüber getragen werden konnten.
Das offizielle Abzeichen mit den gekreuzten Säbeln, das ursprünglich vorne an der Feldmütze angesteckt war, rückte bei den Mannschaften nach oben auf den Mützendeckel, damit man das Kepi wie es damals chic war, herunterdrücken und nach vorne ziehen konnte. Im weiteren Verlauf des Krieges verzichtete man oft ganz auf Mützenabzeichen.

 


Modell 1861
(auch McDowell’s Cap oder Bummer’s Cap genannt, mit etwas höherem Kopfteil)



Offiziere trugen das gestickte Abzeichen weiterhin vorne.
Das abgebildete Offizierskepi (Oberleutnant) war im sogenannten Chasseur-Stil und hatte ähnliche Verzierungen wie die Kepis der Südstaaten.

 

 

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